Alexander hat geschrieben:Ein deutsches Gericht schafft wieder einmal Rechtsunsicherheit in einem eh schon unübersichtlichen Umfeld.
Eine kürzlich veröffentlichte Entscheidung des Familiengerichts in Bad Hersfeld sorgt in sozialen Medien für Unsicherheit, Unmut und ungläubiges Staunen: In dem Urteil hat der zuständige Richter einer Mutter aufgegeben, schriftliche Einverständniserklärungen aller WhatsApp-Kontakte ihres elfjährigen Sohnes einzuholen und diese dem Gericht vorzulegen – andernfalls dürfe das Kind die App nicht weiter nutzen.
Zeit:
Ist es legal, WhatsApp in Deutschland zu benutzen?
Grüsse
Alexander
Wieso Rechtsunsicherheit?
Dem einen oder anderen mag das Urteil seltsam vorkommen, nur Rechtsunsicherheit schafft es sicher nicht.
Es rüttelt die Nutzer von Whats app, die einfach die AGB mit einem Klick anerkennen vielleicht mal etwas auf.
Die meisten von denen wissen nicht mal was sie da mit einem Klick bestätigen:
..die Einverständnis der Kontakte einzuholen, bevor diese auf die Server hochgeladen werden. "Du bestätigst, dass du autorisiert bist, uns solche Nummern zur Verfügung zu stellen"
Wer hat denn von jedermann in seinen Kontakten das Einverständnis diese Daten whats app/facebook zur Verfügung zu stellen?
Niemand?
Whats app Nutzer geben einfach die Daten von Dritten an einen Anbieter weiter ohne diese zu fragen, ob sie damit überhaupt einverstanden sind.
Man könnte sogar behaupten, dass sie diese Daten verkaufen, denn so erkaufen sie sich die kostenlose Nutzung von whats app.
Rechtsunsicherheit? - Nö, im Gegenteil, vielleicht ein Ansatz zu mehr Rechtssicherheit.