Flüchtlingswelle nach Europa

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

Moderator: Moderatoren

Gesperrt
Turi
Beiträge: 2261
Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
Wohnort: Ostschweiz

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Hallo Lothar

irgendwie macht mir der Link einen Fehler, kann ihn nicht öffnen.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Albatross
Beiträge: 198
Registriert: Sa 9. Okt 2010, 18:28
Wohnort: München
Kontaktdaten:

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Albatross »

Mir machen die Flüchtlinge nicht Angst, sondern das was sie in unserer Gesellschaft auslösen. Die Polarisation, der Graben in der Gesellschaft. Die Art wie neuerdings miteinander diskutiert und argumentiert wird.
Ich kann mir auch nicht vorstellen das Merkels CDU sich nicht im Klaren ist was sie mit ihrer aktuellen Migrationspolitik hervorrufen. Der Einzug von AfD ab den 13 März in 3 Landesparlamenten (die Wahlkampfstrategen wissen das sicher schon länger). Aber welchen Vorteil werden sie (CDU/SPD) dadurch erreichen? Regierungsfähig wird dann nur noch CDU/SPD Koalitionen sein. Welchen Vorteil hat die CDU und die SPD noch? Ich sehe es einfach nicht. Persönlich wäre mir eine Strategie welche die AfD aus den Landtagen heraushält lieber... aber dafür müsste in der Flüchtlingspolitik etwas getan werden und nicht nur Reden gehalten werden die nur zum Schein auf das Problem eingehen.
Gruß Albatross
Wer Tippfehler findet darf sie behalten
Bild
Lothar
Beiträge: 546
Registriert: Do 6. Dez 2007, 11:16
Kontaktdaten:

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Lothar »

Hallo Turi,

habe es geändert - es fehlte das "l" bei .html

Habe gerade festgestellt, das der Status von C. Özdemir nicht (mehr ?) abrufbar ist.
Bei Wikipedia ist er noch als Transatlantiker gelistet, nach seinen eigenen Angaben ist er ausgetreten, weiss aber nicht mehr WO ich das gelesen habe.

Aber Stand ist, dass beide nicht mehr Mitglied sind.

Gruss

Lothar
Zuletzt geändert von Lothar am Sa 16. Jan 2016, 17:41, insgesamt 1-mal geändert.
Turi
Beiträge: 2261
Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
Wohnort: Ostschweiz

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Hallo Albatross
aber dafür müsste in der Flüchtlingspolitik etwas getan werden und nicht nur Reden gehalten werden die nur zum Schein auf das Problem eingehen.

Das ist doch das Problem seit Jahren, auch bei uns, wieso haben AfD und bei uns SVP soviel Zulauf?
Weil in der Parteienlandschaft scheinbar kein Ausgleich mehr stattfindet, alle sind irgendwie in die gleiche Richtung weichgespült.
Alles wird zerredet, neue Gesetze beschlossen anstatt die alten durchzusetzen.
Die alten Parteien sind vielfach träge und bequem geworden, durch die neuen werden sie mal wieder wachgerüttelt.
Schlafen sie weiter, werden andere kommen und vorwärts machen, ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt.
Ich denke es braucht die AfD wie auch die SVP als Ausgleich, solange sie nicht eine Mehrheit bekommen, ist das kein Problem.
Sie werden aber die Mehrheit bekommen, schwenken die Regierungsparteien nicht um und machen endlich Nägel mit Köpfen und setzten die schon vorhandenen Gesetze um.
Die Wähler werden in Zukunft genauer hinschauen, das Volk ist mit den Regierenden, bzw. was von denen produziert wird, je länger je weniger einverstanden.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
weiland alex
Beiträge: 221
Registriert: So 27. Apr 2008, 23:34
Wohnort: Diessen

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von weiland alex »

