Tollwut - Impfung und mögliche Behandlung

In diesem Bereich findest du aktuelle Hinweise zu Epidemien und gesundheitliche Risiken im Reiseland und wie man sich davor schützt bzw. vorbeugt, Informationen zur Gesundheitsversorgung, Ärzte und Krankenhäuser.

Moderator: Moderatoren

Manuela
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Tollwut - Impfung und mögliche Behandlung

Beitrag von Manuela »

Hallo Leute,

Es empfielt sich immer mehr, die Tollwut Impfung zu machen, wenn man reist.

Die Tollwut-Imfpung läuft folgendermassen ab:
Tag 1 die 1. Dosis, am Tag 7 die 2. Dosis, und zwischen Tag 21 und 28 die 3. Dosis. Nach einem Jahr dann den "Booster", die 4. Dosis. Dann hält die Impfung "lebenslänglich".
Das heisst nicht, dass man, wenn man von einem mit Tollwut infizierten Tier, oder mit Verdacht darauf, gebissen wird, nicht zum Arzt muss. Man muss trotzdem so rasch wie möglich zum Arzt, um 2 Dosen Tollwut Impfstoff zu erhalten. Aber man braucht kein Immuglobin.

Wenn man nicht geimpft ist, benötigt man ca. 5 Dosen Impfstoff sofort, sowie muss ein Immuglobin um die Wunde gespritzt werden (Serum); und das ist schon seit einer Weile Weltweit nicht erhältlich!


Und noch was zur Tollwut Impfung:
Normalerweise werden diese Impf-Dosen in den Muskel gespritzt; das ist ziemlich schmerzhaft, vorallem anscheinend bei der 3. Dosis.
Ich habe zum Glück einen älteren Arzt für Tropenmedizin und der spritzt die Tollwut Impfung in die Haut (können die meisten Aerzte heute nicht mehr....). 1: Das tut überhaupt nicht weh. :D 2: Weil unter die Haut und nicht intramuskulär gespritzt braucht es nur einen 8el oder so der Dosis = viel günstiger.

Also, es lohnt sich, zweimal zu schauen und zu fragen wo man diese Impfung vornimmt.

Liebe Grüsse
Manu
Alexander
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Re: Tollwut - Impfung und mögliche Behandlung

Beitrag von Alexander »

Hi Manu,

die Notwendigkeit einer Tollwutimpfung kann ich nur bestätigen.
Vor einigen Jahren wurde eine Reisebegleiterin im Gassi Touil von einem streunenden Hund gebissen. Wir mußten sie in ein Krankenhaus bringen, in dem sie geimpft wurde und eine Woche unter Beobachtung lag.

Viele Grüsse
Alex
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Airport1
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Re: Tollwut - Impfung und mögliche Behandlung

Beitrag von Airport1 »

Hoffe es ist hier nicht total verpoent, alte Threads hochzuholen ;)

War diese Reisebegleiterin denn zuvor gegen Tollwut geimpft, oder nicht?
Nehmen wir an ich bin nicht geimpft und werde gebissen und finde auch innerhalb eines Tages einen Arzt, was habe ich zu befuerchten?

Benoetigt die Tollwut Impfung denn nicht auch noch eine gewisse Zeit bis sie ueberhaupt "wirksam" wird? Ich meine gelesen zu haben, dass sie erst 3 Wochen nach der letzten Impfung wirksam waere?
Alexander
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Re: Tollwut - Impfung und mögliche Behandlung

Beitrag von Alexander »

Airport1 hat geschrieben:
So 19. Okt 2008, 12:20
Hoffe es ist hier nicht total verpoent, alte Threads hochzuholen ;)
Nein, das ist schon ok ;-)

Nach einem Tag mag ja ok sein. Es ist aber nicht sichergestellt, daß du auch immer sofort einen Doktor oder die entsprechenden Medikamente zur Verfügung hast. Eine Tollwutprophylaxe ist auf jeden fall zu empfehlen.

Wird eine Tollwut zu spät oder gar nicht behandelt, führt sie nach ca. 1 Woche zum Tod.

