Frauen in islamischen Kulturen

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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bennemsi
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Frauen in islamischen Kulturen

Beitrag von bennemsi »

Die Erzählungen von Andrea Kloiber haben einer breiteren Öffentlichkeit die Stellung der Frau im islamischen Kulturkreis wieder ins Bewußtsein gerufen. Meine Frau hat erstmal damit reagiert, dass sie nicht mehr in den Maghreb mitfahren will... Es ist uns dann im Gespräch beiden bewußt geworden, dass wir diesen Kulturaspekt der islamischen Gesellschaften mehr oder weniger verdrängt hatten. Zwar liest man ja von solch grauenhaften Verbrechen wie in Kunos Posting weiter unten, doch verblasst die Erinnerung an solche Dinge nach gewisser Zeit wieder.

Der Fall der kleine Jemenitin Nojud Ali lässt in diesem Zusammenhang erkennen, dass doch auch Veränderungsprozesse und ein Bewußtseinswandel laufen. mehr...

Andererseits gibt es aber auch zynische Fortschritte bei der "Emanzipation" mehr...

Gruß Bennemsi
schu achbar ?

Re: Frauen in islamischen Kulturen

Beitrag von schu achbar ? »

Hallo bennemsi,

Deine Frau ist ja im islamischen Land zu Gast und das "Schlimmste" was ihr pasieren kann ist eine etwas andere Kleiderordnung und die Tatsache,
dass sie bei wichtigen Entscheidungen garnicht erst gefragt wird.

Ich rege mich über Zwangsverheiratungen und Steinigungen natürlich auch auf.
Die Frage ist nur, ob das in unsere Zuständigkeit fällt.
Und nicht nur das, auch ist unsere Macht beschränkt.
Es kommt entscheidend darauf an, was die Imame draus machen
und so kann man regional begrenzt etwas Fortschritt walten lassen.

In den Emiraten zB. sind mir nur (neuere) Eheschliessungen bekannt,
die altersmäßig passen.
Innerhalb der Familie wird bevorzugt geheiratet und mit Gentests vorher
gecheckt ob letale Gene zusammentreffen.

Zustande kommt das Ganze durch Kontakte der Familienmitglieder , hauptsächlich Frauen regeln das.
Da kann auch der Mann der Gelackmeierte sein, wenn er zwangsverheiratet wird.
Geht es garnicht wird auch wieder geschieden, kenne selbst so einen Fall.

Das Gliedmaßenabtrennen wurde schon vor Jahren abgeschafft.
Einige hätten es allerdings gern zurück.
Früher war alles besser... :)



Bei diesen wahabitisch beeinflusste Moslems jedoch geht das schon
noch anders ab, siehe Somalia.

Das Problem allgemein ist, dass jeder dahergelaufene Osama sich als Scheech verkaufen kann.
Es gibt vier Rechtsschulen, 10 Meinunen, 100 regionale Auslegungen
und einen Propheten, dessen Lebenswandel schliesslich jedem Moslem
zum Vorbild dienen soll.
Und wie der gelebt hat, naja da kann sich ja jeder selbst im Netz informieren.
Nur bitte nicht beim nächsten Imam.
Denn da ist ja bekanntlich alles toll.

Ich befürchte, wir können da garnichts tun.
Nur auf unserem eigenen Territorium.
Barbara4x4
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Re: Frauen in islamischen Kulturen

Beitrag von Barbara4x4 »

schu achbar ? hat geschrieben: Ich befürchte, wir können da garnichts tun.
Nur auf unserem eigenen Territorium.
Dem möchte ich zustimmen. Wir könnten ja damit anfangen, daß in Deutschland endlich Frauen das selbe Salär wie Männer bekommen.....

Ich möchte in dem Zusammenhang noch darauf hinweisen, daß in D der Straftatbestand der Vergewaltigung in der Ehe erst in den 90ern entstand, erst in der 2. Hälfte des 20. Jh. einer Frau zugestanden wurde, ohne Erlaubnis ihres Mannes eine Arbeit aufzunehmen. Kurz: so verankert sind Frauenrechte bei uns auch nicht in der Tradition.

