Marokko - Mauretanien | Neuer Grenzübergang Amgala - Fort Trinquet
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tempelwaechter
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Re: Marokko - Mauretanien | Neuer Grenzübergang Amgala - Fort Trinquet
Das passt zu Marokkos Aktivitäten der letzten Jahre.
Es existiert ein sogenanntes „Military Agreement No. 1“ (MA#1) von MINURSO mit dem Königreich Marokko bzw. der Frente POLISARIO. Dieses Abkommen aus 1997 regelt ziemlich klar verschiedene Zonen rund um den Berm und stellt Regeln auf, wer wo was machen darf. Die wesentlichen bekannten Punkte:
:: Buffer Strip - 5 km breit auf beiden Seiten des Walls - Auf der Süd- und Ostseite des Berm, entlang des Walls; der Berm selbst gehört nicht dazu. Betreten durch Truppen oder Gerät (Royal Moroccan Army – RMA, Frente POLISARIO – FPMF), ob auf dem Boden oder aus der Luft, sowie Feuern von Waffen in oder über diese Zone ist jederzeit verboten.
:: Restricted Areas (RA ) - Zwei Zonen je 30 km: eine Zone auf der Nord-/Westseite des Berm und eine auf der Süd-/Ostseite; der Berm wird zur RA auf der RMA-Seite gezählt; die Buffer Strip ist Teil der RA auf der Seite der POLISARIO. - In diesen Zonen sind viele militärische Aktivitäten verboten: Feuern von Waffen / militärische Übungen, taktische Verstärkungen, Verlegungen von Truppen/Einheiten, Ausrüstung, Waffen etc.; auch Luftstreitkräfte / Luftaufklärung sind verboten, sowie Verbesserungen von Militärinfrastruktur (z. B. neue Befestigungen, Minen, Hindernisse, Barrikaden) ohne Zustimmung / Mitteilung an MINURSO.
:: Areas with Limited Restrictions (ALR) - Sehr viel größere Flächen, abseits der unmittelbaren Nähe zum Berm / Buffer Strip. - Militärische Aktivitäten sind weitgehend erlaubt, mit Ausnahmen: nicht erlaubt sind das Anlegen neuer Minenfelder, die Verlegung oder Anlage neuer Waffenlager oder Kasernen, Konzentrationen von Truppen, Errichtung neuer Hauptquartiere etc. Auch bei Übungen über bestimmter Kaliber muss MINURSO informiert werden.
Es gibt eine Stelle auf der der Berm gar nicht an Polisario-Gebiet grenzt, nämlich die Ecke nördlich von Bir Moghrein. Da sind die Marokkaner damals wohl kurzerhand 4 km tief bis nach Mauretanien einmarschiert und haben ihren Wall dort angelegt und befestigt. Das sieht man nur auf Satellitenbildern, selbst auf der UNO-Karte ist dieser Teil des Grenzwalls zu weit nördlich eingezeichnet. Und genau dort baut Marokko grade seine Strasse von Smara nach Bir Moghrein. Kluger Schachzug, weil sie dadurch einen Konflikt mit Polisario und UNO vermeiden und zumindest nicht direkt gegen oben genanntes Regelwerk verstossen.
Dazu kommt die Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Polisario. Haben die Mauretanier dann mal eine Teerstrasse zwischen Bir M. und dem Grenzübergang gebaut werden sie auch verhindern wollen dass die Polisariokämpfer mit Kriegsbewaffnung und womöglich schwerem Gerät (die haben mindestens auf Lkw montierte Raketenwerfer - die sie derzeit mehrmals pro Woche auf marokkanische Grenzposten abfeuern) diese Strasse queren oder benutzen auf ihrem Weg in den Südteil der befreiten Gebiete.
Der Anfang ist schonmal gemacht nachdem Mauretanien der Polisario die Benutzung ihres "grauen" Übergangs ein paar km nördlich von PK75 untersagt hat und voraussetzt dass die Kämpfer mit Visum/ Erlaubnis und ohne Kriegswaffen den offiziellen Übergang benutzen.
Gruss
Ulli
die Details des military Agreements habe ich ChatGPT zusammensuchen lassen
Es existiert ein sogenanntes „Military Agreement No. 1“ (MA#1) von MINURSO mit dem Königreich Marokko bzw. der Frente POLISARIO. Dieses Abkommen aus 1997 regelt ziemlich klar verschiedene Zonen rund um den Berm und stellt Regeln auf, wer wo was machen darf. Die wesentlichen bekannten Punkte:
:: Buffer Strip - 5 km breit auf beiden Seiten des Walls - Auf der Süd- und Ostseite des Berm, entlang des Walls; der Berm selbst gehört nicht dazu. Betreten durch Truppen oder Gerät (Royal Moroccan Army – RMA, Frente POLISARIO – FPMF), ob auf dem Boden oder aus der Luft, sowie Feuern von Waffen in oder über diese Zone ist jederzeit verboten.