Mehr über Tollwut findest du unter http://www.gesundheitpro.de/Tollwut-Rab ... 13007.html

Viele Spaß bei den Reisevorbereitungen

Grüsse
Alexander
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Airport1
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Re: Tollwut - Impfung und mögliche Behandlung

Beitrag von Airport1 »

hm. aber angenommen ich lasse mich also jetzt noch ganz schnell vor tollwut impfen, 30 tage bevor es losgeht wird es damit eh schon sauknapp, schon allein ob sich da noch termine finden.

dann hab ich aber eigentlich nix davon, da die wirkung anscheinend erst ca. 3 wochen nach der letzten impfung eintritt? so hab ich das gelesen. leider steht auf vielen seiten, incl. der gesundheit pro nichts dazu.

oder verwechsle ich das womoeglich nur mit der inkubationszeit? allerdings meine ich mich dunkel erinnern zu koennen dass meine hausaerztin damals meinte damit muesse man 75 tage vor reiseantritt beginnen :(
Birgitt
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Re: Tollwut - Impfung und mögliche Behandlung

Beitrag von Birgitt »

Hallo Airport,

(wie heißt du eigentlich richtig?)

hier einige Auszüge zu Tollwut aus der aktuellen IMI-Seite der Reisevorsorge:

Infektionsweg
Der Mensch infiziert sich hauptsächlich durch Speichelkontakt: nach Belecken von verletzten Hautstellen, durch Biß- oder Kratzverletzungen, oder wenn Speichel des Tieres durch ungewaschene Hände an die Augen-, Nasen-, oder Mundschleimhaut gelangt. Ansteckend ist auch die Inhalation von Viren. Das Virus wird nicht durch Belecken von gesunder Haut übertragen (Schleimhäute sind hingegen auch in unverletztem Zustand durchlässig). Der sicherste Schutz vor Tollwut ist daher eine intakte Haut! Da das Virus widerstandsfähig gegen Kälte und Fäulnis ist, sind Tierkadaver auch noch nach Wochen infektiös.

Inkubation
In den meisten Fällen beträgt die Inkubationszeit 20 bis 70 Tage, Tollwut kann aber auch schon nach vier Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Passiver Schutz
Bei einer Bißwunde durch ein tollwutverdächtiges Tier muß eine passive Immunglobulingabe mit gleichzeitiger aktiver Impfung erwogen werden.

Impfstoff
Totimpfstoff zur Injektion auch als hühnereiweißfreier HDC-Impfstoff erhältlich.

Anwendung
Man unterscheidet zwischen der Impfung als Vorsorge und der Impfung, die nach Tollwutkontakt vorgenommen wird. Die Vorsorgeimpfung besteht für Erwachsene und Kinder aus drei Injektionen in den Oberarmmuskel an den Tagen 0, 7 und 21-28. Der Impfschutz muß bei fortbestehender Gefährdung alle zwei bis fünf Jahre aufgefrischt werden. Nach Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier muß jeder Mensch geimpft werden. Bei Patienten, die bereits über einen Impfschutz verfügen, ist das Erkrankungsrisiko geringer, es sind weniger Impfungen notwendig. Wer noch nie oder unvollständig geimpft wurde, erhält die vollständige Therapie. Sie besteht aus fünf bis sechs Impfungen sowie aus einer passiven Immunisierung mit einem Antitollwutserum. Bei Kontakt mit Impfflüssigkeiten oder Impfködern wird gleichermaßen verfahren.

Impfschutz
Beginn des Schutzes ca. 2 Wochen nach der ersten Impfung - Dauer bis 5 Jahre, Kontrolle über Bestimmung der Antikörper.


Quelle: IMI


Wie du siehst, beginnt der Impfschutz bereits ca. 14 Tage nach der ersten Impfung.
Wenn du direkt diese Woche zu einem Tropenmediziner gehst, schaffst du alles noch fristgerecht.

Gute Reise wünscht
Birgitt
Airport1
Beiträge: 13
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Re: Tollwut - Impfung und mögliche Behandlung

Beitrag von Airport1 »

Hm, ich hoffe ihr habt "mehr recht" als die hier (ich hatte das im Text von Birgitt erst so verstanden, als wirke der Schutz schon nach der 1. Dosis und freute mich schon - aber nach genauer Betrachtung meinen die mit der 1. Impfung wohl eher auch nach der 3. Dosis :?: ):

Quelle:
http://www.tk-online.de/centaurus/gener ... __nav.html

Zitat:
Impfschutz: Zehn Tage nach der dritten Dosis; Impfschutz für drei bis fünf Jahre nach der vierten Dosis, bei fortdauerndem Risiko Antikörper bestimmen.

