Arabien Winter 2022
Moderator: Moderatoren
Re: Arabien Winter 2022
Nach 6 Übernachtungen in Maskat (solange am Stück war ich sonst nirgends) wechsele ich den Standort in die Berge nach Nizwa. Ich bin mitten in der Altstadt direkt neben Fort und Souk im Nizwa Heritage Inn im traditionellen Stil untergebracht. Das Fenster hat kein Glas, nur den Laden. Hübsch aber dunkel.
Einer der Berge in der Umgebung ist der Jabal Akhdar, der grüne Berg. Das ist eher ein Hochplateau auf 2000 Meter Höhe, an dessen Hängen alte Dörfer kleben, wo auf Terrassen Gemüse, Obst und Rosen angebaut wird. Man kann schön von Dorf zu Dorf wandern und es ist deutlich kühler als unten in Nizwa 1400 Meter tiefer.
Aus den Rosen wird Rosenwasser hergestellt. Sie fangen gerade an zu blühen.
Das Dorf Wadi Bani Habib liegt schön in einem Tal, aber leider in Trümmern.
1986 wurden Prinzessin Diana und Prinz Charles bei einem Oman-Besuch mit dem Hubschrauber aufs Plateau geflogen und durften runtergucken, damals noch in unberührter Einsamkeit. Inzwischen ist „Diana’s Viewpoint“ in ein Nobelhotelgelände integriert, mit Infinity-Pool.
Die Straße herauf ist zwar perfekt geteert und breit, aber steil. Darum darf man nur mit Allrad hochfahren, ein Polizei-Checkpoint lässt einen ohne nicht durch. Ich finde das übertrieben, Straßen in Jordanien und Saudi-Arabien und auch in den Alpen sind nicht weniger steil, und auch mit einem PKW kann man im kleinen Gang steile Straßen runterfahren. Mein kleiner Elektroflitzer zuhause würde dabei sogar viel Energie zurück bekommen.
Aber ich muss mir deshalb diesen Zweieinhalb-Tonnen-Panzer mieten. Es gäbe doch auch kleinere Allradautos, aber drunter machen sie es wohl nicht.
Einer der Berge in der Umgebung ist der Jabal Akhdar, der grüne Berg. Das ist eher ein Hochplateau auf 2000 Meter Höhe, an dessen Hängen alte Dörfer kleben, wo auf Terrassen Gemüse, Obst und Rosen angebaut wird. Man kann schön von Dorf zu Dorf wandern und es ist deutlich kühler als unten in Nizwa 1400 Meter tiefer.
Aus den Rosen wird Rosenwasser hergestellt. Sie fangen gerade an zu blühen.
Das Dorf Wadi Bani Habib liegt schön in einem Tal, aber leider in Trümmern.
1986 wurden Prinzessin Diana und Prinz Charles bei einem Oman-Besuch mit dem Hubschrauber aufs Plateau geflogen und durften runtergucken, damals noch in unberührter Einsamkeit. Inzwischen ist „Diana’s Viewpoint“ in ein Nobelhotelgelände integriert, mit Infinity-Pool.
Die Straße herauf ist zwar perfekt geteert und breit, aber steil. Darum darf man nur mit Allrad hochfahren, ein Polizei-Checkpoint lässt einen ohne nicht durch. Ich finde das übertrieben, Straßen in Jordanien und Saudi-Arabien und auch in den Alpen sind nicht weniger steil, und auch mit einem PKW kann man im kleinen Gang steile Straßen runterfahren. Mein kleiner Elektroflitzer zuhause würde dabei sogar viel Energie zurück bekommen.
Aber ich muss mir deshalb diesen Zweieinhalb-Tonnen-Panzer mieten. Es gäbe doch auch kleinere Allradautos, aber drunter machen sie es wohl nicht.
Re: Arabien Winter 2022
Der zweite Einsatz für den Panzer führt zum Jabal Shams. Hier auf der staubigen und wieder steilen Schotterstraße hat er mehr Berechtigung.
