Vortrag Marokko-Mauretanien-Algerien BTT

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Mauretanien, Mali, Niger, Tschad, Sudan, Süd-Sudan, Äthiopien, Somalia, Senegal, Gambia, Bissau, Guinea, Sierre Leone, Liberia, Cote d' Ivoire, Burkina Faso, Ghana, Togo, Benin, Nigeria, Kamerun, Zentralafrika, Eritrea, Djibouti

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MichaF Wüstenfreund
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Vortrag Marokko-Mauretanien-Algerien BTT

Beitrag von MichaF Wüstenfreund »

Am letzten Wochenende war das Buschtaxitreffen in Ohrdruf.
Tolles Treffen nette Leute, viel Interesse für die Wüstenländer.

Eine Sache muß ich berichten die mich massiv geärgert hat.

Den Vortrag von Melanie Görz fand ich einfach unterirdisch!
Bilder und Filme wirklich schlecht und für mich das Schlimmste keinerlei Respekt und Empathie für die Menschen in den Ländern die "Frau" besucht.
Keinerlei Vorbereitung, sich null mit den Ländern befasst. Heute kann man anscheinend aus dem Auto mit Starlink alles im Netz arrangieren und auch andere an seinen Heldentaten teilhaben lassen.
Der Mitreisende hat sich von Ihr am Ben Amira getrennt. Alpin Devorce kannte ich, Desert Devorce war mir neu.
Ich hätte gerne die Seite des Hiluxfahrers gehört.
Das Frau heute aus dem "Nirvana" einen Guide bestellen kann der dann auch 12 Stunden vor ihr steht ist eigentlich ein kleines Wunder.
Darüber das dem armen Kerl das Auto verreckt, macht Frau sich auch noch Lustig.
Den Guide den sie als alten Mann mit noch älterem Auto bezeichnet hat ist Hemeiyada der ehemalige Mitarbeiter von Jost/ Bab Sahara.
Ich hatte dann genug und bin aufgestanden und gegangen.
Wer mit seinem Auto nicht an den Bahnschienen entlang von Nouadibou nach Atar fahren kann, sollte das einfach sein lassen!
Freiheit ist immer die Freiheit des Anderen
Libyen82
Beiträge: 1
Registriert: Mo 21. Sep 2026, 19:18

Re: Vortrag Marokko-Mauretanien-Algerien BTT

Beitrag von Libyen82 »

Ich kann dir nur beipflichten.
Jeder kann ja mit oder ohne Vorbereitung auf Reisen gehen. Jeder kann machen was er will. Aber der Welt zu suggerieren man ist alleine durch Nordafrika gereist und wurde / hat sich in weiten Teilen begleiten lassen ist schon verwunderlich.
Und dann auch noch bei jedem Treffen 1m über dem Boden zu schweben weil man ja was soooo Tolles gemacht hat (Algerien ohne Wüstenerfahrung alleine bereist) und jetzt die Nordafrikaspezialistin ist, sorgt für Kopfschütteln.
Die alten Hasen, welche über Jahre ihre Reiseerfahrungen gesammelt haben und sich immer weiter vorgewagt haben, treten so nicht auf.
Da kann die Frau noch viel lernen.
Wer ihren Bericht im Landyjournal gelesen hat, sieht das sie von Marokko, Mauretanien und Tunesien wenig gesehen hat.
Sie hat die Länder förmlich abgespult nur um den "Triumpf" Algerien zu bekommen.
Und jetzt holt man sich Libyen mit Grenzübergang nach Ägypten um dann zukünftig 2m zu schweben?
Ich gönn jedem eine tolle Reise und auch einen besonderen Ersterfolg, aber bitte mit Demut, Bescheidenheit und vor allem Respekt ggü den Einheimischen.

Gruß Franz
MichaF Wüstenfreund
Beiträge: 24
Registriert: Di 22. Apr 2008, 17:54
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Re: Vortrag Marokko-Mauretanien-Algerien BTT

Beitrag von MichaF Wüstenfreund »

Hallo Franz,

Danke für dein Feedback!
Bei mir ist das Fass übergelaufen, als es um den Führer in Mauretanien ging.
Ich dachte erst, aufgrund der Beschreibung, es ginge um meinen Freund Ahmed.
Ahmed war auch der Guide der Noraly Schoenmaker/ Itchy Boots geführt hat.
Mit Ihm hat ich in der gleichen Nacht noch Kontakt und er wusste auch wer der "Glückspilz" war.

