Den Triumphbogen in Palmyra hats nun auch erwischt:
Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat nach Behördenangaben den rund 2000 Jahre alten Triumphbogen in der syrischen Stadt Palmyra gesprengt. Wie der Direktor der syrischen Antikensammlungen, Maamoun Abdulkarim, mitteilte, bestätigten Quellen in der Stadt die Zerstörung der historischen Stätte. Es habe sich um ein Juwel in der exquisiten Ruinen-Sammlung der Stadt gehandelt.
hier ein Bild des Baal Tempels und des jetzt zerstörten Triumphbogens. Ich habe Palmyra im Juni 2010 mit dem Motorrad besucht.
Mir fehlen die Worte über diese irrsinnige Zerstörung.
Seit knapp einem Jahr ist Palmyra in der Hand der IS-Miliz. Nun stehen die Truppen von Syriens Machthaber Assad offenbar wenige Kilometer vor der antiken Wüstenstadt. Sie hatten im März - unterstützt von Russland - zur Rückeroberung Palmyras angesetzt [...] Die regierungstreuen Einheiten stünden "zwei Kilometer vom südlichen und fünf Kilometer vom westlichen Stadtrand" entfernt, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die IS-Miliz wehre sich und habe seit Montag mindestens 26 Regierungssoldaten getötet ...
Aleppo ist zu einem Symbol für die Zerstörung in Syrien geworden. Nach fünf Jahren Bombardierung gleicht Aleppo heute einer Ruine. Schaut euch die Bilder bei tagesschau.de an. Bilder von Bauwerken und Straßen - vorher und nachher - aufgenommen zwischen 2008 und 2016. Wenn ich das sehe, könnte ich heulen. Und viele von euch sicherlich auch, denn hier aus dem Forum sind nicht wenige von uns durch Syrien gereist und haben das Land mit seinen gastfreundlichen Menschen und seiner Geschichte ins Herz geschlossen. Aber schaut selbst:
Zahllose Kulturgüter wurden im syrischen Bürgerkrieg zerstört. Das "Syrian Heritage Archive Project" in Berlin hilft, die Erinnerung daran zu erhalten und auch Anhaltspunkte für einen Wiederaufbau zerstörter Substanz nach dem Ende des Krieges zu liefern. Erstmals gibt eine Ausstellung nun Einblick in diese Arbeit ...
Seit 2013 sammeln deutsche und syrische Wissenschaftler Bilder, Filme und Berichte über die Kultur- und Naturschätze Syriens, digitalisieren sie und erstellen daraus ein Archiv. Ob alte Fotos oder archäologische Forschung: Alles wird erfasst und systematisch sortiert. "Wir haben hier über die letzten sechs Jahre ein unglaubliches Datenvolumen angesammelt", sagt Professor Stefan Weber vom Museum für Islamische Kunst in Berlin, der das Projekt vor sechs Jahren initiiert hat. Rund 340.000 Dokumente sind mittlerweile zusammengekommen - das umfassendste Archiv über Syrien außerhalb des Landes. "Das ist ein einmaliger Schatz." Eine Auswahl aus diesem Schatz zeigt nun die Ausstellung "Kulturlandschaft Syrien - Bewahren und Archivieren in Zeiten des Krieges" im Berliner Pergamonmuseum. Der Besucher kann dabei umherwandern zwischen fünf verschiedenen Stationen mit Bildern und Filmen, je eine für die Altstädte von Damaskus und Aleppo, für Palmyra und Raqqa sowie für die sogenannten Toten Städte – dörfliche Siedlungen aus spätrömischer und frühbyzantinischer Zeit. Bewegend sind vor allem Fotografie-Paare, die zeigen, wie ein Ort vor dem Bürgerkrieg aussah - und was dieser daraus gemacht hat