Was mich bei den Berichten Frau Kloibers betroffen machte: warum hat ihr denn niemand gesagt, daß dieses ignorieren ein Zeichen des RESPEKTES ist? Dieser Respekt kann auch dazu führen, daß eine Schlange wartender Männer am Zollschalter vor mir weggejagt wird mit den Worten: Machen sie Platz für die Dame! Oder in der Bank weist mich die Männerschlange am Schalter freundlich auf den vordersten Platz, da einer ehrbaren Frau nicht zugemutet werden kann, in dieser Herrenrunde zu stehen.

Die "Emanzipation" punkto Waffen und Kampf ist schon alt. Im algerischen Unabhängigkeitskrieg schmuggelten die Frauen Waffen unter den Schleiern, um nur ein Beispiel zu geben.

Fakt ist, daß sich auch die rechtliche Situation der Frauen im Maghreb in den letzten 15 Jahren zum Positiven gewandelt hat. Herausragendstes Beispiel dafür war eine der letzten Änderungen der marokkanischen Moudawana. Bis vor Kurzem war das Kind eines Ausländers und einer Marokkanerin staatenlos, kein Recht auf marokkanische Staatsbürgerschaft. Das Kind eines Marokkaners mit einer Ausländerin hatte dieses Recht! Dieser Mißstand, der stets wie ein vergifteter Stachel in meinem Emanzenfleisch juckte :wink: , ist beseitigt. Es gab bei der Abstimmung und Beratung Aufstände im marokkanischen Parlament - aber es ist geschafft! :D

Als Informationsquelle empfehle ich: Der politische Harem - Mohamed und die Frauen von Fatima Mernissi. Mernissi schreibt mit Herz, Hirn und Humor und belegt ihre Aussagen mit den entsprechenden Hadithen. Sehr interessant, wie sie den Einfluß Abu Bakrs auf die Rolle der Frauen beschreibt. Sehr informativ - und dazu noch amüsant zu lesen.

Ich persönlich wurde jedenfalls in den letzten 3 Jahrzehnten im Maghreb als Frau sehr respektvoll behandelt. Was mir auffiel: in keinem Kulturkreis reagierten Männer so freundlich auf eine Zurückweisung eines Antrages. Mir schien, die waren nach meinem "No" noch charmanter als vorher. Vielleicht, weil sie mich noch mehr respektierten?

Viele Grüße
Barbara
Kuno
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Re: Frauen in islamischen Kulturen

Beitrag von Kuno »

Dem möchte ich zustimmen. Wir könnten ja damit anfangen, daß in Deutschland endlich Frauen das selbe Salär wie Männer bekommen.....

Find ich jetzt ein wenig krass als Einstieg, Barbara :mrgreen:

Ansonsten kann ich eigentlich Barbara nur zustimmen. Natürlich muss sich Frau Kloiber recht seltsam vorgekommen sein - war ja auch wirklich keine Alltagssituation. Aber wenn man's nüchtern betrachtet -ob's jetzt wirklich Respekt vor der Frau ist oder nicht- hat dieses distanzierte Verhalten der Entführer am Ende doch auch garantiert, dass sich keiner der Jungs näher für die Frau interessiert hat. Sowas wäre ja dann in unserer Presse auch nicht gut aufgenommen worden...
Roger-Tecumseh
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Re: Frauen in islamischen Kulturen

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Barbara4x4 hat geschrieben:Dem möchte ich zustimmen. Wir könnten ja damit anfangen, daß in Deutschland endlich Frauen das selbe Salär wie Männer bekommen.....
Ein sehr informativer und richtiger Beitrag, finde ich! Ganz deutlich wird, wie leicht Situationen eben auch - einzig aus Unkenntnis fremder Kulturen - völlig falsch eingeordnet werden können.

