Westafrika-Vierteiler

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horst.k
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Registriert: So 29. Jan 2006, 09:57

Westafrika-Vierteiler

Beitrag von horst.k »

Hallo zusammen,

unsere Westafrika-Reise ist seit Ostern abgeschlossen, wir sind diesmal samt Toyo zuhause, letztendlich wurde es eine Reise in vier Teilen.

Im ersten Teil im Dezember 2007 waren wir ja von daheim aus nach Gambia gefahren, Schwerpunkt dieser Reise war Mauretanien, über ein paar Punkte habe ich berichtet.
Über den Ben Amira an der Eisenbahnpiste, den man ganz im Gegensatz zum größten Monolithen meist für sich alleine hat, dafür kann er gern ein wenig flacher sein. viewtopic.php?t=207&postdays=0&postorder=asc&start=15

Oder Ksar el Barka, an keiner anderen Stelle der Sahara haben wir je so toll erhaltene alte Siedlungsspuren gesehen. viewtopic.php?t=37411&highlight=

Auch über schöne Gueltas im Tagant viewtopic.php?t=36274&highlight=
und schließlich den Tamourt Bougari, an dem wir neben anderem Getier auch reichlich Krokodile in toller Umgebung beobachten konnten. viewtopic.php?t=35350&highlight=

Wir hatten einen wunderschönen Wüsten-Urlaub, an Heiligabend sind wir aus Mauretanien Richtung Süden ausgereist und haben dann wenige Stunden später von der Ermordung der Franzosen erfahren. Dies hat uns sehr betroffen gemacht.
Am Ende des ersten Teiles haben wir dann unser Auto mal wieder beim Camping Sukuta abgestellt.


Der zweite Teil war unsere Mali-Runde im Frühjahr 2008, von Anfang bis Ende ein toller, stimmungsvoller Urlaub ohne jedes Problem.
Auf abgelegenen Pisten durch schöne Landschaften und nette Dörfer im Südwesten, entlang der Falaise de Bandiagara mit Wanderungen in die Dörfer der Dogon, das Niger-Binnendelta mit der Lehmarchitektur der Städte und das pulsierende Leben am Fluss.
Emotionaler Höhepunkt aber war das Aufstöbern von Wüstenelefanten in der Gourma-Region am Mare Banzena. viewtopic.php?t=36583&highlight=
Auch dieser Urlaub hat wieder in Gambia geendet.


Teil 3 war die Guinea-Reise im Dezember 2008, wir hatten uns mächtig darauf gefreut, waren wir doch vor 10 Jahren schon dort und hatten damals das für uns ursprünglichste Stück Afrika kennengelernt.
Diesmal erlebten wir so etwas wie ein Wechselbad der Gefühle, einerseits ist Guinea landschaftlich sehr schön und abwechslungsreich und die Bevölkerung ganz überwiegend freundlich, andererseits ist es viel hektischer geworden und es gab doch einige Irritationen bis hin zum Putsch, der einiges durcheinander gebracht hat. Es war Heiligabend, als wir beratschlagten, wie es weitergehen soll (die Weihnachtspizza im Hotel Tata hat trotzdem super geschmeckt!!).
viewtopic.php?t=38931&highlight=

Der vierte und letzte Teil war ab Ende März bis Ostern. Wir hatten nur zweieinhalb Wochen Urlaub und so ging es mehr darum, unseren Toyo heimzuholen. Zeit nehmen wollten wir uns aber für Marokkos Osten.

Wir sind an einem Donnerstag mit Brussels Airlines geflogen und hatten 46 kg Freigepäck pro Person, das war auch bitter nötig, da wir einen guten Zentner Federblätter dabei hatten. Der Zoll war hartnäckiger als sonst, aber letztendlich konnten wir ohne Gebühren passieren, eine Kopie des Carnets war hilfreich.

Am Freitag haben wir zuerst die gebrochenen Federblätter getauscht, ging problemlos da alles gängig war und wir bereits einige Übung hatten.
Ich habe dabei an den netten Verkäufer in Sydney denken müssen, der sich bei der Umrüstung unseres Toyo standhaft geweigert hatte, mir ein paar Ersatzfederblätter mit zu verkaufen, weil ein OME-Fahrwerk eine Million km hält, na ja, der war wahrscheinlich noch nie in Afrika unterwegs, Schwamm drüber.

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kein Kommentar

Samstags haben wir uns dann von Claudia und Joe verabschiedet und etwas wehmütig die zweite Heimat unseres Toyo verlassen.
Wir konnten erst um 13:00 Uhr starten, denn es war der letzte Samstag des Monats und damit war Cleaning Day, d.h. alle Autos ohne Ausnahmegenehmigung müssen stehen bleiben und es wird aufgeräumt (theoretisch).
Wir hatten zuerst befürchtet (typisch deutsch), daß danach alle gleichzeitig losfahren und das Chaos an der Fähre ausbricht, Joe hatte gemeint vielleicht bleiben die Leute den Rest des Tages auch noch liegen und so war´s dann auch. Wir waren die einzigen am Kassenhäuschen, gleich darauf hat eine Fähre angelegt und wir sind als erste draufgefahren. So schnell sind wir noch nie über den Gambia River gekommen. Unser Tip, übersetzen am Cleaning Day!

