Ägypten - Demonstrationen in Kairo und Alexandria
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Re: Ägypten - Demonstrationen in Kairo und Alexandria
Ich muß es loswerden: ein großes Dankeschön an Euch alle, die Ihr hier eine hervorragende Quellensammlung zusammentragt. Zum Vorteil des schnelleren Überblickes für jene die - so wie ich - nicht die Zeit finden stundenlang im Netz zu hängen.
Gruß Bennemsi
Gruß Bennemsi
Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.
B. Franklin
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Birgitt
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Re: Ägypten - Demonstrationen in Kairo und Alexandria
Israel erlaubt Ägypten Truppenverstärkung auf Sinai-Halbinsel
31.01.2011 - Stern
Israels Regierung hat der ägyptischen Armee laut einem Radiobericht eine Truppenverstärkung auf der nach dem Friedensvertrag des Jahres 1979 nur beschränkt bewaffneten Sinai-Halbinsel erlaubt ... mehr
Gruß
Birgitt
31.01.2011 - Stern
Israels Regierung hat der ägyptischen Armee laut einem Radiobericht eine Truppenverstärkung auf der nach dem Friedensvertrag des Jahres 1979 nur beschränkt bewaffneten Sinai-Halbinsel erlaubt ... mehr
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Birgitt
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Re: Ägypten - Demonstrationen in Kairo und Alexandria
Aufruhr in Ägypten
Wie Google die Blockade austrickst
01.02.2011 - Südeutsche
Mit einem neuen Dienst ermöglicht es Google den Ägyptern, per Telefonanruf Botschaften ins Web zu senden. Es ist nicht der einzige Versuch, die Internetsperre zu umgehen. Während die US-Regierung noch um eine klare Haltung zu den Demonstrationen in Ägypten ringt, hat sich Google entschieden: Der US-Konzern ermöglicht es den Bürgern Ägyptens, per Telefonanruf Kurznachrichten in den Mikrobloggingdienst Twitter einzuspeisen und damit die anhaltende Abschaltung des Internets zumindest symbolisch zu umgehen ... mehr
______________________
Zwei Millionen Menschen auf der Straße
01.02.2011 - Welt
Der "Marsch der Million" ist laut Berichten zu einem "Marsch der Millionen" geworden. Zwei Millionen Menschen demonstrieren allein in Kairo ... mehr
Gruß
Birgitt
Wie Google die Blockade austrickst
01.02.2011 - Südeutsche
Mit einem neuen Dienst ermöglicht es Google den Ägyptern, per Telefonanruf Botschaften ins Web zu senden. Es ist nicht der einzige Versuch, die Internetsperre zu umgehen. Während die US-Regierung noch um eine klare Haltung zu den Demonstrationen in Ägypten ringt, hat sich Google entschieden: Der US-Konzern ermöglicht es den Bürgern Ägyptens, per Telefonanruf Kurznachrichten in den Mikrobloggingdienst Twitter einzuspeisen und damit die anhaltende Abschaltung des Internets zumindest symbolisch zu umgehen ... mehr
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Zwei Millionen Menschen auf der Straße
01.02.2011 - Welt
Der "Marsch der Million" ist laut Berichten zu einem "Marsch der Millionen" geworden. Zwei Millionen Menschen demonstrieren allein in Kairo ... mehr
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Birgitt
Zuletzt geändert von Birgitt am Di 1. Feb 2011, 21:06, insgesamt 1-mal geändert.
- Achim Vogt
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Re: Ägypten - Demonstrationen in Kairo und Alexandria
Aus dem offiziellen Google-Blog:
Achim
GrüßeSome weekend work that will (hopefully) enable more Egyptians to be heard
1/31/2011 02:27:00 PM
Like many people we’ve been glued to the news unfolding in Egypt and thinking of what we could do to help people on the ground. Over the weekend we came up with the idea of a speak-to-tweet service—the ability for anyone to tweet using just a voice connection.