Der erwähnte Gehaltsunterschied, bei gleicher Qualifikation, ist mir schon immer ein Rätsel gewesen! Die meisten Männer leben doch mit Frauen zusammen, haben vielleicht Töchter. Müßten sie also nicht gerade auch aus diesem familiären Grund - wenn schon die Überzeugung sozialer Gerechtigkeit fehlt - ein ursächliches Interesse an gleichem Gehaltsstatus haben! Merkwürdig! :?
(Die gleiche Problematik ist auch in F - wo übrigens Frauen erst nach dem Zweiten Weltkrieg ihr Wahlrecht ausüben konnten (!) - ein ewiges Thema.)
Birgitt
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Re: Frauen in islamischen Kulturen

Beitrag von Birgitt »

Es gibt - zugegebenermaßen viel zu selten - einige gute Ansätze ... für jeden erhaltenen Schlag zwei austeilen ...


Geistlicher: Frauen dürfen ihre Männer schlagen
Vorsitzender des Rates für Fatwas an der El-Ashar-Universität betont Recht aus Selbstverteidigung

27.10.2008 - Standard

Kairo- Der höchste sunnitische Geistliche in Ägypten hat Frauen das Recht zugesprochen, sich notfalls auch mit Gewalt gegen ihre Ehemänner zu wehren. "Eine Frau hat das legitime Recht, ihren Ehemann zu schlagen, um sich zu verteidigen", sagte Scheich Abdel Hamid el Atrasch laut einem Zeitungsbericht vom Montag [...] Frauen sollten ihren Männern für jeden erhaltenen Schlag zwei Schläge austeilen ... mehr


Emanzipierte Grüße
Birgitt
schu achbar ?

Re: Frauen in islamischen Kulturen

Beitrag von schu achbar ? »

Hallo Birgitt,
nicht zu ernst nehmen. Wer weiss was Atrasch damit meint.
Vielleicht denkt er an so Situationen , wo "tobsüchtige" Choleriker einfach so draufschlagen. Keine Ahnung, man müsste die ganze Äusserung kennen.
Ein echter Fortschritt wäre eine Fatwa gegen Ehegewalt ganz allgemein.
Die wird es aber nicht geben, da Fatwas im Einklang mit dem Buch stehen müssen.
Und da steht zum Thema folgendes:


Sure 2, Vers 223:
Eure Weiber sind euch ein Acker. Geht zu eurem Acker, wann ihr wollt.

Sure 4, Vers 34:
Die Männer sind den Weibern überlegen auf Grund dessen, was Allah den einen vor den anderen gegeben hat...
Diejenigen aber, für deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet - warnt sie, verbannt sie in die Schlafgemächer und schlagt sie.

Kurzum ist das aber Sache der Allah- Gläubigen in ihren Ländern und
es gibt ja nicht wenige Kopftuchträgerinnen, die da nichts drauf kommen lassen. Entweder, weil sie nicht anders können, es nicht anders kennen
oder halt die Schrift über alles setzen. Und wenn das da steht , dann ist das richtig, weil Gottes Wille.

Leider kann man das aber nicht so einfach abstellen, wenn man in die
nichtmuslimische Welt kommt.
Da wirds dann zum Problem, weil es ungesetzlich ist.

Das meinte ich eigentlich mit dem eigenen Territorium.

Natürlich hast Du Recht Barbara, dass nicht geschlechtsabhängig bezahlt werden darf.
Das ist jetzt aber ne andere Baustelle.
Ich meinte in Bezug aufs Thema eher häusliche Gewalt in moslemischen Familien.
Es gab vor kurzem einen Zeitungsartikel, in dem sich eine muslimische Gynäkologin in GB besorgt äusserte über die vielen schwangeren Muslima, die mit Spuren v. körperlicher Misshandlung in die Klinik kamen.
Hab ich in unsrem Kulturkreis noch nie was von gehört und ich glaub auch nicht, dass so etwas in relevanter Anzahl vorkommt.

Oder , wenn ich an die von ihrem Bruder ermordete Frau Sürücü
denke. ( den Namen hab ich sicher falch geschrieben)
Da stellt sich die andere Schwester nach der Festnahme des Bruders vor die Kameras und meint:
Was habt Ihr denn, es geht Ihr doch jetzt viel besser, schliesslich ist sie bei Gott.

