Wie schön wäre es doch gewesen, wenn man dieses Thema einfach so belassen hätte können, wie es gedacht war.Erisch hat geschrieben:Wer hier seine Solidarität mit den Opfern ausdrücken will und für die Freiheit und Menschenwürde einsteht postet einfach
"Je suis Charlie"
und unterlässt den sonst üblichen Hickhack
Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
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Kuno
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Re: Charlie Hebdo-Anschlag, Ein Angriff auf europäische Wert
Re: Charlie Hebdo-Anschlag, Ein Angriff auf europäische Wert
@Kuno
In der Aussage steht auch das Wort "Menschenwürde" u. die geht so langsam flöten, zumindest für Andere Völker. Somit ist es manchmal nötig, eine Aussage zu differenzieren.
Ich bin weiterhin "Charlie"
ABER
nur was meine Meinungsfreiheit betrifft, allerdings im Sinne des Grundgesetzes, das da lautet:
Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt
und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt
Ergänzen möchte ich "soweit er nicht die Rechte anderer verletzt" mit "Soweit er nicht die Gefühle anderer bewusst mit Füßen niedertritt"
Genau das passiert jetzt in den Medien, nach dem Motto "Wehe wenn sie losgelassen"
Losgelassen wurden sie u.A. durch die Politik u. deren Verhalten im Fall "Paris", wodurch sie sich unterstützt fühlen.
Ebenso wurde die Pegida durch die Medien so hochgepuscht u. schlecht gemacht durch die Politiker im eigenen Land, anstatt als Politiker mal das Gespräch mit dem Volk zu suchen und zu fragen, was genau die Leute, die mit der Pegida laufen, stört.
Ich glaube, da kommt einiges mehr als nur der Oberbegriff "Fremdenfeindlichkeit" zutage.
Dass dieses Wort das Ausland liebend gern übernimmt u. darauf widerum seine Feindseligkeit aufbaut, um Angriffe zu begründen, erscheint mir nur logisch.
Unsere Politiker sind so volksfremd geworden, dass es mich schon wieder an die frühen Jahrhunderte erinnert, wo es noch den Lehnsherrn gab, dem man auf Gedeih u. Verderb ausgeliefert war.
Durch die jetzigen Aktionen bzgl. Islamisten, die auch groß in den Medien breitgetreten werden -man will sein Tun für die Sicherheit des Volkes schließlich groß kundtun- besteht die Gefahr, dass bestimmte Menschen es als wahre Hetzjagd auf Muslime auslegen und zu ihren Gunsten nutzen.
Ich finde es zwar gut, dass ich nachrichtlich informiert werde, aber es kommt auf das Wie an. Es kann eine Meldung sein oder wie in den letzten Tagen ein ständiges "groß hinausschreien" seines Tuns u. das immer u. immer wieder, was durchaus provozieren kann.
Medienfreiheit ist ja nichts Schlechtes, aber es sollte ein bestimmtes Maß haben, das an Achtung u. Respekt anderen gegenüber orientiert ist.
Wären die Medien so mutig im eigenen Land so einiges was schief läuft -und da gibt es jede Menge- so groß anzuprangern -gerade im Fernsehen-, hätten wir vllt. eine andere Politik die etwas volksnaher regieren würde u. somit eine Pegida überhaupt nicht entstanden wäre.
In der Aussage steht auch das Wort "Menschenwürde" u. die geht so langsam flöten, zumindest für Andere Völker. Somit ist es manchmal nötig, eine Aussage zu differenzieren.
Ich bin weiterhin "Charlie"
ABER
nur was meine Meinungsfreiheit betrifft, allerdings im Sinne des Grundgesetzes, das da lautet:
Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt
und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt
Ergänzen möchte ich "soweit er nicht die Rechte anderer verletzt" mit "Soweit er nicht die Gefühle anderer bewusst mit Füßen niedertritt"
Genau das passiert jetzt in den Medien, nach dem Motto "Wehe wenn sie losgelassen"
Losgelassen wurden sie u.A. durch die Politik u. deren Verhalten im Fall "Paris", wodurch sie sich unterstützt fühlen.
Ebenso wurde die Pegida durch die Medien so hochgepuscht u. schlecht gemacht durch die Politiker im eigenen Land, anstatt als Politiker mal das Gespräch mit dem Volk zu suchen und zu fragen, was genau die Leute, die mit der Pegida laufen, stört.
