Marokko - Piste Assa, M'sied, Tan Tan
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Marokko - Piste Assa, M'sied, Tan Tan
Guten Morgen liebe Community
Wir sind im Moment in Marokko unterwegs und würden in ein paar Tagen gerne die oben erwähnte Piste fahren. Im Internet haben wir davon gelesen, dass die Piste teilweise noch vermint ein soll. Diese Informationen sind jedoch schon über 10 Jahre alt. Weiss jemand wie die Situation im Moment ist?
Gruss Muri
Wir sind im Moment in Marokko unterwegs und würden in ein paar Tagen gerne die oben erwähnte Piste fahren. Im Internet haben wir davon gelesen, dass die Piste teilweise noch vermint ein soll. Diese Informationen sind jedoch schon über 10 Jahre alt. Weiss jemand wie die Situation im Moment ist?
Gruss Muri
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Barbara4x4
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Re: Marokko - Piste Assa, M'sied, Tan Tan
Hallo Muri,
zur aktuellen Situation kann ich wenig beitragen, nur die Anmerkung, daß die katastrophalen Regenfälle im November Minen und UXOs verlagert haben können.
Erhöhtes Risiko besteht im Bereich südlich des Dra, diese Gebiete waren vermint, wurden zwar gesäubert, aber man kann nicht sicher sein, daß alles gefunden wurde. Laut Landminenreport kam es dort auch in den letzten 10 Jahren, also nach der Räumung, zu Vorfällen mit Minen.
Die Piste ist eine alte Militärpiste, also durch die sog. "Dakar-Hügel" gekennzeichnet und wurde auch von der Dakar sehr oft benutzt. Solange man auf rezenten Spuren bleibt sehe ich kein Risiko. Höchstens das Risiko, den Wagen in der Gaat Foum Yeraifiya zu versenken
Viele Grüße
Barbara
zur aktuellen Situation kann ich wenig beitragen, nur die Anmerkung, daß die katastrophalen Regenfälle im November Minen und UXOs verlagert haben können.
Erhöhtes Risiko besteht im Bereich südlich des Dra, diese Gebiete waren vermint, wurden zwar gesäubert, aber man kann nicht sicher sein, daß alles gefunden wurde. Laut Landminenreport kam es dort auch in den letzten 10 Jahren, also nach der Räumung, zu Vorfällen mit Minen.
Die Piste ist eine alte Militärpiste, also durch die sog. "Dakar-Hügel" gekennzeichnet und wurde auch von der Dakar sehr oft benutzt. Solange man auf rezenten Spuren bleibt sehe ich kein Risiko. Höchstens das Risiko, den Wagen in der Gaat Foum Yeraifiya zu versenken
Viele Grüße
Barbara
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Ralf Kiefer
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- Registriert: Di 1. Aug 2006, 12:13
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Re: Marokko - Piste Assa, M'sied, Tan Tan
Hallo!
Gruß, Ralf
Ich habe gerade auf Google Earth geschaut, wie der Verlauf der Piste sein könnte. Die charakteristischen "Dakar-Hügel" habe ich zwar nicht gefunden, aber eine interessante Stelle ist hier: 28° 6.176'N 10° 49.358'W . Was haben die denn dort gemacht? Es sieht aus wie umgepflügt, nur sieht es überhaupt nicht nach Ackerbau aus. Minenräumung? Die Stelle ist inmitten des letzten Flußbetts, IMHO.Barbara4x4 hat geschrieben: Die Piste ist eine alte Militärpiste, also durch die sog. "Dakar-Hügel" gekennzeichnet und wurde auch von der Dakar sehr oft benutzt. Solange man auf rezenten Spuren bleibt sehe ich kein Risiko.
Gruß, Ralf
Re: Marokko - Piste Assa, M'sied, Tan Tan
Ola Ralf,
... meiner Ansicht nach sind das landwirtschaftliche Ackerflächen ...
Das kenne ich aus diversen Flusstälern in Marokko ...
... meiner Ansicht nach sind das landwirtschaftliche Ackerflächen ...
Das kenne ich aus diversen Flusstälern in Marokko ...
[:o]==[o:]
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Ralf Kiefer
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Re: Marokko - Piste Assa, M'sied, Tan Tan
Das sieht mir trotz des Flußtals und der vermutlich feuchtesten Stelle weit und breit immer noch sehr trocken aus. Die restliche Vegetation ist auch nicht gerade üppig. Was wird denn dort angebaut? Getreide?joao hat geschrieben: ... meiner Ansicht nach sind das landwirtschaftliche Ackerflächen ...