@Birgitt: ich hoffe mein Vorname reicht, der ist Marc.
Zuletzt geändert von Airport1 am So 19. Okt 2008, 13:45, insgesamt 1-mal geändert.
Birgitt
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Re: Tollwut - Impfung und mögliche Behandlung

Beitrag von Birgitt »

Hallo Marc,

am einfachsten wird es sein, du rufst morgen mal beim Tropeninsititut an oder sprichst mit deinem Hausarzt.
Nur Fachleute werden dir eine entsprechend fundierte und exakte Auskunft geben können.

Bitte informier uns hier an der Stelle hinterher mal über das Ergebnis deines Gesprächs.

Gruß
Birgitt
karle
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Re: Tollwut - Impfung und mögliche Behandlung

Beitrag von karle »

Also ich bin am letzten Freitag zur ersten Tollwutimpfung beim Hausarzt gewesen.
die nächste kommt am kommenden Freitag und die vorerst letzte am Freitag in zwei Wochen, da ich in ca. 4 Wochen nach Kenia fliege.

Die nicht gerade niedrigen Kosten übernehmen mittlerweile viele Kassen, so dass man da keinerlei Probleme hat.

Eine Injektion kostet knapp 50 Euro, nur der Impfstoff. Dazu kommen dann noch die Arztkosten.

Von den Nebenwirkungen bzw. Schmerzen habe ich überhaupt nichts bemerkt. Der Arzt hat mir bei hängendem Arm in den Oberarm gespritzt, ich habe sogut wie nichts gespürt.

Übrigens bekomme ich zwischen der 2. und 3. Injektion (da sind zwei Wochen "frei", eine weitere Impfung: Meningitis - gegen 4 verschiedene Stämme - Vierfachimpfung.

Dann habe ich alle geforderten und empfohlenen Impfungen für Länder wie Kenia, etc. :mrgreen: :)

Da ich jedes Jahr ein bis zwei Fernreisen mache, lohnt sich das denke ich...

(Meine persönliche Meinung, wer viel Reist, und die Krankenkasse übernimmt nicht die Impfkosten (auch die teuren Malarone - Malariatabletten werden übernommen), sollte sich ggf. überlegen die Kasse zu wechseln, da man da einiges an Geld sparen kann.
Kassen-Beiträge beachten!)
Airport1
Beiträge: 13
Registriert: So 19. Okt 2008, 11:46

Re: Tollwut - Impfung und mögliche Behandlung

Beitrag von Airport1 »

Habe einen Termin fuer diesen Freitag bekommen, allerdings wird es nach bisheriger Auskunft IN DEN MUSKEL gespritzt.

Also nicht unter die Haut, was ja viel schmerzloser sein soll und 1/8 guenstiger (siehe Eingangspost). Nun ueberlege ich wohin ich mich wenden kann, fuer diese alternative "Unter-Die-Haut" Methode. Oder braucht die laenger um ihre Wirkung zu entfalten, dann fiele diese Alternative eh flach.

Falls es aber prinzipiell gehen wuerde, kennt hierzu jemand jemand Guten im Raum Stuttgart?
Roger-Tecumseh
Beiträge: 2066
Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37

Re: Tollwut - Impfung und mögliche Behandlung

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Airport1 hat geschrieben:
Mo 20. Okt 2008, 11:13
...allerdings wird es nach bisheriger Auskunft IN DEN MUSKEL gespritzt.