We worked with a small team of engineers from Twitter, Google and SayNow, a company we acquired last week, to make this idea a reality. It’s already live and anyone can tweet by simply leaving a voicemail on one of these international phone numbers (+16504194196 or +390662207294 or +97316199855) and the service will instantly tweet the message using the hashtag #egypt. No Internet connection is required. People can listen to the messages by dialing the same phone numbers or going to twitter.com/speak2tweet.
We hope that this will go some way to helping people in Egypt stay connected at this very difficult time. Our thoughts are with everyone there.
Posted by Ujjwal Singh, CoFounder of SayNow and AbdelKarim Mardini, Product Manager, Middle East & North Africa
Achim
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Birgitt
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Re: Ägypten - Demonstrationen in Kairo und Alexandria
Heute 16:30 Uhr das Update des AA
hier
Gruß
Birgitt
Den kpl. Reise-/Sicherheitshinweis vom 01.02.2011 auch bezügl. Reisen/Risiken in Saharagebieten findet ihrAuswärtiges Amt hat geschrieben:Aktuelle Hinweise
Das Auswärtige Amt rät aufgrund der aktuellen Entwicklungen und der instabilen Lage von Reisen nach ganz Ägypten dringend ab.
Aufgrund der Unübersichtlichkeit und schweren Vorhersehbarkeit der Gesamtsituation in Ägypten schließt dieser Hinweis ausdrücklich die Touristengebiete am Roten Meer ein, auch wenn die Lage dort derzeit ruhig ist.
Die für den 1. Februar angekündigten Massendemonstrationen wurden mit einem Aufruf zu einem landesweiten Generalstreik verbunden, dessen Ende nicht absehbar ist.
Aufgrund der Lageentwicklung kann es auch in den Tourismusgebieten zu Versorgungsengpässen und logistischen Schwierigkeiten kommen
In den letzten Tagen haben sich in ganz Ägypten, insbesondere in der Hauptstadt Kairo sowie den meisten größeren Städten, Demonstrationen ereignet. Dabei kam es auch zu Plünderungen. Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitsbehörden bzw. Militärs kam es zu einer erheblichen Anzahl von Toten und Verletzten.
Die Demonstrationen richten sich nicht speziell gegen Ausländer.
Die am 28. Januar verhängte nächtliche Ausgangssperre für die Städte Kairo, Alexandria und Suez ist verlängert worden. Für Details ihrer zeitlichen und örtlichen Ausdehnung wird dringend empfohlen, die aktuelle Medienberichterstattung zu verfolgen. Ägyptische Sicherheitskräfte mit Ausnahme des Militärs zeigen derzeit keinerlei Präsenz.
Reisenden in Ägypten wird dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden und die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.
Für dringende Notfälle ist der Krisenstab des Auswärtigen Amts unter +49 30 5000 3000 rund um die Uhr erreichbar.
Das Auswärtige Amt hält engen Kontakt mit den deutschen Fluggesellschaften; Ziel ist die Bereitstellung weiterer zusätzlicher Kapazitäten für Flüge aus Kairo, Alexandria und anderen Städten.
Die Lufthansa hat auf ihrer Website eine Sonder-Telefonnummer veröffentlicht (+49-30-50570341), unter der Flüge ausschließlich ab Kairo gebucht werden können.
Ab sofort können freie Plätze auf Flügen der AirBerlin und Condor von Sharm el Sheik, Hurghada und Marsa Alam nach Deutschland gebucht werden. Reisende, die Ägypten über diese Flughäfen verlassen möchten, können bis 09. Februar über folgende Erreichbarkeiten buchen:
AirBerlin:
a) Internet - www.airberlin.com
b) Telefon - +49 1805 737 800
c) Flughafen-Agentur (Handling Agent) A.S.E. kann auch im Auftrag von Air Berlin Buchungen vornehmen.
Condor:
a) Internet: www.condor.com
b) Telefon: +49 180 5 767757
c) Flughafen: Tiger Aviation (Handling Agent). Tiger Aviation kann im Auftrag der Condor Buchungen tätigen.
