Jetzt gebe ich auch meinen Senf dazu.
Bin ein alter Knochen, habe nicht so viel Reiseerfahrung wie die Meisten von euch. Und es war meine erste (und langsame) Westafrika-Reise in einem alten MB 407 mit lächerlichen 72 PS bis Gambia und zurück.
Erlaube mir, ihn zu verlinken:
http://web.me.com/ophorus
LG Christoph
Westafrika-Reise 12/2008 bis 04/2009
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ChristophG
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Re: Westafrika-Reise 12/2008 bis 04/2009
Hallo Du Fossil,
Dein Bericht ist einer von jenen die zeigen, dass der Erlebniswert einer Reise nicht vom Fahrzeug (einzig technisch ok und zuverlässig muss es sein, in Deinem Fall wars nicht mal nicht mal ein 4x4) abhängt. Hast eine feine Fahrt gemacht mit vielen schönen Begegnungen. Gut, daß Du auch die Langsamkeit für Dich entdeckt hast, wie weiland Stan Nadolny. Zeit ohne Ende wie Du habe ich zwar nicht, aber ein bisschen habe ich mir genommen um den Blog zu lesen. Also über den Casamance Konflikt berichtest Du ja einiges, hast Du denn noch mehr Wahrnehmungen da gemacht als du schreibst? Aus der Region gibt es beunruhigende Meldungen
Alles Gute für Deine nächste Reise!
Gruß Bennemsi
Dein Bericht ist einer von jenen die zeigen, dass der Erlebniswert einer Reise nicht vom Fahrzeug (einzig technisch ok und zuverlässig muss es sein, in Deinem Fall wars nicht mal nicht mal ein 4x4) abhängt. Hast eine feine Fahrt gemacht mit vielen schönen Begegnungen. Gut, daß Du auch die Langsamkeit für Dich entdeckt hast, wie weiland Stan Nadolny. Zeit ohne Ende wie Du habe ich zwar nicht, aber ein bisschen habe ich mir genommen um den Blog zu lesen. Also über den Casamance Konflikt berichtest Du ja einiges, hast Du denn noch mehr Wahrnehmungen da gemacht als du schreibst? Aus der Region gibt es beunruhigende Meldungen
Weißt Du etwas über den genauen Ort und die näheren Umstände?Wie angesagt befuhren Otto & Wolfgang die Strandpassage ab Nouhakchott nordwärts. Dabei hatte sich Otto hoffnungslos im Sandstrand festgefahren (festgebacken) und die ansteigende Flut bedrohte bereits seinen Syncro.
Wie ging es denn mit Wolfgangs Bein weiter?Denn Otto hat ein Problem mit Wolfgang. Dieser hat sich am Fuss durch Aufkratzen eines Moskitostiches eine gewaltige Infektion eingefangen, die bereits das umliegende Gewebe angegriffen hat. Alles ist um die eiergross offene Wunde massiv angeschwollen und bläulich verfärbt - schaut gar nicht gut aus. Sie trauten sich nicht mehr, weiter zu fahren, obwohl Otto das Ziel Dakkar vor Augen hatte, um evtl. Wolfgang nach Deutschland ausfliegen zu lassen bzw. dort eine Klinik zu finden.
Alles Gute für Deine nächste Reise!
Gruß Bennemsi
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ChristophG
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Re: Westafrika-Reise 12/2008 bis 04/2009
Hallo Bennemsi,
hat leider gedauert mit meiner Antwort . . . und freue mich, wenn Dir mein Bericht der langsamen Reise gefallen hat.
Zu den Konfikten in der Casamance:
Leider geschehen durch die Rebellen auch Dinge mit denen diese Druck auf die Bewohner der Casamance durch Brutalität ausüben. So ist dort das Beispiel in aller Munde, dass die Rebellen den Chief eines Jola-Dorfes mehrfach entführten, um ihn unter massivem Druck dazu zu bringen, dass sich die Einwohner seines Dorfes den Rebellen anschliessen. Seine letztendliche Verweigerung führte im Falle seiner wiederholten Entführung zu seinem Tode durch die Rebellen, da er sich dem Anschluss weiterhin verweigerte. - Er tat dies wohl, um seine Dorfbewohner vor möglichem militärischen Zugriff zu schützen. Und er ist nicht der einzige Chief unter Druck.
