Zurück aus Zimbabwe, Mosambique

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Andreas Neuburger
Beiträge: 36
Registriert: Fr 22. Dez 2006, 16:28

Zurück aus Zimbabwe, Mosambique

Beitrag von Andreas Neuburger »

Von Südafrika über Botswana nach Zimbabwe und Mocambique

Liebes Forum,

leider hat es etwas gedauert, aber irgendwie kam ich nach der Reise nicht mehr rein.....

Erste Überraschung: es gibt keine Sim-Karte für das Mobiltelefon wenn man keinen festen Wohnsitz in SA hat – aus Sicherheitsgründen.
Empfehlenswerte Toyota Wartung und Reparatur: SAC Boksburg, der Werkstattleiter Leon kennt sich mit den Fahrzeugen gut aus: GPS S 26° 10’ 42 ; E 28° 13’ 43.
Von Jo’burg in den Tulli Block nach Botswana ist die Strecke über Alldays nach Pontdrift die bessere, da über Martinsdrift der erste Teil der Strecke langweilig und flussfern über Wellblech führt. Eine neue Lodge „Terrafoe“ direkt am Fluß gelegen gefällt uns ausgesprochen gut. Camping direkt am Limpopo, Zimmer oder Appartements - je nach Wunsch und tolles Früstück.
An der Grenze in Plumtree nach Zimbabwe zahlten wir: 30 USD Visum, 10 USD Road Fee, 30 USD Carbon Tax (4200 ccm) und 30 USD Versicherung. Anfahrt zum Matobo NP ist gut. Zum Whovi Game Park zahlt man Eintrittsgeld, alles andere ist frei, aber auch ohne jede Bewirtschaftung. An Rhodes Grave wird Eintritt erhoben (10 USD) der auch für die anderen Sehenswürdigkeiten im Park der „balancing rocks“ Gültigkeit hat.
Gute Versorgungsmöglichkeiten in Bulawayo (TM Supermarkt). In Makuti heißt das „Clouds End Hotel“ jetzt „Makuti Travel Lodge“, ist bewirtschaftet, schöne Zimmer – reizender Service.
Hwange NP: 20 USD p. P., 10 USD für das Auto. Detema und Masuma Damm sind belegt, wir dürfen so weiter fahren, da nicht alle Campings vom Office gebucht werden können. Wir übernachten im Sinamatella mit einem gratis Löwenkonzert am späten Abend.
Weiter nach Norden unterhalb des Lake Kariba: In Hwange zwischen Truckstopp und Andenken Rondavel verläuft der unauffälliger Abzweig! Die Piste zwischen Hwange und Mana Pools ist sehr einsam, gut befahrbar aber alles Wellblech. GPS ist ratsam, es gibt viele unscheinbare Abzweige.
Für Manapools unbedingt kurz nach Marongoa, oben auf dem Hügel im Office ein kostenfreies Permit für den Park mitnehmen – sonst wird man nicht eingelassen. In Manapools sind viele Camps privatisiert, d. h. keine Zufahrt mehr zum Fluß. Ausnahme ein Parkplatz! Besser vom Camp aus östlich zur Flußmündung halten.
Östliche Parkausfahrt und Straße Richtung A 12 nach Harare: Die in den Karten eingetragene Ortschaft „Kamuchikundu“ gibt es für die Einheimischen nicht. Der Ort heißt „Matuwe“, hier endet auch das Wellblech. Das Maruvadonha Camp am Escarpement ist gut geführt und man wird ganz reizend mit Bier, Feuerholz und heißen Duschen versorgt!
In Harare alle Versorgungsmöglichkeiten vom Feinsten – gut ausgestattete Supermärkte , aber unglaublich teuer! Weiterfahrt in die Eastern Highlands mit Übernachtung in Malwatte. Improvisierter Campingplatz neben dem Gebäude des Andenkenshops. Schöne Stücke der örtlichen Kunsthandwerker!
In den Eastern Highlands sehenswerte Hotels der Kolonialzeit, die man zu erhalten versucht, man fühlt sich wie auf einer Zeitreise in den englischen Kolonialstil. Rhodes Hotel ist leider verlassen und verfällt. Troutbeck dagegen genial – Frühstück allerdings 20 USD p. P., aber lohnend. Einfahrt in den Zentralenbereich des NP von Troutbeck aus schwierig, möglichst nur mit zwei Fahrzeugen wagen. Die steile ausgewaschene Piste wächst langsam zu.
Für das Land gilt: Bevölkerung sehr freundlich und gut englisch sprechend, für Individualreisende schönes Reisen, aber bis auf die größeren Städte nur eingeschränkte Versorgungsmöglichkeiten. Landwirtschaft in größerem Umfang ist nicht mehr existent.
Der alte Reiseführer von Ilona Hupe ist immer noch die beste Informationsquelle. Wir hatten ein sehr sicheren Eindruck, selbst beim Bushcampen wird man nicht gestört.

