Kenia - Gebühren / Neuregelungen in Nationalparks

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Lothar
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Re: Kenia - Gebühren / Neuregelungen in Nationalparks

Beitrag von Lothar »

Hallo Frank,

Da hilft nur eines: NERVEN BEHALTEN. Für jeden Touri, der zuviel zahlt, wird es bei 100 weiteren auch versucht!

Manchmal habe ich wirklich dermaßen die Schnauze voll von den Leuten da unten (ja ja, jetzt bekomme ich Schelte ) - wenn nur das Land nicht so toll wäre.
... keine Schelte, sondern Zustimmung - genau das ist die Situation dort.

Seitdem den Masai das Land rückübereignet wurde, schwillt ihnen vor Besitzerstolz der Kamm. Kaum hält man irgendwo neben der Piste an, dauert es nicht lange und es kommt ein Masai daher mit dem Hinweis "this is our land" und erwartet dann einen Dollarsegen.

Ich habe nichts dagegen, wenn die Masai am Tourismus mitverdienen, das ist ok, aber sie verlangen völlig irrationale Preise für nichts. :kotz:

Aber es gibt auch andere Beispiele:

Wer mal in die Verlegenheit kommt, in der Nähe des Sekenani-Gates übernachten zu müssen (um z.B. am nächsten Morgen einreisen zu können) sollte zum Masai-Dorf ca. 3 km vor dem Gate (von Narok kommend) fahren und nach "Peter Rongai" fragen.

Die Masai dort sind sehr freundlich und zurückhaltend. Man kann dort für kleines Geld (200-300 KSh) übernachten. Der Platz ist allerdings ohne Infrastruktur und auf offenem Gelände.
S 1° 29.858 E 35° 21.423

Und die unglaubliche Besonderheit dabei ist : MAN BRAUCHT ERST BEI ABREISE ZU ZAHLEN UND ES WERDEN KEINE NACHFORDERUNGEN GESTELLT. :shock:

Solch ein Verhalten sollte gefördert werden.


Gruss und gute Nerven wünscht

Lothar
stobi_de
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Re: Kenia - Gebühren / Neuregelungen in Nationalparks

Beitrag von stobi_de »

So nebenbei: Übernachtung am Sekenani-Gate muß nicht sein. Man kommt, wenn man direkt vor dem Gate nach rechts fährt, auf Buschpisten bis zum Talek-Gate (wo dann gute Campingplatze sind und was auch ein guter Ausgangspunkt für Mara-Touren ist), ja sogar bis in die Mara hinein. Alles offiziell und ohne zu bezahlen.

Bei Bedarf kopier ich mal den Track fürs Garmin ins Netz.

Gruß
Frank
siggi
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Re: Kenia - Gebühren / Neuregelungen in Nationalparks

Beitrag von siggi »

Ruma National Park (Naehe Homa Bay am Lake Victoria) - kleiner eingezaeunter Zoo,
in dem Giraffen und eine Art Kuhantilope ihren Tag damit verbringen, von Zaun zu Zaun zu laufen ;-)

Campsites sind kuerzlich abgebrannt, Camping ist moeglich in der Picknick-Area.

Staff im Park ist happy, dass sich ueberhaupt ab und zu ein Besucher dorthin verirrt :lol:

Gruesse vom Lake Victoria
Siggi
Alexander
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Re: Kenia - Gebühren / Neuregelungen in Nationalparks

Beitrag von Alexander »

Dürre verursacht Tiersterben in Kenias Nationalparks

Innerhalb von vier Monaten starben 80 Nilpferde durch die anhaltende Dürre in Ostafrika mehr...

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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stobi_de
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Re: Kenia - Gebühren / Neuregelungen in Nationalparks

Beitrag von stobi_de »

Achtung: Massai Mara ist nun (Sep. 2009) in 2 Parks unterteilt: die Narokseite und die Conservancy. Ich war einer der Ersten, die am Ololollogate und an der Marabridge doppelt Eintritt zahlen sollten. Achtung: beim Ticketkauf erhalt man eine gegenteilige Auskunft, beim Wechsel erhält man dann die Auskunft: "Not my problem, you pay !"