Wichtig scheint mir: die Rebellen haben es nicht auf Reisende abgesehen! Lediglich die starke militärische Präsenz in der Region in Verbindung mit unzähligen Kontrollen kann den Reisenden abnerven.
Ich werde mich auf meiner nächsten Reise jedenfalls nicht davon abhalten lassen, diese wunderschöne Landschaft mit ihren liebenswerten Menschen zu besuchen.
Zur Strandpassage Mauretanien/Syncro festgebacken:
Leider kann ich zur genauen Stelle wo dies passierte keine Auskunft geben. Otto (der Festgebackene) hatte es mir so beschrieben: Sie mussten wegen des weichen Untergrundes nahe an der Wasserlinie fahren. Wolfgang fuhr mit seinem Syncro vorraus und Otto mit seinem Syncro genau in dessen Spuren. So ist es passiert, dass er im nachfolgenden Syncro dort versackte, wo der vorrausfahrende Syncro auf jungfräulichem Boden durch maschierte. - Beide hatten die Strandpassage auf früheren Reisen mehrfach problemlos gemeistert - sind erfahrene A-Reisende.
Moskitostich:
Erst aufgekratzt, dann nahezu Barfuss und sowieso verbandlos durch den Sandstrand gelaufen auf dem auch Rinderherden lagern, ihre Geschäfte verrichten. Das gab am Fuss diese hochgradige Infektion.
W wurde durch O (erfahrener A-Dr.) bestens betreut. Beständige Rückschritte durch Fehlverhalten und Überlastung (auch Fahren), was den Heilungsprozess sehr problematisch gestaltete. O konnte offensichtlich erst wieder ab Westsahara-Nord einigermassen selbständig die Heimreise fortsetzen.
He Bennemsi aus Klagenfurt??? Bist Du der Sepp aus Klagenfurt (oder war es Villach) mit dem Landy???
LG Christoph
hat leider gedauert mit meiner Antwort . . . und freue mich, wenn Dir mein Bericht der langsamen Reise gefallen hat.
Zu den Konfikten in der Casamance:
Leider geschehen durch die Rebellen auch Dinge mit denen diese Druck auf die Bewohner der Casamance durch Brutalität ausüben. So ist dort das Beispiel in aller Munde, dass die Rebellen den Chief eines Jola-Dorfes mehrfach entführten, um ihn unter massivem Druck dazu zu bringen, dass sich die Einwohner seines Dorfes den Rebellen anschliessen. Seine letztendliche Verweigerung führte im Falle seiner wiederholten Entführung zu seinem Tode durch die Rebellen, da er sich dem Anschluss weiterhin verweigerte. - Er tat dies wohl, um seine Dorfbewohner vor möglichem militärischen Zugriff zu schützen. Und er ist nicht der einzige Chief unter Druck.
Wichtig scheint mir: die Rebellen haben es nicht auf Reisende abgesehen! Lediglich die starke militärische Präsenz in der Region in Verbindung mit unzähligen Kontrollen kann den Reisenden abnerven.
Ich werde mich auf meiner nächsten Reise jedenfalls nicht davon abhalten lassen, diese wunderschöne Landschaft mit ihren liebenswerten Menschen zu besuchen.
Zur Strandpassage Mauretanien/Syncro festgebacken:
Leider kann ich zur genauen Stelle wo dies passierte keine Auskunft geben. Otto (der Festgebackene) hatte es mir so beschrieben: Sie mussten wegen des weichen Untergrundes nahe an der Wasserlinie fahren. Wolfgang fuhr mit seinem Syncro vorraus und Otto mit seinem Syncro genau in dessen Spuren. So ist es passiert, dass er im nachfolgenden Syncro dort versackte, wo der vorrausfahrende Syncro auf jungfräulichem Boden durch maschierte. - Beide hatten die Strandpassage auf früheren Reisen mehrfach problemlos gemeistert - sind erfahrene A-Reisende.
