WICHTIG: Diese Hinweise richten sich in keiner Weise gegen die dringende Aufforderung des deutschen Auswärtigen Amtes (AA), das Land zu verlassen!
Das AA hat in seiner Reisewarnung am 27. April u.a. folgendes geschrieben:
Reisende berichten noch vom Anfang dieser Woche lediglich von Kontrollen am Zugang nach Duma (an der nordöstlichen Ausfallstraße). Dennoch sollte der Hinweis ernstgenommen und Anordnungen unbedingt Folge geleistet werden.In jüngster Zeit ist es zur Errichtung von Checkpoints und zu Sperrungen von Abschnitten der Überlandstraßen und Autobahnen gekommen. Betroffen sind vor allem der Großraum Damaskus, der Großraum Homs sowie die Küstenautobahn.
Und weiter heißt es in Auszügen:
Die (Innen-)Städte Damaskus und Aleppo scheinen verhältnismäßig ruhig zu sein (bis auf das Wochenende, also vor allem Freitag nach dem Hauptgebet am Mittag). Im Großraum Damaskus waren bisher die Vororte Duma, Harasta, und Mo'addamiyeh (Zitat: AA) betroffen.Reisende, die sich entgegen der Empfehlung noch im Lande aufhalten, sollten Menschenansammlungen und Demonstrationen meiden, diese keinesfalls fotografieren sowie besondere Vorsicht walten lassen. Aufgrund der Spannungen im Land wird dazu geraten, nächtliche Überlandfahrten auf das Notwendige zu begrenzen und auf der Autobahn durchzuführen.
Der Stadtteil Kaboun mit dem gleichnamigen Campingplatz (
ACHTUNG: Für den kommenden Samstag, 30. April, sind in der Neustadt von Damaskus Großdemonstrationen angekündigt! Auch wenn diese die Altstadt vermutlich nicht betreffen, könnte es zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen während des gesamten Tages in der ganzen Stadt kommen!
Insgesamt haben Freunde in Damaskus aber empfohlen, die Umgehungsstraßen eher zu meiden und lieber mitten durch die Stadt zu fahren, wo es bislang ruhig geblieben ist. Dies gilt vermutlich nicht für den kommenden Samstag.
Heute, am 28. April, ist von einer Sperrung des Ortes Madaya nach Auseinandersetzungen die Rede. Der Ort liegt im touristisch berühmten Bludan-Tal, wo schon zuvor auch von Protesten in der Stadt Zabadani die Rede gewesen ist.
Außerhalb von Damaskus ist weiter vor allem die südliche Stadt Dera'a ein Zentrum der Auseinandersetzungen. Betroffen sind auch alle Ortschaften in der Nähe in unterschiedlicher Intensität. Von der jordanischen Grenze kommend sollte daher so schnell wie möglich Richtung Damaskus auf der Autobahn weitergefahren werden. Ein Ausweichen nach Osten über Bosra und Zuwayda kann derzeit nicht angeraten werden.
No-Go-Zone ist die Küstenregion. Die Städte Banyas, Jablah und Lattakia sind besonders betroffen und zumeist gar nicht zugänglich!
Al Jazeera berichtet heute von Auseinandersetzungen im Ort Tell Kalakh. Dies ist von Bedeutung, da der Ort unmittelbar an der Autobahn von Tartous nach Homs liegt und nur wenige Kilometer von der Hauptsehenswürdigkeit Krk des Chevaliers entfernt.
In der Stadt Homs scheint sich die Lage derzeit leidlich beruhigt zu haben. Dennoch sollte die Stadt in jedem Fall umfahren und Fahrten am Freitag vermieden werden.
In einem anderen
Es scheint, dass die Ausreise nach Nusaybin in der Türkei von hier aus möglich ist und evtl. einfacher als über Aleppo.
Zu beachten ist folgender Hinweis:
Bei der Ausreise werden derzeit offenbar Laptops auf E-Mails und Facebook-Einträge etc. kontrolliert. Hier sollte insofern äußerste Vorsicht walten gelassen werden! Ob auch Kameras kontrolliert werden, ist mir nicht bekannt. Dennoch sollte auch beim Fotografieren äußerste Zurückhaltung gewahrt werden.
Es gibt mehrere Berichte, dass allein reisende Ausländer kurzzeitig festgenommen wurden. Sie wurden zwar bald wieder freigelassen, doch sind ihre Erlebnisse entsprechend gewesen.
Sichere Reise!
Achim


