Libyen - Wasserdepot 143 km nördlich von Waw an Namous
Moderator: Moderatoren
Libyen - Wasserdepot 143 km nördlich von Waw an Namous
Hallo,
beim Stöbern in einem alten Logbuch (1996) bin ich an eine abenteuerlich Geschichte erinnert worden.
Am Waw en Namous hatten mein Freund und ich uns lange überlegt, wie wir wohl auch im Alleingang mit vertretbarem Risiko solo nach Zella fahren konnten. Die gerade am Waw befindliche Gruppe von Touristen war uns zu suspekt/gefrustet (besonders der "Chef" mir Know-how Monopol - abgesehen von einem netten, jüngeren Pärchen).
Am Ende kamen wir zum Schluss, dass ein Wasserdepot bei ca. 1/3 der Reisedistanz logistisch optimal ist und im schlimmsten Fall nur 150km Fussmarsch ohne Wasserversorgung bedeuten würden, also machbar ;-)
Wir deponierten also einen (blauen) Kanister mit 20l Wasser bei:
N25° 59' 18.1"
E18.10' 24.1"
auf dem Gipfel einer markanten, lokalen Erhebung, unter einigen Steinen getarnt/geschützt.
Das muss am 31.1. oder 1.1. 1996 gewesen sein.
Wir waren damals mit einem roten Land Rover 109 SIIa von 1962 unterwegs (falls sich jemand an uns erinnern sollte.)
Die Reise ging gut zu Ende und wird uns als absolutes Highlight in Erinnerung bleiben.
Ich bin nun neugierig, ob es das Wasserdepot noch gibt oder ob jemand es in der Vergangenheit gefunden hat.
Besonders würde ich mich über Fotos freuen (Überraschung für den Reisepartner).
Ich bin gespannt!
Viele Grüsse, Yves
beim Stöbern in einem alten Logbuch (1996) bin ich an eine abenteuerlich Geschichte erinnert worden.
Am Waw en Namous hatten mein Freund und ich uns lange überlegt, wie wir wohl auch im Alleingang mit vertretbarem Risiko solo nach Zella fahren konnten. Die gerade am Waw befindliche Gruppe von Touristen war uns zu suspekt/gefrustet (besonders der "Chef" mir Know-how Monopol - abgesehen von einem netten, jüngeren Pärchen).
Am Ende kamen wir zum Schluss, dass ein Wasserdepot bei ca. 1/3 der Reisedistanz logistisch optimal ist und im schlimmsten Fall nur 150km Fussmarsch ohne Wasserversorgung bedeuten würden, also machbar ;-)
Wir deponierten also einen (blauen) Kanister mit 20l Wasser bei:
N25° 59' 18.1"
E18.10' 24.1"
auf dem Gipfel einer markanten, lokalen Erhebung, unter einigen Steinen getarnt/geschützt.
Das muss am 31.1. oder 1.1. 1996 gewesen sein.
Wir waren damals mit einem roten Land Rover 109 SIIa von 1962 unterwegs (falls sich jemand an uns erinnern sollte.)
Die Reise ging gut zu Ende und wird uns als absolutes Highlight in Erinnerung bleiben.
Ich bin nun neugierig, ob es das Wasserdepot noch gibt oder ob jemand es in der Vergangenheit gefunden hat.
Besonders würde ich mich über Fotos freuen (Überraschung für den Reisepartner).
Ich bin gespannt!
Viele Grüsse, Yves
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Kuno
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Re: Libyen - Wasserdepot 143 km nördlich von Waw an Namous
Das ist also die Erklaerung fuer diesen blauen Punkt, den man in Google Earth sehen kann?
Wuerde gerne nachschauen gehen - geht aber nun nicht mehr
Wuerde gerne nachschauen gehen - geht aber nun nicht mehr
Re: Libyen - Wasserdepot 143 km nördlich von Waw an Namous
Hallo Yves
Coole Geschichte. Wäre 2006 (http://en.wikipedia.org/wiki/Solar_ecli ... h_29,_2006) fast hingefahren. Sobald der Chef dort ausgewechselt ist oder sich beruhigt hat, werde ich dein Fass suchen gehen.