:: Restricted Areas (RA ) - Zwei Zonen je 30 km: eine Zone auf der Nord-/Westseite des Berm und eine auf der Süd-/Ostseite; der Berm wird zur RA auf der RMA-Seite gezählt; die Buffer Strip ist Teil der RA auf der Seite der POLISARIO. - In diesen Zonen sind viele militärische Aktivitäten verboten: Feuern von Waffen / militärische Übungen, taktische Verstärkungen, Verlegungen von Truppen/Einheiten, Ausrüstung, Waffen etc.; auch Luftstreitkräfte / Luftaufklärung sind verboten, sowie Verbesserungen von Militärinfrastruktur (z. B. neue Befestigungen, Minen, Hindernisse, Barrikaden) ohne Zustimmung / Mitteilung an MINURSO.
:: Areas with Limited Restrictions (ALR) - Sehr viel größere Flächen, abseits der unmittelbaren Nähe zum Berm / Buffer Strip. - Militärische Aktivitäten sind weitgehend erlaubt, mit Ausnahmen: nicht erlaubt sind das Anlegen neuer Minenfelder, die Verlegung oder Anlage neuer Waffenlager oder Kasernen, Konzentrationen von Truppen, Errichtung neuer Hauptquartiere etc. Auch bei Übungen über bestimmter Kaliber muss MINURSO informiert werden.
Es gibt eine Stelle auf der der Berm gar nicht an Polisario-Gebiet grenzt, nämlich die Ecke nördlich von Bir Moghrein. Da sind die Marokkaner damals wohl kurzerhand 4 km tief bis nach Mauretanien einmarschiert und haben ihren Wall dort angelegt und befestigt. Das sieht man nur auf Satellitenbildern, selbst auf der UNO-Karte ist dieser Teil des Grenzwalls zu weit nördlich eingezeichnet. Und genau dort baut Marokko grade seine Strasse von Smara nach Bir Moghrein. Kluger Schachzug, weil sie dadurch einen Konflikt mit Polisario und UNO vermeiden und zumindest nicht direkt gegen oben genanntes Regelwerk verstossen.
Dazu kommt die Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Polisario. Haben die Mauretanier dann mal eine Teerstrasse zwischen Bir M. und dem Grenzübergang gebaut werden sie auch verhindern wollen dass die Polisariokämpfer mit Kriegsbewaffnung und womöglich schwerem Gerät (die haben mindestens auf Lkw montierte Raketenwerfer - die sie derzeit mehrmals pro Woche auf marokkanische Grenzposten abfeuern) diese Strasse queren oder benutzen auf ihrem Weg in den Südteil der befreiten Gebiete.
Der Anfang ist schonmal gemacht nachdem Mauretanien der Polisario die Benutzung ihres "grauen" Übergangs ein paar km nördlich von PK75 untersagt hat und voraussetzt dass die Kämpfer mit Visum/ Erlaubnis und ohne Kriegswaffen den offiziellen Übergang benutzen.
Gruss
Ulli
die Details des military Agreements habe ich ChatGPT zusammensuchen lassen
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J Bittmann
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Re: Marokko - Mauretanien | Neuer Grenzübergang Amgala - Fort Trinquet
Hallo
wir sind in der Westsahara unterwegs und haben heute einen hochrangigen Militärangehörigen zu dem neuen geplanten Grenzübergang zwischen Smara und Bir Moghrein befragt. Er kannte das Vorhaben, sagte aber, dass die Straße zwischen Smara und der Grenze noch nicht fertig sei und der neue Grenzübergang NOCH nicht offen sei.
Gruß Jürgen
wir sind in der Westsahara unterwegs und haben heute einen hochrangigen Militärangehörigen zu dem neuen geplanten Grenzübergang zwischen Smara und Bir Moghrein befragt. Er kannte das Vorhaben, sagte aber, dass die Straße zwischen Smara und der Grenze noch nicht fertig sei und der neue Grenzübergang NOCH nicht offen sei.
Gruß Jürgen
Re: Marokko - Mauretanien | Neuer Grenzübergang Amgala - Fort Trinquet
Danke für die Info!