Oder wo ich mich persönlich sehr geärgert habe war die youtube Botschaft v. den Freunden der in Deutschland getöteten Afghanin Morsal.
Die haben also ein Erinnerungsvideo reingestellt und die Kommentarfunktion quoll über vor Hass.
Dutzende posts so sinngemäss nach dem Motto
" hat sie verdient die Hure, meine Schwester würde ich auch umbringen, wenn die lebt wie eine deutsche Nutte."
Als es dann Proteste gegen diese Äusserungen gab, ging es erst richtig ab. " Ihr Schwächlinge habt Eure Schlampen ja nicht im Griff" etc, etc

Ich weiss nicht was man mit solchen Leuten machen kann. Ich weiss aber, dass es nicht wenige sind und das sie für unsere Lebensart eine Gefahr darstellen.
Irgendwie scheinen auch mehr Rückständige hier zu wohnen , als in den Herkunftsländern. Vielleicht bleiben die hier in der Entwicklung irgendwie stehn.

Aber bennemsis Frau kann man beruhigen.
Das mit dem Ignorieren hat tatsächlich einen anderen Hintergrund und gilt nicht als Geringschätzung, wie Barbara ja schon sagte.

Bezness, naja, seit Ihr auch nicht die passende Zielgruppe.
Und ausser an absoluten Touristen Hotspots siegt immer noch die Gastfreundschaft über die irritierenden Dinge

Da bennemsi ja soweit ich weiss auch reiseerfahren ist also kein Problem.

Mit Reise-VERWEIGERUNG die Welt zu verbessern hat, glaube ich, auch noch nie geholfen.



Ach ja, mein persönlicher Angstfaktor heisst übrigens Südamerika.
Ich meine jetzt nicht Paraguay oder Patagonien, sondern eher
Venezuela, Kolumbien, Brasilien....

Da gibts keine verdrehten Gläubigen ,aber dafür ne Menge Waffen und Leute, die sie auch einsetzen.
Ich bleib dann lieber erstmal bei Iran, Ägypten...... :)
bennemsi
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Re: Frauen in islamischen Kulturen

Beitrag von bennemsi »

Liebe Birgitt, da mache ich mir nun aber um die muslimischen Ehemänner doch Sorgen, früher war tatsächlich alles noch besser! Wenn ich mir das so mit zwei oder mehr Ehefrauen vorstelle - ich war schon immer strikte gegen die Polygamie! Wie wir sehen gibt es schlagende Argumente die belegen, dass die Emanzipation der Frau zumindest in Ägypten fortschreitet. Wenn meine Frau das hört, fährt Sie bestimmt doch wieder mit...Hmm soll ich ihrs nun erzählen oder nicht?

In der Tat kann man nicht von "dem Islam" sprechen, deshalb schrieb ich im Plural von ....islamischen Kulturen. Im Grunde bestimmt die Auslegung wer die Macht im Lande innehat. Was man unter "Islam" subsummieren kann hat eine große Vielfalt wie ja auch im "Christentum". Das ist ja wahrlich keine Weisheit, nur wird diese einfache Tatsache im öffentlichen Diskurs wenig bis gar nicht wahrgenommen. In letzter Konsequenz geht das dann soweit, dass Islam mit Terrorismus gleichgesetzt wird.

Mein Freund Amir aus dem Sudan, der schon seit weit über zehn Jahren hier lebt, leidet daran sehr. Erst wurde ihm unterstellt, er wäre ein Haßprediger und ihm deshalb die Staatsbürgerschaft verweigert. Vor Gericht konnte diese Behauptung nicht aufrecht erhalten werden. (Ich kenne ihn als friedliebenden vierfachen Familienvater) Nun hat man das Argument herangezogen, es mangle ihm an Integrationswillen da er Frauen nicht die Hand gebe! Das tut er in der Tat nicht. Er hat es mir gegenüber außer mit dem Koran auch noch damit begründet, er würde es aus Respekt - Barbara! - den anderen Frauen und der eigenen gegenüber nicht tun. Eben dieses Verhalten wird ihm aber als Respektlosigkeit ausgelegt.
Eine Meute wütender Leserbriefschreiberinnen fiel über ihn her, die Kolleginnen schneiden ihn gekränkt - bis auf eine - alle. Und diese Eine hat Reiseerfahrung in muslimischen Ländern, u.a. war sie fast zwei Jahre in der Türkei.