Einreise Mocambique: Visum 82 USD, Versicherung 23 USD (1 Monat), wir zahlten keine Roadtax. N1 im guten Zustand, ab Save-Brücke (es wird versucht von Touristen Brückenmaut zu erheben, obwohl diese von Norden kommend nicht anfält) bis Inhassaro noch Schlaglöcher. In Inhassaro entstehen jedes Jahr neue Lodges – kaum noch Freiräume an der Beachfront. „Goddy Villas“ Camping weit besser als Seta.
Pomene Lodge hat eine schöne Allradanfahrt, der erste Teil ist neu geschoben und verbreitert.
Tofo ist durch und durch touristisch, jeder Meter wird mit einer Lodge bebaut. Bamboozi Camping ist nicht emphelenswert, da sehr geschäftstüchtig und jeder cm2 als Übernachtungsmöglichkeit verkauft wird. Besser: Die Anlagen in Ponta da Barra. White Sands umgeben von Lagune und Indischem Ozean und angrenzend Areia Branca . Der Lighthouse Camping existiert nicht mehr.
Ausreise Mocambique: noch 300 m vor der Grenze stoppt uns eine der zahlreichen Geschwindigkeitskontrollen!
An der Grenze werden durch Beamte Schlepper herangewinkt, die man definitiv nicht braucht! Es läuft korrekt und unproblematisch.


Andreas Neuburger
Guido3

Re: Zurück aus Zimbabwe, Mosambique

Beitrag von Guido3 »

Hallo,
Andreas Neuburger hat geschrieben:Erste Überraschung: es gibt keine Sim-Karte für das Mobiltelefon wenn man keinen festen Wohnsitz in SA hat – aus Sicherheitsgründen.
Rund um den Registrierungszwangs RICA (Regulation of Interception of Communications) gibt es viel Konfusion, aber das ist eigentlich auch noch für Ausländer möglich. Siehe dazu auch die Infos auf den Websites südafrikanischer Mobilfunanbieter.
http://www.cellc.co.za/about/rica (am Ende der Seite)
http://www.mtn.co.za/MTNServices/RICA/Pages/FAQs.aspx (letzte FAQ)

Beste Grüße

Guido
WolfgangT2b
Beiträge: 115
Registriert: Mo 18. Mai 2009, 20:33
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Re: Zurück aus Zimbabwe, Mosambique

Beitrag von WolfgangT2b »

Hallo Andreas,

danke für Deine Hinweise zu Mocambique, speziell zu den Preisen. Wir haben die abenteuerlichsten Aussagen dazu gehört.

Weißt Du noch, nach welchen Kriterien sich die Versicherung bemisst? Zeit? Hubraum? Geschäftlich/privat? Pkw/Geländewagen?

Wir werden um Weihnachten herum irgendwo zwischen Maputo und Beira sein, da helfen uns Deine Aussagen zu den Camps sicher weiter.

Zum Mobiltelefon: wir haben Anfang dieses Jahres kein Problem damit gehabt. Wir mussten lediglich unseren Pass vorzeigen und den Rest hat die Dame, die uns die SIM-Karte verkauft hat, per Telefon erledigt. Wie Guido schon geschrieben hat, es scheint noch ein wenig konfus zu sein, also einfach beim nächsten Händler probieren.

Danke und schöne Grüße

Wolfgang
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