Der Jabal Shams, Sonnenberg, ist der höchste Berg des Oman mit 3000 Metern. Er bricht in einen spektakulären Grand Canyon ab, das Wadi Nakhar.
Es gibt auch Wanderwege in die Schlucht, z.B. den Balcony Walk.
Zuvor geht es ins Innere das Berges, in die Tropfsteinhöhle Al Hoota.
Ein schönes Dorf am Hang ist Misfat al Abriyyin. Am Abhang wachsen Palmen und Bananen, intelligent gewässert von den omanischen Bewässerungskanälen, Aflaj, die Weltkulturerbe sind.
Der Tag geht wieder mal mit Kamel zu Ende, heute aber auf dem Teller.
Der Jabal Shams, Sonnenberg, ist der höchste Berg des Oman mit 3000 Metern. Er bricht in einen spektakulären Grand Canyon ab, das Wadi Nakhar.
Es gibt auch Wanderwege in die Schlucht, z.B. den Balcony Walk.
Zuvor geht es ins Innere das Berges, in die Tropfsteinhöhle Al Hoota.
Ein schönes Dorf am Hang ist Misfat al Abriyyin. Am Abhang wachsen Palmen und Bananen, intelligent gewässert von den omanischen Bewässerungskanälen, Aflaj, die Weltkulturerbe sind.
Der Tag geht wieder mal mit Kamel zu Ende, heute aber auf dem Teller.
Zuletzt geändert von WolfgangA am Di 22. Mär 2022, 18:23, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Arabien Winter 2022
Am dritten Tag bleibe ich im Tal und besuche drei geöffnete Schlösser. Alle drei Orte waren mal zeitweise Hauptstadt des Oman.
Das Bahla Fort ist das größte und verwinkeltste.
Das Jabreen Fort war Regierungspalast im 17. Jahrhundert und hat aufwändig gestaltete Räume.
Hier wurden früher Datteln gelagert. Durch das Eigengewicht wurden sie zusammengepresst und der dicke Saft floss über die Kanäle in einen Topf. Daraus wurde in Friedenszeiten Sirup und Süßigkeiten gekocht, in Kriegszeiten wurde das pappige Zeugs aber kochend über Angreifer hinuntergegossen.
Zum dritten das Fort in Nizwa gleich ums Eck vom Hotel. Ein riesiger Rundturm bildet das eigentliche Fort, neben dem sich der Palast anschließt. Im Fort kann man die Löcher zum Hinunterschütten des heißen Dattelsirups sehen.
Heute beginnt das viertägige Nizwa Fort Festival.
Wo Dattelsirup gekocht wird
.
Und Folklore aufgeführt wird.
Das Bahla Fort ist das größte und verwinkeltste.
Das Jabreen Fort war Regierungspalast im 17. Jahrhundert und hat aufwändig gestaltete Räume.
Hier wurden früher Datteln gelagert. Durch das Eigengewicht wurden sie zusammengepresst und der dicke Saft floss über die Kanäle in einen Topf. Daraus wurde in Friedenszeiten Sirup und Süßigkeiten gekocht, in Kriegszeiten wurde das pappige Zeugs aber kochend über Angreifer hinuntergegossen.
Zum dritten das Fort in Nizwa gleich ums Eck vom Hotel. Ein riesiger Rundturm bildet das eigentliche Fort, neben dem sich der Palast anschließt. Im Fort kann man die Löcher zum Hinunterschütten des heißen Dattelsirups sehen.
Heute beginnt das viertägige Nizwa Fort Festival.
Wo Dattelsirup gekocht wird
Und Folklore aufgeführt wird.