Nun ueberlege ich wohin ich mich wenden kann, fuer diese alternative "Unter-Die-Haut" Methode. Falls es aber prinzipiell gehen wuerde, kennt hierzu jemand jemand Guten im Raum Stuttgart?
Nicht jammern - beiß die Zähne zusammen und stirb wie ein Mann!! (Da, wo Du hinfährst, gibt es alltäglich und gewöhnlich ganz andere Schmerzen:) :lol:
Airport1
Beiträge: 13
Registriert: So 19. Okt 2008, 11:46

Re: Tollwut - Impfung und mögliche Behandlung

Beitrag von Airport1 »

naja, es ist ja nach manuelas aussage nicht nur schmerzloser, sondern auch viel guenstiger - und selbst wenn es die krankenkasse zahlt hat man was gegen zukuenftige beitragserhoehungen getan, wenn auch im promille-von-promille-bereich ;-)
Barbara4x4
Beiträge: 465
Registriert: Fr 16. Nov 2007, 13:03

Re: Tollwut - Impfung und mögliche Behandlung

Beitrag von Barbara4x4 »

Hallo,

ich persönlich halte eine TW-Impfung für Menschen für eine Nordafrikareise eher überflüssig. Asien ist wegen der deutlich höheren Durchseuchungsrate anders zu bewerten.

Wichtig hingegen halte ich ich Kenntnis über TW sowie über das typische TW-Verhalten von Tieren.

Grundsätzlich gilt: je heißer desto TW. Im Winter ist die Durchseuchungsrate deutlich niedriger.

Die Inkubationszeit - die in der Tat bis zu einem Jahr betragen kann - ist abhängig von der Bißstelle. Ein Biß in Fuß oder Hand bedingt eine deutlich längere Inkubationszeit als ein Körperbiß, da die Erreger die Krankheit erst auslösen können, wenn sie ins Gehirn vorgedrungen sind. Und bis zum Ausbruch der Erkrankung ist eine Impfung möglich.

Seit knapp 3 Jahrzehnten bewege ich mich sehr viel unter streunenden Hunden - allerdings beschränke ich mich aufs Füttern meiner Biwakwächter und bedränge sie nicht mit Sympathiekundgebungen ;)

Sollte mich mal ein Tier beißen, wäre mein nächster Weg in die nächstgelegene Großstadt mit vernünftiger Klinik und dort eine Immunisierung nach Biß.

In den mir bekannten tragisch verlaufenen Fällen blieb genau diese Handlung aus, ein Verstorbener wandte sich scheinbar an ein dispensaire rural, wo es nur mittelmäßig gebildete Krankenpfleger und keine Ärzte gibt, ein anderer ging erst in Ceuta zum Arzt.

Ein Impfung vorab ohne Titerkontrolle gibt eine trügerische Sicherheit. Die Impfversagerquote bei Gelbfieber liegt z.B. bei 15 %. Aus der Kleintierimpfung weiß ich, daß auch bei TW Impfversager nicht so selten sind - was sich vermutlich auch auf den Menschen übertragen läßt.

Meine persönliche Entscheidung gegen eine prophylaktische Impfung fiel auch, da ich nicht bereit bin, mir Erreger einer zentralnervösen Erkrankung ohne Not verabreichen zu lassen. Außerdem ist es bis heute strittig, welche Auswirkungen die Stabilisierer des Impfstoffes (Quecksilber- oder Aluminiumverbindungen) auf den menschlichen Organismus haben.

Wie schon gesagt: im Bißfall muß immunisiert werden - da wären auch für mich die Nebenwirkungen von extrem untergeordneter Bedeutung ;)

Ich möchte hier niemanden von einer TW-Impfung abbringen. Aber vielleicht ein paar Ideen geben für die, die noch im Zweifel sind.

Nicht geimpft sein bedeutet ein erhöhtes Maß an Eigenverantwortung - dessen sollte sich bitte jeder Nicht-Geimpfte klar sein!

Viele Grüße
Barbara
Roger-Tecumseh
Beiträge: 2066
Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37

Re: Tollwut - Impfung und mögliche Behandlung

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Barbara4x4 hat geschrieben:
Mo 20. Okt 2008, 12:11
Wichtig hingegen halte ich ich Kenntnis über TW sowie über das typische TW-Verhalten von Tieren.
Und bis zum Ausbruch der Erkrankung ist eine Impfung möglich.
In den mir bekannten tragisch verlaufenen Fällen blieb genau diese Handlung aus, ein Verstorbener wandte sich scheinbar an ein dispensaire rural, wo es nur mittelmäßig gebildete Krankenpfleger und keine Ärzte gibt, ein anderer ging erst in Ceuta zum Arzt.