Danke Barbara übrigens für den weihnachtlichen Geschenktipp. Nach den Büchern von Nagib Machfus bekommt meine Frau heuer etwas von Fatima Mernissi. Ein anderer Tipp wäre noch "Bajjas Liebhaber" von Habib Selmi, einem Tunesier.

Gruß Bennemsi
schu achbar ?

Re: Frauen in islamischen Kulturen

Beitrag von schu achbar ? »

Amir lebt seit über 10 Jahren in Mitteleuropa u. gibt Frauen nicht die Hand.
An diesem Ort der Welt ist das Händeschütteln aber eine der ersten u.selbstverständlichsten Begrüssungsriten, die man lernen sollte, wenn man dort aufkreuzt.
Dieses etwa der Hälfte der Bevölkerung zu verweigern ist eine grobe Unhöflichkeit u. wird von Frauen verständlicherweise als Herabwürdigung
aufgefasst.
Solches Verhalten mit der Respekterweisung u. dem Koran zu begründen ist völlig unpassend, da
1. Hier kein Mann einen Dauerständer bekommt, selbst wenn er 10 Frauen
die Hände schütteln muss, man diese Respekt- Auslegung hier nicht kennt,
..und..
2. Der Koran hier Keinen interessiert u. deshalb auch keine Entschuldigung
für deplaziertes Benehmen ist.

Man stelle sich vor im Forum berichtet ein Mitglied von seinem Freund, einem katholischen Priester. Der zieht in den Sudan u. fasst Jeder Muslima, mit der er es zu tun kriegt ungefragt an die Hand und schüttelt sie herzlich.

Mal abgesehen davon,dass der Typ wohl nach spätestens einer Woche
in Bauchlage den Nil runtertreiben würde, hätte wohl kein Forumsmitglied
Verständnis für dieses absurde u. deplazierte Verhalten.
Ich natürlich auch nicht.
Nichtmal, wenn der Mann nur Tourist wäre und hätte er sich niedergelassen würde es wohl Keinen hier wundern, würde er in die nächste Maschine nach Frankfurt gesetzt werden.

Der real existierende Amir aber kann trotz seines Benehmens bleiben, er kann sogar seine Religion hier verbreiten und in einem extra dafür gebauten Haus predigen u. die Botschaft verbreiten.

Jetzt will er aber auch voll anerkannter Staatsbürger mit alles Rechten
und Pflichten werden, dabei aber gleichzeitig die kulturellen Gegebenheiten ignorieren.

Ich kann Euch nur beglückwünschen, dass ihm das verweigert wird.
Man kann nur hoffen, dass ein supertoleranter Richter das nicht wieder aufhebt.

Solche Menschen sind Feinde der Integration. Sie bilden Parallelgesellschaften, spalten die Gesellschaft in verschiedene Gruppen, die nix verbindet.
Erhalten sie als Ausländer erstmal das kommunale Wahlrecht, wie die Grünen das hier möchten, dann können die moslemischen Mehrheitsgesellschaften in den Quartieren/Kiezen ihre eigenen Regeln durchsetzen.
Dann gibts keine Kunstausstellung mit etwas nackteren Körpern mehr
und auch keinen Zutritt für mich, wenn Muslimabadetag ist.
Und der ist dann ständig...
In den Kitas gibts Halalfood und den Schwulen werden, nachdem sie ja jetzt schon regelmässig krankenhausreif geschlagen werden,
öffentliche Auftritte u. Feste untersagt.
Bauarbeiter müssen dann auch im Sommer lange Hosen tragen etc, etc.