Re: Arabien Winter 2022
Ich hatte plötzlich Zeit übrig. Links der Autobahn sehe ich eine Serie von Wachtürmen auf einem Felsrücken. Also die nächste Ausfahrt raus, um mir das anzuschauen. In Al Mudhaireb ist die alte Stadt mit den Türmen und einem kleinen Fort noch komplett unrenoviert und auf diese Weise auch eine spannende Entdeckung.
In den Wahiba Sands bei Bidiyya mache ich eine kurze abendliche Wüstenabschiedstour mit obligatorischen Kamelen, Sonnenuntergang und starkem Wind, der den Sand in Augen und Ohren bläst.
Nur 35 Kilometer Luftlinie von der Sanddüne entfernt befindet sich dieses Paradies. Wüste ist schön, aber Wasser ist schöner.
Im Wadi Bani Khalid entspringt in einer engen Schlucht zwischen weißem Kalkstein türkisblaues Wasser und sammelt sich in vielen Gumpen, in denen man baden kann.
Allerdings bitte nach lokalen Gepflogenheiten. Also hüpfe ich vollbekleidet rein, das Mikrofaserzeug ist ja schnell wieder trocken.
Es gibt schönes Getier am Weges- und Wasserrand. Im Bach sind auch kleinere Fischlein, die einem kitzelnd die Hornhaut an den Füßen wegknabbern.
Aber alleine ist man nicht. Im Oman sind aktuell viele Touristen unterwegs, Deutsche, Franzosen, Italiener, Slowenen, Rumänen, zum Teil in großen Gruppen in Toyota-Landcruiser-Konvois, zum Teil individuell mit Mietauto, und auch viele noch ältere Semester als meinereiner.
In den Wahiba Sands bei Bidiyya mache ich eine kurze abendliche Wüstenabschiedstour mit obligatorischen Kamelen, Sonnenuntergang und starkem Wind, der den Sand in Augen und Ohren bläst.
Nur 35 Kilometer Luftlinie von der Sanddüne entfernt befindet sich dieses Paradies. Wüste ist schön, aber Wasser ist schöner.
Im Wadi Bani Khalid entspringt in einer engen Schlucht zwischen weißem Kalkstein türkisblaues Wasser und sammelt sich in vielen Gumpen, in denen man baden kann.
Allerdings bitte nach lokalen Gepflogenheiten. Also hüpfe ich vollbekleidet rein, das Mikrofaserzeug ist ja schnell wieder trocken.
Es gibt schönes Getier am Weges- und Wasserrand. Im Bach sind auch kleinere Fischlein, die einem kitzelnd die Hornhaut an den Füßen wegknabbern.
Aber alleine ist man nicht. Im Oman sind aktuell viele Touristen unterwegs, Deutsche, Franzosen, Italiener, Slowenen, Rumänen, zum Teil in großen Gruppen in Toyota-Landcruiser-Konvois, zum Teil individuell mit Mietauto, und auch viele noch ältere Semester als meinereiner.
Re: Arabien Winter 2022
Im Ral Al Jinz Turtle Reserve kommen Schildkröten an den Strand, um ihre Eier abzulegen. Mit Führer darf man sich das anschauen, allerdings ist gerade keine Brutsaison. Die Nachttour um 21:00 Uhr wurde mangels Schildkröten abgesagt. Neuer Versuch am nächsten Morgen um fünf. Auch da sieht es schlecht aus. Spuren zeugen zwar von nächtlichem Verkehr, aber es ist kein Tier zu sehen.
Aber als man schon aufgibt und zum Hotel zurückgeht, erwischen zwei Tour-Teilnehmer den Fuchs beim Buddeln. Sie verscheuchen ihn und unterbrechen das schon begonnene Massaker. Der Guide eilt herbei, gräbt weitere lebende kleine Kröten aus und heißt uns, sie zum Strand zu tragen, damit sie ins Meer finden.
Dort freuen sich die Möwen, aber ein paar haben es vielleicht lebend geschafft, und wir Touristen dürfen uns als Lebensretter fühlen.