Wie schon gesagt: im Bißfall muß immunisiert werden - da wären auch für mich die Nebenwirkungen von extrem untergeordneter Bedeutung ;)
Mal abgesehen von den beiden erschreckenden Fällen, die Du hier nervenstark erwähnst (ich kann mir lebhaft die entsetzte Reaktion im Dispensaire und gar in Ceuta vorstellen, wenn plötzlich ein Verstorbener ungefragt aufkreuzt! 8) ) - stimme ich Deiner Vorsicht zu.
Dies auch aus zwei Gründen: Ob der Impfschutz wirklich fünf Jahre vorhält, ist sehr fraglich. Es gibt da auch wesentlich kürzere Zeitangaben! Außerdem gehört diese Impfung zur Kategorie S - ist also nicht generell für die Reise empfohlen, sondern nur in Sonderfällen (z.B. für Veterinäre, Tierhändler und Jäger).
Mit der nachträglichen Impfung (bei Exposition) sollte man allerdings nicht bis zum Ausbruch der Krankheit (Nachweis des Tollwutvirus) warten, wie Du schreibst, sondern sofort bei Verdacht, spätestens nach Auftreten der ersten Symptome.
Der sofortigen lokalen Wundreinigung kommt eine besondere Bedeutung zu! Unverzüglich und nachhaltig mit 20% medizinischer Seifenlösung.
Barbara4x4
Beiträge: 465
Registriert: Fr 16. Nov 2007, 13:03

Re: Tollwut - Impfung und mögliche Behandlung

Beitrag von Barbara4x4 »

Roger-Tecumseh hat geschrieben:
Mo 20. Okt 2008, 13:41
Mal abgesehen von den beiden erschreckenden Fällen, die Du hier nervenstark erwähnst (ich kann mir lebhaft die entsetzte Reaktion im Dispensaire und gar in Ceuta vorstellen, wenn plötzlich ein Verstorbener ungefragt aufkreuzt! 8) ) - stimme ich Deiner Vorsicht zu.
Dies auch aus zwei Gründen: Ob der Impfschutz wirklich fünf Jahre vorhält, ist sehr fraglich. Es gibt da auch wesentlich kürzere Zeitangaben!
Hi Roger,

Zum ersten Abschnitt :) - ich liebe Deine schräge Denke :)

WENN die Impfung angeschlagen hat, ist der Impfschutz höchstwahrscheinlich eher länger "haltbar". Die Pharamindustrie muß die Versuche zur Schutzdauer einer Impfung selbst bezahlen und hat somit wenig Interesse, nachzuweisen, daß ihre Impfungen seltener gebraucht werden :wink:

Bei Hunden schützt ein erfolgreicher shot ein Leben lang (12 Jahre), wie Versuche der Univ. of Wisconsin durch Prof.Dr. Ron Schulz belegen. Seine Untersuchungen sind auch Ursache der jetzt verlängerten Gültigkeit der TW-Impfe in der EU. Die Impfstoffe sind unverändert die selben, die wir früher alljährlich gaben.

Ich schrieb übrigens, daß ich bei einem Biß sofort und unverzüglich zur nächsten vernünftigen Großstadtklinik fahre. Und zwar ohne Umwege, auf der schnellsten statt auf der schönsten Strecke.

Werden TW-Symptome erst mal manifest ist es vorbei mit Aktivimpfung - dann endet die Sache fast sicher letal....

Es muß also VOR den ersten Symptomen was passieren! Und ich meinte, das in meinem Posting auch so geschrieben zu haben..... Kommunikation - ein Minenfeld..... ;) Ausbruch der Erkrankung = erste Symptome wäre so meine Definition.

Es gibt ja so einige Quellen, die TW-Impfung auch für Individualreisende in ländlichen Gebieten, Wanderer etc. empfehlen.

Verrätst Du mir noch, ob diese 20%ige medinzinische Seifenlösung ein käufliches Produkt ist und weshalb gerade bei TW? Sonst wird doch immer mit anderem Kram desinfiziert? Und ich lerne immer gerne was dazu ;)

Viele Grüße
Barbara
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