Ich glaube, da kommt einiges mehr als nur der Oberbegriff "Fremdenfeindlichkeit" zutage.
Dass dieses Wort das Ausland liebend gern übernimmt u. darauf widerum seine Feindseligkeit aufbaut, um Angriffe zu begründen, erscheint mir nur logisch.
Unsere Politiker sind so volksfremd geworden, dass es mich schon wieder an die frühen Jahrhunderte erinnert, wo es noch den Lehnsherrn gab, dem man auf Gedeih u. Verderb ausgeliefert war.
Durch die jetzigen Aktionen bzgl. Islamisten, die auch groß in den Medien breitgetreten werden -man will sein Tun für die Sicherheit des Volkes schließlich groß kundtun- besteht die Gefahr, dass bestimmte Menschen es als wahre Hetzjagd auf Muslime auslegen und zu ihren Gunsten nutzen.
Ich finde es zwar gut, dass ich nachrichtlich informiert werde, aber es kommt auf das Wie an. Es kann eine Meldung sein oder wie in den letzten Tagen ein ständiges "groß hinausschreien" seines Tuns u. das immer u. immer wieder, was durchaus provozieren kann.
Medienfreiheit ist ja nichts Schlechtes, aber es sollte ein bestimmtes Maß haben, das an Achtung u. Respekt anderen gegenüber orientiert ist.
Wären die Medien so mutig im eigenen Land so einiges was schief läuft -und da gibt es jede Menge- so groß anzuprangern -gerade im Fernsehen-, hätten wir vllt. eine andere Politik die etwas volksnaher regieren würde u. somit eine Pegida überhaupt nicht entstanden wäre.
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Kuno
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Re: Charlie Hebdo-Anschlag, Ein Angriff auf europäische Wert
Hazi - deine Argumente in Ehren und auch dein Wunsch zu diskutieren. Aber vielleicht einfach in einem neuen, separaten Thema anstatt hier, wo man nur der Ermordeten Menschen gedenken wollte.
Re: Charlie Hebdo-Anschlag, Ein Angriff auf europäische Wert
@Kuno,
das Gedenken alleine hat sich doch schon längst durch die vielen Postings vorher relativiert.
Und wie geschrieben, bedarf es Aussagen, die wir tätigen, oftmals einer Differenzierung, die genau dahin gehört, wo die Aussage getätigt wurde.
Hat im Grunde auch mit Gedenken zu tun, weil ich mir die Frage stelle, ob Charlie das so gewollt hätte, wie es jetzt ist.
das Gedenken alleine hat sich doch schon längst durch die vielen Postings vorher relativiert.
Und wie geschrieben, bedarf es Aussagen, die wir tätigen, oftmals einer Differenzierung, die genau dahin gehört, wo die Aussage getätigt wurde.
Hat im Grunde auch mit Gedenken zu tun, weil ich mir die Frage stelle, ob Charlie das so gewollt hätte, wie es jetzt ist.
Re: Charlie Hebdo-Anschlag, Ein Angriff auf europäische Wert
Also ich verstehe Kuno auch nicht, die Überschrift, die Erisch gewählt hat, lädt doch geradezu zu Diskussionen ein.
Hinz und Kunz kaufen ein Magazin, dessen Sprechblasen sie nicht mal verstehen, selbst wenn sie lesen könnten.
Leute nennen sich Charlie, die nicht mal wissen, dass damit Charles de Gaulle gemeint war.
Der noch lebende ehem. Chefredakteur (M. Sonneborn) des Magazins "Titanic" sagt zur dpa zum Mordanschlag auf die Belegschaft von "Charlie hebdo":
"Das ist nicht komisch. Mit Anzeigen, Abokündigungen oder Kalaschnikow-Geballer auf Satire zu reagieren, gilt in der Szene als unfein. Unser Mitleid gilt den Franz. Kollegen. Bei Titanic könnte so etwas nicht passieren, wir haben nur 6 Redakteure."
Und die Redaktion:
Mit stiller Trauer und einem Pappschild kommen wir nicht weit.
Gruß
Ferdi
Hinz und Kunz kaufen ein Magazin, dessen Sprechblasen sie nicht mal verstehen, selbst wenn sie lesen könnten.
Leute nennen sich Charlie, die nicht mal wissen, dass damit Charles de Gaulle gemeint war.