Gruss
Martin
Coole Geschichte. Wäre 2006 (http://en.wikipedia.org/wiki/Solar_ecli ... h_29,_2006) fast hingefahren. Sobald der Chef dort ausgewechselt ist oder sich beruhigt hat, werde ich dein Fass suchen gehen.
Gruss
Martin
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Wolfgang K
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Re: Libyen - Wasserdepot 143 km nördlich von Waw an Namous
Hallo Yves !
Werde mal danach schauen und ein Bild machen.
Traditionell ist es eigentlich geboten noch eine kleine Grußnachricht zu hinterlassen, oder?!
Herzliche Grüße
Wolfgang
Werde mal danach schauen und ein Bild machen.
Traditionell ist es eigentlich geboten noch eine kleine Grußnachricht zu hinterlassen, oder?!
Herzliche Grüße
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Wolfgang K
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Re: Libyen - Wasserdepot 143 km nördlich von Waw an Namous
Sehe gerade, dass wir da vor gut nem Jahr 4km dran vorbei gefahren sind. WENN ICH DAS WEWUSST HÄTTE 
Re: Wasserdepot 143 km nördlich von Waw an Namous / Libyen
20 liter für zwei personen auf 150 kilometer finde ich aber knapp, auch im winter. klar, machbar, aber doch schon ein risiko, oder wie sehen eure erfahrungen mit wüstenmärschen und wasser aus, liebe wüstenschiffer?yves hat geschrieben:...und im schlimmsten Fall nur 150km Fussmarsch ohne Wasserversorgung bedeuten würden, also machbar![]()
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Kuno
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Re: Libyen - Wasserdepot 143 km nördlich von Waw an Namous
Das waere ja -wenn ich es richtig verstanden habe- auch nur ein Wasserdepot auf der Strecke gewesen.
Die beiden haetten ja auch noch die Wasserreserven aus dem Auto auf den Marsch mitnehmen koennen.
Wenn unterwegs noch einmal 20 Liter deponiert sind erhoeht das die Reichweite entschieden - und mit dem grossen Vorteil, dass man genau diese 20 Liter nicht von Anfang an mitschleppen muss.
Die beiden haetten ja auch noch die Wasserreserven aus dem Auto auf den Marsch mitnehmen koennen.
Wenn unterwegs noch einmal 20 Liter deponiert sind erhoeht das die Reichweite entschieden - und mit dem grossen Vorteil, dass man genau diese 20 Liter nicht von Anfang an mitschleppen muss.
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trapperjoe
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Re: Libyen - Wasserdepot 143 km nördlich von Waw an Namous
Und schon sind wir mittendrin in der Sir Vival Diskussion.
Ich hab mich vor 2 Jahren mit diesen Fragen beschäftigt und in der Norddeutschen Tiefebene Selbstversuche gemacht. Soll heißen: Wandertage am Wochenende bei vollen Gepäck. Das waren Touren im Hochsommer mit Distanzen zwischen 40-50 km.
Ich hatte also ~13kg Gepäck am Rücken und habe für 20 km 1 l Wasser gebraucht.
Am Abend konnte ich natürlich in einem Bett schlafen und den eigenen Flüssigkeitshaushalt mit genügend Bier kompensieren.
Ich sehe hier das primäre Problem in der Beförderung des Wassers. Immerhin wären es 10 kg extra pro Nase.
Ich hab mich vor 2 Jahren mit diesen Fragen beschäftigt und in der Norddeutschen Tiefebene Selbstversuche gemacht. Soll heißen: Wandertage am Wochenende bei vollen Gepäck. Das waren Touren im Hochsommer mit Distanzen zwischen 40-50 km.
Ich hatte also ~13kg Gepäck am Rücken und habe für 20 km 1 l Wasser gebraucht.
Am Abend konnte ich natürlich in einem Bett schlafen und den eigenen Flüssigkeitshaushalt mit genügend Bier kompensieren.
