Einer der frühen Vorfahren des Menschen hatte ungewöhnliche Essgewohnheiten: Auf seinem Speiseplan von Australopithecus sediba standen neben den für Vor- und Frühmenschen üblichen Früchten und Gräsern auch Baumrinde und Holzstückchen. Das zeigen versteinerte Überreste dieser Pflanzen in zwei Millionen Jahre altem Zahnstein [...] Das sei überraschend, da A. sediba als enger Verwandter von beiden gilt, schreiben Amanda Henry vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und ihre Kollegen im Fachmagazin "Nature". 2008 entdeckten Wissenschaftler in der Malapa-Höhle in der Nähe des südafrikanischen Johannesburg zwei Teilskelette einer bis dahin unbekannten Vormenschenart ...
Früher Menschenvorfahr aß Holz und Baumrinde
28.06.2012 - scinexx
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Kochen mit Knochen | Haute Cuisine aus der Steinzeit
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Steinzeitküche | Nachbars Kinder als Fleischbeilage ...
Grausige Ernährungsgewohnheiten sind es, zumindest aus heutiger Sicht, die Forscher um Palmira Saladié einer Gruppe von Frühmenschen attestieren: Offenbar haben die Bewohner der Höhle Gran Dolina im Norden Spaniens gezielt auf die Kinder benachbarter Gruppen Jagd gemacht, um sie anschließend zu verspeisen [...] Die rund 800 000 Jahre alten menschlichen Überreste in der Höhle der Sierra de Atapuerca gehören zu einer noch sehr archaischen Art von Neandertalervorfahren, die die spanischen Wissenschaftler als Homo antecessor bezeichnen. Seit Langem sind die Schnittmarken an den Menschenknochen im ehemaligen Wohnbereich der Höhle bekannt – sie gelten als relativ eindeutige Anzeichen von Kannibalismus, denn sie entstehen, wenn der Körper mit Hilfe von Feuersteinwerkzeugen ausgeweidet und zerlegt wird ...
Jagd auf Nachbarskinder
07.09.2012 - spektrum
Hoffentlich will Regula das nicht auch nachkochen ...
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Birgitt
Jagd auf Nachbarskinder
07.09.2012 - spektrum
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Regula St.
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Re: Steinzeitküche - Nachbars Kinder als Fleischbeilage ...
Keine Sorge! Da nun mal ich keine Neandertalerin bin, halte ich mich an das, was der (manchmal etwas zu Unrecht "sapiens" genannte) moderne Mensch gegessen hat und isst...
LG Regula
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Griechenland und Irak | Raffinierte Steinzeitküche
In der Steinzeit haben Neandertaler und moderne Menschen nicht nur reichlich Pflanzen verspeist, sondern mit Hilfe bestimmter Kochtechniken ihrem Essen auch einen – wohl erwünschten – bitteren Geschmack verliehen. Zudem haben sie Gerichte aus verschiedenen Pflanzenarten zubereitet. Das fand ein Team um Ceren Kabukcu von der University of Liverpool heraus, indem es die verbrannten, bis zu 70 000 Jahre alten Überreste von Mahlzeiten untersuchte, wie die Forschenden im archäologischen Fachblatt »Antiquity« (doi.org/10.15184/aqy.2022.143 , CC BY 4.0) berichten. Die Arbeitsgruppe analysierte die verkohlten Speisereste im Rasterelektronenmikroskop, die zuvor in den Höhlen von Schanidar in Irak und Franchti in Griechenland ausgegraben worden waren. Am irakischen Fundplatz hatten vor 40 000 bis 70 000 Jahren Neandertaler an einer Herdstelle Essen gekocht; in Franchti lebten vor rund 12 000 Jahren moderne Menschen. Offenbar vermischten die Jäger und Sammler für ihre Speisen oft Hülsenfrüchte wie Linsen und Erbsen mit Nüssen – etwa Mandeln und Pistazien – oder mit Getreide ...