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tempelwaechter
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Re: Marokko - Mauretanien | Neuer Grenzübergang Amgala - Fort Trinquet
Ein marokkanischer Minister für Wasser hat vor vier Wochen angekündigt dass der Grenzübergang Amgala jetzt im Oktober eröffnet wird bzw. schon wurde. Sagen verschiedene Nachrichtenportale.
ICH KOMME! ....
https://fr.apanews.net/integration/maro ... n-octobre/
https://h24info.ma/maroc/sahara-poste-f ... -semaines/
https://www.laverite.ma/maroc-mauritani ... e-damgala/
ICH KOMME! ....
https://fr.apanews.net/integration/maro ... n-octobre/
https://h24info.ma/maroc/sahara-poste-f ... -semaines/
https://www.laverite.ma/maroc-mauritani ... e-damgala/
Re: Marokko - Mauretanien | Neuer Grenzübergang Amgala - Fort Trinquet
Prima! Bitte weiterhin berichten
Gruß,
Robert
Gruß,
Robert
Re: Marokko - Mauretanien | Neuer Grenzübergang Amgala - Fort Trinquet
Moin zusammen,
muss die Vorfreude eines neuen Grenzübergangs leider etwas dämpfen.
Ich habe gerade von den Grenzbehörden in Mauretanien erfahren, dass der Grenzübergang vor allem auf mauretanischer Seite noch nicht geöffnet wurde. Und dass der Übergang nur für Lastwagen mit Waren zwischen Mauretanien und Marokko genutzt werden kann. Touristen und Privatpersonen können diesen Übergang leider nicht nutzen. Dies steht ja auch in den diversen Zeitungsartikel.
Grüße
Wilfrried
muss die Vorfreude eines neuen Grenzübergangs leider etwas dämpfen.
Ich habe gerade von den Grenzbehörden in Mauretanien erfahren, dass der Grenzübergang vor allem auf mauretanischer Seite noch nicht geöffnet wurde. Und dass der Übergang nur für Lastwagen mit Waren zwischen Mauretanien und Marokko genutzt werden kann. Touristen und Privatpersonen können diesen Übergang leider nicht nutzen. Dies steht ja auch in den diversen Zeitungsartikel.
Grüße
Wilfrried
- Hans Peter
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Re: Marokko - Mauretanien | Neuer Grenzübergang Amgala - Fort Trinquet
Der nun fertiggestellte neue Grenzübergang von Smara (marokkanisch besetzte Westsahara) nach Bir Moghrein (Mauretanien) bleibt offensichtlich eine Fata Morgana in der Wüste.
Die von marokkanischer Seite groß angekündigte faktische Eröffnung hat auch Mitte Oktober nicht stattgefunden.
Er ist ohnehin nicht als internationaler Grenzübergang z.B. für Touristen vorgesehen, sondern soll dem bilateralen Grenzverkehr (??) von Marokkanern und Mauretaniern dienen.
Außerdem soll er den Warenverkehr der umfangreichen marokkanischen LKW Flotte von Marokko nach Westafrika und zurück erleichtern.
Dabei sollte man allerdings bedenken, dass weder in Marokko noch in Mauretanien irgendwelche größeren Handelszentren an dieser Strecke liegen, sie halbwegs befahrbar eh wieder nach Nouakchott führt, von wo ja bereits die keineswegs überlastete kürzere küstennahe Straße nach Norden führt.
In Marokko ist die Kleinstadt Smara in nördlicher Richtung ebenfalls weit entfernt von Handelszentren und auch bisher verkehrlich nicht über große Straßen nach Norden vernetzt. Hauptstraße nach und von Smara ist die Verbindung nach Laayoune im Westen und dann ist man wieder an der bestehenden Strecke in Küstennähe.
Zusätzlich baut Marokko noch einen Hochseehafen am Atlantik direkt nördlich von Dakhla, der schon durch eine große Straße angebunden ist und viel eher Im- und Exporte aus Westafrika bedienen könnte.
Also viel Lärm um Nichts?
Mauretanien ist offensichtlich gar nicht so begeistert von diesem Grenzübergang, in Nouakchott wiegelt die Regierung ab und hat es nicht eilig mit dem weiteren Straßenbaugroßprojekt im Norden, wo ja primär erst mal die immerhin schon begonnene Piste/Straße von Zouerate nach Tindouf (PK75) ansteht. Von Bir Moghrein bis Amgala wäre dann nochmal ein Projekt durch 500 km Wüste umzusetzen, das den Einwohnern Mauretaniens so gut wie nichts brächte.