Gruß
Frank
Lothar
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Re: Kenia - Gebühren / Neuregelungen in Nationalparks

Beitrag von Lothar »

Hi Frank,

der Versuch, für beide Parkhälften jeweils Eintritt zu verlangen, ist bezeichnend für die Gier nach einfachem und schnellem Geld. Im Samburu NP wurde für den angrenzenden Buffalo-NP auch mal zusätzlich Geld fällig, das hat sich später dann wieder erledigt, da die Besucherzahlen ein klares Votum zu diesem Versuch waren.

Bei meinem letzten Besuch 2007 in der MM hatten auch schon einige Besucher doppelt bezahlt.

Wir nicht !
Wer da Geld kassiert und wohin das fliesst, mögen die "Schwarzen Götter" wissen. Auf meine Nachfrage hin gab es folgende Antwort:

Wer im jeweils anderen Teil übernachten will, bezahlt auch einen neuen Eintritt. Wer also nur einen Abstecher über die Mara-Bridge macht, kommt demnach ungeschoren davon.


So hiess es damals (2007)

Genau genommen soll man nicht nur 2x zahlen. Die umliegenden, an die MM angrenzenden Communities wollen ebenfalls Eintritt haben. Früher galt das "Kujaki-Ticket" auch für die MM, das wurde auch abgeschafft und man soll separat zahlen.

Am liebsten wäre es den Leuten dort, wenn jeder District, jede Community und jeder, der meint etwas zu sagen zu haben, möglichst 60.- USD abkassieren kann. :kotz:

Was kann man gegen solche Abzocke machen ?

Wenig - hart bleiben, argumentieren, umkehren.

Wer zahlt, sorgt mit dafür, dass sich das Abzocke-System etabliert.

Irgendwelche Vorgesetzten aufsuchen bringt nach meiner Erfahrung wenig, die betreiben ja gerade dieses Spiel. Die geben unumwunden zu:

"Wir wollen von euch Touristen möglichst viel Geld". (Zitat: Talek Senior Ranger)

Gruss
Lothar
stobi_de
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Re: Kenia - Gebühren / Neuregelungen in Nationalparks

Beitrag von stobi_de »

Den dicken Sack vom Talek kenne ich auch !
"You have money - I need money - YOU PAY !" habe auch ich schon von ihm gehört, wenn ich einen ganzen Tag im Aruba Camp war zu Auto-Reparieren, aber trotzdem zahlen sollte. Nix da !

Am Ololollo bin ich auch nach heftigster gegenseitiger Beleidigung wieder umgefahren, blöd nur bei der ätzenden Piste.
Lothar
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Re: Kenia - Gebühren / Neuregelungen in Nationalparks

Beitrag von Lothar »

Hi Frank,

der Bursche scheint wohl regelmässig die Camps nach Opfern abzuklappern. Bei uns tauchte er Sonntags in Begleitung seines „Bombers“ auf und wollte für 3 Tage, die wir auf dem Aruba-Camp waren, Eintritt nachgezahlt haben, damals noch 180 USD.

Auf meine Einwand hin, das Camp liege ausserhalb des Parks, meinte er „die Parkgrenze wurde kürzlich verschoben“.
Solange ihr das Gate nicht mit verschiebt, zahle ich nicht. Der Fall lies sich regeln, aber den Camp-Besitzer(n)/(innen) verhagelt er das Geschäft.

Seinem Äusseren nach zu urteilen – und vor allen Dingen dem seines „Bombers“ – scheint er mit seiner Methode genug Opfer zu finden.

Die MM und deren Randgebiete ist „Wilder Westen“, anders kann man die Lage nicht beschreiben. Wir haben schon wilde Stories gehört und selbst erlebt und jeder, der als Selbstfahrer dort unterwegs war, hat wohl ähnliche Erfahrungen gemacht.

Was kann man gegen diese Abzocke und Preistreiberei machen ?
Wohl nicht viel, aber hier ein paar Dinge, mit denen wir uns immer mehr oder weniger erfolgreich durchgeschlagen haben – vielleicht haben andere noch mehr /bessere Tipps. Natürlich gibt es auch noch „grenzwertigere“ Möglichkeiten, aber die seien hier mal nicht genannt.