Gruß
Birgitt
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schu achbar ?
Re: Ägypten - Demonstrationen in Kairo und Alexandria
Aus der Welt
""Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan rief die ägyptische Führung zu einer demokratischen und friedlichen Lösung des Konflikts mit der Opposition auf. „Ich rufe Ägypten auf, vergesst nicht eure Kultur und Geschichte“, sagte Erdogan. Das ägyptische Volk nutze nur demokratische Rechte.""
Der AKP Mann muss sich vorkommen wie von Gott geleitet u. belohnt.
Alles klappt wie geschmiert.
Warum ?
Das wird klar , wenn man sich mal die Befragungsergebnisse zu Masr aus dem letzten Jahr anschaut:
95% der Befragten in Ägypten finden es richtig, dass der Islam eine große Rolle in der Politik spielen sollte. Das ist ein Prozentsatz noch vor Indonesien und Pakistan. Nur 48% sind der Ansicht , dass der Islam bereits jetzt eine große Rolle in der Politik inne habe.
Also: Bitte mehr Islam!!
Zustimmung zu al Chaida 20 %
zu Hamas 49 %
zu Steinigung 82%
zu Gliedmaßen abtrennen bei Diebstahl 77%
zu Todesstrafe bei verlassen der Religion 84 %
Also, es geht bergauf. Eindeutig.
EU Mitgliedschaft bitte JETZT !!
"“Ich wundere mich, dass die politische Klasse in Europa nicht in der Lage ist, sich über die Freiheitsbewegung einfach zu freuen, ”, sagte der Fraktionschef der Sozialisten im Europaparlament der WAZ-Gruppe.""
Ja echt, diese Miesepeter.
Freut Euch endlich !!
""Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan rief die ägyptische Führung zu einer demokratischen und friedlichen Lösung des Konflikts mit der Opposition auf. „Ich rufe Ägypten auf, vergesst nicht eure Kultur und Geschichte“, sagte Erdogan. Das ägyptische Volk nutze nur demokratische Rechte.""
Der AKP Mann muss sich vorkommen wie von Gott geleitet u. belohnt.
Alles klappt wie geschmiert.
Warum ?
Das wird klar , wenn man sich mal die Befragungsergebnisse zu Masr aus dem letzten Jahr anschaut:
95% der Befragten in Ägypten finden es richtig, dass der Islam eine große Rolle in der Politik spielen sollte. Das ist ein Prozentsatz noch vor Indonesien und Pakistan. Nur 48% sind der Ansicht , dass der Islam bereits jetzt eine große Rolle in der Politik inne habe.
Also: Bitte mehr Islam!!
Zustimmung zu al Chaida 20 %
zu Hamas 49 %
zu Steinigung 82%
zu Gliedmaßen abtrennen bei Diebstahl 77%
zu Todesstrafe bei verlassen der Religion 84 %
Also, es geht bergauf. Eindeutig.
EU Mitgliedschaft bitte JETZT !!
"“Ich wundere mich, dass die politische Klasse in Europa nicht in der Lage ist, sich über die Freiheitsbewegung einfach zu freuen, ”, sagte der Fraktionschef der Sozialisten im Europaparlament der WAZ-Gruppe.""
Ja echt, diese Miesepeter.
Freut Euch endlich !!
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schu achbar ?
Re: Ägypten - Demonstrationen in Kairo und Alexandria
Al Arabia meldet: Mubarak nicht zu Rücktritt bereit, aber er will keine weitere Amtszeit.
Wär die jetzige nicht sowiese spätestens Ende des Jahres zu Ende gewesen ?
Weiss das Jemand ?
Wär die jetzige nicht sowiese spätestens Ende des Jahres zu Ende gewesen ?
Weiss das Jemand ?
Re: Ägypten - Demonstrationen in Kairo und Alexandria
Im September ist sie zu Ende.
Solange bleibt er aber nicht im Amt. Ich denke mal hinter den Kulissen geht es nur noch um das Wie seines Abgangs.