Die Polisario Front gerät durch die jüngste Entscheidung der UNO, den marokkanischen Autonomieplan zur Grundlage einer Lösung des 50 Jahre alten Konflikts zu machen, zunehmend unter Druck.
Das könnte a) zu einer Lösung des Konflikts führen, aber b) genauso auch zu einem Aufflammen von militärischen Aktionen, die ja heute meist nicht mit Bodentruppen und Panzerschlachten sondern durch weiträumige Luftangriffe ausgetragen werden.
Keine guten Aussichten für touristische Besuche in der Region.
Dazu ganz aktuell eine Stellungnahme des Polisario Chefs Brahim Ghali, der in einem Artikel des marokkanischen königstreuen Portals Yabiladi zitiert wird (!).
Amgala–Mauritania road : Polisario criticizes UN «passivity»
Portrait de Latifa Babas
https://en.yabiladi.com/articles/detail ... cizes.html
Die von marokkanischer Seite groß angekündigte faktische Eröffnung hat auch Mitte Oktober nicht stattgefunden.
Er ist ohnehin nicht als internationaler Grenzübergang z.B. für Touristen vorgesehen, sondern soll dem bilateralen Grenzverkehr (??) von Marokkanern und Mauretaniern dienen.
Außerdem soll er den Warenverkehr der umfangreichen marokkanischen LKW Flotte von Marokko nach Westafrika und zurück erleichtern.
Dabei sollte man allerdings bedenken, dass weder in Marokko noch in Mauretanien irgendwelche größeren Handelszentren an dieser Strecke liegen, sie halbwegs befahrbar eh wieder nach Nouakchott führt, von wo ja bereits die keineswegs überlastete kürzere küstennahe Straße nach Norden führt.
In Marokko ist die Kleinstadt Smara in nördlicher Richtung ebenfalls weit entfernt von Handelszentren und auch bisher verkehrlich nicht über große Straßen nach Norden vernetzt. Hauptstraße nach und von Smara ist die Verbindung nach Laayoune im Westen und dann ist man wieder an der bestehenden Strecke in Küstennähe.
Zusätzlich baut Marokko noch einen Hochseehafen am Atlantik direkt nördlich von Dakhla, der schon durch eine große Straße angebunden ist und viel eher Im- und Exporte aus Westafrika bedienen könnte.
Also viel Lärm um Nichts?
Mauretanien ist offensichtlich gar nicht so begeistert von diesem Grenzübergang, in Nouakchott wiegelt die Regierung ab und hat es nicht eilig mit dem weiteren Straßenbaugroßprojekt im Norden, wo ja primär erst mal die immerhin schon begonnene Piste/Straße von Zouerate nach Tindouf (PK75) ansteht. Von Bir Moghrein bis Amgala wäre dann nochmal ein Projekt durch 500 km Wüste umzusetzen, das den Einwohnern Mauretaniens so gut wie nichts brächte.
Die Polisario Front gerät durch die jüngste Entscheidung der UNO, den marokkanischen Autonomieplan zur Grundlage einer Lösung des 50 Jahre alten Konflikts zu machen, zunehmend unter Druck.
Das könnte a) zu einer Lösung des Konflikts führen, aber b) genauso auch zu einem Aufflammen von militärischen Aktionen, die ja heute meist nicht mit Bodentruppen und Panzerschlachten sondern durch weiträumige Luftangriffe ausgetragen werden.
Keine guten Aussichten für touristische Besuche in der Region.
Dazu ganz aktuell eine Stellungnahme des Polisario Chefs Brahim Ghali, der in einem Artikel des marokkanischen königstreuen Portals Yabiladi zitiert wird (!).
Amgala–Mauritania road : Polisario criticizes UN «passivity»
Portrait de Latifa Babas
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allzeit Gute Fahrt
wünscht euch HPH
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tempelwaechter
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Re: Marokko - Mauretanien | Neuer Grenzübergang Amgala - Fort Trinquet
Hallo Hans-Peter,
ich möchte da in Teilen widersprechen. Wir waren vorgestern an diesem Grenzübergang (ein paar km davor), sind aber vom Militär an der Weiterfahrt gehindert worden. Die Strasse ist fertig, die Logistik ist da, aber die Grenzbehörden (Zoll, Polizei) haben ihre Häuschen noch nicht bezogen und eingerichtet, wickeln also noch keine Grenzübertritte ab. O-Ton des marokkanischen Offiziers (3 quadratische goldfarbige Kästchen auf der Schulter) sinngemäss: was die in Rabat ankündigen machen wir hier noch lange nicht so - auf meinen Einwand der angekündigten Eröffnung im Oktober. Und zu meiner Frage des "Wann?": eher in zwei Monaten als in zwei Wochen.