Moskitostich:
Erst aufgekratzt, dann nahezu Barfuss und sowieso verbandlos durch den Sandstrand gelaufen auf dem auch Rinderherden lagern, ihre Geschäfte verrichten. Das gab am Fuss diese hochgradige Infektion.
W wurde durch O (erfahrener A-Dr.) bestens betreut. Beständige Rückschritte durch Fehlverhalten und Überlastung (auch Fahren), was den Heilungsprozess sehr problematisch gestaltete. O konnte offensichtlich erst wieder ab Westsahara-Nord einigermassen selbständig die Heimreise fortsetzen.
He Bennemsi aus Klagenfurt??? Bist Du der Sepp aus Klagenfurt (oder war es Villach) mit dem Landy???
LG Christoph
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ChristophG
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Re: Westafrika-Reise 12/2008 bis 04/2009
Hallo Bennemsi,
hat leider gedauert mit meiner Antwort . . . und freue mich, wenn Dir mein Bericht der langsamen Reise gefallen hat.
Zu den Konfikten in der Casamance:
Leider geschehen durch die Rebellen auch Dinge mit denen diese Druck auf die Bewohner der Casamance durch Brutalität ausüben. So ist dort das Beispiel in aller Munde, dass die Rebellen den Chief eines Jola-Dorfes mehrfach entführten, um ihn unter massivem Druck dazu zu bringen, dass sich die Einwohner seines Dorfes den Rebellen anschliessen. Seine letztendliche Verweigerung führte im Falle seiner wiederholten Entführung zu seinem Tode durch die Rebellen, da er sich dem Anschluss weiterhin verweigerte. - Er tat dies wohl, um seine Dorfbewohner vor möglichem militärischen Zugriff zu schützen. Und er ist nicht der einzige Chief unter Druck.
Wichtig scheint mir: die Rebellen haben es nicht auf Reisende abgesehen! Lediglich die starke militärische Präsenz in der Region in Verbindung mit unzähligen Kontrollen kann den Reisenden abnerven.
Ich werde mich auf meiner nächsten Reise jedenfalls nicht davon abhalten lassen, diese wunderschöne Landschaft mit ihren liebenswerten Menschen zu besuchen.
Zur Strandpassage Mauretanien/Syncro festgebacken:
Leider kann ich zur genauen Stelle wo dies passierte keine Auskunft geben. Otto (der Festgebackene) hatte es mir so beschrieben: Sie mussten wegen des weichen Untergrundes nahe an der Wasserlinie fahren. Wolfgang fuhr mit seinem Syncro vorraus und Otto mit seinem Syncro genau in dessen Spuren. So ist es passiert, dass er im nachfolgenden Syncro dort versackte, wo der vorrausfahrende Syncro auf jungfräulichem Boden durch maschierte. - Beide hatten die Strandpassage auf früheren Reisen mehrfach problemlos gemeistert - sind erfahrene A-Reisende.
Moskitostich:
Erst aufgekratzt, dann nahezu Barfuss und sowieso verbandlos durch den Sandstrand gelaufen auf dem auch Rinderherden lagern, ihre Geschäfte verrichten. Das gab am Fuss diese hochgradige Infektion.
W wurde durch O (erfahrener A-Dr.) bestens betreut. Beständige Rückschritte durch Fehlverhalten und Überlastung (auch Fahren), was den Heilungsprozess sehr problematisch gestaltete. O konnte offensichtlich erst wieder ab Westsahara-Nord einigermassen selbständig die Heimreise fortsetzen.
He Bennemsi aus Klagenfurt??? Bist Du der Sepp aus Klagenfurt (oder war es Villach) mit dem Landy???
LG Christoph
hat leider gedauert mit meiner Antwort . . . und freue mich, wenn Dir mein Bericht der langsamen Reise gefallen hat.
