"Anfang Oktober 2013 ... so, jetzt ist es passiert, schade schade, aber die nigerianische Botschaft hat uns das Visum trotz persönlicher Einladung aus dem Land verweigert. Begründung ist, dass unsere Sicherheit im Land als Reisende mit dem Motorrad nicht zu gewährleisten sei. Mündlich wurde uns mitgeteilt, dass Flugreisende in das Land ein Visa bekommen, da sich die Sicherheitslage insbesondere in den Grenzregionen sehr verschärft habe, Overlander würden aber derzeit nicht über die Grenze gelassen. Das Militär wolle "Boko Haram jagen" , und die seien ja leider noch nicht einmal von normalen Zivilisten so einfach zu unterscheiden. Außerdem sei vor einigen Tagen ein fürchterlichen Anschlag auf ein Studentenwohnheim verübt worden...
Da wir mit Motorrädern unterwegs sein werden, haben wir ein Problem. Die Visas von Mauretanien, dem Senegal und zu 99% auch Ghana im Reisepass eingetragen. Deshalb werden wir die Lage in Nigeria weiter beobachten und evt. unterwegs z.B. im Senegal einen neuen Versuch wagen, ein Visa zu bekommen. Gibts es eine Wahrscheinlichkeit, dass man in einem anderen Land einen neuen Visa-Anlauf unternehmen kann?
Zum anderen überlegen wir, ob + wie wir von Ghana aus die Motorräder + uns per Luft-/Seefracht an Nigeria vorbeifrachten und anschließend weiterfahren. Andere Overländer müssten ja das gleiche Problem haben, vielleicht kann man sich mit einem Container Mitte Januar zusammentun? Mal sehen, welche Länder von Ghana aus angesteuert werden können. Hat irgend jemand irgendwelche Kontakte in die westafrikanische Logistikbranche )?"
Angeblich ist das Nigeria-Visum noch am allerleichtesten in Bissau erhältlich. Ist zwar nicht wirklich auf dem Weg für die Meisten, aber wir wollen sowieso durch Guinea Bissau, Guinea, Sierra Leone, Liberia und Cote d'Ivoire nach Ghana also werden wir uns aus Bissau mit dem Neuesten melden.
Kann sich natürlich nach deinen Neuigkeiten auch wieder geändert haben aber Bissau ist von Senegal aus kein Riesenumweg und das Guinea Bissau Visum einfach in Ziguinchor in der Casamance zu bekommen.
Wahlen stehen aber im Oktober noch an, werden die Situation vor Ort also im Auge behalten müssen.
ich erinnere mich an meine tour, schon eeeetwas zurück:
es wird ein visum für flugeinreise beantragt, vom nachbarland aus, flugticket wird erst vor ort gekauft.
bei uns hat das für äthiopien geklappt, visum für flug-anreise aus kenia beantragt, wurde bei der äthiop. botschaft in khartoum/sudan akzeptiert und ausgestellt, ...
und an der grenze überland hat den einreiseort niemand interessiert...
viel erfolg wünscht
uwe
Hallo Uwe,
Du solltest mal wieder nach Afrika, es hat sich inzwischen einiges geändert: Alle Länder haben an den Grenzen Internet und melden jedes Einfahren sofort an das entsprechende Ministerium. Die Visa, die z.B. hier in Berlin ausgestellt werden müssen vom Aussenministerieum genehmigt werden und erhalten von dort eine entsprechende Kontrollnummer.
Für mein Viasumantrag für Nigeria habe ich vorher $ 104.- per Internet bezahlen müssen sonst wären wir erst gar nicht bei der Konsulin vorgelassen worden. Andreas hat das auch ein paar Tage später versucht , aber da war wohl schon dieser Internetantrag gesperrt. Fazit: Andreas hat Geld gespart und ich hab $ 104.-verloren und dafür haben wir eine handschriftliche Absage ( mit Autogramm der Botschafterin ) bekommen.
Auch der Senegal, wo man ja früher ohne Probleme und ohne Visum einreisen konnte arbeitet jetzt ähnlich:vorher gegen Bezahlung einen Internetantrag, dann an der Grenze den Antrag vorlegen, Fingerabdruck machen lassen und dann bekommt man das Visum.
Das Ganze kommt daher, daß die Schengen-Länder das so eingeführt haben und was die können können wir auch sagen die anderen Länder nicht nur die Afrikaner, auch der Ostblock macht das so.