Ich freue mich wenn Jemand wie Noraly ein breites Publikum für die Länder begeistert, auch Immo Mäueler fand ich sehr sehenswert und lustig.
Beiden gemein ist, das sie eine sehr zugewandte Art mit den Einheimischen pflegen.

Bei mir hatten sich auf Grund meines Posts einige erfahrene Saharareisende gemeldet und meine Eindrücke bestätigt.
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Bernhard_K
Beiträge: 11
Registriert: Di 25. Jul 2006, 20:24

Re: Vortrag Marokko-Mauretanien-Algerien BTT

Beitrag von Bernhard_K »

Hallo Micha und Franz,

Ich habe Sie dieses Jahr auf dem Sahara Club Treffen in Westhofen kennen gelernt. Dort hat Sie denselben Vortrag gehalten. Zu dem kann ich Nichts sagen weil ich ihn mir nicht angesehen habe.
Sie hat mich dort gefragt, ob sie bei unserer geplanten Libyenreise dieses Jahr mitfahren könnte. Übrigens ohne zu wissen, was wir überhaupt für eine Tour geplant hatten. Ich habe dann nach Ihrem fahrerischen Background gefragt. Daraufhin habe ich ihr klar gesagt, dass ich Sie nicht mit nehmen würde weil Sie keinerlei Dünenerfahrung hat und wir aber genau da den Schwerpunkt der Reise gesetzt hatten. Das wollte Sie partout nicht akzeptieren und reagierte ziemlich aggressiv. Am Tag danach hat Sie wieder gefragt. Meine Antwort war dieselbe.

Welche Selbstüberschätzung muss man haben, um zu glauben die gleichen Fähigkeiten haben zu können welche sich andere in vielen Jahren Wüstenfahrt angeeignet haben nur weil man einmal teerlastig durch Nordafrika gefahren ist? Auch hat Sie keinen Gedanken daran verschwendet den anderen vielleicht den geplanten Urlaub zu versauen wenn es mit dem Fahren dann doch nicht so klappt. Hybris pur .....

Wenn ich jetzt lese, dass es schon entlang der Bahnlinie in Mauretanien Probleme gab wo das Gelände ja flach und dünenlos ist, weiß ich richtig entschieden zu haben.

Diese Erfahrung wollte ich nur noch beisteuern.

Viele Grüße, Bernhard
Sahara-Club e. V.
Beiträge: 65
Registriert: So 22. Mär 2009, 17:16
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Re: Vortrag Marokko-Mauretanien-Algerien BTT

Beitrag von Sahara-Club e. V. »

Hallo Bernhard_K,

als Veranstalter des Westhofen-Treffens ist uns natürlich diese Diskussion nicht entgangen und auch nicht, dass die Melanie sehr empört war über deine Antwort auf ihr Ansinnen.
Zugegebener Maßen fand ich nach dem Vortrag auch, dass sie ob der Blauäugigkeit ihrer Reiseplanung ein recht forsches Selbstbewustsein an den Tag gelegt hat. Andererseits habe ich aber ihren Mut bewundert diese Tour, trotz mangelnder Erfahrung, in Angriff zu nehmen!
Und mit der vielen externen Hilfe hat sie auch viel Glück gehabt.

Jetzt kann natürlich jede/r seine Reisen planen wie und mit wem er/sie will. Und als "Expeditionsleiter" hat man ja auch eine gewisse Verantwortung für die Teilnehmer und das Gelingen seiner Tour. Aber die Gründerväter des Sahara-Club haben sich auch in die Satzung geschrieben, ein gewisses Verständnis der Wüste zu vermitteln und Menschen die Sahara "näher zu bringen". Aber von wem soll ein interessierter Neuling das Dünenfahren lernen, wenn nicht von den "alten Hasen" (und damit meine ich nicht, dass ein Alpha-Männchen dem "jungen Mädle" mal zeigt, wie es zu gehen hat. Oder für sie entscheidet, dass sie das nicht kann...).
Insofern fand ich es als 1.Vorsitzender des Clubs schon sehr schade, dass eine Gästin unseres Treffens, die Anschluss an eine Wüsten- Reisegruppe und Reisepartner gesucht hat (und wo sonst sollte sie das finden, wenn nicht bei uns) so derartig enttäuscht wurde. :shake:

...findet Rudi Hettinger (der übrigens auch keine richtige Dünenerfahrung hat).
Anders Denken, Anders Reisen...
www.sahara-club.de
mail: info(ät)sahara-club.de
Klaus_H_58
Beiträge: 3
Registriert: Di 20. Okt 2026, 11:33

Re: Vortrag Marokko-Mauretanien-Algerien BTT

Beitrag von Klaus_H_58 »

Hallo Bernhard_K, deine Entscheidung war meines Erachtens grundsätzlich richtig, auch wenn sie in der Situation sicher unbequem war. Ich habe im Schwarzwald mal erlebt (bei einer MTB-Tour mit Wurzelpassagen und einem steilen Schlussstück), das ein Mitfahrer ohne Trailerfahrung unbedingt dabei sein wollte, und am Ende hat die halbe Gruppe fast zwei Stunden gewartet bzw. die Runde ggf. abgekürzt. Ein klares Nein vorab ist in der Regel fairer als Probleme mitten im Gelände, dann dort kann man sich den Untergrund nicht mehr aussuchen.

VG
Klaus
MichaF Wüstenfreund
Beiträge: 24
Registriert: Di 22. Apr 2008, 17:54
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Re: Vortrag Marokko-Mauretanien-Algerien BTT

Beitrag von MichaF Wüstenfreund »

Sorry hier bin ich total auf Bernhards Seite.
Stell dir mal den Aufschrei vor wenn ein Holländer sich über einen Bergführer lustig macht, der Ihn nicht auf Sandalen an einer Mehrseillängen Bergtour mitnehmen wollte.
Ich bin seit den 90ern in Afrika unterwegs und wurde immer von den alten Hasen z.B. Bernd Woick, Klaus Därr supportet.
In den letzten Jahren bin ich auch mit Leuten unterwegs gewesen, die das erste Mal im Sand waren. Überhaupt kein Thema hat super geklappt, die haben aber auch zugehört und hatten nicht diese Hochnäsige Art gegenüber den Einheimischen.

Nichts für ungut Michael

Sahara-Club e. V. hat geschrieben: ↑
Mo 19. Okt 2026, 18:51
Hallo Bernhard_K,

als Veranstalter des Westhofen-Treffens ist uns natürlich diese Diskussion nicht entgangen und auch nicht, dass die Melanie sehr empört war über deine Antwort auf ihr Ansinnen.
Zugegebener Maßen fand ich nach dem Vortrag auch, dass sie ob der Blauäugigkeit ihrer Reiseplanung ein recht forsches Selbstbewustsein an den Tag gelegt hat. Andererseits habe ich aber ihren Mut bewundert diese Tour, trotz mangelnder Erfahrung, in Angriff zu nehmen!
Und mit der vielen externen Hilfe hat sie auch viel Glück gehabt.

Jetzt kann natürlich jede/r seine Reisen planen wie und mit wem er/sie will. Und als "Expeditionsleiter" hat man ja auch eine gewisse Verantwortung für die Teilnehmer und das Gelingen seiner Tour. Aber die Gründerväter des Sahara-Club haben sich auch in die Satzung geschrieben, ein gewisses Verständnis der Wüste zu vermitteln und Menschen die Sahara "näher zu bringen". Aber von wem soll ein interessierter Neuling das Dünenfahren lernen, wenn nicht von den "alten Hasen" (und damit meine ich nicht, dass ein Alpha-Männchen dem "jungen Mädle" mal zeigt, wie es zu gehen hat. Oder für sie entscheidet, dass sie das nicht kann...).
Insofern fand ich es als 1.Vorsitzender des Clubs schon sehr schade, dass eine Gästin unseres Treffens, die Anschluss an eine Wüsten- Reisegruppe und Reisepartner gesucht hat (und wo sonst sollte sie das finden, wenn nicht bei uns) so derartig enttäuscht wurde. :shake:

...findet Rudi Hettinger (der übrigens auch keine richtige Dünenerfahrung hat).
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