Weil es am Vortag so schön war, gleich nochmal ein Wadi, gleicher Berg, andere Seite, zum Meer hin. Im Wadi Shab muss man sich den Badespaß erst mit eineinhalb Stunden Anmarsch erwandern, der aber wunderschön ist.
Für euch in Deutschland, Österreich, Schweiz nichts Besonderes, aber für mich die erste Wiese seit drei Monaten (außer bewässerte Parkrasen in Dubai und Doha).
Mit Bewohner.
Heute ist Freitag, also Wochenende, heute bevölkern neben Touristen mehrheitlich die Einheimischen die Badestelle.
Vor der Rückkehr nach Maskat werfe ich einen kurzen Blick in die Doline Bimmah Sinkhole, die ebenfalls rege zum Baden genutzt wird.
Aber als man schon aufgibt und zum Hotel zurückgeht, erwischen zwei Tour-Teilnehmer den Fuchs beim Buddeln. Sie verscheuchen ihn und unterbrechen das schon begonnene Massaker. Der Guide eilt herbei, gräbt weitere lebende kleine Kröten aus und heißt uns, sie zum Strand zu tragen, damit sie ins Meer finden.
Dort freuen sich die Möwen, aber ein paar haben es vielleicht lebend geschafft, und wir Touristen dürfen uns als Lebensretter fühlen.
Weil es am Vortag so schön war, gleich nochmal ein Wadi, gleicher Berg, andere Seite, zum Meer hin. Im Wadi Shab muss man sich den Badespaß erst mit eineinhalb Stunden Anmarsch erwandern, der aber wunderschön ist.
Für euch in Deutschland, Österreich, Schweiz nichts Besonderes, aber für mich die erste Wiese seit drei Monaten (außer bewässerte Parkrasen in Dubai und Doha).
Mit Bewohner.
Heute ist Freitag, also Wochenende, heute bevölkern neben Touristen mehrheitlich die Einheimischen die Badestelle.
Vor der Rückkehr nach Maskat werfe ich einen kurzen Blick in die Doline Bimmah Sinkhole, die ebenfalls rege zum Baden genutzt wird.
Re: Arabien Winter 2022
Vor ein paar Tagen schrieb ich aus Doha in Katar:
In Sur im Oman wäre der begehrte Stoff ebenfalls zu haben. Jetzt müssten wir solche Flüssiggastanker in Deutschland nur noch ausladen können.
Dies als kurzer Einschub, damit der Reisebericht nicht nur heile Welt und Naturidylle zeigt.
Inzwischen war Herr Habeck ja bekanntermaßen genau zu diesem Zweck dort.
In Sur im Oman wäre der begehrte Stoff ebenfalls zu haben. Jetzt müssten wir solche Flüssiggastanker in Deutschland nur noch ausladen können.
Dies als kurzer Einschub, damit der Reisebericht nicht nur heile Welt und Naturidylle zeigt.
Re: Arabien Winter 2022
Ich setze der Reise noch ein i-Tüpfelchen auf und fliege in das Ursprungsland des Duftes, der mich die ganzen Wochen schon begleitet und sich zuletzt im Oman intensiviert hat.
In Dhofar ganz im Süden des Oman wächst der Weihrauchbaum, Boswellia, dessen Harz einem katholischen Ministranten wohlbekannt ist, entzündet duftenden Rauch verbreitet, aber auch in der Heilkunde Verwendung findet, seit alten Zeiten begehrtes Handelsgut ist und dem Oman seit jeher Wohlstand beschert.
Der Sommermonsun bringt dieser Region Arabiens Niederschläge an die Berghänge, verwandelt sie in grün, und sorgt für das Gedeihen dieser Baumart. Im Juli und August strömen die Araber aus ihren 45 Grad heißen Städten wohl in Scharen hierher ins 20 Grad kühlere Regenwetter.
Das Klima lässt üppige Plantagen zwischen Strand und der Stadt Salalah wachsen.