1. eigenes Kartenmaterial von der Masai-Mara und Umgegend parat haben.

Auf dieser Karte sollte das Resvervat in seinen Grenzen so abgebildet sein, wie es für das eigene Vorhaben günstig ist:

- MM-Reservat als eine Einheit, ohne Aufteilung Ost/West. Es gibt unterschiedliche Karten mit unterschiedlichen Grenzverläufen.

Solche Karten/Unterlagen sind als Argumentationshilfe nützlich, weil die Ranger oder solche, die sich so nennen, so etwas oft nicht haben oder sie nicht lesen können. Man ist daher möglicherweise schon im Vorteil.

2. Auch ausserhalb der MM kommen selbsternannte „Ranger“ der Communities oder sonst irgendwelche Typen an und wollen Eintritt für ihren Distrikt. Das geschieht wahrscheinlich sogar mit Unterstützung der Distrikt-Chiefs.

Nicht zahlen, Argumentation:

- es gibt kein Gate, ich zahle nur an Gates
- es ist kein offizielles Reservat oder NP, weil dort Häuser sind und Menschen wohnen.
- ich habe schon mal ein Ticket gekauft, und ein hoher Park-Ranger, dem ich das gezeigt habe, hat nur gelacht und gesagt, ich sei betrogen worden.
- ich habe noch keine Tiere gesehen, hier gibt es ja statt Löwen und Elefanten nur Autos, Menschen und Rinder, dafür zahle ich nichts.
- dieses ist eine öffentliche Strasse und darf von jedem ohne Kosten benutzt werden.
- auf meiner Karte ist hier kein Reservat eingetragen (s.o.)
- solange keine offiziellen Grenzen existieren, existiert auch kein kostenpflichtiges Gebiet.


3. Irgendwelche dubiosen Gebühren werden verlangt.

- möglichst eigene Unterlagen über Eintritt usw. dabei haben, behaupten sie seien aktuell (Internet) und sich darauf berufen.

- für jede Gebühr die entsprechende Bestimmung zeigen lassen und Widersprüche suchen.

- umkehren und an einem anderen Gate nochmals versuchen.

4. Für den doppelten Eintritt an der Mara-Bridge:

Darauf hinweisen, dass man nicht im anderen Teil übernachtet.

-----------------------------

Trotz allem möglichst freundlich bleiben, auch wenn es schwer fällt. Auch mal darauf hinweisen, dass Deutschland schon viel Geld für Hungersnöte in Kenia gezahlt hat und man sich trotzdem schlecht behandelt fühlt.

Aber nicht immer hat man solchen Stress in der MM. Manchmal überschlagen sich die Ranger vor Freundlichkeit, man bekommt Tickets günstig gestempelt und alles läuft wie geschmiert, aber wer Stress ausschließen will, ist in den anderen Parks besser aufgehoben oder zahlt die astronomische Gebühren.


Gruss

Lothar
stobi_de
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Re: Kenia - Gebühren / Neuregelungen in Nationalparks

Beitrag von stobi_de »

Letztens ist es mir zum ersten mal nicht mehr gelungen, freundlich zu bleiben .. :kotz:

By the way: Gorillatrekking in Uganda nun 1000.- US$ für eine Stunde !!!

Gruß
ich
schnorr
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Re: Kenia - Gebühren / Neuregelungen in Nationalparks

Beitrag von schnorr »

Lothar hat geschrieben:
man bekommt Tickets günstig gestempelt und alles läuft wie geschmiert,
wie soll ich dass denn nun verstehen? :mrgreen:

es gibt da noch eine andere möglichkeit: nicht mehr hinfahren! andere np's sind auch sehr schön und in anderen ländern nicht ganz so teuer!
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Lothar
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Re: Kenia - Gebühren / Neuregelungen in Nationalparks

Beitrag von Lothar »

Hi Jörg,
es gibt da noch eine andere möglichkeit: nicht mehr hinfahren! andere np's sind auch sehr schön und in anderen ländern nicht ganz so teuer!
na ja, wenn es so einfach wäre ... wir/man fährt ja nicht in die MM weil man Masochist ist oder den besonderen thrill sucht, sondern weil die MM etwas zu bieten hat, was andere Parks nicht haben oder nur zu noch verrückteren Preisen:

Die Migration !