Hallo an Alle,
was auf den beginnenden seiten dieser discussion von so manchen noch bestritten, zerredet oder besser, schöngeredet wurde ist inzwischen leider eine erschreckende realität in die richtung geworden, die von den teilweise böse beschimpften vorausgesehen wurde.vorausdenken hat was!!!
ich gehöre nicht zu leuten, die hilfesuchenden hilfe verwehren würden - nur was hier gerade in unserem land abläuft - und das ist leider erst der anfang von WESENTLICH schlimmeren kommenden dingen - haben wir leider menschen zu verdanken die von uns dafür/dazu gewählt wurden, unser land weiterhin stabil und vernünftig durch die kommenden zeiten zu bringen.
man braucht sich eben aus diesem gründen auch nicht zu wundern, dass gerade die parteien nun guten zuwachs bekommen, die dem fortgesetzten schwachsinn der bestehenden regierung HOFFENTLICH BALD EIN ENDE bereiten werden.
früher dachte ich, politiker haben mehr weitblick, mehr zukunftsvisionen ( vielleicht auch mehr intelligenz) . . . falsch gedacht!!!
allein schon, dass sich ein so kleines land wie unseres 630 von diesen vollkommen realitätsfernen , unkompetenten blödschwätzern leistet, ist nicht nachvollziehbar!!! das im gegensatz zu uns riesige amerika kommt mit etwa 300 VOLKSZERTRETERN aus - macht aber leider mindestens genausoviel scheiss - aber nicht wie bei uns auf kosten der eigenen bevölkerung! und dann verstehe ich auch nicht, warum sich noch kein einziges land auf dieser erde traut, endlich den SCHEISS AMIS mal zu sagen, dass NUR SIE für die kriege und der damit einhergehenden katastrophen der letzten 50 jahre verantwortlich sind: angefangen mit der A-Bombe, weiter mit korea, vietnam,afghanistan, iran, irak und unendlich weiterer aktionen die ausschliesslich von der unintelligentesten politik - nähmlich der, der amerikaner,verursacht wurden.aber ja, wenn man irgendwo einen krieg anzettelt, verdient ja die einheimische(amerikanische) waffenindustrie mal wieder richtig geld - sieht man ja grade wieder in allen ecken der welt!
FRAU MERKEL . . wir wollen das nicht mehr schaffen !!!! hoffentlich kapierst du das jetzt endlich auch mal!!
Alex
Turi
Beiträge: 2261
Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
Wohnort: Ostschweiz

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Guten Morgen Wüschigemeinde

Hier noch ein Kommentar betreffend Verlust bzw. nicht durchsetzten des Gewaltmonopols.

http://www.nzz.ch/der-ohnmaechtige-staat-1.18677974


Ein paar Ausschnitte, für die, die meinen zu wenig Zeit zu haben um alles zu lesen :wink:
Dabei fehlt es Deutschland nicht an den Mitteln zur Behauptung des Rechtsstaates, sondern am Willen zu deren Gebrauch. Das Land unterhält einen grossen und professionellen Polizeiapparat des Bundes und der Länder. Gleichwohl beharrt die Bundesregierung darauf, dass sich die Staatsgrenzen nicht wirksam sichern lassen, weshalb Tausende von Flüchtlingen nur notdürftig registriert ins Land gelangen


Von den Zuständen an den Grenzen zieht sich eine Linie zur blamablen Hilflosigkeit an Silvester. Wenn von 19 Tatverdächtigen 9 kürzlich eingereiste Asylbewerber sind und sich 9 weitere illegal im Land aufgehalten haben, dann muss man von einem umfassenden Kontrollverlust sprechen. Wenn man zudem erfährt, dass der in Deutschland registrierte Asylbewerber, der in Paris bei einem Attentat erschossen wurde, unter sieben verschiedenen Namen bekannt war und einige Vorstrafen – auch wegen sexueller Belästigung – erhalten hatte, dann scheint die starke Vokabel Staatsversagen beinahe schwach. Da es den Behörden oft nicht gelingt, solche durch Europa vagabundierenden Personen zweifelsfrei zu identifizieren, kann es mit dem Überwachungsstaat nicht allzu weit her sein.