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Leider geschehen durch die Rebellen auch Dinge mit denen diese Druck auf die Bewohner der Casamance durch Brutalität ausüben. So ist dort das Beispiel in aller Munde, dass die Rebellen den Chief eines Jola-Dorfes mehrfach entführten, um ihn unter massivem Druck dazu zu bringen, dass sich die Einwohner seines Dorfes den Rebellen anschliessen. Seine letztendliche Verweigerung führte im Falle seiner wiederholten Entführung zu seinem Tode durch die Rebellen, da er sich dem Anschluss weiterhin verweigerte. - Er tat dies wohl, um seine Dorfbewohner vor möglichem militärischen Zugriff zu schützen. Und er ist nicht der einzige Chief unter Druck.
Wichtig scheint mir: die Rebellen haben es nicht auf Reisende abgesehen! Lediglich die starke militärische Präsenz in der Region in Verbindung mit unzähligen Kontrollen kann den Reisenden abnerven.
Ich werde mich auf meiner nächsten Reise jedenfalls nicht davon abhalten lassen, diese wunderschöne Landschaft mit ihren liebenswerten Menschen zu besuchen.
Zur Strandpassage Mauretanien/Syncro festgebacken:
Leider kann ich zur genauen Stelle wo dies passierte keine Auskunft geben. Otto (der Festgebackene) hatte es mir so beschrieben: Sie mussten wegen des weichen Untergrundes nahe an der Wasserlinie fahren. Wolfgang fuhr mit seinem Syncro vorraus und Otto mit seinem Syncro genau in dessen Spuren. So ist es passiert, dass er im nachfolgenden Syncro dort versackte, wo der vorrausfahrende Syncro auf jungfräulichem Boden durch maschierte. - Beide hatten die Strandpassage auf früheren Reisen mehrfach problemlos gemeistert - sind erfahrene A-Reisende.
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Erst aufgekratzt, dann nahezu Barfuss und sowieso verbandlos durch den Sandstrand gelaufen auf dem auch Rinderherden lagern, ihre Geschäfte verrichten. Das gab am Fuss diese hochgradige Infektion.
W wurde durch O (erfahrener A-Dr.) bestens betreut. Beständige Rückschritte durch Fehlverhalten und Überlastung (auch Fahren), was den Heilungsprozess sehr problematisch gestaltete. O konnte offensichtlich erst wieder ab Westsahara-Nord einigermassen selbständig die Heimreise fortsetzen.
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LG Christoph
- Wolfgang131
- Beiträge: 345
- Registriert: Mi 2. Sep 2009, 13:17
Re: Westafrika-Reise 12/2008 bis 04/2009
Hallo Christoph, habe gerade Deinen Beitrag mit den schönen Fotos gesehen. Weckt gleich wieder das Fernweh! Zwei Anmerkungen: die Strandpassage ist eigentl. einfach zu fahren, aber wir waren etwas überheblich, weil wir den Luftdruck nicht reduziert und auch keine langen Bergegurte dabei hatten. Zudem hat Otto, der vorausfuhr den festen Spülsaum wegen einer Pfütze verlassen. Im weichen Boden sackt man sofort ab - da helfen auch keine Sandbleche. Ein Toyotafahrer hat uns herausgezogen. Zur Infektion: Hätten wir geahnt, daß aus der Stecknadelgroßen Wunde eine große Infektion werden würde, wären wir mit Sicherheit in Banjul geblieben statt ins Hinterland zu fahren. Natürlich hätte ich mir auch ein sauberes Zimmer nehmen müssen. Aber auf über 200.000 Afrika-Kilometern hatte ich nie Probleme. Mein Traum auf dem Landweg nach Indien wird nichts - vielleicht sehen wir uns wieder in Afrika. Fahre wieder in den Senegal und nach Atar. Tschüs Wolfgang 131ChristophG hat geschrieben:Jetzt gebe ich auch meinen Senf dazu.
Bin ein alter Knochen, habe nicht so viel Reiseerfahrung wie die Meisten von euch. Und es war meine erste (und langsame) Westafrika-Reise in einem alten MB 407 mit lächerlichen 72 PS bis Gambia und zurück.
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