Aktuelle Infos Strecke Pointe Noire-Angola über Kinshasa

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christelle
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Aktuelle Infos Strecke Pointe Noire-Angola über Kinshasa

Beitrag von christelle »

Hallo zusammen,

im Dezember haben wir in Pointe Noire Traveller kennengelernt, die von Pointe Noire nach Matadi ueber Kinshasa gefahren sind. Die angolanische Botschaft in Libreville, die nach wie vor kein Visum ausstellt, hatte sie nach Pointe Noire geschickt, wo es ebenfalls immer noch kein Visum gibt!
Ihre Webseite (niederlaendisch): http://www.beenafonafrica.nl/

Aktuelle Infos ueber besagte Strecke (dazu muss man noch unterstreichen, dass es Regenzeit war (Dezember) und sie mit einem Steyr LKW unterwegs sind):

- Piste PNR-BZV in 6 Tage geschafft.
Tag 1: 140 Km
Tag 2: 227 Km
Tag 3: 136 Km
Tag 4: 62 Km
Tag 5: 100 Km
Tag 6: 178 Km

Sie sind immer den ganzen Tag gefahren, die Strecke war sehr schwierig, Stichwort: Matsch und Sand (hier sind auch ein paar Bilder von der Strecke).

In BZV konnten sie sicher beim Hotel Le Méridien parken (Avenue du Marechal Lyautey) und uebernachten. Bei der Faehre Chaos wie immer, langwierig und nervig, aber alles korrekt.

Matadi: In der Mission Catholique Notre Dame de Fatima uebernachtet. Visa innerhlab von 4 Stunden bekommen (Transitvisa, 5 Tage).

Angola: 7 Tage von Grenze Nord bis Grenze Sued. Strassen / Pisten teils gut, teils schlecht.
Tag 1: 138 Km
Tag 2: 273 Km
Tag 3: 377 Km
Tag 4: 416 Km
Tag 5: 391 Km
Tag 6: 302 Km

Das Visum kann man in Luanda verlaengern, es dauert allerdings 7 Tage. Sie haben nicht verlaengert, bei der Ausreise hat niemand etwas gesagt.

Diesel kostet in Angola gerade 38 Cents.

Gute Alternative von Libreville nach Brazzaville ist meines Erachtens ueber Franceville zu fahren. Die Strecke ist laenger, aber grundsaetzlich besser, ein Stueck ist sogar asphaltiert.

Gerade ist HerbertP. auf der Strecke unterwegs (er hat fuer Angola auch nirgends ein Visum bekommen koennen), von Gabun ueber Lambarene und dann "direkt" nach Brazzaville. Vielleicht kann er hier noch weitere Infos ueber die Strecke posten.

Jedenfalls krieg ich ja bei solchen Beschreibungen der Strecke PNR-BZV die Krise, wir fahren in 10 Monaten weiter, auch Anfang Dezember (Regenzeit) :? Ich glaub, wir fliegen nach Matadi, holen uns ein Visum und versuchen dann mit dem Schiff hier weiterzukommen (unserem bis dahin praechtig laufenden Bus kann man ja schliesslich, auch wenn syncro, nicht so eine Strecke antun :wink:)... Na ja, wir ueberlegen noch...

Gruss,
Christelle
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Birgitt
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Re: Aktuelle Infos Strecke Pointe Noire-Angola über Kinshasa

Beitrag von Birgitt »

hallo christelle,

danke für die neuen infos. wir haben im dezember in mosambik kees und jacobine, eine holländische familie ( ihre HP www.afri-kasa-fari.nl ) getroffen, die zurzeit auf dem weg nach kenia, äthiopien, sudan, ägypten sind.

sie sind auf ihrem weg von holland richtung süden auch von gabun über francesville, brazzaville, kinshasa und dann weiter angola, namibia gefahren, ebenfalls ohne angola-visum in der tasche.

sie haben ihr angola-visum in kinshasa erhalten, wartezeit 9 tage!
kinshasa ist also auch keine wirkliche alternative zu matadi, was die visa betrifft.
vorteil ist allerdings, dass ich dann den kleinen grenzübergang luvo nach angola nehmen kann.

ein guter und sicherer übernachtungsplatz in brazzaville ist übrigens das

hotel restaurant hippocampe
B.P. brazzaville - congo
face à la radio congolaise
telefon (242) 6686068
email: hotresthippocampe@yahoo.fr
GPS: S 04 16.410' / E 15 16.663'

abschließbarer innenhof, allerdings nur für normale geländewagen geeignet, nichts für größere trucks. besitzer sind cathérine und olivier. sie ist vietnamesin, er franzose. sie sprechen bestens englisch, französisch und sie sogar etwas deutsch, da ihre familie in deutschland lebt.

gruß
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Re: Aktuelle Infos Strecke Pointe Noire-Angola über Kinshasa

Beitrag von christelle »

Hallo Birgitt,

mensch, vielleicht koennten wir "kurz" mal nach Kinshasa das Visum holen, anstatt nach Matadi (nach BZV fliegen und dann rueber). Ich wusste gar nicht, dass es da auch geht... Vielleicht koennen wir auch "Geschaeftsbeziehungen" spielen lassen um doch ueber Cabinda fahren zu koennen? Na ja, wir haben ja noch ein wenig Zeit. Ich werd berichten!