Joachim
Solange bleibt er aber nicht im Amt. Ich denke mal hinter den Kulissen geht es nur noch um das Wie seines Abgangs.
Joachim
Zuletzt geändert von JoachimS am Di 1. Feb 2011, 20:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Birgitt
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Re: Ägypten - Demonstrationen in Kairo und Alexandria
Mubarak will keine weitere Amtszeit
01.02.2011 - Welt - 20:01 Uhr
Kairo (dpa) - Der ägyptische Präsident Husni Mubarak will nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabija auf eine Kandidatur für eine weitere Amtszeit verzichten. Seine Amtszeit endet im September. Mubarak werde seine Absicht in den nächsten Stunden bekanntgegeben, meldete der Sender am Dienstagabend. Der Präsident werde damit auf die seit acht Tagen andauernden Massenproteste gegen ihn und seine Regierung reagieren. Dem Bericht zufolge will Mubarak erklären, dass er bis zum Ende seiner Amtszeit im September sicherstellt, dass die Forderungen der Demonstranten erfüllt werden ... mehr
Gruß
Birgitt
01.02.2011 - Welt - 20:01 Uhr
Kairo (dpa) - Der ägyptische Präsident Husni Mubarak will nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabija auf eine Kandidatur für eine weitere Amtszeit verzichten. Seine Amtszeit endet im September. Mubarak werde seine Absicht in den nächsten Stunden bekanntgegeben, meldete der Sender am Dienstagabend. Der Präsident werde damit auf die seit acht Tagen andauernden Massenproteste gegen ihn und seine Regierung reagieren. Dem Bericht zufolge will Mubarak erklären, dass er bis zum Ende seiner Amtszeit im September sicherstellt, dass die Forderungen der Demonstranten erfüllt werden ... mehr
Gruß
Birgitt
- Achim Vogt
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Re: Ägypten - Demonstrationen in Kairo und Alexandria
Schu achbar, was ist denn bloß los?? Was soll diese Angst vor dem Islam?? Schaust Du gar kein Fernsehen, BBC, Jazeera, etc.? Selbst CNN berichtet ganz anders. Die Islamisten haben weder in Tunesien noch in Ägypten bisher eine Rolle gespielt! Im Jemen und in Algerien spielen sie keine Rolle, in Jordanien haben sie sich explizit gegen einen "regime change" ausgesprochen.
Ich empfehle stattdessen zum Beispiel diesen Kommentar von Nicolas D. Kristof, einem sicher nicht linken Kolumnisten, in der New York Times.
Exhilarated by the Hope in Cairo
Published: January 31, 2011
Darin heißt es unter anderem:
Achim
Ich empfehle stattdessen zum Beispiel diesen Kommentar von Nicolas D. Kristof, einem sicher nicht linken Kolumnisten, in der New York Times.
Exhilarated by the Hope in Cairo
Published: January 31, 2011
Darin heißt es unter anderem:
Nachdenkliche GrüßeAll of this presents the White House with a conundrum. It’s difficult to abandon a longtime ally like Mr. Mubarak, even if he has been corrupt and oppressive. But our messaging isn’t working, and many Egyptian pro-democracy advocates said they feel betrayed that Americans are obsessing on what might go wrong for the price of oil, for Israel, for the Suez Canal — instead of focusing on the prospect of freedom and democracy for the Egyptian people.
Maybe I’m too caught up in the giddiness of Tahrir Square, but I think the protesters have a point. Our equivocation isn’t working. It’s increasingly clear that stability will come to Egypt only after Mr. Mubarak steps down. It’s in our interest, as well as Egypt’s, that he resign and leave the country. And we also owe it to the brave men and women of Tahrir Square — and to our own history and values — to make one thing very clear: We stand with the peaceful throngs pleading for democracy, not with those who menace them.
Achim
Zuletzt geändert von Achim Vogt am Di 1. Feb 2011, 21:04, insgesamt 1-mal geändert.
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schu achbar ?
Re: Ägypten - Demonstrationen in Kairo und Alexandria
Eine Einschätzung auf haolam.