Diesen Dawa Betreibenden knall ich lieber die Tür vor der Nase zu.
In ihren Arpartheitsvorstellungen bin ich ja nur ein Ungläubiger und wenn sie dann in spätestens 100 Jahren die grösste Bevölkerungsgruppe sind
können meine Enkel entweder übertreten oder sie sind mit minderen Rechten ausgestattet.

Och nee, brauch ich nich...
Besser, wir lassen die Macht und Bevölkerungsanteile wie sie sind.
Und das Steuergeld, welches in Ditib -(Armeniergenozid gabs nicht)
und Ahmadiyya -( Schweinefleisch macht schwul) Moscheen fliesst
wäre in Bildung für solche Migranten besser angelegt.
Natürlich nicht in Koranschulen.



Glücksschwein oder arme Sau ? :mrgreen:
http://www.welt.de/politik/article81141 ... chwul.html
Barbara4x4
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Re: Frauen in islamischen Kulturen

Beitrag von Barbara4x4 »

schu achbar ? hat geschrieben:
Und da steht zum Thema folgendes:


Sure 2, Vers 223:
Eure Weiber sind euch ein Acker. Geht zu eurem Acker, wann ihr wollt.

Sure 4, Vers 34:
Die Männer sind den Weibern überlegen auf Grund dessen, was Allah den einen vor den anderen gegeben hat...
Diejenigen aber, für deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet - warnt sie, verbannt sie in die Schlafgemächer und schlagt sie.

Natürlich hast Du Recht Barbara, dass nicht geschlechtsabhängig bezahlt werden darf.
Das ist jetzt aber ne andere Baustelle.
Ich meinte in Bezug aufs Thema eher häusliche Gewalt in moslemischen Familien.

Ach ja, mein persönlicher Angstfaktor heisst übrigens Südamerika.
Ich meine jetzt nicht Paraguay oder Patagonien, sondern eher
Venezuela, Kolumbien, Brasilien....

Da gibts keine verdrehten Gläubigen ,aber dafür ne Menge Waffen und Leute, die sie auch einsetzen.
Ich bleib dann lieber erstmal bei Iran, Ägypten...... :)

Hallo schu achbar,

in meinem Koran ist 2.223: Und sie fragen Dich wegen der monatlichen Reinigung. Sprich: Das ist schadenbringend, so haltet Euch fern von den Frauen während der Reinigung und geht nicht zu ihnen, ehe sie sich gereinigt. Haben sie sich durch ein Bad gereinigt, so geht ein zu ihnen, wie Allah es Euch geboten. Allah liebt die sich Bekehrenden und die sich Reinhaltenden. IMHO eine Sure zum Schutz der Frauengesundheit.

2.224: Euere Frauen sind Euch ein Acker, so naht euerem Acker wann und WIE ihr wollt (über das WIE gab's schon zu Lebzeiten des Propheten Diskussionen, die auch heute im dt. TV erst weit nach 22.00 Uhr ausgestrahlt würden)

Diese Sure findet übrigend auch stets volle Zustimmung bei nicht-muslimischen Männern :wink:

4.34: Behandelt bei mir Vererbung

4.35: Die Männer sind die Verantwortlichen über die Frauen, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben..........Und jene, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, ermahnt sie, laßt sie allein in den Betten und straft sie. Wenn sie Euch dann gehorchen, sucht keine Ausrede gegen sie.

Gerade in dieser Sure wird das entsprechende Verb gerne mit schlagen ins Deutsche übersetzt. Es ist aber eines der arabischen Wortem die sooo viele Bedeutungen haben können. Das Verb heißt auch Ermahnen, strafen, zurechtweisen - die gute alte Interpretationsproblematik. Man beachte auch die Reihenfolge der Strafmaßnahmen :D

Soo natürlich ist es doch auch nicht, daß ich recht habe - auch wenn ich eine Frau bin :P - und natürlich hast Du recht, daß das eine andere Baustelle ist - aber auch das ist ein Zeichen für patriarchale Machtstrukturen. Und leider, leider, ist häusliche Gewalt eines der größten Risiken für deutsche Frauen - auch heute noch. Wurde gestern nacht erst wieder unfreiwilliger Ohrenzeuge......