Gruss,
Christelle

PS: mein Titel ist nicht sooo passend, habe ich im Nachhinein gedacht. Vielleicht koenntest du ihn mit "und weiter nach Angola" oder so ergaenzen?!?

MODERATOR-NOTE:   erledigt, Titel angepasst :wink:

PPS: immer wieder schoen mitzukriegen, dass ihr weiterhin tolle Reisen in Afrika macht!
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Re: Aktuelle Infos Strecke Pointe Noire-Angola über Kinshasa

Beitrag von christelle »

Hallo,

nicht nur fuer diese Strecke interessant, aber genau diese Strecke scheint ja problematisch zu sein, z.B. wegen dem Zustand der Piste...

Sabine und Burkhard haben nun den Reisebericht Kongo ins Netz gestellt: http://www.pistenkuh.de/1/unterwegs-in- ... -2008.html

Da sieht man wieder, dass man z.B. die Frage, ob diese Strecke sicher sei oder nicht, nicht einfach mit ja oder nein beantworten kann - manche kommen absolut problemlos durch, andere nicht: Sabine und Burckhard hatten vor Brazzaville eine unschoene Begegnung mit "Rebellen"... Daher kann ich nur nur wiederholen, dass man a) den Botschaftsleuten in Abuja oder Libreville, die einen im Endeffekt schwachsinnerweise nach Pointe Noire schicken ("da kriegt ihr ganz sicher das Visum") kein Gehoer schenken soll und b) die Strecke ueber Franceville/Gabun und dann runter nach BZV die bessere Alternative ist.

Gruss,
Christelle
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Re: Aktuelle Infos Strecke Pointe Noire-Angola über Kinshasa

Beitrag von christelle »

Weiere Infos von Sabine und Burkhard:

- Faehre Brazzaville-Kinshasa: Um in den Hafen reinzukommen, werden direkt 20.000 CFA kassiert (für kleine Fahrzeuge 10.000 CFA). Keine Verhandlung möglich. Im Hafen machen wir die Ausreise bei Immigration, Polizei und Zoll, soweit so gut. Irgendwie haben wir uns durchgefragt, wo und wann wir das Ticket für die Fähre kaufen können und wann diese ablegt. Hier findet man nur sehr schwer raus, wem man wirklich trauen kann und wer lügt und nur an dein Geld will*. Wir haben an der Kasse, die man erst mal ausfindig machen muss, gegen 14:00 Uhr unser Ticket gekauft, 40.000 CFA für das Fahrzeug und 6.500 CFA für den Beifahrer. Der Fahrer muss nichts bezahlen. Alles zusammen also 66.500 CFA. Gegen 16:00 Uhr sind wir endlich auf der Fähre, eine Stunde später erreichen wir den Hafen von Kinshasa.

- Visum in Matadi: Freitag morgen kommen wir nach Matadi, fahren direkt zum Konsulat, sind nach einer guten Stunde mit dem Behördenkram fertig, so viel Bürokratie haben wir noch auf keiner Botschaft erlebt. Um 14:00 Uhr haben wir das 5-Tage-Transit-Visum in der Tasche, kostet 80 US-Dollar und 1000 FCFA (ca. 1,50 EUR) pro Person.

- Angola: Angola haben wir in 7 Tagen gepackt. Wir wollten endlich ans Ziel kommen und dachten, wenn wir nicht so lange überziehen, gibt es an der Grenze weniger Ärger. Die Polizei hat nichts gesagt wegen der zwei Tage Überziehung, normale Ausreise. Die erste Strecke bis Tomboco ist sehr schlechte Piste. Die beste Strecke ist zwischen Luanda und Lobito, fast durchgehend geteert. Danach wieder Piste oder Schlaglochteer. Ganz schlecht ist die 400 km lange Strecke von Lubango nach Ondjiva. Man fährt aus dem einen Schlagloch raus und ins nächste rein. Luanda ist verkehrstechnisch die größte Katastrophe, die wie je erlebt haben. Da ist eine indische Großstadt gar nichts dagegen. Man sollte eigentlich 8-10 Tage einkalkulieren für Angola.

* erinnert mich ein wenig an Rosso :wink:
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