Ist natürlich yahudi, aber wie ich finde sehr gut analysiert.
"" Mohamed El Baradei hatte sich gestern auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo vor die Menge gestellt und erklärt, dass das Regime am Ende und die Alternative er sei, die Moslembrüder hatten ihm zuvor ihre Unterstützung zugesichert.
Wir wollen zwei Paradoxien der Unruhen in Ägypten herausstreichen.
Erstens:
El Baradei spielt mit den antisemitischen und antiamerikanischen Stimmungen und wirft den USA Doppelzüngigkeit vor: sie forderten überall Demokratie und Menschenrechte, stellen sich aber, wenn es mal darauf ankommt, hinter die Diktatoren, wie Mubarak.
Oft stimmt das auch, aber in diesem Fall kehren die USA ja Mubarak, dem treuesten Verbündeten des Westens unter den Arabern seit 30 Jahren, den Rücken, zumindest öffentlich. Was im Geheimen läuft, wird man sowieso erst in einigen Jahren erfahren, aber bei den öffentlichen Verlautbarungen zeigen die USA eine seltene Konsequenz.
Deshalb sind seine antiamerikanischen Slogans nichts weiter als die Nutzbarmachung antiamerikanischer und antiwestlicher Ressentiments der Massen für seine eigenen politischen Zwecke. Und das sollte schon misstraurisch stimmen.
Zweitens:
Während Mubarak und Suleiman als westliche Spione und amerikanische oder zionistische Statthalter gebrandmarkt werden - weil etwa Suleiman von Berufs wegen mit den Geheimdiensten zu tun hat, und sicherlich auch mit den israelischen, und Mubarak sich an den Friedensvertrag mit Israel hält - hat die Opposition ausgerechnet einen El Baradei an ihre Spitze gesetzt, der den Grossteil seiner Kariere im Ausland, in den amerikanischen und europäischen Büros internationaler Organisationen verbracht hatte, über eine akademische Bildung verfügt und überhaupt für die analphabetische Basis der Moslembrüder viel zu elitär und aristokratisch und eher suspekt sein muss.
Man sollte auch nicht davon ausgehen, dass - sollte das Regime fallen - die Moslembrüder ihn weiter selbstlos unterstützen werden, sie betrachten ihn als Zwischenstation auf dem Weg zur eigenen Machtergreifung, eine Art Treppe zur Macht, die dann leichter zu beseitigen ist, als das alte Regime direkt, das seit einer Woche den Protesten Paroli bietet. Denn sie wissen: das Regime wird mit El Baradei verhandeln, mit ihnen selbst - nie.
Unter den letzten Meldungen gibt es die Nachricht, dass das Regime mit El Baradei auch tatsächlich verhandele. El Baradei hat mit den Steinzeitsislamisten wenig am Hut und nichts gemeinsam, ausser einer allgemeinen antisemitischen Veranlagung und dem Streben nach der Macht.
Der brave Kämpfer für Demokratie und Freiheit Mr. El Baradei aus Wien wird, sollte er sein Ziel erreichen, freie Wahlen ausrufen müssen, und ob er sich dann gegen die eigentlichen Islamisten durchsetzt, ist unwahrscheinlich. El Baradei ist das Gleitmittel der Islamisten auf dem Weg zur Macht.""
Ist natürlich yahudi, aber wie ich finde sehr gut analysiert.
"" Mohamed El Baradei hatte sich gestern auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo vor die Menge gestellt und erklärt, dass das Regime am Ende und die Alternative er sei, die Moslembrüder hatten ihm zuvor ihre Unterstützung zugesichert.
Wir wollen zwei Paradoxien der Unruhen in Ägypten herausstreichen.
Erstens:
El Baradei spielt mit den antisemitischen und antiamerikanischen Stimmungen und wirft den USA Doppelzüngigkeit vor: sie forderten überall Demokratie und Menschenrechte, stellen sich aber, wenn es mal darauf ankommt, hinter die Diktatoren, wie Mubarak.