Übrigens haben die Mauretanier vor drei oder vier Wochen ihren Grenzposten bereits auf Google Maps eingetragen.
Und ich finde Smara schon gut angebunden, von dort bist du in gut zwei Stunden in Tan-Tan oder in Laayoune. Die Strecke von Bir Moghrein/ Mauretanien bis zum Grenzübergang sind ebenfalls nur etwa 90 km, ich weiss jedoch nichts über die Beschaffenheit. Wir hatten uns vorsichtshalber auf Piste eingestellt.
Die Polisario spielt bei diesem Konzept des Übergangs von Marokko nach Mauretanien eh keine Rolle, das hab ich in meinem letzten Beitrag schonmal ausgeführt. Und dann gibt es das mauretanische Konzept der 82 neuen internationalen Grenzübergänge, PK75 zu Algerien gehört da übrigens auch dazu und funktioniert ja wohl prächtig. Ausser dass man da wohl keine Autoversicherung kaufen kann und deswegen erst bis Atar fahren muss - das war meine grösste Sorge beim geplanten Grenzübertritt über Amgala.
Die Information dass dieser Übergang nicht für Touristen geöffnet sein sollte habe ich bisher auch noch nicht gefunden, halte es daher erstmal für ein Gerücht wie dass PK75 für Touristen gesperrt sei. Was es ja offensichtlich entweder nicht oder zumindest nicht lange war.
Gruss
Ulli
ich möchte da in Teilen widersprechen. Wir waren vorgestern an diesem Grenzübergang (ein paar km davor), sind aber vom Militär an der Weiterfahrt gehindert worden. Die Strasse ist fertig, die Logistik ist da, aber die Grenzbehörden (Zoll, Polizei) haben ihre Häuschen noch nicht bezogen und eingerichtet, wickeln also noch keine Grenzübertritte ab. O-Ton des marokkanischen Offiziers (3 quadratische goldfarbige Kästchen auf der Schulter) sinngemäss: was die in Rabat ankündigen machen wir hier noch lange nicht so - auf meinen Einwand der angekündigten Eröffnung im Oktober. Und zu meiner Frage des "Wann?": eher in zwei Monaten als in zwei Wochen.
Übrigens haben die Mauretanier vor drei oder vier Wochen ihren Grenzposten bereits auf Google Maps eingetragen.
Und ich finde Smara schon gut angebunden, von dort bist du in gut zwei Stunden in Tan-Tan oder in Laayoune. Die Strecke von Bir Moghrein/ Mauretanien bis zum Grenzübergang sind ebenfalls nur etwa 90 km, ich weiss jedoch nichts über die Beschaffenheit. Wir hatten uns vorsichtshalber auf Piste eingestellt.
Die Polisario spielt bei diesem Konzept des Übergangs von Marokko nach Mauretanien eh keine Rolle, das hab ich in meinem letzten Beitrag schonmal ausgeführt. Und dann gibt es das mauretanische Konzept der 82 neuen internationalen Grenzübergänge, PK75 zu Algerien gehört da übrigens auch dazu und funktioniert ja wohl prächtig. Ausser dass man da wohl keine Autoversicherung kaufen kann und deswegen erst bis Atar fahren muss - das war meine grösste Sorge beim geplanten Grenzübertritt über Amgala.
Die Information dass dieser Übergang nicht für Touristen geöffnet sein sollte habe ich bisher auch noch nicht gefunden, halte es daher erstmal für ein Gerücht wie dass PK75 für Touristen gesperrt sei. Was es ja offensichtlich entweder nicht oder zumindest nicht lange war.
Gruss
Ulli
Re: Marokko - Mauretanien | Neuer Grenzübergang Amgala - Fort Trinquet
Servus zusammen,
Es sind ja aktuell einige in der Gegend unterwegs. Auch wir werden in wenigen Wochen dort sein…
Gibt es denn schon neue Erkenntnisse bzgl. einem potenziellen Grenzübertritt?
Danke und beste Grüße
Robert
Es sind ja aktuell einige in der Gegend unterwegs. Auch wir werden in wenigen Wochen dort sein…
Gibt es denn schon neue Erkenntnisse bzgl. einem potenziellen Grenzübertritt?