Der noch lebende ehem. Chefredakteur (M. Sonneborn) des Magazins "Titanic" sagt zur dpa zum Mordanschlag auf die Belegschaft von "Charlie hebdo":
"Das ist nicht komisch. Mit Anzeigen, Abokündigungen oder Kalaschnikow-Geballer auf Satire zu reagieren, gilt in der Szene als unfein. Unser Mitleid gilt den Franz. Kollegen. Bei Titanic könnte so etwas nicht passieren, wir haben nur 6 Redakteure."
Und die Redaktion:
Mit stiller Trauer und einem Pappschild kommen wir nicht weit.
Gruß
Ferdi
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Alexander
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Re: Charlie Hebdo-Anschlag, Ein Angriff auf europäische Wert
Stellt der Terrorismus die einzige Gefahr dar?
Ich denke genauso gefährlich ist die Unfähigkeit vieler Menschen zu differenzieren.
Bin ich jetzt Charlie, oder bin ich es nicht?
Es ist wichtig zu erkennen, womit ich mich solidarisiere oder womit sich andere solidarisieren könnten. Ist es die Pressefreiheit, die getöteten Journalisten oder die Art und Weise, wie Charlie Hebdo in Form seiner Karikaturen die Pressefreiheit lebt? Wer sich einfach zu ich bin nicht Charlie hinreißen lässt, hat vielleicht nicht zu sehr hinterfragt, warum sich manche Menschen mit Charlie solidarisieren und hätte vielleicht gar kein Statement abgegeben.
Ich persönlich solidarisiere mich mit den Toten und trauere um sie. Ich solidarisiere mich aber nicht mit dem Hype, der danach um Charlie veranstaltet wird und schon gar nicht mit dem mangelnden Feingefühl, mit dem Charlie alles, was wie eine Karikatur aussieht in ihrer über 3 Millionen starken Auflage unters Volk bringt.
Die Aufgabe des Journalismus ist es nicht nur, die Wahrheit schonungslos zu präsentieren. Der Journalismus trägt auch, wie jeder von uns die Last der Verantwortung. Auch wenn die Karikaturen nicht den Islam zum Ziel haben, sondern die Auswüchse des Islams oder Islamismus, wird das von den Moslems anders aufgefasst. Sie wurden in ihrer Religiösität und Ehre verletzt. Nach dem Attentat noch mal eins draufzusetzen war meines Erachtens das falsche Zeichen, womit eine der wenigen Chancen vertan wurde wirklich bei den Moslems den Funken der Solidarität zu entzünden, um Verständnis für unsere westlichen Werte zu wecken, aber auch für unsere westlichen Ängste, die besonders aus dem Islamismus und der grenzenlosen Gewalt resultieren.
Das Grundgesetzt gibt uns das Recht auf Pressefreiheit. Jeder sollte aber für sich gelegentlich reflektieren, inwieweit er das Recht bzw. wie er es in Anspruch nehmen will oder muss in Verbindung mit der Verantwortung, die jeder unter den Schreibern trägt, für das, was er publiziert.
Die Gefahr um die Ereignisse in Paris, um noch mal zum Thema mangelnde Differenzierung zurückzukommen, besteht darin, dass nun alle Moslems zum Generalfeind erklärt werden und mit den Terroristen in die gleiche Schublade gesteckt werden. Damit senden wir das falsche Zeichen an die muslimischen Religionsbrüder und erreichen damit nur, dass sich mehr Moslems radikalisieren und sich dem Dschihad anschließen.
Grüsse
Alexander
Ich denke genauso gefährlich ist die Unfähigkeit vieler Menschen zu differenzieren.
Bin ich jetzt Charlie, oder bin ich es nicht?
Es ist wichtig zu erkennen, womit ich mich solidarisiere oder womit sich andere solidarisieren könnten. Ist es die Pressefreiheit, die getöteten Journalisten oder die Art und Weise, wie Charlie Hebdo in Form seiner Karikaturen die Pressefreiheit lebt? Wer sich einfach zu ich bin nicht Charlie hinreißen lässt, hat vielleicht nicht zu sehr hinterfragt, warum sich manche Menschen mit Charlie solidarisieren und hätte vielleicht gar kein Statement abgegeben.