Oft stimmt das auch, aber in diesem Fall kehren die USA ja Mubarak, dem treuesten Verbündeten des Westens unter den Arabern seit 30 Jahren, den Rücken, zumindest öffentlich. Was im Geheimen läuft, wird man sowieso erst in einigen Jahren erfahren, aber bei den öffentlichen Verlautbarungen zeigen die USA eine seltene Konsequenz.
Deshalb sind seine antiamerikanischen Slogans nichts weiter als die Nutzbarmachung antiamerikanischer und antiwestlicher Ressentiments der Massen für seine eigenen politischen Zwecke. Und das sollte schon misstraurisch stimmen.
Zweitens:
Während Mubarak und Suleiman als westliche Spione und amerikanische oder zionistische Statthalter gebrandmarkt werden - weil etwa Suleiman von Berufs wegen mit den Geheimdiensten zu tun hat, und sicherlich auch mit den israelischen, und Mubarak sich an den Friedensvertrag mit Israel hält - hat die Opposition ausgerechnet einen El Baradei an ihre Spitze gesetzt, der den Grossteil seiner Kariere im Ausland, in den amerikanischen und europäischen Büros internationaler Organisationen verbracht hatte, über eine akademische Bildung verfügt und überhaupt für die analphabetische Basis der Moslembrüder viel zu elitär und aristokratisch und eher suspekt sein muss.
Man sollte auch nicht davon ausgehen, dass - sollte das Regime fallen - die Moslembrüder ihn weiter selbstlos unterstützen werden, sie betrachten ihn als Zwischenstation auf dem Weg zur eigenen Machtergreifung, eine Art Treppe zur Macht, die dann leichter zu beseitigen ist, als das alte Regime direkt, das seit einer Woche den Protesten Paroli bietet. Denn sie wissen: das Regime wird mit El Baradei verhandeln, mit ihnen selbst - nie.
Unter den letzten Meldungen gibt es die Nachricht, dass das Regime mit El Baradei auch tatsächlich verhandele. El Baradei hat mit den Steinzeitsislamisten wenig am Hut und nichts gemeinsam, ausser einer allgemeinen antisemitischen Veranlagung und dem Streben nach der Macht.
Der brave Kämpfer für Demokratie und Freiheit Mr. El Baradei aus Wien wird, sollte er sein Ziel erreichen, freie Wahlen ausrufen müssen, und ob er sich dann gegen die eigentlichen Islamisten durchsetzt, ist unwahrscheinlich. El Baradei ist das Gleitmittel der Islamisten auf dem Weg zur Macht.""
Zuletzt geändert von schu achbar ? am Di 1. Feb 2011, 21:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ägypten - Demonstrationen in Kairo und Alexandria
Konflikt in Ägypten
Mutterland der Islamisten
01.02.2011 - FTD
Die Muslimbrüder sind die stärkste oppositionelle Bewegung in Ägypten. Sie haben die Kraft, die politische Mitte zu überrollen. Sie sind als Partei verboten und doch überall: Ägyptens Muslimbrüder, die stärkste und bei Weitem größte politische Oppositionsgruppe. Sie haben eigene Krankenhäuser, Sozialstationen, Kindergärten, eigene Banken und Unternehmen. Sie treten bei den Wahlen als "Unabhängige" an und dominieren sämtliche Berufsverbände, die sogenannten Syndikate. Sie sind in Ägypten ein Staat im Staat mit Hunderttausenden aktiven Mitgliedern ... mehr
______________________________
Die gefährliche Ideologie der Muslimbrüder
01.02.2011 - Welt
Husni Mubarak hat die Muslimbrüder bislang mit aller Macht bekämpft. Stürzt er, könnte die islamistische Organisation an der Regierung beteiligt werden. Bei dem sich abzeichnenden Umbruch in Ägypten ist die künftige Rolle der Muslimbruderschaft derzeit völlig unklar. Erst spät haben sich die Brüder an den Protesten gegen die Regierung von Präsident Husni Mubarak beteiligt. Wie schon vor den Parlamentswahlen im Herbst vergangenen Jahres unterstützen sie dabei den Hoffnungsträger der Demonstranten, Mohammed al-Baradei ... mehr
