Ein Paar weitere Infos zu dem neuesten Fall der Unmöglichmachung jüdischen Lebens in Ägypten:
http://jewishrefugees.blogspot.co.uk/20 ... o-end.html
Kuno hat geschrieben:Ich gehe davon aus, dass die Anzahl der Anhaneger des Juedischen Glaubens in den letzten Jahren in ET nicht gewachsen ist - vielleicht ist einfach fast niemand mehr da, der dieses Gotteshaus besucht und es wurde deshalb geschlossen.
Es gibt zwar wirklich kaum noch Juden in Alexandria, aber zumindest zu den hohen Feiertagen fanden noch Gottesdienste statt. Zu Pessach (Frühjahr) allerdings dieses Jahr schon nicht mehr, ebenfalls vorgeblich aus Sicherheitsgründen. Dass diese vorgeschoben sind, wird allerdings offensichtlich, wenn man bedenkt, dass dort etwa 20 vorwiegend ältere Leute erfahrungsgemäß friedlich nur einen Gottesdienst feiern wollen. Je nach baulicher Situation müssten 50 Polizisten bei Weitem ausreichen, um islamistische Krawallmacher davon abzuhalten.
Auch wenn es zahlenmäßig um eine verschwindende Anzahl Menschen handelt, die davon betroffen sind, halte ich das für ziemlich symptomatisch. Dazu den bekannten Satz eines mir unbekannten Menschen:
jemand hat geschrieben:Die Stärke einer Gesellschaft zeigt sich darin, wie sie mit Minderheiten umgeht.
Ich will hier den Teufel nicht an die Wand malen, aber für mich sieht das (zusammen mit vielem Anderen!) so aus, als wäre das erst der Anfang…
Kuno hat geschrieben:Ob das jetzt direkt etwas mit dem Islamistischen Fruehling zu tun hat oder nicht, geht aus dem Artikel nicht hervor.
Vielleicht nicht direkt, indirekt allerdings ganz sicher, denn unter Mubarak wurden religiöse Minderheiten zwar auch unterdrückt, konnten ihre Religion allerdings weitgehend ausüben und sich ihres Lebens einigermaßen sicher sein.