Das kenne ich aus diversen Flusstälern in Marokko ...
Meine Idee wg. der Minen kommt daher, daß an dieser Stelle ein Stückchen Schwemmland ist. D.h. weggeschwemmte Minen aus oberhalb liegenden Gebieten würde ich am Wahrscheinlichsten in solchen Flächen vermuten.
Und überhaupt: wie häufig kommt an dieser Stelle vom Draa-Tal überhaupt oberirdisch Wasser vorbei? Wie war das vor ein paar Wochen, als die ganze Gegend recht viel abbekommen hat?
Gruß, Ralf
Re: Marokko - Piste Assa, M'sied, Tan Tan
Ola Ralf,Ralf Kiefer hat geschrieben: Das sieht mir trotz des Flußtals und der vermutlich feuchtesten Stelle weit und breit immer noch sehr trocken aus. Die restliche Vegetation ist auch nicht gerade üppig. Was wird denn dort angebaut? Getreide?
Gruß, Ralf
es ist unglaublich auf welch kargen, steinigen, trockenen Böden Anstrengungen unternommen werden,
der Natur noch eine karge Ernte abzutrotzen .......
Hier ein paar Beispiele aus dem Oued Assif, nördl von Icht:
- Dateianhänge
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- Oued Assif
[:o]==[o:]
Re: Marokko - Piste Assa, M'sied, Tan Tan
... zu den Mienen: Deine Vermutung mag zutreffen, jedoch wie du selber schreibst: "vermutlich" ...Ralf Kiefer hat geschrieben: Meine Idee wg. der Minen kommt daher, daß an dieser Stelle ein Stückchen Schwemmland ist. D.h. weggeschwemmte Minen aus oberhalb liegenden Gebieten würde ich am Wahrscheinlichsten in solchen Flächen vermuten.
Und überhaupt: wie häufig kommt an dieser Stelle vom Draa-Tal überhaupt oberirdisch Wasser vorbei? Wie war das vor ein paar Wochen, als die ganze Gegend recht viel abbekommen hat?
Gruß, Ralf
Der "Teufelskram" kann sich ja letztendlich überall ablagern ......
Barbara sagt es schon: " ....... Solange man auf rezenten Spuren bleibt sehe ich kein Risiko ....... "
Zur Wasserführung des Draa Tales kann ich leider nichts wirklich beitragen ...
Eine gute Reise
wünscht Joao
[:o]==[o:]
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Barbara4x4
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Re: Marokko - Piste Assa, M'sied, Tan Tan
Hallo,
das könnte durchaus sog. Maader-Kultur sein - sieht aber etwas anders aus als die traditionelle, also die mit den kleinen Steinmäuerchen im Fluß (siehe Fotos von joao). Vielleicht Modern Maader mit Maschinen? Aus anderen Gegenden kenne ich auch das "Rinnenziehen" vom Berghang her um das Wasser in den Boden zu leiten, Abfluß zu verhindern etc.
Du glaubst ja gar nicht, wie feucht die Ecke ist. Auch bei deutlich weniger Regen kommt die Westsahara ins Fließen - auch fern der Berge. Nach einer kleinen Gewitternacht 2009 schwamm die gesamte Strecke von Smara bis Tan-Tan. Eine derartige Wasserhöhe und Fließgeschwindigkeit in der Plaine hätte ich mir nicht vorstellen können. Zumindest nicht nach diesen wenigen Stunden Regen. Selbst der Asphalt war so geflutet, daß ein Kamelreiter nach Begutachtung der Situation lieber umkehrte.
Die Feuchte erklärt auch die Unsichtbarkeit der Dakar-Hügel. Als die Rallye noch durchkam wurden die Hügel kurz vor der Rallye gepimpt: die üblichen Steine obendrauf wurden frisch geweißt, zur Not auch mal ein Hügel wieder errichtet. Nun kommt die Rallye nicht mehr und die Natur erobert die Hügel mit Pflanzenbewuchs und Errosion zurück. Und da es in der Ecke oft Nebelfeuchte hat geht die Hügeltarnung recht schnell voran.
Ich frag mich allerdings inzwischen, welche Piste Assa - Msied - TanTan meint Muri eigentlich? Wir reden hier gerade über den "Klassiker" Assa- Aouinet Torkoz - Kheneg Mharz - Msied. Er könnte aber auch die Strecke entlang des südlichen Draaufers nördlich des Djebel Ouarkziz meinen, die bei meiner Lieblingsgaat in den Klassiker mündet. Oder die Piste südlich des Ouarkziz am Nordufer des Oued Tighzert - man weiß es nicht
Die südlichste Variante ist dabei die risikoreichste. Dort lag richtig viel, das Tal hinter Msied hieß auch Tal der Karkassen wegen der vielen minenverunfallten Fahrzeuge, die dort herumstanden (inzwischen beseitigt).