Genauso schnell sind wir in den Senegal eingereist und noch bis 20 km vor Kaolack gefahren. So konnten wir bereits am frühen Nachmittag des nächsten Tages mal wieder in der Zebrabar einkehren.
Am nächsten Morgen sind wir bei Diama nach Mauretanien eingereist. Auch durch Mauretanien und die Westsahara sind wir zügig wie die

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(gesehen entlang der Dammpiste, gab richtig viele davon)

gefahren (im Tagebuch steht fahren, fahren, fahren…), ab dem Anti-Atlas haben wir es dann gemütlicher angehen lassen und sind auch auf kleine Pisten abgebogen, die durch tolle Berg- und Wüstenregionen geführt haben.

Auf dem Weg zum Lac Iriki haben uns Einheimische aufgehalten und darauf hingewiesen, daß es sehr viel Wasser hätte, haben wir gedacht ist ja toll, schauen wir uns auf jeden Fall an. Daß es dann nicht einfach einen See zu sehen gab, sondern in weiten Bereichen mächtig schlammig war, hat uns dann doch überrascht. So haben wir dann an vielen Stellen nach machbaren Passagen suchen müssen, sind im Zick-Zack nach NO Richtung Mhamid geschlittert und haben uns zentnerweise Schlamm unter und übers Auto geschleudert.

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zuviel gepumpt?

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Zum Ausgleich konnten wir am Abend ein tolles Camp in den Dünen des Erg M´hazil beziehen, etwas Entspannung konnten wir schon gebrauchen, am nächsten Tag haben wir uns viel Zeit gelassen.

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Weiter sind wir die Piste über den Tizi-n-Tafilalet Richtung Tazzarine durch schöne bergige Landschaft, am Nachmittag haben wir einen traumhaften Übernachtungsplatz auf einem Hochplateau umgeben von Bergen gefunden. Am Abend sind wir noch viel herumgeklettert und es gab einiges zu entdecken.

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Camp und Umgebung von oben

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Agame, hat sich bereitwillig fotografieren lassen ohne ein Cadeau zu verlangen

Am nächsten Morgen sind wir weiter zu den Felsgravuren von Ait Quasik südlich von Tazzarine, so eine Vielzahl von Gravuren auf engstem Raum haben wir noch selten gesehen.

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nur eine Gravur von sehr vielen

Neugierig wie wir sind, sind wir dann zum Erg Chebbi, ist ja mächtig viel los in der Gegend, vor allem Spanier waren unterwegs. Beim herumsteigen in den Dünen hatten wir schon ein bisschen Angst, überfahren zu werden, irgendwie hatten wir Ergs einsamer in Erinnerung.
Auch hier war es recht nass, bei Merzouga reichte der Dayet Sri, ein flacher See bis zum Camping heran. Wir haben beim Hotel-Camping Ksar Scania Quartier bezogen, schon vor zwei Jahren hat der Regen alles kaputt gemacht und alles muß mit viel Engagement neu aufgebaut werden.

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Erg Chebbi mit Blumen

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Dayet Sri
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Auf dem Weg nach Norden haben wir noch den degree-confluence 34°N 3°W in Angriff genommen.
Für uns ist das eine interessante Angelegenheit, man fährt wo hin, wo man sonst nicht hinkäme, man schaut sich die Gegend genauer an, die Frage ist der Punkt überhaupt erreichbar bzw. wie schwierig ist spannend, ist ein bisschen wie früher Entdecker zu spielen.
Und die Gegend um Debdou war den Umweg wahrlich wert.
http://www.confluence.org/confluence.php?visitid=15944


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letzte Übernachtung auf afrikanischem Boden in den Bergen bei Debdou

Schließlich ging es weiter nach Mellilla und dort auf die Fähre nach Spanien.
Auch wenn es nur ein paar Tage waren, hat uns Marokko doch alle Elemente einer Wüstenreise geboten, wenn auch alles etwas kleiner und weniger einsam ist.

Fazit unseres Vierteilers insgesamt - Wir haben ganz überwiegend die Faszination ganz unterschiedlicher Regionen Westafrikas erlebt, aber auch deren Probleme, vielleicht war es ja die heutzutage ganz normale Mischung.
Wann und wohin es weiter geht, noch keine Ahnung, aber hoffentlich geht´s bald mal wieder los.

Viele Grüße
Horst
horst.k
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Registriert: So 29. Jan 2006, 09:57

Re: Westafrika-Vierteiler

Beitrag von horst.k »

Hallo zusammen,

mir ist aufgefallen, dass imageshack wohl ein paar Bilder vergessen hat, zumindest zeigt es bei mir einige nicht an, hier zur Ergänzung.

Zu Gueltas im Tagant, das erste Guelta

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Zur Guinea-Reise

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Bossou

Welches Elefantenbild fehlt, weiß ich nicht mehr, aber sind ja noch genügend übrig.

Viele Grüße
Horst
Kuno
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Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
Wohnort: Dort wo andere Ferien machen.
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Re: Westafrika-Vierteiler

Beitrag von Kuno »

Sehr schoene Fotos!
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