Deren Produkte am Straßenrand angeboten werden.
Am Strand wähnt man sich in Afrika.
Salalah hat wie jede omanische Stadt ihre Sultan-Qaboos-Moschee. Sultan Qaboos hat in der sogenannten omanischen Renaissance das Land geöffnet und modernisiert, nachdem er seinen Vater 1970 weggeputscht hat, unter dem der Oman rückständig und isoliert war. Der Sultan war 50 Jahre lang am Ruder, bis er 2020 verstorben ist, und wird im Volk hoch verehrt.
Vor der Moschee erkenne ich einen weiteren Vorzug großer Geländewagen: wenn’s zum Gebet pressiert, kann man leichter den Bordstein zum Parken hochfahren, anstatt bis hinters Gebäude zu fahren, wo noch der halbe Parkplatz leer ist
. Aber genug gespottet, sonst fliege ich noch raus aus dem Wüstenschiff mit seinen vielen 4WD-Fans.
In Dhofar ganz im Süden des Oman wächst der Weihrauchbaum, Boswellia, dessen Harz einem katholischen Ministranten wohlbekannt ist, entzündet duftenden Rauch verbreitet, aber auch in der Heilkunde Verwendung findet, seit alten Zeiten begehrtes Handelsgut ist und dem Oman seit jeher Wohlstand beschert.
Der Sommermonsun bringt dieser Region Arabiens Niederschläge an die Berghänge, verwandelt sie in grün, und sorgt für das Gedeihen dieser Baumart. Im Juli und August strömen die Araber aus ihren 45 Grad heißen Städten wohl in Scharen hierher ins 20 Grad kühlere Regenwetter.
Das Klima lässt üppige Plantagen zwischen Strand und der Stadt Salalah wachsen.
Deren Produkte am Straßenrand angeboten werden.
Am Strand wähnt man sich in Afrika.
Salalah hat wie jede omanische Stadt ihre Sultan-Qaboos-Moschee. Sultan Qaboos hat in der sogenannten omanischen Renaissance das Land geöffnet und modernisiert, nachdem er seinen Vater 1970 weggeputscht hat, unter dem der Oman rückständig und isoliert war. Der Sultan war 50 Jahre lang am Ruder, bis er 2020 verstorben ist, und wird im Volk hoch verehrt.
Vor der Moschee erkenne ich einen weiteren Vorzug großer Geländewagen: wenn’s zum Gebet pressiert, kann man leichter den Bordstein zum Parken hochfahren, anstatt bis hinters Gebäude zu fahren, wo noch der halbe Parkplatz leer ist
Re: Arabien Winter 2022
Salalah ist halbkreisförmig von Bergen umrahmt, aus denen diverse Quellen entspringen.
Ayn Athum zu dieser Jahreszeit ohne Wasser.
Ayn Garziz mit wenig Wasser.
Ayn Razat mit Wasser, aber Baden ist ungesund wegen Bilharziose-Würmern.
Aber es gibt Vögel mit der Fotolinse zu jagen.
Das Wadi Darbat erinnert fast an die Plitwicer Seen in Kroatien, und hat sogar einen richtigen Wasserfall. Leider sind die lockenden Badepools auch hier mit diesen Würmern verseucht.
Das Chamäleon im Baum hätte ich alleine nicht gesehen, ein Omani hat mir’s gezeigt.
An der Mündung des Wadi Darbat ins Meer liegen die Ruinen von Khor Rori oder Sumhuram. Das war von 500 vor Christus bis 500 nach Christus als östlichster Außenposten des Königreichs Hadramaut eine Handels- und Hafenstadt zur Verschiffung des Weihrauchs nach Arabien und Indien.
Selten war ein Verkehrsschild besser platziert.
Westlich von Salalah in Richtung der Grenze zum Jemen wird die Küste steil und spektakulär.
Dementsprechend ist auch die Straße zwischen Mughsail Beach und Fazayat Beach spannend.