Der Unwille, dem Gewaltmonopol Gültigkeit zu verschaffen, ist evident. Solange Banden maghrebinischen Ursprungs nur Reisende bestehlen, geht man schulterzuckend zur Tagesordnung über.
Muss man sich unter solchen Voraussetzungen wundern, wenn Private versuchen, eine relative Sicherheit zu gewährleisten, mit all den verbundenen Risiken?

http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=& ... A3lfMRKY2g


schönen Sonntag

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Dabei fehlt es Deutschland nicht an den Mitteln zur Behauptung des Rechtsstaates, sondern am Willen zu deren Gebrauch. Das Land unterhält einen grossen und professionellen Polizeiapparat des Bundes und der Länder. Gleichwohl beharrt die Bundesregierung darauf, dass sich die Staatsgrenzen nicht wirksam sichern lassen, weshalb Tausende von Flüchtlingen nur notdürftig registriert ins Land gelangen

Von den Zuständen an den Grenzen zieht sich eine Linie zur blamablen Hilflosigkeit an Silvester.
Sorry Turi, aber ich mag deine unreflektierten und nicht hinterfragten Zitate bald nicht mehr lesen. Danke, dass du auch noch einige Passagen fett markiert hast. :shake:

Sicherlich hat Deutschland einen professionellen Polizeiapparat. Ob er die ausreichende Größe besitzt, um die derzeitigen Probleme zu bewältigen bezweifle ich.

In den letzten Jahrzehnten wurde dieser "große Polizeiapparat" kontinuierlich reduziert.

Anfang der 1980er Jahren wurde eine Polizeihundertschaft mit 120 - 130 Mann aufgestellt. Eine Bereitschaftpolizeiabteilung bestand aus vier Hundertschaften bestehend aus jungen Männern, die für den Polizeiberuf ausgebildet werden sollten.

Mitte/Ende der 1980 fingen die Staatsbehörden zu sparen an. Das Einstiegsgehalt wurde um ca. 40% gekürzt. Beförderungen wurden für Jahre aufs Eis gelegt. Eine Kündigungswelle unter den Polizisten war die Folge. Als weitere Folge wurde nur noch die hälfte der Polizeihunderschaften aufgestellt. Und diese mit nur 50 Mann. Der Nachwuchs fehlte natürlich in den Folgejahren. Aufgrund des mangelnden Nachwuchses und weiteren Sparmaßnahmen wurden Polizeidienststellen zusammengelegt und größere Gebiete mußten mit der gleichen Anzahl oder weniger Polizisten überwacht werden. Das Ergebnis sehen wir heute.

Um den Mangel an Nachwuchs zu kompensieren wurde auch Frauen eröffnet, den Polizeiberuf zu ergreifen, was ich persönlich ausdrücklich begrüße. Grund war nicht Gleichberechtigung o.ä. Auch Deutsch-Ausländern wurde der Weg in den Polizeiberuf geöffnet, um zumindest einen Teil des Nachwuchses zu gewährleisten.

Einfach mal tausend Polizisten zur Sicherung der Grenzen funktioniert also nicht. Das Flüchtlingsproblem ist nicht das einzige, mit dem die Polizei sich seit Kurzem befassen muss.

Evtl. sollte sich die schweizer Presse mit den landeseigenen Problemen beschäftigen, davon versteht sie vieleicht etwas mehr, als unreflektiert von Problemen anderer Länder zu berichten.