Wie raffiniert die Steinzeitmenschen kochten
23.11.2022 - spektrum
Gruß
Birgitt
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Peru | Steinzeitmenschen jagten vor allem Kartoffeln
Chemische Analysen widersprechen der These, dass frühe Wildbeuter überwiegend Fleisch aßen. Demnach bestand ihre Ernährung zu rund 80 Prozent aus Pflanzen wie wilden Kartoffeln. Das legen jedenfalls chemische Analysen an bis zu 9000 Jahre alten Menschenknochen aus Peru nahe, durchgeführt von einer Arbeitsgruppe um Randall Haas von der University of Wyoming. Wie das Team in der Fachzeitschrift »PLOS ONE« (doi.org/10.1371/journal.pone.0296420, CC BY 4.0 Deed) berichtet, zeigen die Mengenverhältnisse stabiler Isotope – verschieden schwerer Atome des gleichen Elements –, dass 70 bis 95 Prozent der Nahrung von Pflanzen stammten. Das widerspricht auch archäologischen Analysen aus der gleichen Region sowie Ernährungsmodellen, laut denen die Menschen dort vor rund 9000 Jahren überwiegend Fleisch aßen. Die insgesamt 24 untersuchten Individuen lebten im Zeitraum von 6500 bis 9000 Jahren vor heute auf dem Altiplano, einer im Mittel 3700 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Hochebene in den Anden. Wegen des wüstenähnlichen, kalten Klimas bleiben menschliche Spuren dort lange erhalten ...
Steinzeitmenschen jagten vor allem Kartoffeln
26.01.2024 - spektrum
Gruß
Birgitt
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Marokko | Steinzeitmenschen aßen mehr Pflanzen als gedacht
Der Mensch als Jäger – das ist das klassische Bild der Steinzeit. Doch auch Pflanzen spielten eine große Rolle bei der Ernährung. Die neuesten Indizien dafür entdeckten nun Fachleute um Zineb Moubtahij vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in 15.000 Jahre alten Gräbern in Marokko. Wie das Team in der Fachzeitschrift »Nature Ecology & Evolution« (doi.org/10.1038/s41559-024-02382-z, CC BY 4.0 Deed) berichtet, zeigen Isotopenanalysen von Zähnen und Knochen, dass mediterrane Pflanzen einen großen Anteil der Ernährung ausmachten. Die menschlichen Überreste stammen aus dem Friedhof von Taforalt, einem weit über 1000 Jahre lang genutzten Bestattungsort der ibéromaurusischen Kultur [...] Allerdings waren die Menschen von Taforalt keinesfalls Vegetarier – lokale Wildtiere kamen bei ihnen ebenfalls regelmäßig auf den Tisch. Man lebte anscheinend ganz gut im eiszeitlichen Nordafrika ...
Steinzeitmenschen aßen mehr Pflanzen als gedacht
30.04.2024 - spektrum
Gruß
Birgitt
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Usbekistan | Anbeginn des Ackerbaus weiter östlich als gedacht
Im Fruchtbaren Halbmond entstand der Ackerbau. Doch Funde aus der Toda-Höhle im Tal des Surxondaryo in Usbekistan zeigen, dass auch in Zentralasien Vorformen der Landwirtschaft aufgekommen waren. Demzufolge ernteten Menschen im Süden des heutigen Usbekistan vor ungefähr 9.200 Jahren mit Steinsicheln wilde Formen der Gerste (Hordeum vulgare). Zudem fand das Forschungsteam um Xinying Zhou von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking dort auch den bislang frühesten Nachweis für die Nutzung von wilden Pistazien und Äpfeln, wie die Fachleute in der Zeitschrift »PNAS« berichten ...
Anbeginn des Ackerbaus weiter östlich als gedacht
25.08.2025 - spektrum
9,000- year- old barley consumption in the foothills of central Asia
25.08.2025 - PNAS
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Anbeginn des Ackerbaus weiter östlich als gedacht
25.08.2025 - spektrum
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25.08.2025 - PNAS
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Altsteinzeitliche Ernährung | Muscheln und Schnecken der Saison
Untersuchungen von Wissenschaftlern um Asier García-Escárzaga von der Universität Burgos an 115.000 Jahre alten Weichtierschalen zeigen: Neandertaler ernährten sich auf eine Weise, die der Ernährung des anatomisch modernen Homo sapiens knapp 100.000 Jahre später sehr stark ähnelte. Die Experten hatten untersucht, zu welchen Jahreszeiten die Neandertaler an der spanischen Mittelmeerküste nach Meeresschnecken suchten. Die in der Höhle Cueva Los Aviones bei Murcia in großer Zahl entdeckten Schalen von Muscheln und Schnecken verraten, dass Meeresfrüchte vor allem in den Wintermonaten auf dem Speisezettel standen ...
Altsteinzeitliche Ernährung: Muscheln und Schnecken der Saison
18.05.2026 - spektrum
Seasonal shellfish exploitation by Neanderthals 115,000 years ago
18.05.2026 - PNAS, doi.org/10.1073/pnas.253188012
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Birgitt
Altsteinzeitliche Ernährung: Muscheln und Schnecken der Saison
18.05.2026 - spektrum
Seasonal shellfish exploitation by Neanderthals 115,000 years ago
18.05.2026 - PNAS, doi.org/10.1073/pnas.253188012
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