Zielgerichtete Werbung in einer Serpentine.
Am Fazayat Beach nehme ich ein letztes Bad im warmen Meer.
Und genehmige mir zur Feier des letzten Tages Kaffee und Kuchen am Pool.
Ayn Athum zu dieser Jahreszeit ohne Wasser.
Ayn Garziz mit wenig Wasser.
Ayn Razat mit Wasser, aber Baden ist ungesund wegen Bilharziose-Würmern.
Aber es gibt Vögel mit der Fotolinse zu jagen.
Das Wadi Darbat erinnert fast an die Plitwicer Seen in Kroatien, und hat sogar einen richtigen Wasserfall. Leider sind die lockenden Badepools auch hier mit diesen Würmern verseucht.
Das Chamäleon im Baum hätte ich alleine nicht gesehen, ein Omani hat mir’s gezeigt.
An der Mündung des Wadi Darbat ins Meer liegen die Ruinen von Khor Rori oder Sumhuram. Das war von 500 vor Christus bis 500 nach Christus als östlichster Außenposten des Königreichs Hadramaut eine Handels- und Hafenstadt zur Verschiffung des Weihrauchs nach Arabien und Indien.
Selten war ein Verkehrsschild besser platziert.
Westlich von Salalah in Richtung der Grenze zum Jemen wird die Küste steil und spektakulär.
Dementsprechend ist auch die Straße zwischen Mughsail Beach und Fazayat Beach spannend.
Zielgerichtete Werbung in einer Serpentine.
Am Fazayat Beach nehme ich ein letztes Bad im warmen Meer.
Und genehmige mir zur Feier des letzten Tages Kaffee und Kuchen am Pool.
Re: Arabien Winter 2022
Meine Reise geht zu Ende. Ich sitze in Maskat am Flughafen und warte auf meinen Flug nach Frankfurt heute Nacht um Zwei.
Am Samstag beginnt hier der Ramadan und am Montag werde ich zurück im Home-Office erwartet.
Der Oman war tatsächlich ein krönender Abschluss meiner Tour. Ein Land voller landschaftlicher Schönheiten, mit bewusst bewahrter Kultur und erneut freundlichen Menschen, sowohl einheimische Omanis als auch die Leute aus Pakistan, Indien, Bangladesch, Sri Lanka, Uganda, etc.. Wenn ich drüber nachdenke, hatte ich auf der ganzen Reise keine einzige wirklich unangenehme Begegnung.
Es war im März nun schon recht heiß im Oman, stets gut über 30 Grad, bis hin zu 35, 36 Grad.
Wie schon erwähnt, wird das Land rege von Europäern bereist, an manchen Hotspots ballen sich die Touristen. Aber ich darf mich nicht beschweren, ich bin ja selbst einer.
Corona war kein Thema mehr. Nach Impfung und Tarassud-App hat nach dem ersten Tag in Maskat nie mehr jemand gefragt und Masken wurden auch kaum mehr getragen, außer im Flughafen und Flugzeug.
Ich schaue auf ausgefüllte drei Monate zurück und bin glücklich und dankbar, dass alles so wunderbar geklappt hat. Der Plan ist zu mehr als 100% aufgegangen, nachdem in diesen verrückten Zeiten anfangs viele Fragezeichen mitreisten. Ich hab mir kein Corona eingefangen, bin auch sonst stets gesund geblieben, hab ein paar Kilo verloren, die ich nicht vermisse, meine ganze Elektronik ging nicht kaputt (wie ist man früher nur ohne gereist?), ich hab alle Autos heil gelassen, und die ganze Covid- und Visum-Bürokratie gemeistert. Kleinere Katastrophen waren kaum erwähnenswert und konnten alle behoben werden.
Hamdulillah, würde man hier wohl sagen.
Das Sahnehäubchen war der Besuch meiner Tochter, der ebenfalls lange nicht gesichert war.