Ich kann mir vorstellen, daß in Europa die Gewalt innerhalb muslimischer Kreise sogar ausgeprägter ist. Ein Grund: es fehlt das soziale Regulativ.

Vor rund 20 Jahren wurde ich im Maghreb Zeuge eines Ehestreites im Stockwerk unter mir. Nach langer Schreierei gab es einen eindeutig klatschende Ohrfeige - gefolgt von luftschutzsirenenartigem Geschrei der Frau. Binnen 1-2 Minuten waren 3 Nachbarinnen vor Ort. Die nächste halbe Stunde waren nur noch wütend kreischende Weiber zu vernehmen - vom Mann kein einziger Mucks mehr :D
@Birgitt: die kannten das mit den 2 Antwort-Schlägen noch nicht ;-)

Soweit in Kürze - ich hoffe, später noch ein paar Dinge schreiben zu können - aber jetzt rufen erst mal die Pflichten des realen Lebens

Viele Grüße
Barbara
schnorr
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Re: Frauen in islamischen Kulturen

Beitrag von schnorr »

ja, so ist dass mit den übersetzungen 8)
das gleiche problem haben übrigens auch wir, die wir christlich geprägt sind. wenn wir nur als beispiel das vater unser sehen.
im aramäischen, die sprache in der jesus gesprochen hat, gibt es ebenso wie beim hebräisch und arabisch viele übersetzungs- und deutungsmöglichkeiten.

nur ein beispiel:

aramäisch:
Abwûn d'bwaschmâja
luthers übesetzung vom grieschichen:
Vater unser im Himmel.
und eine der möglichen übersetzungen direkt aus dem aramäischen:
Oh Du, atmendes Leben in allem, Ursprung des schimmernden Klanges. Du scheinst in uns und um uns, selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern.
quelle von neil douglas klotz das vaterunser, knaur, münchen, 2000, ISBN: 3-426-87083-5

klingt irgendwie anders, nicht mehr nach gottvater als männlichem herrscher.

über solchen übersetzungsdogmen sind schon viele kriege entstanden, im kleinen wie im großen, und auch heute leidet unsere welt unter diesen problemen. :cry:
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
bennemsi
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Re: Frauen in islamischen Kulturen

Beitrag von bennemsi »

Nichtmal, wenn der Mann nur Tourist wäre und hätte er sich niedergelassen würde es wohl Keinen hier wundern, würde er in die nächste Maschine nach Frankfurt gesetzt werden.
Ja nun schu achbar ? mich würde es auch nicht wundern, nur bei uns in Europa gibt es das nicht denn hier gelten rechtsstaatliche Prinzipien und ich will hoffen, dass es auch so bleibt. Und dafür werde ich mich mit aller Kraft innerhalb der Möglichkeiten die ich habe, auch einsetzen - gegen jeden und nach allen Seiten auch gegen Muslime und ebenso gegen christliche Fundamentalisten . Es findet sich ja schnell jemand, den man gerne loswerden möchte. Doch andererseits, hmmm ... mir fällt ein, wär doch aber zu praktisch auch gewisse Politiker auf diese Weise aus dem Verkehr zu ziehen. Halt, lieber doch nicht, es könnte doch auch mal mich treffen, denn ich bin nicht pflegeleicht mein Chef hat neulich so was verlauten lassen...

Allerdings, wenn eine muslimische Gemeinde käme und wollte z.B intern die Scharia einführen: no way, widerspricht unseren Rechtsnormen Brüder und Schwestern. Andererseits wäre mir neu, das Dinge wie etwa nicht die Hände zu schütteln verfassungs- oder strafrechtlichen Bestimmungen widerspräche. Es widerspricht aber sehr wohl - in diesem Fall österreichischen Verfassungsnormen – dass deshalb die Staatsbürgerschaft vorenthalten wird, wie übrigens auch der Verfassungsgerichthof entschieden hat.

