Tagebuch einer Libyenreise 2008

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Alexander
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Tagebuch einer Libyenreise 2008

Beitrag von Alexander »

Tagebuch einer Libyenreise 2008

Von Josef Eberhardt

Diesen schönen Reisebericht poste ich im Auftrag von Josef.
Der Reisebericht liegt im PDF Format vor (ca. 3,6 MB) Es lohnt sich, ihn zu lesen ;-)

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Vielen Dank Josef

Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: Tagebuch einer Libyenreise 2008

Beitrag von Kuno »

Hallo Josef. Habe deinen interessanten Bericht gestern abend gemuetlich durchgelesen.

Aufgefallen ist mir das Thema mit dem Begleiter, den du "Fuehrer" nennst. Da du schreibst, dass er eine Pistole bei sich hatte, gehe ich sehr stark davon aus, dass ihr eben keinen Fuehrer bei euch hattet sondern tatsaechlich den Touristenpolizisten. Ich frage mich nun, warum ihr an diesen Mann dann doch den Anspruch gestellt habt, euch durch den Ortstafelwald zu fuehere - zumahl er offensichtlich mit dem lesen eh seine liebe Not hatte. Nicht, dass ihr mich falsch versteht - es ist absolut muehsam einen Mannmitzuschleppen, der nicht gebraucht wird und der sich auch nicht mitteilen kann. Sowas braucht niemand. Umgekehrt ist es fuer den Kollegen aber auch nicht gerade toll, wenn er von Anfang an klar gezeigt bekommt, dass er unerwuenscht ist (du schreibst ja schoen, dass man ihn jeden Tag woanders hinsetzte, weil niemand laneger mit ihm zusammen sein wollte). Die Polis haben im Normalfall keinen Schimmer, wo die Reise ueberhaupt hingeht. Ungemuetlich, wenn man sowas in "feindseliger" Umgebung machen muss (und aussuchen kann er es sich auch nicht).

Was wohl auch schief gelaufen ist, ist die Geschichte beim sogenannten Campingplatz suedlich von Murzuk. Wenn's derselbe ist, den ich meine (liegt ein paar Kilometer ausserhalb), dann bin ich eigentlich wie euer Poli der Meinung, dass es sich dabei um eine oeffentliche Anlage handelt, eine wo niemand berechtigt ist, Gebuehren einzuziehen. Der Poli hat sich nun dafuer eingesetzt, dass ihr nichts bezahlen muesst - was bei euch abe irgendiwe anders angekommen ist. Was verdient so ein Poli im Tag? Vergleiche diesen Betrag mal mit der "Gebuehr" die ihr fuer's campen bezahlt habt. Der Poli hat das offensichtlich gemacht und dachte wohl, dass er euch eine erkleckliche Summe Geld spart. Aber eben; koennte er Deutsch, dann haettet ihr das Missverstaendnis sicher schnell und einfach klaeren koennen.

Aber wie gesagt. Die Polis braeuchte es eigentlich nicht. Ich koennte nicht einmal sagen, was eigentlich deren offizielle Funktion ist. Die Touries beschuetzen? Vor wem oder was und wie denn? Oder aufpassen, dass der Tourie nichts falsch macht?
eberhardt
Beiträge: 43
Registriert: Sa 14. Feb 2009, 15:12

Re: Tagebuch einer Libyenreise 2008

Beitrag von eberhardt »

Hallo, lieber Watani oder jebelsherif,

im Prinzip ist es ja so, wie Du sagst, aber eines haben wir nicht gemacht: ihn von Anfang an schlecht behandelt oder ausgegrenzt. Das stimmt nicht. Auch wenn wir ihn jeden Tag in einem anderen Fahrzeug mitfahren ließen.
Das hat - und daran kannst Du erkennen, dass wir ihm nicht feindlich gegenüberstanden - übrigens bei drei Fahrzeugen und fünf Reisenden plus dem Führer zur Folge, dass bis auf die Fahrer jeder der Beifahrer - auch unsere deutschen Mitfahrer - jeden Tag in einem anderen Auto (Beifahrersitz, denn jedes Auto hatte nur 2 Sitzplätze vorne) sassen und nach drei Tagen wieder im Ausgangsfahrzeug. Also war Hassan schon von daher nicht ausgegrenzt. Er hat auch so nebenbei uns alle dadurch besser kennen gelernt. Dass ein derartiger Führer (Militär oder Polizist) prinzipiell eigentlich für die Reise (und ich kenne Libyenreisen ohne Führer oder Grenzkontrollen seit 1989) mehr oder weniger nur eine Verpflegungs- und Platzfrage ist, ist wohl allen klar. Man würde wohl ohne ihn auch seine Freude haben. D´accord.

Die Campinggeschichte in Murzuq sehe ich etwas anders. Wir wollten schleunigst einen Platz zum Schlafen finden, selbstverständlich gegen Cash (5 Dinar pro Person oder so sind wirklich nicht die Welt) und nicht eine uns zunächst unverständliche Diskussion von Hassan mit dem Wächter des Campingplatzes, die beinahe darin gipfelte, dass uns der Wächter (übrigens ein Schwarzer) das Tor zu geschmissen hätte und wir ziemlich blöd da gestanden wären. Das ging unserer Meinung nach um eine reine Machtdemonstration und nicht um ein paar lausige Dinare.
Und das konnten wir in dieser Situation wirklich nicht gebrauchen.

Viel Spaß noch mit den anderen Berichten und beste Grüsse

Sepp
Kuno
Beiträge: 9586
Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
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Re: Tagebuch einer Libyenreise 2008

Beitrag von Kuno »

Hi Eberhardt. Kuno ist mein echter Name, bei Jebel Sherif handelt es sich um ein paar Huegel im Suedosten.

Ich glaube, ich habe in meinem obigen Beitrag doch recht klar zum Ausdruck gebracht, dass ich mich fuer die obligatorische Begleitung in Libyen auch nicht wirklich begeistern kann. Ansonsten habe ich halt einfach deinen Bericht gelesen und konnte fuer mich daraus nicht unbedingt schliessen, dass die Gruppe versuch hat, den Polizisten bei sich "aufzunehmen". Dass ihr die Beifahrer sowiso "unter Rotation" hattet, habe ich wohl uebersehen.

Danke auch fuer die ergaenzenden Darstellungen zum "Vorfall bei Murzuk". Das konnte ich so aus dem Reisebericht nicht interpretieren. Kann mir die Szene lebhaft vorstellen. Man ist hundemuede und will endlich campieren, da faengt einer einen sinnlosen Disput an, dem man oft mangels Srachkenntis nicht einmal folgen kann...
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