Danke und beste Grüße
Robert
Re: Marokko - Mauretanien | Neuer Grenzübergang Amgala - Fort Trinquet
Als wir vor einem Monat in Bir Moghrein waren, haben wir einige Leute gefragt. Der Tenor war, dass man darüber redet, es aber noch dauern wird. Ein Datum wurde nicht genannt.
Liebe Grüße
Jo
Liebe Grüße
Jo
Re: Marokko - Mauretanien | Neuer Grenzübergang Amgala - Fort Trinquet
Moin,
Cantone Libero beschreibt es sehr deutlich auf seiner Homepage....
Grüße Hans
Cantone Libero beschreibt es sehr deutlich auf seiner Homepage....
Grüße Hans
- Hans Peter
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Re: Marokko - Mauretanien | Neuer Grenzübergang Amgala - Fort Trinquet
Der gute Stephan (Cantone Libero) ist leider keineswegs eine neutrale Quelle für Infos zum Thema.
Als glühender Anhänger der Frente Polisario - wir hatten lange Diskussionen darüber - ist er eher Marokko kritisch
und wünscht sich keinen weiteren funktionierenden Grenzübergang.
Aus marokkanischen und mauretanischen Internet Medien lassen sich folgende halbwegs sichere Infos ableiten:
1. Beide Länder erklären seit etwa Jahresanfang, dass sie diesen Grenzübergang Smara/Amgala - Hassi XY/ Bir Moghrein wollen.
2. Höchste Vertreter beider Staaten sind an der Grenze dort zusammengetroffen und haben diese Übereinkunft besiegelt.
3. An dieser Stelle der Grenze würde von einer grenzüberschreitenden Straße kein unbesetztes Gebiet durchquert, also nicht direkt von der Polisario beanspruchtes Territorium berührt.
4. Der Grenzübergang ist in der Liste der neu organisierten 82 mauretanischen Übergänge zur Ein- und Ausreise aufgeführt.
5. Auf marokkanischer Seite ist die Teerstraße von Smara über Algaida und Amgala fast fertig,
Tifariti ist nicht marokkanisch besetzt und wird von Straße und Grenzübergang nicht berührt.
Man bedenke dabei aber, dass die Marokkaner auch schon mal alte bestehende Siedlungen in der Westsahara einfach so "verlegt" haben - das allgemein bekannte Centre Bir Gandouz samt Ortschaft hat z.B. nichts mit dem Ort Bir Gandouz aus spanischer Zeit zu tun und liegt viele km nordwestlich davon.
Man kann auch nicht einfach unterstellen, dass marokkanische Medienvertreter und Journalisten verlässliche Landkarten besitzen,
europäische Karten, die die Westsahara ausweisen und zumindest hoffentlich gut recherchiert sind, sind in Marokko verboten und nicht käuflich zu erhalten.
6. Wieweit die Bauarbeiten auf marokkanischer Seite bei Amgala fertig sind hat bisher kein neutraler Reisender gesehen. Wenn es ein "normaler" Grenzübergang werden soll, müssten zumindest Gebäude für Polizei, Gendarmerie, Zoll, Geheimdienst und Militär da sein, ebenfalls entsprechend Abfertigungsbüros, sowohl für Ein- als auch Ausreise auf beiden Seiten, sowie LKW Scanneranlagen und Parkplätze. Alles zu besichtigen in Gargarat, das übrigens auch den Namen eines historischen Forts viele km entfernt trägt.
7. Auf mauretanischer Seite fehlen zum Anschluss an eine vorhandene Teerstraße nur noch mindestens 350 km Teer, nicht einmal eine befestigte Piste ist vorhanden, die zur Zeit nutzbare Strecke ist weitgehend eine Tanezrouft ähnliche mehrere Kilometer breite Piste, einzige Markierung: Wellblech und mittags die Sonne im Süden.
8. Mauretanien hat noch nie eine Teerstraße im Land selbst finanziert, zum Neubau der Strecke müßten als fremde Finanziers eingreifen. Gibt es die schon irgendwo?
Fazit:
Die Strecke wird irgendwann kommen, wann aber Touristen in größerer Zahl hier rollen werden, steht noch in den herrlichen Sternen über der Sahara.
Als glühender Anhänger der Frente Polisario - wir hatten lange Diskussionen darüber - ist er eher Marokko kritisch
und wünscht sich keinen weiteren funktionierenden Grenzübergang.
Aus marokkanischen und mauretanischen Internet Medien lassen sich folgende halbwegs sichere Infos ableiten:
1. Beide Länder erklären seit etwa Jahresanfang, dass sie diesen Grenzübergang Smara/Amgala - Hassi XY/ Bir Moghrein wollen.