Ich persönlich solidarisiere mich mit den Toten und trauere um sie. Ich solidarisiere mich aber nicht mit dem Hype, der danach um Charlie veranstaltet wird und schon gar nicht mit dem mangelnden Feingefühl, mit dem Charlie alles, was wie eine Karikatur aussieht in ihrer über 3 Millionen starken Auflage unters Volk bringt.
Die Aufgabe des Journalismus ist es nicht nur, die Wahrheit schonungslos zu präsentieren. Der Journalismus trägt auch, wie jeder von uns die Last der Verantwortung. Auch wenn die Karikaturen nicht den Islam zum Ziel haben, sondern die Auswüchse des Islams oder Islamismus, wird das von den Moslems anders aufgefasst. Sie wurden in ihrer Religiösität und Ehre verletzt. Nach dem Attentat noch mal eins draufzusetzen war meines Erachtens das falsche Zeichen, womit eine der wenigen Chancen vertan wurde wirklich bei den Moslems den Funken der Solidarität zu entzünden, um Verständnis für unsere westlichen Werte zu wecken, aber auch für unsere westlichen Ängste, die besonders aus dem Islamismus und der grenzenlosen Gewalt resultieren.
Das Grundgesetzt gibt uns das Recht auf Pressefreiheit. Jeder sollte aber für sich gelegentlich reflektieren, inwieweit er das Recht bzw. wie er es in Anspruch nehmen will oder muss in Verbindung mit der Verantwortung, die jeder unter den Schreibern trägt, für das, was er publiziert.
Die Gefahr um die Ereignisse in Paris, um noch mal zum Thema mangelnde Differenzierung zurückzukommen, besteht darin, dass nun alle Moslems zum Generalfeind erklärt werden und mit den Terroristen in die gleiche Schublade gesteckt werden. Damit senden wir das falsche Zeichen an die muslimischen Religionsbrüder und erreichen damit nur, dass sich mehr Moslems radikalisieren und sich dem Dschihad anschließen.
Grüsse
Alexander
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Alexander
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Re: Charlie Hebdo-Anschlag, Ein Angriff auf europäische Wert
Eigentlich predigen Religionen den Frieden. "Liebe deinen Nächsten" heißt es so schön in der Bibel. Aber kann es mit den Religionen jemals Frieden geben?
Der Autor dieses Artikels geht dieser Frage nach und kommt zu einem nüchternen Schluß-
Der Kritiker: Die ungeheure Freiheit des Denkens
Aus den Bildern der ermordeten Karikaturisten von "Charlie Hebdo" spricht die Lust, sich nichts und niemandem zu unterwerfen. Das ist die Bestimmung des Menschen, für manche ein Fluch: frei zu sein. Frei auch und gerade von Religion.
Religionen sind gefährlich. Sie fördern die Verblendung. Sie fördern den Fanatismus. Sie haben einen Hang zur Übererfüllung, das ist ihr Wesen.
Religionen schaffen Ordnung: Sie sind wie ein Labyrinth, in dem sich die Menschen freiwillig verlieren, nur um sich mit großer Geste wieder herausführen zu lassen.
Religionen reduzieren, vereinfachen, verdummen die Welt, weil sie so oft von Gut und Böse reden, bis sich noch das schlauste Kind fürchtet, und weil sie so tun, als hätten sie Antworten auf die komplizierten Fragen der Menschen. mehr...
Grüsse
Alexander
Der Autor dieses Artikels geht dieser Frage nach und kommt zu einem nüchternen Schluß-
Der Kritiker: Die ungeheure Freiheit des Denkens
Aus den Bildern der ermordeten Karikaturisten von "Charlie Hebdo" spricht die Lust, sich nichts und niemandem zu unterwerfen. Das ist die Bestimmung des Menschen, für manche ein Fluch: frei zu sein. Frei auch und gerade von Religion.
Religionen sind gefährlich. Sie fördern die Verblendung. Sie fördern den Fanatismus. Sie haben einen Hang zur Übererfüllung, das ist ihr Wesen.
Religionen schaffen Ordnung: Sie sind wie ein Labyrinth, in dem sich die Menschen freiwillig verlieren, nur um sich mit großer Geste wieder herausführen zu lassen.
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Alexander
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Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
Hallo Wüstenschifffreunde,
um auf der einen Seite dem Wunsch einer kommentarlosen Solidaritätskundgebung gerecht zu werden und auf der anderen eine Diskussion zu ermöglichen habe ich die beiden Bereiche getrennt.
Ich hoffe, das kommt allen Beteiligten entgegen.
