Kenia | Lake Turkana

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dietmar.peter
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Re: Lake Turkana

Beitrag von dietmar.peter »

Hallo Wolfgang,
danke für Dein feedback und dass Du Freude hattest bei dem Trip zum "Kulturerbe Turkanasee".
Es freut mich besonders, dass ich Dir ein paar Tipps vermitteln konnte. Ich selbst habe in diesem Jahr (Januar) anläßlich
meiner 14.ten Äthiopien-Fahrt, nocheinmal einen Abstecher dorthin gemacht (von Lokoloko-Korr-Gurniak-Illaut-South-Horr-Rückfahr über Kargi (Rendille)-Marsabit-Moyale).
und war wieder begeistert von der Region (insbesondere der Blick vom Hochplateau hinunter zum See...traumhaft...!)
Bloß wie lange noch? In South Horr, wo ich meine gebrochene erste und zweite Vorderfederlage ausgewechelt habe,
hatte ich auch Konatkt zu den südafrikanischen Ing., die am Turkana-See einen "Windpark" errichten.....ich war so was von erschrocken, mehr noch als vor Jahren, als sie das Museum hinter Loyangalani anfingen zu bauen- das Großkapital treibt auch hier sein Unwesen bei der Zerstörung unserer Umwelt...)
Sie versicherten, dass sie "die kleineren Windräder" verwenden würden und nicht die großen, die bei uns rumstehen und das sie ja "wesentlich besser (seien) als Atomkraftwerke" zu bauen...
Die Turkana wehren sich- die Gegend wird unsicher- man habe "vorsorglich zwei Sicherheitsposten installiert", um die drei Camps zu sichern, die Du sicherlich auch gesehen hast.
Henry hat mir dann noch einige andere "Schrecklichkeiten" erzält, die die Turkana-Region heimsuchen werden.
Leider habe ich auch erst dieses Jahr erfahren, dass Wolfgang seine "Oasis-Lodge" verkauft hat und keiner so genau weiss,
was jetzt dort vor sich geht...sorry! Ich habe auch nicht nachgesehen sondern stand vier Nächte auf dem "Palm-Shade-Camp", da mir noch drei Achwellenbolzen, hinten, abgeschert sind, die mir dann der Typ von AIC mit viel MÜhen und Können herrausgedreht hat (habe gleich ein viel besseres Feeling für die Amis bekommen)
Meine Rückfahrt ist dann über Kargi (Rendille) nach Marsabit erfolgt.
Für Dich alles Gute
dietmar
Dietmar Peter
WolfgangT2b
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Re: Lake Turkana

Beitrag von WolfgangT2b »

Hallo Dietmar,
dietmar.peter hat geschrieben:...hatte ich auch Konatkt zu den südafrikanischen Ing., die am Turkana-See einen "Windpark" errichten.....ich war so was von erschrocken, mehr noch als vor Jahren, als sie das Museum hinter Loyangalani anfingen zu bauen- das Großkapital treibt auch hier sein Unwesen bei der Zerstörung unserer Umwelt...)
Sie versicherten, dass sie "die kleineren Windräder" verwenden würden und nicht die großen, die bei uns rumstehen und das sie ja "wesentlich besser (seien) als Atomkraftwerke" zu bauen...
Ich mag die Windparkspargel auch nicht, doch mir fällt neben diesen und Solarmodulen nichts anderes ein, womit man in der Region Strom erzeugen könnte. Die zahlreichen Mini-Generatoren, die abends in den Dörfern angeworfen werden, sind ja auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Ich hoffe nur, dass man eine dezente Installation wählt, denn komplett verwehren möchte ich den Einheimischen den Strom auch nicht. Und ein Kernkraftwerk will ich in dieser Weltregion auf gar keinen Fall sehen – und woanders auch nicht.
dietmar.peter hat geschrieben:Leider habe ich auch erst dieses Jahr erfahren, dass Wolfgang seine "Oasis-Lodge" verkauft hat und keiner so genau weiss,
was jetzt dort vor sich geht...
Tja, das ist wohl keine schöne Geschichte. Doch uns haben Einheimische, die ihn seit den 80er Jahren kennen, erzählt, dass er schon seit längerem die Lodge nicht mehr ernsthaft geführt hat, sondern eher sein eigener Kunde war. Der weitere Weg war wohl absehbar. Aber mit der Alternative Palm Shade Camp haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.

Wir wären auch gern noch ein wenig in der Gegend herumgefahren. Leider war im November-Dezember noch zu viel Wasser unterwegs. Die Chalbi-Dessert war dicht und auch die Strecke Loyangalani nach Laisamis unpassierbar. Selbst die Piste nach Maralal und vor allem hinter Maralal war so schlecht, dass tagelang keine Lebensmittel-Lkws durchgekommen sind.

Schöne Grüße aus dem Süden

Wolfgang
Birgitt
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Lake Turkana | El Molo - Das Fischervolk der schwarzen Wüste geht unter

Beitrag von Birgitt »

dietmar.peter hat geschrieben:
Mo 13. Okt 2014, 16:52
... Von dort aus sollte man die 15km entlang des Sees zum El Molo-Dorf fahren/leider steht jetzt seit ein paar Jahren das Turkana-Museum dort und verschandelt den Blick auf 10.000 Jahre Menschheitsgeschichte ...
Wer sind die El Molo?

Die Volksgruppen Kenias gehören zu den faszinierendsten der Welt. Aktuell sind 44 Gemeinschaften offiziell von der Regierung anerkannt, die basierend auf der Sprache in drei Gruppen eingeteilt sind: Bantu, Niloten und jene, welche kuschitisch sprechen.

Die El Molo gehören der kuschitischen Sprachgruppe an. Früher unterhielt man sich in einer eigenen El-Molo-Sprache. Jedoch gibt es kaum noch jemanden, der sie beherrscht, weshalb die UNESCO sie im Jahr 2008 bereits als gefährdet eingestuft hat. Die Ältesten am Turkanasee kennen noch Kinderlieder, auch arbeitet man an einem Wörterbuch, um Kindern der Volksgruppe zumindest einzelne Vokabeln beizubringen ...

Seit jeher leben die El Molo vom Turkanasee. Doch nun wird der Fisch rar, und das Wasser steigt in ihre Hütten. Was übrig bleibt, begehren Fremde auf der Flucht vor der Klimakrise ...

Das Fischervolk der schwarzen Wüste geht unter
28.03.2023 - spektrum

Gruß
Birgitt
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