Ich sehe hier das primäre Problem in der Beförderung des Wassers. Immerhin wären es 10 kg extra pro Nase.
mit freundlichen Grüßen
trapperjoe
trapperjoe
Re: Libyen - Wasserdepot 143 km nördlich von Waw an Namous
spannend, aber leider nicht mit den klimatischen gegebenheiten in der sahara zu vergleichen, auch im hochsommer nicht, da die luftfeuchtigkeit nicht übereinstimmt.trapperjoe hat geschrieben:Norddeutschen Tiefebene
du bist da scheint's ein echt fitter bursche, respekt!mit Distanzen zwischen 40-50 km. .
selbst 30 kilometer sind schon für ungeübte schon eine herausforderung, und dann noch auf evtl. unebenem steinboden oder gar im tiefen und feinen wüstensand.
richtig, sehe ich genauso.Ich sehe hier das primäre Problem in der Beförderung des Wassers. Immerhin wären es 10 kg extra pro Nase.
also nur nachts wandern, um wasser zu sparen? bloss nicht bei neumond, um sich nicht zu verirren? wie das zu planen?
Re: Libyen - Wasserdepot 143 km nördlich von Waw an Namous
Wir gucken auch mal.........
Servuz Thomas
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Franz (UNI)Murr
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- Registriert: So 29. Jan 2006, 17:42
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Re: Libyen - Wasserdepot 143 km nördlich von Waw an Namous
Hallo Forum,
als notorischer Sicherheitsfanatiker habe ich das auch schon mal ausprobiert im Niger in der Tenere im Winter. Allerdings mit Fahrzeugbegleitung.
Ich hatte 10 Liter Wasser und ein Säckchen Datteln dabei. Ingesamt 15kg Gesamtgepäck. Nach drei Tagen und 50km war Schluß.
Bilanz: im Winter genügen 5Liter Wasser am Tag bei systematischem, energiesparendem Laufen. Auf Sand waren nicht mehr als 15km am Tag drin. Das Laufen kostet unglaublich viel Kraft. Ein steiniger Abschnitt beendete das Experiment mit einem verstauchten Knöchel.
Sandalen haben sich bewährt. Mit festen Schuhen gab es Blasen.
Wie so ein Fußmarsch läuft, wenn noch die psychische Last des Alleinelaufens in einer Notsituation hinzu kommt, mußte ich allahseidank noch nicht ausprobieren.
Ich glaube, dass bei einem untrainierten Wüstenfahrer 50km die Schallgrenze sind. Spannend war das Experiment allemal und bescherte mir jede Menge Erkenntnisse. Es gibt seither einen gepackten Rucksack im Unimog, der alle nötigen Utensilien enthält und nur mit Datteln und Wasser ergänzt werden muss im Notfall.
Grüße
Franz
als notorischer Sicherheitsfanatiker habe ich das auch schon mal ausprobiert im Niger in der Tenere im Winter. Allerdings mit Fahrzeugbegleitung.
Ich hatte 10 Liter Wasser und ein Säckchen Datteln dabei. Ingesamt 15kg Gesamtgepäck. Nach drei Tagen und 50km war Schluß.
Bilanz: im Winter genügen 5Liter Wasser am Tag bei systematischem, energiesparendem Laufen. Auf Sand waren nicht mehr als 15km am Tag drin. Das Laufen kostet unglaublich viel Kraft. Ein steiniger Abschnitt beendete das Experiment mit einem verstauchten Knöchel.
Sandalen haben sich bewährt. Mit festen Schuhen gab es Blasen.
Wie so ein Fußmarsch läuft, wenn noch die psychische Last des Alleinelaufens in einer Notsituation hinzu kommt, mußte ich allahseidank noch nicht ausprobieren.
Ich glaube, dass bei einem untrainierten Wüstenfahrer 50km die Schallgrenze sind. Spannend war das Experiment allemal und bescherte mir jede Menge Erkenntnisse. Es gibt seither einen gepackten Rucksack im Unimog, der alle nötigen Utensilien enthält und nur mit Datteln und Wasser ergänzt werden muss im Notfall.
Grüße
Franz
Der Mensch braucht zuweilen etwas Wüste. Das Sein in der Wüste ist wie Yoga für meine Seele.