Den Orginalbeitrag gibt es hier: Charlie Hebdo-Anschlag, Ein Angriff auf europäische Werte
Grüsse
Alexander
um auf der einen Seite dem Wunsch einer kommentarlosen Solidaritätskundgebung gerecht zu werden und auf der anderen eine Diskussion zu ermöglichen habe ich die beiden Bereiche getrennt.
Ich hoffe, das kommt allen Beteiligten entgegen.
Den Orginalbeitrag gibt es hier: Charlie Hebdo-Anschlag, Ein Angriff auf europäische Werte
Grüsse
Alexander
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markus-1969
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- Registriert: So 17. Apr 2011, 21:36
Re: Charlie Hebdo-Anschlag, Ein Angriff auf europäische Wert
oh unsere europäischen Werte ....
Besten Dank für die Art, mit der wir die Werte missionierend in die Welt hinaus tragen
Wie es ankommt sieht man hier (im Niger):
http://www.heute.de/wuetender-protest-g ... 80972.html
ich denke nämlich, daß man das sinnlose provozieren anderer - insbesondere gläubiger - Menschen lassen sollte und sehe die Schuld hierfür bei den Austeilenden - den "Karikaturisten" - oder besser Kotzbrocken, wie nachfolgend nachzulesen ist:
karikaturisten-kotzen-auf-alle-ihre-neu ... 52029.html
Ich denk der eine oder andere würd gern in den Niger oder in die moslemische Welt reisen. Aber wer kann das noch in den Zeiten, in denen die Glaubenskonflikte überall zunehmen ? Und die Kotzbrocken ("Karikaturisten") gießen auch noch Öl ins Feuer.
Besten Dank für die Art, mit der wir die Werte missionierend in die Welt hinaus tragen
Wie es ankommt sieht man hier (im Niger):
http://www.heute.de/wuetender-protest-g ... 80972.html
Steine fliegen, Kirchen brennen, junge Männer ziehen mit Eisenstangen und Knüppeln durch die Straßen: In Niger toben wütende Proteste gegen die Mohammed-Karikaturen der französischen Satirezeitung "Charlie Hebdo". Nach Angaben aus Polizeikreisen sind dabei mindestens acht Menschen getötet worden.
Bei Protesten gegen "Charlie Hebdo" kam es in dem zentralafrikanischen Staat zu schweren Ausschreitungen. In der Hauptstadt Niamey wurden am Samstag mehrere Kirchen angezündet - darunter das größte protestantische Gotteshaus. Polizisten versuchten, die Kathedrale vor steinewerfenden Jugendlichen zu schützen. Die Behörden hatten zuvor einen von Muslimen angekündigten Demonstrationszug verboten.
In der Nähe der Großen Moschee ging die Polizei mit Tränengas gegen rund tausend Demonstranten vor, die die Einsatzkräfte mit Steinen bewarfen. Zwei Polizeiwagen gingen in Flammen auf. Auch Bars wurden attackiert. "Alles, was Frankreich versinnbildlicht, wird im Niger verschwinden, ehe wir aufhören", rief ein Angreifer. Auch in anderen Städten wurden katholische Kirchen angezündet. Die französische Botschaft in Niamey riet allen Franzosen im Land, zu Hause zu bleiben.
ich denke nämlich, daß man das sinnlose provozieren anderer - insbesondere gläubiger - Menschen lassen sollte und sehe die Schuld hierfür bei den Austeilenden - den "Karikaturisten" - oder besser Kotzbrocken, wie nachfolgend nachzulesen ist:
karikaturisten-kotzen-auf-alle-ihre-neu ... 52029.html
Ich denk der eine oder andere würd gern in den Niger oder in die moslemische Welt reisen. Aber wer kann das noch in den Zeiten, in denen die Glaubenskonflikte überall zunehmen ? Und die Kotzbrocken ("Karikaturisten") gießen auch noch Öl ins Feuer.
Re: Charlie Hebdo-Anschlag, Ein Angriff auf europäische Wert
Hallo Markus,
Du kannst unbehelligt in den Niger reisen, einen Pass mit dem Eintrag auf der vorletzen Seite "Dieser Reisepass ist Eigentum der Bundesrepublik Deutschland" vorausgesetzt. Keiner wird Dich mit "Je suis Charlie" in Verbindung bringen, das ist ein koloniales Problem zwischen Frankreich und Niger.