Wer das sehen will - und wer etwas vom afrikanischen Wildlife sehen will, sollte sich das möglichst anschauen - der muss halt in die MM.

Aber wenn es einen MM-Boykott gäbe - ich würde ihn begrüßen und mich mit großer Genugtuung daran halten.

Gruss
Lothar
Birgitt
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Re: Kenia - Gebühren / Neuregelungen in Nationalparks

Beitrag von Birgitt »

Einen wunderschönen guten Abend ;-)

um die gegenwärtige Diskussion zur Maasai Mara noch etwas fröhlicher zu gestalten, war ich gerade nochmal auf deren Website. Es gibt ein Update zu den Eintrittsgebühren - der Eintritt für Erwachsene ist von 60 US-$ auf 80 US-$ erhöht worden.
Park fees are Per Person Per Day (pppd)

Non Resident Adults (12+) US$ 80
Non Resident Children (11 and below) US$ 40
Resident Adults Ksh. 1000
Resident Children Ksh. 500
Vehicle 6+ seats Ksh. 1000
Vehicle 5 seats or less Ksh. 300

We do not have the prices for the private conservancies at the moment but will get them shortly.
Interessant ist der letzte Satz!

Gruß
Birgitt
Lothar
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Re: Kenia - Gebühren / Neuregelungen in Nationalparks

Beitrag von Lothar »

JETZT SIND SIE VÖLLIG DURCHGEKNALLT ! :bang:

Ich frage mich nur, wer dort im Hintergrund die Fäden zieht. Wer ist für das Parkmanagement verantwortlich, in der Transmara „wirkt“ z.B. ein canadischer Manager.
Am Oloololo-Gate werden die Parkgrenzen erweitert und die dort lebenden Masai verdrängt. Dort vermute ich z.B. , dass internationale Investoren Fuss gefasst haben. Mit den „Big-Five“ will man wohl ähnlich hohe Kapitalrenditen erreichen wie die Deutsche Bank.

Wenn man dann bedenkt, dass es in der MM Zeiten gibt, wo wildlifemässig nicht viel los ist, kann man sich vorstellen, wie frustriert Besucher sind, die nach übler Pisten ca. 200 USD (2 Pers. Eintritt + Camping + Kfz) auf den Tisch gelegt haben und dann vielleicht ein paar Elefanten und einen schläfrigen Löwen zu sehen bekamen – und das Fatale daran ist, andere Parks werden nachziehen.

Das südliche Afrika wird für Selbstfahrer immer unattraktiver, da muss man schon Boni-Empfänger sein.

Gruss

Lothar
Ulrich M
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Re: Kenia - Gebühren / Neuregelungen in Nationalparks

Beitrag von Ulrich M »

JETZT SIND SIE VOELLIG DURCHGEKNALLT,,,,,,,NEIN LIEBER LOTHAR
JEDER KENIA URLAUBER ODER KURZFRISTGER TOURIST KANN EINEN SAFARI-PARK-AUSWEIS VOM WILDLIFE OFFICE,FUER DIE DAUER SEINES URLAUBES ERHALTEN,MIT COMPU-FOTO,KOSTENLOS,ABER GUENSTIGER FUER PARKGEBUEHREN.
ES BRAUCHT NIEMAND ZU WISSEN WER SICH NUR EIGENTLICH AUF DER DURCHREISE BEFINDET.????
GRUSS ULLI DER FUCHS
Birgitt
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Re: Kenia - Gebühren / Neuregelungen in Nationalparks

Beitrag von Birgitt »

Hallo Ulli,

danke für diese Info. Für den Besuch der Nationalparks ist das dann ja wirklich vorteilhaft.
Aber die Maasai Mara ist kein Nationalpark, sondern ein Reserve -
man hat also durch den von dir genannten Ausweis in der Mara keinen preislichen Vorteil.


Gruß
Birgitt
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