Hab ich natürlich Verständnis dafür, ich hab ja auch der Nigeria-Botschafterin nicht erzählt, daß ich eigentlich in die soziale Hängematte Nigerias schlüpfen wollte und von dort meine Rente kassieren wollte
Wann erhebt eigentlich Mainz Visagebühren?
Viele Grüße Burckhard
BBC News Africa
20 October 2013 Last updated at 20:36 GMT
Militants wearing army uniforms have killed 19 people at checkpoints on a road in Nigeria's Borno state.
The armed men reportedly stopped motorists on the road and ordered them out of their cars before shooting them or hacking them to death.
Witnesses told the BBC the men were from Boko Haram, though the Islamist militant group has not yet commented.
North-eastern Nigeria is under a state of emergency as Boko Haram attempts to create an Islamist state there.
The group targets both the military and civilians, including in schools, and frequently clashes with the Nigerian armed forces.
The latest attack happened early on Sunday morning near the town of Logumani, not far from the Cameroon border.
'On the prowl'
Survivors said the gunmen were dressed as soldiers and were riding motorcycles before they ambushed their victims.
"We were asked to get out of our vehicles and lie face down by nine men dressed as soldiers who blocked the road," one man, who gave his name as Buba, told the AFP news agency.
"They shot dead five people and went about slaughtering 14 others before someone called them on the phone that soldiers were heading their way," he said.
He said the attackers then fled into the bush on their motorcycles.
Another survivor, Adamu Mallam, said he had heard the man next to him being killed with a knife.
Buba said he knew the attackers were from Boko Haram because they had beards, which soldiers do not.
"Everyone in this area knows Boko Haram is on the prowl, raiding villages and attacking vehicles. It has become a common occurrence," he said.
The BBC's Nigeria correspondent, Tomi Oladipo, says the army often sets up checkpoints on roads in the troubled region to stop the militants, and it could be that the gunmen copied the tactic to catch their victims unawares.
Boko Haram has waged a deadly insurgency since 2009 in its bid to create an Islamic state in the mainly Muslim north of religiously mixed Nigeria.
It has been blamed for many violent attacks which have claimed the lives of nearly 2,000 people since 2011.
The group's name translates as "Western education is forbidden", and it has carried out several attacks on schools and colleges, seeing them as a symbol of Western culture.
Last month, up to 50 students died when suspected Boko Haram militants attacked an agricultural college in the north-east.
The Nigerian military said in August that it might have killed the group's leader, Abubakar Shekau, in a shoot-out.
However, a video released last week purportedly showed him alive.
Other previous reports of his death later proved to be unfounded.
Wenn ein Land die Visavergabe an Touristen aus Sicherheitsgruenden ausdruecklich verweigert, dann ist das nicht dieselbe Situation, wie wenn die Visumsbeschaffung einfach ein wenig erschwert ist.
Hallo,
ganz so einfach war das bei der Botschafterin nun auch nicht. Die Überfälle im Norden sind mir als eifrigem Wüschi-Leser bekannt, deswegen habe ich der Botschafterin auch gesagt, daß wir im Süden: Lagos-Benin City-Enugu-Ekok fahren würden. Diese Strecke ist gut 1000 km von den Terrorgebieten im Norden entfernt. Es ist auch nicht davon auszugehen, daß die Moslemterroristen verstärkt in den Süden mit seiner fast ausschießlichen christlichen Bevölkerung in nächster Zeit größere Aktionen durchführen können.
Die ständigen Religionskriege finden doch in der Region Kano-Maidoguri statt, dort wollten wir ja auch nicht durch. Das war allerdings der Botschafterin nicht zu vermitteln.
Nun suchen wir eine Möglichkeit, Nigeria zu umschiffen, hat jemand einen Tip?
Grüße
Burckhard
Hallo, mein Reisepartner aus Österreich hat das Nigeria Visa hier in Abidjan / Elfenbeinküste bekommen.65 Euro, Kopie Fahrzeugschein, Einladungsschreiben mit Farbkopie des Passes vom Einlader, schriftliche Darstellung der bisherigen Reise (nur sichere Gebiete im Süden angelehnt an die Infos von a. Amt), ebenso grafische Darstellung, gefakte Hotelreservierung, alle Visa für die Länder davor mussten im Pass sein, langes Interview über einen Sprechschlitz, dabei ständig die Frage : wieso nicht vorher geholt, denn man könnte ja problemlos in zehn Tagen mit dem Motorrad von Deutschland nach Nigeria fahren.... - that's all...