Gruß
Birgitt
Mutterland der Islamisten
01.02.2011 - FTD
Die Muslimbrüder sind die stärkste oppositionelle Bewegung in Ägypten. Sie haben die Kraft, die politische Mitte zu überrollen. Sie sind als Partei verboten und doch überall: Ägyptens Muslimbrüder, die stärkste und bei Weitem größte politische Oppositionsgruppe. Sie haben eigene Krankenhäuser, Sozialstationen, Kindergärten, eigene Banken und Unternehmen. Sie treten bei den Wahlen als "Unabhängige" an und dominieren sämtliche Berufsverbände, die sogenannten Syndikate. Sie sind in Ägypten ein Staat im Staat mit Hunderttausenden aktiven Mitgliedern ... mehr
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Die gefährliche Ideologie der Muslimbrüder
01.02.2011 - Welt
Husni Mubarak hat die Muslimbrüder bislang mit aller Macht bekämpft. Stürzt er, könnte die islamistische Organisation an der Regierung beteiligt werden. Bei dem sich abzeichnenden Umbruch in Ägypten ist die künftige Rolle der Muslimbruderschaft derzeit völlig unklar. Erst spät haben sich die Brüder an den Protesten gegen die Regierung von Präsident Husni Mubarak beteiligt. Wie schon vor den Parlamentswahlen im Herbst vergangenen Jahres unterstützen sie dabei den Hoffnungsträger der Demonstranten, Mohammed al-Baradei ... mehr
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Re: Ägypten - Demonstrationen in Kairo und Alexandria
+++ Die Ägypter überraschen sich selbst +++
[18.52] Millionen demonstrieren in diesen Minuten friedlich und einträchtig in den Städten Ägyptens - und überraschen damit auch sich selbst. "Es ist ein fröhlicher, disziplinierter und optimistischer Aufstand", sagt SPIEGEL-Reporter Daniel Steinvorth. "Das hätten nur wenige erwartet." Manche Ägypter sprächen bereits von einem "arabischen Frühling".
+++ Google-Manager in Ägypten vermisst +++
[20.28] Das Internetunternehmen Google hat laut Reuters eine Vermisstenmeldung herausgegeben: Der Manager Wael Ghonim sei seit Donnerstag nicht mehr gesehen worden. An dem Tag wurde die Zentrale von Google in Kairo verwüstet. Berichten zufolge hatte Ghonim die Proteste unterstützt.
Quelle: SPON Ticker
Gruß
Birgitt
[18.52] Millionen demonstrieren in diesen Minuten friedlich und einträchtig in den Städten Ägyptens - und überraschen damit auch sich selbst. "Es ist ein fröhlicher, disziplinierter und optimistischer Aufstand", sagt SPIEGEL-Reporter Daniel Steinvorth. "Das hätten nur wenige erwartet." Manche Ägypter sprächen bereits von einem "arabischen Frühling".
+++ Google-Manager in Ägypten vermisst +++
[20.28] Das Internetunternehmen Google hat laut Reuters eine Vermisstenmeldung herausgegeben: Der Manager Wael Ghonim sei seit Donnerstag nicht mehr gesehen worden. An dem Tag wurde die Zentrale von Google in Kairo verwüstet. Berichten zufolge hatte Ghonim die Proteste unterstützt.
Quelle: SPON Ticker
Gruß
Birgitt
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schu achbar ?
Re: Ägypten - Demonstrationen in Kairo und Alexandria
@Achim
Ich hatte das Haolam Dingens zeitgleich mit Deinem posting abgeschickt
Es war per Zufall eine Antwort drauf.
Natürlich muss es so nicht eintreffen, aber wenn Du weiter oben meine gepostete Umfrage liest u. dann die haolam Einschätzung, dann ist das nicht so aus der Luft gegriffen, dass die Bruderschaft am Ende der Profiteur ist.
