Und genau deshalb sollte man nicht jede "Meldung", die irgendwo rumgeistert, brühwarm weiter verbreiten...Zack, wieder dementiert.
Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller
Moderator: Moderatoren
Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller
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Alexander
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller
Ich denke, würde man diesem Ratschlag folgen, dann dürfte man überhaupt nichts mehr kommunizieren, denn alles kann früher oder später dementiert oder geändert werden. Darum gibt es ja die Möglichkeit eines Dementis, um vorher gemachte Aussagen zu korrigieren oder zu relativieren.Frank C hat geschrieben:Und genau deshalb sollte man nicht jede "Meldung", die irgendwo rumgeistert, brühwarm weiter verbreiten...
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Wolfgang K
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller
Evtl. steck die eigentliche Nachricht ja im Dementi dieses Details selbst bzw. der Geschwindigkeit mit der es erfolgt ist. Hast Du gelesen worum es geht?Frank C hat geschrieben:Und genau deshalb sollte man nicht jede "Meldung", die irgendwo rumgeistert, brühwarm weiter verbreiten...Zack, wieder dementiert.
Und wie gut, dass es mir egal sein kann, ob Du es verstanden hast oder nicht
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Bäärti
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller
Hoi zäme
Wie man heute in der Lokalpresse lesen kann, wurde in Tunesien wieder scharf geschossen. Da und dort, und tödlich. An der libyschen Grenze und in einem Vorort von Tunis...
Gruss Bäärti
Wie man heute in der Lokalpresse lesen kann, wurde in Tunesien wieder scharf geschossen. Da und dort, und tödlich. An der libyschen Grenze und in einem Vorort von Tunis...
Gruss Bäärti
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
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Wolfgang K
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Re: Tunesien / Libyen - Aktuelle Infos für Traveller
Das in Tunis lief seit vorgestern. Nachdem erst ein Polizist erschossen wurde, hat man das Haus heute gestürmt: Sechs Tote, darunter einer der Gesuchten. Die anderen toten sind 5 Frauen die zu den Gesuchten gehören.
In den westlichen Vororten von Tunis ist dauernd was los.
Ich denke dass bis nach der Wahl die Nerven ganz schön blank liegen.
Die Algerier machen Jedenfalls während der Wahlen die Grenzen zu.
In den westlichen Vororten von Tunis ist dauernd was los.
Ich denke dass bis nach der Wahl die Nerven ganz schön blank liegen.
Die Algerier machen Jedenfalls während der Wahlen die Grenzen zu.
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Wolfgang K
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Re: Tunesien bereisen
In el Faouar geht es aus den gleichen Gründen seit ein par Tagen richtig rund. Mit Angriffen auf Journalisten und öffentliche Gebäude (u.a. GN).Wolfgang K hat geschrieben: ... jungen Arbeitslosen aufgelöst worden sein, die Jobs bei der Ölerei forderten.
Die GN und Polizei hatte sich teilweise aus dem Ort zurück gezogen, bis das Militär eingeschritten ist.
Es geht wieder mal um Jobs in der Ölindustrie. Der eigentliche Grund für die Heftigkeit der Auseinandersetzungen und warum es sich gegen die Repräsentanten allen Staatlichen (bzw. Nördlichen) richtet, dürfte im Nord-Süd Konflikt an sich liegen: Der eigentliche Vorwurf dürfte sein, dass der Süden nicht von den Rohstoffen profitiere. In Verbindung mit dem Wahlergebnis dürfte diese Behauptung aus dem Süden Rückenwind bekommen haben.
In welchem Umfang tatsächlich Mittel aus dem Ölgeschäft regional ankommen ist mit nicht bekannt.
Jedenfalls muss es zu wirklich chaotischen Szenen gekommen sein, bei denen es etliche Verletzte gab. Wie gesagt, auch Journalisten wurden angegriffen.
In einer tunesischen Zeitung versucht man die Vorfälle auf Einflüsse aus Libyen zurückzuführen: Altbekannt – alle Probleme werden aus dem Ausland verursacht…
Grüße
Wolfgang
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Wolfgang K
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Re: Tunesien bereisen
So, die Protestierenden in der Region haben nach etlichen weiteren Ausschreitungen (auch wieder in Douz gestern) ein Ergebnis erzielt!
Vorerst brauchen sie sich nicht mehr darum zu schlagen, wer die Jobs auf den kleinen Förderstationen bekommt.
Nachdem die Bohrcamps auch direkt attackiert worden sind, stellt ein Betreiber – möglicherweise auch zwei weitere– die Förderung in der Region vorerst ein.
