Film der Regisseurin Irene von Alberti
Deutschland / Marokko 2008 - 100 min.
Kinostart: 14.05.2009
Farbenprächtig inszenierte Dreiecksgeschichte über den Zusammenprall von Kulturen, Emotionen und Lebensträumen im geheimnisvollen Marokko.
Das Berliner Musiker-Pärchen Pia (Nora von Waldstätten) und Tom (Alexander Scheer) besucht die Hafenstadt Tanger, um sich von einheimischen Klängen inspirieren zu lassen. Sie begegnen Amira (Sabrina Ouazani), die von ihrer Familie verstoßen wurde, weil sie sich gegen die Zwangsheirat wehrte. Um Toms Treue zu testen, lässt es Pia zu, dass Amira ihn verführt. Dann bezichtigt die Polizei Amira der Prostitution und das Paar gerät in einen Gewissenskonflikt.
KURZKRITIK
Das allerbeste an diesem Film ist Alexander Scheer. Der spielt seinen Tom so lässig, so bekifft cool, so locker schlendernd; und trifft den Typus des jugendlichen Weltenbummlers so genau. Tom ist Stones-Fan, sucht die Einflüsse arabischer Musik auf Brian-Jones - und gerät in eine ganz andere Geschichte des Zusammenpralls westlicher und nordafrikanischer Kultur. Dort ist der Übergang von Freundschaft zu Prostitution viel fließender als bei uns: man lügt ein bisschen und bekommt dann Geschenke... Irene von Alberti trifft mit ihrem Film genau den Schnittpunkt der Kulturen; Lüge, Verrat, Enttäuschung entstehen an dieser Reibungsfläche.
http://www.filmgalerie451.de/film/tangerine/
Dazu ein Artikel vom 14.05.2009 im Tagesspiegel

Gruß
Birgitt