Ob mich das stört oder ob ich da Angst habe ?
Nun, es ist das Land der Ägypter.
Die können da meinethalber Fiq und Sharia neu erfinden und verdoppeln.
Das ist ja nicht mein Bier..äh, tschai.
Ich habe dort nicht reinzureden,aber das findet ja nicht im luftleeren Raum statt.
Alles mögliche kann daraus entstehen: Gazaöffnung, Kanalsperrung, Kriegsgefahr...
Ich wills nicht beschreien, aber ein Krieg mit zig Tausenden Toten- das hätts unter Mubarak definitiv nicht gegeben.
Das ich deshalb kein Fan v. diesem Mann bin muss ich ja wohl nicht extra betonen.
Ich hoffe ja, dass ich mich täusche, wäre ja gut.
Dann täusch ich mich gerne
Ich hatte das Haolam Dingens zeitgleich mit Deinem posting abgeschickt
Es war per Zufall eine Antwort drauf.
Natürlich muss es so nicht eintreffen, aber wenn Du weiter oben meine gepostete Umfrage liest u. dann die haolam Einschätzung, dann ist das nicht so aus der Luft gegriffen, dass die Bruderschaft am Ende der Profiteur ist.
Ob mich das stört oder ob ich da Angst habe ?
Nun, es ist das Land der Ägypter.
Die können da meinethalber Fiq und Sharia neu erfinden und verdoppeln.
Das ist ja nicht mein Bier..äh, tschai.
Ich habe dort nicht reinzureden,aber das findet ja nicht im luftleeren Raum statt.
Alles mögliche kann daraus entstehen: Gazaöffnung, Kanalsperrung, Kriegsgefahr...
Ich wills nicht beschreien, aber ein Krieg mit zig Tausenden Toten- das hätts unter Mubarak definitiv nicht gegeben.
Das ich deshalb kein Fan v. diesem Mann bin muss ich ja wohl nicht extra betonen.
Ich hoffe ja, dass ich mich täusche, wäre ja gut.
Dann täusch ich mich gerne
- Achim Vogt
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Re: Ägypten - Demonstrationen in Kairo und Alexandria
AKTUELL ++++ AKTUELL ++++ AKTUELL ++++
Mubarak erklärt, nicht mehr zu kandidieren!
In diesen Minuten hat Husni Mubarak seine lange erwartete Rede gehalten und erklärt, er werde im September nicht mehr kandidieren. Er hat erklärt, er werde die verbleibenden Monate seiner Amtszeit nutzen, um einen reibungslosen Übergang zu schaffen. Das heißt im Klartext, er wird nicht gleich zurücktreten.
Auf dem Tahrir-Platz brach Jubel aus, gleichzeitig rufen die Menschen "verschwinde, verschwinde". Die Rede hat den Protestlern ganz offensichtlich nicht ausgereicht.
Mubarak hat auch erklärt, er werde auf ägyptischem Boden sterben, damit andeutend, dass er nicht wie Ben Ali in Tunesien ins Exil fliehen wird.
Viele Grüße
Achim
Mubarak erklärt, nicht mehr zu kandidieren!
In diesen Minuten hat Husni Mubarak seine lange erwartete Rede gehalten und erklärt, er werde im September nicht mehr kandidieren. Er hat erklärt, er werde die verbleibenden Monate seiner Amtszeit nutzen, um einen reibungslosen Übergang zu schaffen. Das heißt im Klartext, er wird nicht gleich zurücktreten.
Auf dem Tahrir-Platz brach Jubel aus, gleichzeitig rufen die Menschen "verschwinde, verschwinde". Die Rede hat den Protestlern ganz offensichtlich nicht ausgereicht.
Mubarak hat auch erklärt, er werde auf ägyptischem Boden sterben, damit andeutend, dass er nicht wie Ben Ali in Tunesien ins Exil fliehen wird.
Viele Grüße
Achim