Schuld daran ist (natürlich) der Westen. Es sind ja schließlich u.a kanadische, französische und englische Firmen die dort die Förderanlagen betreiben.
Grüße
Wolfgang
Vorerst brauchen sie sich nicht mehr darum zu schlagen, wer die Jobs auf den kleinen Förderstationen bekommt.
Nachdem die Bohrcamps auch direkt attackiert worden sind, stellt ein Betreiber – möglicherweise auch zwei weitere– die Förderung in der Region vorerst ein.
Schuld daran ist (natürlich) der Westen. Es sind ja schließlich u.a kanadische, französische und englische Firmen die dort die Förderanlagen betreiben.
Grüße
Wolfgang
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Wolfgang K
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Re: Tunesien bereisen
In Douz hat es in der vergangenen Woche richtig gerumpelt.
Am 05.06. gab es eine nächtliche Ausgangssperre.
Was auch wieder auf dem Tablett ist: Die Unruhen seien von der Opposition gesteuert und dienten dazu den IS in Tunesien zu etablieren.
Ganz sicher versucht die Opposition sich den Konflikt zu Nutze zu machen, was aber eher daran liegt, dass sie im Süden den stärksten Rückhalt hat und sich "für ihre Leute" einsetzt und gleichzeitig der Regierung schadet. Politik halt.
Hinter jedem Protest im Süden aber jetzt den IS am Werke zu sehen halte ich aber für (politisches) Caféhaus.
Am 05.06. gab es eine nächtliche Ausgangssperre.
Was auch wieder auf dem Tablett ist: Die Unruhen seien von der Opposition gesteuert und dienten dazu den IS in Tunesien zu etablieren.
Ganz sicher versucht die Opposition sich den Konflikt zu Nutze zu machen, was aber eher daran liegt, dass sie im Süden den stärksten Rückhalt hat und sich "für ihre Leute" einsetzt und gleichzeitig der Regierung schadet. Politik halt.
Hinter jedem Protest im Süden aber jetzt den IS am Werke zu sehen halte ich aber für (politisches) Caféhaus.
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Wolfgang K
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Re: Tunesien bereisen
Gestern hat's in Douz schon wieder gerumpelt. Junge Männer wollten eine Förderstation - wahrscheinlich die am Cafe "Porte de Desert" oder die neugebaute weiter Richtung Ksar Ghilane -stürmen. Wegen Jobs auf der letzteren Station gab es auch vor 2(?) Jahren den Ärger zwischen Douz und Ghlissa.
Jedenfalls hat die Polizei mit Tränengas die Demo ausgelöst.
Als Folge der Unruhen wurde der Gouverneur in Kebili abgesetzt und ein neuer ernannt.
In Tunesien steht das ganze sehr stark im öffentlichen Fokus und wird meiner Meinung nach hochgeputscht und mit "Terrorismus" in einen Topf geworfen, was ich für gefährlich halte. Wie üblich sucht man jetzt fieberhaft nach im Verborgenen agierenden dunklen Mächten. Das wird aber den Protestierenden sicher nicht das Gefühl geben ernst genommen zu werden. Eine weitere Nord-Süd Spaltung braucht keiner.
Leider hat die Geschichte das Potenzial zu einem Schaukampf und Stellvertreterkrieg zwischen Regierung und (islamistischer) Opposition zu werden. Gefällt mir nicht und hilft der Gegend ganz sicher nicht weiter.
Grüße
Wolfgang
Jedenfalls hat die Polizei mit Tränengas die Demo ausgelöst.
Als Folge der Unruhen wurde der Gouverneur in Kebili abgesetzt und ein neuer ernannt.
In Tunesien steht das ganze sehr stark im öffentlichen Fokus und wird meiner Meinung nach hochgeputscht und mit "Terrorismus" in einen Topf geworfen, was ich für gefährlich halte. Wie üblich sucht man jetzt fieberhaft nach im Verborgenen agierenden dunklen Mächten. Das wird aber den Protestierenden sicher nicht das Gefühl geben ernst genommen zu werden. Eine weitere Nord-Süd Spaltung braucht keiner.
Leider hat die Geschichte das Potenzial zu einem Schaukampf und Stellvertreterkrieg zwischen Regierung und (islamistischer) Opposition zu werden. Gefällt mir nicht und hilft der Gegend ganz sicher nicht weiter.
Grüße
Wolfgang
Re: Tunesien bereisen
hoffentlich bekommen sie es in den Griff ohne das zuviel Blut fliesst.
Jeder Märtyrer auf seiten der Demonstranten sorgt für neue Probleme und Anhänger auf der falschen Seite.