Derlei gilt bei uns als unhöflich, es ist selbstschädigend weil sozial ausgrenzend. Es kann aber auch zu Lernprozessen im Umfeld führen, wenn sich einige Leute(auch wenn es nur eine(r) von 100 ist) fragen, weshalb macht der das und sie sich über den Islam informieren und ihren Horizont erweitern. Soweit ich unser Exemplum Amir kenne, ist auch er nicht lernresistent mal sehen welche Schlüsse er noch zieht. Geben wir den Leuten doch Zeit, wieviel Jahrhunderte hat Europa auf dem Weg zum geringeren Übel gebraucht? Geben wir ihnen alle Zeit die sie brauchen! Wussten wir den immer wo es langgeht und in blutige Sackgassen sind wir auch nie gerannt?


Deshalb und trotzdem: nein zu solchen Forderungen die Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und die offene Zivilgesellschaft bedrohen, da haben sich auch Muslime anzupassen. Gute Rezepte hat wohl niemand und eine große Herausforderung ist die Integration unserer Migranten allemal. Aber auch Chance für einen „Innovationsschub“ auf beiden Seiten. Hoffnungsträger auf diesem Gebiet und wie auch sonst (fast) immer sind für mich die Frauen! Womit ich die Kurve zurück zum Thema gezogen hätte.

Gruß Bennemsi
Jürgen
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Re: Frauen in islamischen Kulturen

Beitrag von Jürgen »

Heute, eigentlich auch passend zum Thema, mit dem "Quantara-Newsletter" bekommen.


Die Geheimnisse der syrischen Unterwäsche
Dessous von der "Achse des Bösen"

Bei einem Besuch in Syrien ließen sich zwei Londonerinnen arabischer Herkunft von den gewagten Dessous faszinieren, die in den Suqs und Geschäften von Damaskus und Aleppo zu finden waren. Ihr Buch, das sie dazu nun herausgaben, dürfte zu den ungewöhnlichsten gehören, die in letzter Zeit über die arabische Welt erschienen sind, meint Susannah Tarbush.
mehr...
Es gibt Leute die WISSEN ALLES - es gibt Leute die WISSEN es BESSER - aber am schlimmsten sind die die meinen ALLES BESSER ZU WISSEN!

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Ich war Tot, wurde aber wieder geholt. Gott sei Dank oder leider :!:
Birgitt
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Re: Frauen in islamischen Kulturen

Beitrag von Birgitt »

LESERARTIKEL
Die Rolle der Frau in islamischen Gesellschaften

28.11.2008 - Zeit

Ein paar Worte vorweg. Dieser Beitrag ist Teil einer Serie, die ich je nach Zeit und Lust in den nächsten Tagen zum Thema Islam veröffentlichen werde. So gesehen könnte man sagen, dass es Teil drei ist. Teil eins heisst "Architektur und Stadtgestalt im Orient", Teil zwei "Familie im orientalischen Raum".
Vielen Dank an alle, die aktiv an den Diskussionen teilgenommen haben, denn meistens geht die Sachkenntnis der Kommentatoren weit über meine hinaus. Besonders hinweisen möchte ich auf die Kommentare von Palistine66, Aflaton und Rahab, die allem Anschein nach über persönliche Erfahrungen verfügen. Erwähnt werden soll auch der liebe Generator, der sich besonders auf die Schattenseiten spezialisiert und in grosser Liebe zum Detail Bemerkenswertes aufgelistet hat.
Zum Thema könnte man sicher wieder ganze Bücher füllen, und wahrscheinlich ist das auch schon passiert. Deshalb ist dieser Beitrag als Grundlage gedacht und in dem Wissen geschrieben worden, dass vielleicht wieder die Kommentare wesentlich tiefer gehen ... mehr mit Kommentaren

Gruß
Birgitt
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Re: Frauen in islamischen Kulturen

Beitrag von Birgitt »

Frauen im Islam
Sie wollen, was auch ihr verlangt

13.08.2009 | © DIE ZEIT Nr. 34

Das Begehren der Frau ist im Islam seit Jahrhunderten ein strittiges Thema. Davon erzählen ein historisches Lehrbuch und eine Anthologie heutiger Selbstzeugnisse ... mehr

Gruß
Birgitt
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