Ich freue mich nun auf Familie und Freunde, und auch auf ein Glas Bier oder Wein. Aber ich habe Blut geleckt, die Zeit ist mir nicht lang geworden, mal sehen was mir als nächstes einfällt.
Vielen Dank für euer Mitlesen und eure aufmunternden Kommentare. Es freut mich, wenn ich Erinnerungen oder neue Sehnsüchte wecken konnte oder sogar konkret bei der Reiseplanung helfen konnte. Ich lese dann gerne wieder einen eurer Reiseberichte.
Bis zum nächsten Mal. Viele Grüße, Wolfgang.
Am Samstag beginnt hier der Ramadan und am Montag werde ich zurück im Home-Office erwartet.
Der Oman war tatsächlich ein krönender Abschluss meiner Tour. Ein Land voller landschaftlicher Schönheiten, mit bewusst bewahrter Kultur und erneut freundlichen Menschen, sowohl einheimische Omanis als auch die Leute aus Pakistan, Indien, Bangladesch, Sri Lanka, Uganda, etc.. Wenn ich drüber nachdenke, hatte ich auf der ganzen Reise keine einzige wirklich unangenehme Begegnung.
Es war im März nun schon recht heiß im Oman, stets gut über 30 Grad, bis hin zu 35, 36 Grad.
Wie schon erwähnt, wird das Land rege von Europäern bereist, an manchen Hotspots ballen sich die Touristen. Aber ich darf mich nicht beschweren, ich bin ja selbst einer.
Corona war kein Thema mehr. Nach Impfung und Tarassud-App hat nach dem ersten Tag in Maskat nie mehr jemand gefragt und Masken wurden auch kaum mehr getragen, außer im Flughafen und Flugzeug.
Ich schaue auf ausgefüllte drei Monate zurück und bin glücklich und dankbar, dass alles so wunderbar geklappt hat. Der Plan ist zu mehr als 100% aufgegangen, nachdem in diesen verrückten Zeiten anfangs viele Fragezeichen mitreisten. Ich hab mir kein Corona eingefangen, bin auch sonst stets gesund geblieben, hab ein paar Kilo verloren, die ich nicht vermisse, meine ganze Elektronik ging nicht kaputt (wie ist man früher nur ohne gereist?), ich hab alle Autos heil gelassen, und die ganze Covid- und Visum-Bürokratie gemeistert. Kleinere Katastrophen waren kaum erwähnenswert und konnten alle behoben werden.
Hamdulillah, würde man hier wohl sagen.
Das Sahnehäubchen war der Besuch meiner Tochter, der ebenfalls lange nicht gesichert war.
Ich freue mich nun auf Familie und Freunde, und auch auf ein Glas Bier oder Wein. Aber ich habe Blut geleckt, die Zeit ist mir nicht lang geworden, mal sehen was mir als nächstes einfällt.
Vielen Dank für euer Mitlesen und eure aufmunternden Kommentare. Es freut mich, wenn ich Erinnerungen oder neue Sehnsüchte wecken konnte oder sogar konkret bei der Reiseplanung helfen konnte. Ich lese dann gerne wieder einen eurer Reiseberichte.
Bis zum nächsten Mal. Viele Grüße, Wolfgang.
- Uwe Schmitz
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Re: Arabien Winter 2022
hallo wolfgang,
wir haben zu danken, dass du uns mitgenommen hast auf deine lange reise.
es war nie langweilig, deinen ausführungen zu folgen, dein schreibstil hat mir großen spass bereitet.
hoffentlich bist du bald mal wieder unterwegs, ich wünsch' es uns und dir!
viele grüße
uwe
... die bildchen waren natürlich auch verführerisch gut
wir haben zu danken, dass du uns mitgenommen hast auf deine lange reise.
es war nie langweilig, deinen ausführungen zu folgen, dein schreibstil hat mir großen spass bereitet.
hoffentlich bist du bald mal wieder unterwegs, ich wünsch' es uns und dir!
viele grüße
uwe
... die bildchen waren natürlich auch verführerisch gut
Re: Arabien Winter 2022
Vielen Dank, dass Du Dir beim Reisen die Zeit genommen hast für den tollen und ausführlichen Bericht!