Fahr' hin und lach' mit denen über die Karikaturen.
Gruß
Ferdi
P.S.: Schönöswiepascharlie,schöswiesalmon
P.P.S.: Ich weiss, dass Alexander das dorthin verfrachten muss/soll: diskussion-charlie-hebdo-und-die-europa ... 52047.html
Du kannst unbehelligt in den Niger reisen, einen Pass mit dem Eintrag auf der vorletzen Seite "Dieser Reisepass ist Eigentum der Bundesrepublik Deutschland" vorausgesetzt. Keiner wird Dich mit "Je suis Charlie" in Verbindung bringen, das ist ein koloniales Problem zwischen Frankreich und Niger.
Fahr' hin und lach' mit denen über die Karikaturen.
Gruß
Ferdi
P.S.: Schönöswiepascharlie,schöswiesalmon
P.P.S.: Ich weiss, dass Alexander das dorthin verfrachten muss/soll: diskussion-charlie-hebdo-und-die-europa ... 52047.html
Re: Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
Ich bin voll deiner Meinung und ob die "Pressebeleidigungsfreiheit" die getöteten Menschen wert ist wage ich zu bezweifeln.ich denke nämlich, daß man das sinnlose provozieren anderer - insbesondere gläubiger - Menschen lassen sollte und sehe die Schuld hierfür bei den Austeilenden - den "Karikaturisten" - oder besser Kotzbrocken, wie nachfolgend nachzulesen ist:
Ich halte diese Karikaturen für sehr entbehrlich!
-
Kuno
- Beiträge: 9586
- Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
- Wohnort: Dort wo andere Ferien machen.
- Kontaktdaten:
Re: Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
Bevor wir uns hier aber alzu sehr ereifern und kurz vor dem Beschluss, dass der Aufkleber "Jen ne suis pas Charlie" jemandem in einem kritischen Moment den den entscheidenden Vorsprung verschafft, sollten wir uns vielleicht noch ein paar Fakten zu Gemüte führen:
Im Gegensatz zu den Karrikaturen, die zum Beispiel im Dritten Reich zur Hetze gegen die Juden eingesetzt wurden, "schiesst" man bei Charlie Hebo wohl rundum gegen alle. Es werden aber nicht die Religionen blossgestellt sondern deren durchgeknallte Exponenten - also genau die, unter denen zum Beispiel die Moslems grad am meisten zu leiden haben.
Wenn man sich die Videos der "aufgebrachten Mengen" mal schnell anschaut: In Pakistan hat man die üblichen Fahnen verbrannt - zuerst die der USA, dann Israel und zum Schluss noch die Frankreichs... halt was man grad si zur Hand hatte und sich eh zum Verbrennen gewohnt war.
Im Niger tanzten ein paar begeisterte - sorry "aufgebrachte"- Jugendliche vor der Kamera herum. Ich will nicht sagen, dass sie vom Kamerateam instruiert worden sind... aber viel anders hat es nicht ausgeschaut. Gleichzitig fackelten die Älteren eine kleine Kirche ab, aus welcher man vorsorglich allerdings schon alle Wertgegenstände (zum Beispiel Lautsprecher) herausgenommen hatte.
Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass da dem "Volkszorn" doch tüchtig nachgeholfen werden musste.
Im Gegensatz zu den Karrikaturen, die zum Beispiel im Dritten Reich zur Hetze gegen die Juden eingesetzt wurden, "schiesst" man bei Charlie Hebo wohl rundum gegen alle. Es werden aber nicht die Religionen blossgestellt sondern deren durchgeknallte Exponenten - also genau die, unter denen zum Beispiel die Moslems grad am meisten zu leiden haben.
Wenn man sich die Videos der "aufgebrachten Mengen" mal schnell anschaut: In Pakistan hat man die üblichen Fahnen verbrannt - zuerst die der USA, dann Israel und zum Schluss noch die Frankreichs... halt was man grad si zur Hand hatte und sich eh zum Verbrennen gewohnt war.
Im Niger tanzten ein paar begeisterte - sorry "aufgebrachte"- Jugendliche vor der Kamera herum. Ich will nicht sagen, dass sie vom Kamerateam instruiert worden sind... aber viel anders hat es nicht ausgeschaut. Gleichzitig fackelten die Älteren eine kleine Kirche ab, aus welcher man vorsorglich allerdings schon alle Wertgegenstände (zum Beispiel Lautsprecher) herausgenommen hatte.
Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass da dem "Volkszorn" doch tüchtig nachgeholfen werden musste.
Re: Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
Gut, dann müssen wir den Angehörigen der Toten nur mehr klar machen, dass sie sich gefälligst freuen sollen dass sie vor den Kameras tanzen dürfen, den Reisenden das Leben ein Stückchen unsicherer und schwieriger gemacht haben und vor allem der Zeitschrift Charlie Hebo die wahrscheinlich größte Auflage ihrer Geschichte beschert haben.
Ich hatte von diesem Blatt bisher nichts gehört und hätte auch gut darauf verzichten können.
Ich hatte von diesem Blatt bisher nichts gehört und hätte auch gut darauf verzichten können.
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Kuno
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Re: Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
Vielleicht verwechselst du da etwas, Ricca.
-
Wolfgang K
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- Registriert: Fr 25. Nov 2005, 13:50
- Wohnort: bei Mainz
Re: Diskussion: Charlie Hebdo und die europäischen Werte
Ich halte die ganzen Aussagen von angeblich weltweit „beleidigten Muslimen“ für nichts anderes als die übliche Gleichsetzung von Muslimen und Islamisten. Einmal geschieht es böswillig und ein andermal (wie hier) subtil oder auch unbewusst im gutgemeinten Glauben jemandem Beispringen zu müssen, der das möglicherweise gar nicht will und auch nicht nötig hat. Nehmt die Leute doch mal für voll.
Die Empörung selbst ist das wichtige, nicht das worüber man sich empört. Zur islamistischen Grunddoktrin – egal welcher Prägung – gehört der Anspruch den „wahren Islam“ zu vertreten. Daraus wird ein Vertretungsanspruch für alle Muslime abgeleitet. Nur darum geht es: Als Vertreter der einzigen Wahrheit möglichst weit und laut wahrgenommen zu werden.
Wer am lautesten schreit ist der wichtigste.
Denjenigen Islamisten, die solch eine „Empörung“ produzieren tut man einen reisen Gefallen, wenn man ihnen abkauft, sie seien „die Muslime“ und ihnen genau die gewünschte Vertreterrolle zuspricht. Dass die meisten dieses ganze dämliche Trara komplett am Ärmel vorbeigeht wird dabei vollkommen ausgeblendet. Es wird niemand wegen so was gewalttätig, wenn er nicht schon vorher gesponnen hat.
Wenn’s gerade sonst nix gibt dann ist’s die Seife:
http://www.focus.de/finanzen/news/aufre ... 12766.html
Glaubt jemand ernsthaft, dass „die Muslime“ sich jetzt wegen so einem Scheiß aufregen und die Welt nur zu retten ist wenn man diese Seife aus dem Regal nimmt?
Grüße
Wolfgang
Die Empörung selbst ist das wichtige, nicht das worüber man sich empört. Zur islamistischen Grunddoktrin – egal welcher Prägung – gehört der Anspruch den „wahren Islam“ zu vertreten. Daraus wird ein Vertretungsanspruch für alle Muslime abgeleitet. Nur darum geht es: Als Vertreter der einzigen Wahrheit möglichst weit und laut wahrgenommen zu werden.
Wer am lautesten schreit ist der wichtigste.
Denjenigen Islamisten, die solch eine „Empörung“ produzieren tut man einen reisen Gefallen, wenn man ihnen abkauft, sie seien „die Muslime“ und ihnen genau die gewünschte Vertreterrolle zuspricht. Dass die meisten dieses ganze dämliche Trara komplett am Ärmel vorbeigeht wird dabei vollkommen ausgeblendet. Es wird niemand wegen so was gewalttätig, wenn er nicht schon vorher gesponnen hat.
Wenn’s gerade sonst nix gibt dann ist’s die Seife:
http://www.focus.de/finanzen/news/aufre ... 12766.html
Glaubt jemand ernsthaft, dass „die Muslime“ sich jetzt wegen so einem Scheiß aufregen und die Welt nur zu retten ist wenn man diese Seife aus dem Regal nimmt?
So seh' ich das. Und Du musst auch nicht Charlie sein, denn Du bist ja schon Ferdiferdi hat geschrieben:Fahr' hin und lach' mit denen über die Karikaturen.
Grüße
Wolfgang