Peter
Jeder Märtyrer auf seiten der Demonstranten sorgt für neue Probleme und Anhänger auf der falschen Seite.
Peter
Die schnellste Verbindung zwischen 2 Punkten ist nicht zwingend eine Gerade
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Wolfgang K
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Re: Tunesien bereisen
Naja, die Demonstranten stehen im Prinzip auf keiner Seite. Die Gründe für die Auseinandersetzungen sind wirtschaftlicher Natur und ganz konkret hat es sich entzündet an der Forderung von jungen Arbeitslosen nach Jobs.Jeder Märtyrer auf seiten der Demonstranten sorgt für neue Probleme und Anhänger auf der falschen Seite.
Da die Gegend eine Ennahda und Marzouki Hochburg ist werden die Proteste diesem Lager zugeordnet.
Es sind aber Wirtschaftliche Hintergründe und keine politisch-religiösen o.ä. um die es geht. Das wird - aus meiner Sicht - seitens der Regierung hineininterpretiert und dann mit einem IS-Angriff gleichgesetzt. Das polarisiert natürlich weiter.
Man darf nicht vergessen, dass für die meisten Tunesier im Norden - anders als für uns Wüstensüchtige - alles südlich der Line Gafsa - Gabes Terroristen und Schmuggler Land ist, sprich für die meisten städtischen Tunesier ist das die Rückseite des Mondes und genau so viel wissen sie über die Gegend (nur das mit dem Sandbrot kennt irgendwie jeder
Die Region hat massive wirtschaftliche Probleme und eine weitere "Diffamierung" der Gegend könnte dann tatsächlich politische Probleme erzeugen, wenn man wirtschaftlich noch weiter den Anschluss verliert. Das alles als das Werk des IS und Konsorten abzutun halte ich für brandgefährlich.
Grüße
Wolfgang
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Alfrederix
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Re: Tunesien bereisen
Hallo Wolfgang,Wolfgang K hat geschrieben: Die Gründe für die Auseinandersetzungen sind wirtschaftlicher Natur
was war denn seinerzeit der Auslöser des arabischen Frühlings in Tunesien?
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Wolfgang K
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Re: Tunesien bereisen
ich verstehe den Zusammenhang jetzt nicht, aber es sind sicher zu 80% ebenfalls wirtschaftliche Gründe gewesen.
Ich denke das meinst Du mit Deiner Frage.
Ich könnte natürlich jetzt noch etliche Publikationen anführen, die "glasklar" belegen, dass die geostrategischen Interessen der USA dahinter stecken
Genau wie hinter dem Müll auf Djerba. Kann man in den "Tunesischen-Wirtschafts-Nachrichten" nachlesen
.
Grüße
Wolfgang
Ich denke das meinst Du mit Deiner Frage.
Ich könnte natürlich jetzt noch etliche Publikationen anführen, die "glasklar" belegen, dass die geostrategischen Interessen der USA dahinter stecken
Grüße
Wolfgang
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Birgitt
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Tunesien - Widerstand gegen geplante Korruptionsamnestie
Es brodelt in TunesienEine Amnestie für korrupte Staatsbedienstete und Geschäftsleute - das steckt in einem Gesetzentwurf, den die Regierung vorgelegt hat. Heute soll gegen die Vorlage demonstriert werden. Das ist heikel: Wegen der Terroranschläge ist die Stimmung im Land aufgeheizt.
12.09.2015 - tagesschau
Gruß
Birgitt
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Birgitt
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Tunesien - Stress in der Gegend um Kasserine
Al Kaida-nahe Gruppe tötet SoldatenWenige Tage nach Vergabe des Friedensnobelpreises an ein tunesisches Bündnis aus Gewerkschaftern, Arbeitgebern, Anwälten und Menschenrechtlern sind in dem nordafrikanischen Land zwei Soldaten bei Kämpfen gegen Extremisten getötet worden. Nach der Entführung eines Hirten habe die Armee in der Gegend des Mont Samama eine Razzia durchgeführt, teilte das Verteidigungsministerium mit. Drei weitere Soldaten seien bei dem Einsatz verletzt worden.
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Two Tunisian soldiers killed in clashes with militantsIslamists militants killed two Tunisian soldiers who were seeking to free a man kidnapped on Monday in a mountainous area near the border with Algeria, an army spokesman said. Tunisia's army has been carrying out operations in the area after two major attacks this year claimed by Islamic State. "Two soldiers have been killed and four others wounded after clashes in the Sammama mountains in Kasserine, in clashes with terrorists," spokesman Belhassen Ouuslati said.
12.10.2015 - Reuters
Gruß
Birgitt