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Turi
Beiträge: 2261
Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
Wohnort: Ostschweiz

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Hallo Alexander

Das mag schon sein, dass überall gespart wurde, wenn man aber sieht, wie viele Polizisten für Fussballspiele, bei Demonstrationen von rechts und links mobilisiert werden, dann muss ich mich schon fragen, was da schief läuft.
Und wenn die Polizei dem nicht mehr Herr wird, wieso redet man dann von einem Gewaltmonopol, das der Staat hat, aber die Sicherheit, noch nicht mal bei Grossanlässen, gewährleisten kann?
Wir haben hier doch ein ähnliches Problem in kleinerem Stil.
Die Dörfer haben vielfach im Umkreis von mehr als 20 km keine Sicherheitsorgane mehr, da kann man das Gewaltmonopol nicht mehr fordern.
Dazu kommt, wenn die Polizeikräfte überfordert sind, wieso nimmt man für Sicherungsaufgaben, wie zB in Köln, nicht das Militär, die eh mehr oder weniger nur in den Kasernen herumhängen.
Wird in D nicht anders sein als in CH, die langweilen sich, während sie an anderem Ort gebraucht werden könnten.
Ob zur Sicherung blaue oder grüne Uniformen benutzt werden sollte schlussendlich egal sein, sind alles Straatsdiener.
Einfach mal tausend Polizisten zur Sicherung der Grenzen funktioniert also nicht
Sicher nicht kurzfristig,
das ist mir auch klar, sind wir aber wieder am gleichen Punkt angelangt, die Politik hat alles verschlafen, Gesetze machen wie Schengen und Dublin und nicht nur die, da ist das Europaparlament gross, umgesetzt werden sie nicht, von uns verlangt man das aber, siehe die Diskussion im Moment betreffend der Einwanderungsinitiative, dabei blasen im Moment fast alle in Europa ins selbe Horn.

Betreffend Anzahl der Polizisten:
Im Jahr 1997 waren es in Gesamtdeutschland 229.424
2006 265.000
2012 243.982
2015 244.000
Was sagt das aus, dass in gewissen Jahren ein unverhältnismässig grosser Zuwachs an Polizisten war.
Vielleicht sollte man mal überdenken, wieviel bürokratischen Aufwand die Polizei treibt, im Verhältnis zum Dienst auf der Strasse.
Rede mal mit Polizisten, so wirst Du erfahren, dass viele Polizisten eher mal wegsehen, ganz einfach, weil sie die überbordende Schreiberei satt haben, wenn man bald die Hälfte seiner Arbeitszeit am Schreibtisch verbringen muss, dann läuft da was falsch.
Ich hatte sehr viele Polizisten über Jahre auf dem Schiesstand und auch heute noch Kontakt mit einigen, was man da zu hören kriegt ist mehr als tragisch, gerade in Bezug auf den Bürokram.

Meiner Meinung nach, gibt es nicht zu wenige Polizisten sondern ein zu grosser Verwaltungsaufwand bei er Polizei und da stehe ich nicht alleine da.




Das war zwar im 2012, aber an den Zahlen hat sich nicht grundlegend etwas geändert, ausser den unkontrollierten Flüchtlingszahlen
Was aber auch da auffällt ist, dass je mehr bürokratischen Aufwand betrieben wird, desto mehr Polizisten braucht es, hat aber schlussendlich mit der Sicherheit im Land nicht zu tun.

GrussTuri
zur allgemeinen Information, da liegt Deutschland im Mittelfeld
zur allgemeinen Information, da liegt Deutschland im Mittelfeld
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
schnorr
Beiträge: 2207
Registriert: Mi 15. Feb 2006, 21:42
Wohnort: Kölner Umland
Kontaktdaten:

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von schnorr »

in nrw sollen 500 polizisten mehr eingestellt werden (bzw mehr für den aussendienst freigestellt werden durch mitarbeiter im innendienst)
http://www.sueddeutsche.de/politik/uebe ... -1.2818102

es sind nicht nur zu wenig polizisten unterwegs, diesen wird auch zunehmen weniger respekt entgegengebracht. wo früher ein erhobener zeigefinger eines einzelnen wachmeisters ausgereicht hat, braucht es jetzt zur klärung direkt vier streifenwagenbesatzungen oder mehr.
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Turi hat geschrieben:Das mag schon sein, dass überall gespart wurde, wenn man aber sieht, wie viele Polizisten für Fussballspiele, bei Demonstrationen von rechts und links mobilisiert werden, dann muss ich mich schon fragen, was da schief läuft.
Was hier schief läuft musst du die Linken, Rechten und die Fußball Hooligans fragen. Bei diesen "Veranstaltungen" werden Straftaten begangen, was die Anwesenheit von Polizei erfordert. Sicherlich kann man bei Fußballspielen Order einsetzen. Die haben aber zum Glück keine Polizeibefugnis und können die Polizei nicht ersetzen.
Turi hat geschrieben:Und wenn die Polizei dem nicht mehr Herr wird, wieso redet man dann von einem Gewaltmonopol, das der Staat hat, aber die Sicherheit, noch nicht mal bei Grossanlässen, gewährleisten kann?
An anderer Stelle sprichst du von "unverhältnismäßig großem Zuwachs an Polizisten. Das passt nicht zusammen.
Turi hat geschrieben:Dazu kommt, wenn die Polizeikräfte überfordert sind, wieso nimmt man für Sicherungsaufgaben, wie zB in Köln, nicht das Militär, die eh mehr oder weniger nur in den Kasernen herumhängen.
Weil das Militär keine Polizeibefugnis hat und nur Amtshilfe leisten kann.
Einfach mal tausend Polizisten zur Sicherung der Grenzen funktioniert also nicht
Turi hat geschrieben:das ist mir auch klar, sind wir aber wieder am gleichen Punkt angelangt, die Politik hat alles verschlafen
Immerwährendes Lamentieren, was die Politik verschlafen hat, hilft uns nicht weiter. Wir befinden uns im Jetzt und nicht in der Vergangenheit. Wir haben genügend Probleme und es hilft nicht weiter, immer wieder das zu erwähnen, was wir nicht mehr ändern können. Die Zukunft ist jetzt…
Turi hat geschrieben:Betreffend Anzahl der Polizisten:
Im Jahr 1997 waren es in Gesamtdeutschland 229.424
2006 265.000
2012 243.982
2015 244.000
Was sagt das aus, dass in gewissen Jahren ein unverhältnismässig grosser Zuwachs an Polizisten war.
Diese Aussage widerspricht deinen Aussagen über Staatsdiener, die überfordert sind und ihren Job nicht machen können. Den Anstieg von 1997 bis 2006 haben wir der RAF zu verdanken, die in den 1970er und 1980er aktiv waren. Danach wurde, und das zeigt auch deine Statistik, die Zahl der Polizisten wieder abgebaut.
Turi hat geschrieben:Rede mal mit Polizisten, so wirst Du erfahren, dass viele Polizisten eher mal wegsehen, ganz einfach, weil sie die überbordende Schreiberei satt haben, wenn man bald die Hälfte seiner Arbeitszeit am Schreibtisch verbringen muss, dann läuft da was falsch.
Ich muss nicht mit Polizisten sprechen, auch wenn ich es hin und wieder tue, da ich auf meinen eigenen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann.
Turi hat geschrieben:Ich hatte sehr viele Polizisten über Jahre auf dem Schiesstand und auch heute noch Kontakt mit einigen, was man da zu hören kriegt ist mehr als tragisch, gerade in Bezug auf den Bürokram.
Tja, Turi. Dann würde ich sagen, haben die Polizisten ihren Job nicht ganz verstanden. Wenn ich mit Straftaten zu tun habe und Täter ermittle, dann hat der Polizist das genauestens und beweiskräftig zu dokumentieren. Denn mit der Streifenfahrt hört die Polizeiarbeit nicht auf. In der Regel wird der Polizist als Zeuge vor Gericht geladen. Wenn seine Arbeit nicht hieb und stichfest ist, dann wird ihn die Gegenseite zerpflücken und die Arbeit, die der Polizist vorher geleistet hat war umsonst. Vielleicht sollte man das erst einmal aus dieser Sicht sehen, bevor man sich über "unnötige Bürokratie" beschwert.
Turi hat geschrieben:Meiner Meinung nach, gibt es nicht zu wenige Polizisten sondern ein zu grosser Verwaltungsaufwand bei er Polizei und da stehe ich nicht alleine da.
Worauf basiert deine Meinung? Vermutlich nicht auf eigene Erfahrungen, sondern nur auf Beschwerden von Polizisten, denen nur die Schreibarbeit zu viel ist, ohne aber auch darüber zu berichten, wie wichtig diese ist.
Turi hat geschrieben:hat aber schlussendlich mit der Sicherheit im Land nicht zu tun.
Wenn du meine Ausführungen oben liest, dann wirst du vermutlich selbst erkennen, dass die Bürokratie auch durchaus zu Sicherheit beiträgt.