-
Alexander
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- Beiträge: 24253
- Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
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Re: Libyen - Wasserdepot 143 km nördlich von Waw an Namous
Hallo Wüstenwanderer,
dieses Thema paßt ja ganz gut - und Dank an Yves, dass du es hier eröffnet hast. Ich komme gerade zurück aus Ägypten von einer Wüstenwanderung. Der Bericht dazu entsteht gerade
hier
Meine Wanderung dauerte 7 Tage und legte dabei ca. 85 Kilometer zurück. Die täglichen Etappen betrugen min. 2 km und max. 15 km. Da ich nicht auf der Flucht war
und die Wüste auch genießen wollte, habe ich mir Zeit gelassen. Das Anfangsgewicht des Rucksacks lag bei 30 Kilo davon 18 Liter Wasser. Der Wasserverbrauch schwankte stark zwischen 2,2 und 4,5 Liter was daran lag, dass ich teilweise auch in der brütenden Mittagssonne ohne Wind versucht habe, ob dies möglich ist. Grundsätzlich war Start am Morgen gegen 04:30 und 05:00 Uhr. Wenn ein schattiges Plätzchen hinter einem Felsen zur Verfügung stand, wurde das für ein Mittagsschläfchen genutzt. 
Auf jeden Fall ist eine gute körperliche Kondition und eine gute psychische Verfassung notwendig. Davon und von der mitgeführten Wassermenge ist die Reichweite abhängig, die individuell natürlich auch von der Jahreszeit und vom Wandersmann bestimmt wird.
Grüsse
Alexander
dieses Thema paßt ja ganz gut - und Dank an Yves, dass du es hier eröffnet hast. Ich komme gerade zurück aus Ägypten von einer Wüstenwanderung. Der Bericht dazu entsteht gerade
Meine Wanderung dauerte 7 Tage und legte dabei ca. 85 Kilometer zurück. Die täglichen Etappen betrugen min. 2 km und max. 15 km. Da ich nicht auf der Flucht war
Auf jeden Fall ist eine gute körperliche Kondition und eine gute psychische Verfassung notwendig. Davon und von der mitgeführten Wassermenge ist die Reichweite abhängig, die individuell natürlich auch von der Jahreszeit und vom Wandersmann bestimmt wird.
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Re: Libyen - Wasserdepot 143 km nördlich von Waw an Namous
Leider hat es nicht ganz in unseren Zeitplan reingepasst, bzw. haben wir den Kanister "sausen" lassen und stattdessen den Waw En Namous im Licht der Morgensonne bestiegen.ThomasFS hat geschrieben:Wir gucken auch mal.........
Sorry .......
Servuz Thomas
-
Wolfgang K
- Beiträge: 2195
- Registriert: Fr 25. Nov 2005, 13:50
- Wohnort: bei Mainz
Re: Libyen - Wasserdepot 143 km nördlich von Waw an Namous
Hallo Yves,
da isser!
Irgendwann hat das Sonnelicht wohl dem Plastik den Garaus gemacht und er ist ausgelaufen. Dann hat es hat ihn vom Felsen geweht. Er liegt jetzt gut 50m nördlich.


Es war aber ein Mitstreiter vor uns da. Irgendjemand der einen barfüßigen Mitfahrer hat
.
Grüße Wolfgang
da isser!
Irgendwann hat das Sonnelicht wohl dem Plastik den Garaus gemacht und er ist ausgelaufen. Dann hat es hat ihn vom Felsen geweht. Er liegt jetzt gut 50m nördlich.


Es war aber ein Mitstreiter vor uns da. Irgendjemand der einen barfüßigen Mitfahrer hat
Grüße Wolfgang
Re: Libyen - Wasserdepot 143 km nördlich von Waw an Namous
Wolfgang,
absolut genial, dass du dir die Mühe gemacht hast dort vorbei zu fahren und dann auch noch den Kanister gefunden hast.
Es wäre zu schön gewesen, wenn er noch gefüllt gewesen wäre.
Es erstaunt, das der Deckel nicht mehr drauf war. Möglicherweise ist der Druck im Sommer zu gross geworden?
Danke für die Fotos, ich mache mich mal auf die Suche nach der Email Adresse meines damaligen Reisepartners.
Herzliche Grüsse, Yves
absolut genial, dass du dir die Mühe gemacht hast dort vorbei zu fahren und dann auch noch den Kanister gefunden hast.
Es wäre zu schön gewesen, wenn er noch gefüllt gewesen wäre.
Es erstaunt, das der Deckel nicht mehr drauf war. Möglicherweise ist der Druck im Sommer zu gross geworden?
Danke für die Fotos, ich mache mich mal auf die Suche nach der Email Adresse meines damaligen Reisepartners.
Herzliche Grüsse, Yves