2. Höchste Vertreter beider Staaten sind an der Grenze dort zusammengetroffen und haben diese Übereinkunft besiegelt.
3. An dieser Stelle der Grenze würde von einer grenzüberschreitenden Straße kein unbesetztes Gebiet durchquert, also nicht direkt von der Polisario beanspruchtes Territorium berührt.
4. Der Grenzübergang ist in der Liste der neu organisierten 82 mauretanischen Übergänge zur Ein- und Ausreise aufgeführt.
5. Auf marokkanischer Seite ist die Teerstraße von Smara über Algaida und Amgala fast fertig,
Tifariti ist nicht marokkanisch besetzt und wird von Straße und Grenzübergang nicht berührt.
Man bedenke dabei aber, dass die Marokkaner auch schon mal alte bestehende Siedlungen in der Westsahara einfach so "verlegt" haben - das allgemein bekannte Centre Bir Gandouz samt Ortschaft hat z.B. nichts mit dem Ort Bir Gandouz aus spanischer Zeit zu tun und liegt viele km nordwestlich davon.
Man kann auch nicht einfach unterstellen, dass marokkanische Medienvertreter und Journalisten verlässliche Landkarten besitzen,
europäische Karten, die die Westsahara ausweisen und zumindest hoffentlich gut recherchiert sind, sind in Marokko verboten und nicht käuflich zu erhalten.
6. Wieweit die Bauarbeiten auf marokkanischer Seite bei Amgala fertig sind hat bisher kein neutraler Reisender gesehen. Wenn es ein "normaler" Grenzübergang werden soll, müssten zumindest Gebäude für Polizei, Gendarmerie, Zoll, Geheimdienst und Militär da sein, ebenfalls entsprechend Abfertigungsbüros, sowohl für Ein- als auch Ausreise auf beiden Seiten, sowie LKW Scanneranlagen und Parkplätze. Alles zu besichtigen in Gargarat, das übrigens auch den Namen eines historischen Forts viele km entfernt trägt.
7. Auf mauretanischer Seite fehlen zum Anschluss an eine vorhandene Teerstraße nur noch mindestens 350 km Teer, nicht einmal eine befestigte Piste ist vorhanden, die zur Zeit nutzbare Strecke ist weitgehend eine Tanezrouft ähnliche mehrere Kilometer breite Piste, einzige Markierung: Wellblech und mittags die Sonne im Süden.
8. Mauretanien hat noch nie eine Teerstraße im Land selbst finanziert, zum Neubau der Strecke müßten als fremde Finanziers eingreifen. Gibt es die schon irgendwo?
Fazit:
Die Strecke wird irgendwann kommen, wann aber Touristen in größerer Zahl hier rollen werden, steht noch in den herrlichen Sternen über der Sahara.
allzeit Gute Fahrt
wünscht euch HPH
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tempelwaechter
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- Registriert: Fr 29. Apr 2011, 15:27
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Re: Marokko - Mauretanien | Neuer Grenzübergang Amgala - Fort Trinquet
Hallo Hans-Peter,
ich stimme dir zu und ergänze
Abs. 5 - an dieser Strasse gibt es keine Orte, ausser dem grossen Militärlager Sous Sector 55 genau 15 km vor dem Grenzposten. Uns sind unterwegs zwei einzelstehende verfallende Gebäude aufgefallen, das war alles. Und auch hier wieder: der echte Ort Amgala (Oase oder Quelle) liegt genau 75 km nordöstlich in der befreiten Westsahara, die Marokkaner haben halt wieder den Namen adaptiert (wie damals bei Bir Guandouz).
Abs. 6 - laut dem Offizier dieses genannten Militärlagers sind die Gebäude und die Infrastruktur fertig, nur haben halt die Beamten ihre Büros noch nicht bezogen. Er sprach von Douane und Police. Und einen Rastplatz mit Toiletten, Restaurant und Moschee (Gebetsräume?) soll es auch schon geben. Dass die da gleich einen Scanner aufbauen wage ich zu bezweifeln, in Nador im Hafen gab es diesen Herbst auch keinen (- korrigiert mich falls jemand in Nador in den letzten Monaten durch einen Fahrzeugscanner musste).
Abs. 7 - über die Piste auf mauretanischer Seite weiss ich nix, es sind aber genügend Leute von PK75 aus an Bir Moghrein vorbeigefahren. Bestimmt können die was über den Strassenzustand sagen. Immerhin wird wohl Bir Moghrein über diese Piste von Süden aus versorgt, irgendwie müssen Mehl, Gemüse, Dieselfässer und Baustoffe mit irgendwelchen Lkws in diese Kleinstadt geschafft werden.