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
landcruiser.
Beiträge: 874
Registriert: Mi 9. Okt 2013, 13:08
Kontaktdaten:

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von landcruiser. »

Turi hat geschrieben: Dazu kommt, wenn die Polizeikräfte überfordert sind, wieso nimmt man für Sicherungsaufgaben, wie zB in Köln, nicht das Militär, die eh mehr oder weniger nur in den Kasernen herumhängen.
Wird in D nicht anders sein als in CH, die langweilen sich, während sie an anderem Ort gebraucht werden könnten.
Ob zur Sicherung blaue oder grüne Uniformen benutzt werden sollte schlussendlich egal sein, sind alles Straatsdiener.
Bei uns ist der Einsatz der Bundeswehr im "Inneren" aufgrund unserer Verfassung so einfach nicht möglich.

Hinzu kommt, dass du die Realität komplett verkennst:

a) Ist die Bundeswehr in diversen Auslandseinsätzen und hat selbst schon teilweise Personalprobleme; insbesondere Nachwuchsprobleme.

b) Hat ein Soldat, bis auf wenige Ausnahmen, weder Ausbildung noch Ausrüstung für Polizeieinsätze.

Ich habs ja auch schon mal geschrieben: Die Kompetenz der Schweizer sich über die Vorgänge in D ein Urteil zu erlauben und Ratschläge zu erteilen, erstaunt mich immer wieder.

Inzwischen hats aber die Grenze der Lächerlichkeit überschritten.
Turi
Beiträge: 2261
Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
Wohnort: Ostschweiz

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Inzwischen hats aber die Grenze der Lächerlichkeit überschritten
Was die Grenze der Lächerlichkeit überschritten hat ist sicher die deutsche Politik.

Werde mich in Zukunft nicht mehr in "innerdeutsche Angelegenheiten" mischen¨

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Burckhard
Beiträge: 196
Registriert: Sa 24. Dez 2005, 22:18
Wohnort: Eichenau

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Burckhard »