Guten Rückflug und gutes Eingewöhnen zuhause. Wird sicherlich eine Umstellung sein, nach der langen Reise.
Guten Rückflug und gutes Eingewöhnen zuhause. Wird sicherlich eine Umstellung sein, nach der langen Reise.
Re: Arabien Winter 2022
Ein Nachtrag zum Thema Expo, die ja zeitgleich mit meiner Rückreise am 31. März in Dubai zu Ende gegangen ist.
Ein paar Tage vorher hat nun Saudi-Arabien seinen Hut in den Ring geworfen und will die die Expo 2030 in Riyad ausrichten:
Saudi Arabia launches campaign to host Expo 2030 in Riyadh
Der Artikel zitiert den saudischen Kronprinz mit den Worten: "The 2030 World Expo in Riyadh will coincide with the culmination of the Kingdom’s Vision 2030."
Schauen wir mal, ob das klappt. Und ob es dann ein Bier zum Sauerbraten im deutschen Pavillon in Riyad geben kann.
Ein paar Tage vorher hat nun Saudi-Arabien seinen Hut in den Ring geworfen und will die die Expo 2030 in Riyad ausrichten:
Saudi Arabia launches campaign to host Expo 2030 in Riyadh
Der Artikel zitiert den saudischen Kronprinz mit den Worten: "The 2030 World Expo in Riyadh will coincide with the culmination of the Kingdom’s Vision 2030."
Schauen wir mal, ob das klappt. Und ob es dann ein Bier zum Sauerbraten im deutschen Pavillon in Riyad geben kann.
- Achim Vogt
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Re: Arabien Winter 2022
Lieber Wolfgang,
ganz großes Kino! Tolle Fotos, viele tiefe Eindrücke in teils noch ziemlich unbekannte Länder der Region und sehr schön geschrieben! Herzlichen Dank Dir - davon können wir noch sehr viele gut gebrauchen!
Viele Grüße aus Beirut
Achim
ganz großes Kino! Tolle Fotos, viele tiefe Eindrücke in teils noch ziemlich unbekannte Länder der Region und sehr schön geschrieben! Herzlichen Dank Dir - davon können wir noch sehr viele gut gebrauchen!
Viele Grüße aus Beirut
Achim
Re: Arabien Winter 2022
Falls es jemanden interessiert (der nicht auf Instagram unterwegs istWolfgangA hat geschrieben: ↑Do 3. Feb 2022, 18:31Ich treffe Pia, Studentin aus Berlin, die per Autostop mit umgehängter Gitarre in Jordanien und Saudi-Arabien unterwegs ist.
...
Ich wünsche ihr für ihren weiteren Trip alles Gute, folge ihr auf Instagram unter „travelbysmile“, und sehe eine bessere Welt kommen mit solchen Kulturbrücken bauenden jungen Leuten.
Hier ist ein Bericht über sie in der saudischen Arab News, inklusive halbstündigem englischsprachigem Interview im Video:
Middle East full of characters, subcultures: German hitchhiker
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Re: Arabien Winter 2022
Lieber Wolfgang,
was hattest du für KSA für eine Literatur zur Vorbereitung? Das scheint noch eine Marktlücke zu sein. Da gibt es nicht viel und ich habe jetzt nichts direkt sinnvolles gefunden.
Danke
Gruss
Christian
was hattest du für KSA für eine Literatur zur Vorbereitung? Das scheint noch eine Marktlücke zu sein. Da gibt es nicht viel und ich habe jetzt nichts direkt sinnvolles gefunden.
Danke
Gruss
Christian