Und irgendjemand wird mit Lkws entweder Baumaterial oder zumindest ein paar Container an den mauretanischen Grenzposten geschafft haben, in Zelten unter Palmen wie die Marokkaner Anfang der Neunziger in Figuig werden sie keine Einreise abwickeln wollen.
ich stimme dir zu und ergänze
Abs. 5 - an dieser Strasse gibt es keine Orte, ausser dem grossen Militärlager Sous Sector 55 genau 15 km vor dem Grenzposten. Uns sind unterwegs zwei einzelstehende verfallende Gebäude aufgefallen, das war alles. Und auch hier wieder: der echte Ort Amgala (Oase oder Quelle) liegt genau 75 km nordöstlich in der befreiten Westsahara, die Marokkaner haben halt wieder den Namen adaptiert (wie damals bei Bir Guandouz).
Abs. 6 - laut dem Offizier dieses genannten Militärlagers sind die Gebäude und die Infrastruktur fertig, nur haben halt die Beamten ihre Büros noch nicht bezogen. Er sprach von Douane und Police. Und einen Rastplatz mit Toiletten, Restaurant und Moschee (Gebetsräume?) soll es auch schon geben. Dass die da gleich einen Scanner aufbauen wage ich zu bezweifeln, in Nador im Hafen gab es diesen Herbst auch keinen (- korrigiert mich falls jemand in Nador in den letzten Monaten durch einen Fahrzeugscanner musste).
Abs. 7 - über die Piste auf mauretanischer Seite weiss ich nix, es sind aber genügend Leute von PK75 aus an Bir Moghrein vorbeigefahren. Bestimmt können die was über den Strassenzustand sagen. Immerhin wird wohl Bir Moghrein über diese Piste von Süden aus versorgt, irgendwie müssen Mehl, Gemüse, Dieselfässer und Baustoffe mit irgendwelchen Lkws in diese Kleinstadt geschafft werden.
Und irgendjemand wird mit Lkws entweder Baumaterial oder zumindest ein paar Container an den mauretanischen Grenzposten geschafft haben, in Zelten unter Palmen wie die Marokkaner Anfang der Neunziger in Figuig werden sie keine Einreise abwickeln wollen.
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Barbara4x4
- Beiträge: 465
- Registriert: Fr 16. Nov 2007, 13:03
Re: Marokko - Mauretanien | Neuer Grenzübergang Amgala - Fort Trinquet
Hallo,
Der Posten heißt wohl zu recht Amgala. Die Flüsse, die aus den Gebiet direkt östlich des Posten entspringen, heißen fast alle mit Vor- oder Nachnamen irgendwie Amgala. Amagli el hara, el Mahard Amgallali, Agouidir Amgala, Amagli, Amgala und noch ein Trupp Amagli sonstwie
Die Polisario benutzt in ihren Notas de Guerra auch genau diese Namen für diese Flüsse so daß ich da keinen Grund zu Zweifeln an den Namen auf der IGN 1:100 000 habe.
Der Name ist auch nicht einzigartig, gibt noch ein Amgala im Raum Marrakech.
Viele Grüße
Barbara
Der Posten heißt wohl zu recht Amgala. Die Flüsse, die aus den Gebiet direkt östlich des Posten entspringen, heißen fast alle mit Vor- oder Nachnamen irgendwie Amgala. Amagli el hara, el Mahard Amgallali, Agouidir Amgala, Amagli, Amgala und noch ein Trupp Amagli sonstwie
Die Polisario benutzt in ihren Notas de Guerra auch genau diese Namen für diese Flüsse so daß ich da keinen Grund zu Zweifeln an den Namen auf der IGN 1:100 000 habe.
Der Name ist auch nicht einzigartig, gibt noch ein Amgala im Raum Marrakech.
Viele Grüße
Barbara
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MichaelBrandes
- Beiträge: 1
- Registriert: Mi 10. Dez 2025, 20:06
Re: Marokko - Mauretanien | Neuer Grenzübergang Amgala - Fort Trinquet
Moin,
ich plane im Januar/Februar Mauretanien.
Kannst du Dich mal melden, ob der Grenzübergang funktioniert hat.
Gruß
Michael
ich plane im Januar/Februar Mauretanien.
Kannst du Dich mal melden, ob der Grenzübergang funktioniert hat.
Gruß
Michael