Hallo Andreas und Turi,
Streitet Euch doch nicht um die " großen Zahlen"Im letzten Frühjahr hatte Bayern die größte Polizeidichte aller deutschen Länder,geholfen hats nichts.
Sinnvoller finde ich daß man sich über persönliche Erfahrungen mit den Ordnungskräften austauscht.
Ich möchte hier 3 Beispiele aus meinen persöhnlichen Erfahrungen mitteilen:
Ich lebe in einem Ort mit 12000 meist gut verdienenden Einwohnern nahe München. Vor etwa 30 Jahren gab es hier die letzte Fußstreife eines Polizisten, dann wurde die Polizeistation aufgelöst und in den Nachbarort verlegt. Dort gibt es jetzt ein Polizeirevier in dem etwa 6-8-Polizisten sitzen. Einmal die Woche fährt bei gutem Wetter ein Polizeiwagen durch unseren Ort.
Fall 1:
Wir haben ein Freizeitgelände auf dem leider an manchen Sommerwochenenden randalierende Jugendliche die Einrichtungen zerstören, es wurde u.a. das Haus der Wasserwacht angezündet , Dixi-Klos werden regelmäßig in den Badesee geworfen und was das schlimmste ist: Glasbierflaschen ( sind ja billiger als Dosen )einfach leigengelassenrden zerschlagen und das macht sich gut für die Kinder, die dann am Sonntag zum Baden kommen.Nun hat unser Bürgermeister die Polizei im Nachbarort gebeten ab und zu mal nach dem Rechten zu sehen. Die Antwort des Chefs der Polizeistation war : "wenn wir dort mit unseren Autos ankommen sehen die das von weiten und verschwinden in die Büsche. holt Euch doch lieber ein Privates Wachunternehmen" Es ist damls gut durch die Presse gegangen, der Polizeichef hat sich allerdings nicht geäußert.
Fall 2.
Im Dezember vor ein paar Jahren wollte ich per Auto zum Weihnachtsfest etwa 160 km entfernt fahren. Kurz vor dem Verlassen der Ortschaft lief mir eine ältere Frau im Morgenmantel und mit Filzpantofflen über den Weg.Ich konnte die Frau beruhigen und brachte sie zur besagten Polizei. Dort saßen 6-8 Polizisten und telefonierten herum bis sie das entsprechende Altersheim gefunden hatten. Was jetzt kommt ist unglaublich: sie sagten mir die Adresse des Altersheim und sagten mir ich solle die Dame dort hinbringen ! Ich sagte ihnen daß ich noch 160 km vor mir habe und das mit Sicherheit nicht machen würde, gab der Frau eine freundlichen Schulterklaps und ging!
Fall 3:
In der Presse wurde gewarnt vor einer "Roma-Familie" die derzeit im Landkreis unterwegs sei und darum gebeten bei Auftauchen unbekannter Personen unverzüglich die Polizei zu informieren, ich hatte die Zeitung noch nicht ganz weggelegt da sah ich 3 Personen die nun wirklich nicht wie Bayern aussahen und die Gegend ist nicht bekannt für normale Spaziergänger. Sofortiger Anruf bei besagtem Revier, Antwort. Wir können da nichts machen , wir können erst einschreiten wenn was passiert ist. Macht ja nichts bei den 14-tägigen Einbrüchen kommt es ja auf ein paar weitere nicht an.

Hat noch jemand Fragen zu meinem Verhältnis zur Polizei? Ich glaube nicht, daß diese Ereignisse von der Politik vorgegeben waren, die Jungs waren einfach zu faul!

Im Übrigen die hohe "Polizeidichte" in Bayern kam daher, daß 12 000 (in Worten zwölftausent) 7 ( ebenfalls in Worten : sieben) Staatsmänner und eine Frau bewachen mußten. Das noch zu den großen Zahlen !
Grüße
Burckhard
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Diskussion um Grenzzaun: Kann Deutschland seine Grenzen überhaupt dicht machen?

CSU-Politiker fordern seit Monaten die komplette Schließung der Grenze zu Österreich. Seit Mitte September tritt aufgrund des Flüchtlingszustroms bereits eine Ausnahmeregelung für den Schengen-Raum in Kraft: Deutschland nutzt die Möglichkeit vorübergehender Kontrollen. Ist eine komplette Abschottung überhaupt möglich? mehr...

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Dass es auch anders geht zeigt dieser Bericht. Eine Gruppe von Syrern beschützt Frau vor Dieben and Grabschern.


Syrer formten in Köln Schutzschild um Studentin

Die 27-Jährige wurde in die Menge gerissen, Männer zogen sie an den Haaren. «Ich schlug und trat um mich und konnte mich befreien», so Duncan. Dann sei ein arabischstämmiger Mann auf sie zugekommen. Er fragte die junge Frau, ob sie Hilfe brauche. mehr...

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Gesperrt