Viele Grüße
Barbara
das könnte durchaus sog. Maader-Kultur sein - sieht aber etwas anders aus als die traditionelle, also die mit den kleinen Steinmäuerchen im Fluß (siehe Fotos von joao). Vielleicht Modern Maader mit Maschinen? Aus anderen Gegenden kenne ich auch das "Rinnenziehen" vom Berghang her um das Wasser in den Boden zu leiten, Abfluß zu verhindern etc.
Mit Draa-Tal hat das jetzt aber nix zu tunRalf Kiefer hat geschrieben: Und überhaupt: wie häufig kommt an dieser Stelle vom Draa-Tal überhaupt oberirdisch Wasser vorbei? Wie war das vor ein paar Wochen, als die ganze Gegend recht viel abbekommen hat?
Gruß, Ralf
Die Feuchte erklärt auch die Unsichtbarkeit der Dakar-Hügel. Als die Rallye noch durchkam wurden die Hügel kurz vor der Rallye gepimpt: die üblichen Steine obendrauf wurden frisch geweißt, zur Not auch mal ein Hügel wieder errichtet. Nun kommt die Rallye nicht mehr und die Natur erobert die Hügel mit Pflanzenbewuchs und Errosion zurück. Und da es in der Ecke oft Nebelfeuchte hat geht die Hügeltarnung recht schnell voran.
Ich frag mich allerdings inzwischen, welche Piste Assa - Msied - TanTan meint Muri eigentlich? Wir reden hier gerade über den "Klassiker" Assa- Aouinet Torkoz - Kheneg Mharz - Msied. Er könnte aber auch die Strecke entlang des südlichen Draaufers nördlich des Djebel Ouarkziz meinen, die bei meiner Lieblingsgaat in den Klassiker mündet. Oder die Piste südlich des Ouarkziz am Nordufer des Oued Tighzert - man weiß es nicht
Viele Grüße
Barbara
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Ralf Kiefer
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Re: Marokko - Piste Assa, M'sied, Tan Tan
Hallo Barbara!


Gruß, Ralf
Als Fachfrau verwendest Du Begriffe, die nicht mal in der Wiki stehenBarbara4x4 hat geschrieben: das könnte durchaus sog. Maader-Kultur sein
Ja, ist mir jetzt auch klar. Das ist so, wie wenn man Tempo und Nutella sagt, aber trotzdem Kokett und die Alnatura-Haselnußcreme akzeptiert. Nimm es als "weites, typischerweise trockenes Tal eines Flusses, der vor ein paar 1000 Jahren in Südmarokko floß"Barbara4x4 hat geschrieben: Mit Draa-Tal hat das jetzt aber nix zu tun
Die Vorstellung ist nicht leicht. Wahrscheinlich muß man dort wirklich Regen erlebt haben.Barbara4x4 hat geschrieben: Du glaubst ja gar nicht, wie feucht die Ecke ist.
Interessante Beobachtung, daß das so schnell geht. Die Hügelchen sind ja deswegen auf den Luftbildern sichtbar, weil die Steine eine andere Farbe haben, wenn sie aus dem Untergrund zum Hügel umgeschichtet wurden. Weiter nordöstlich, schriebst Du damals bei der zurückliegenden Diskussion, sind die Hügelchen viel älter als die Dakar in Marokko. Aber die andere Färbung ist auf den neueren Luftbildern von dort immer noch gut zu erkennen. Also macht das "bißchen" Nebel doch soviel aus.Barbara4x4 hat geschrieben: Die Feuchte erklärt auch die Unsichtbarkeit der Dakar-Hügel. Als die Rallye noch durchkam wurden die Hügel kurz vor der Rallye gepimpt: die üblichen Steine obendrauf wurden frisch geweißt, zur Not auch mal ein Hügel wieder errichtet. Nun kommt die Rallye nicht mehr und die Natur erobert die Hügel mit Pflanzenbewuchs und Errosion zurück. Und da es in der Ecke oft Nebelfeuchte hat geht die Hügeltarnung recht schnell voran.
Gruß, Ralf
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Barbara4x4
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Re: Marokko - Piste Assa, M'sied, Tan Tan
Hallo Ralf,
Aber ich esse ja auch keine Haselnußcreme sondern wenn überhaupt dann Amlou
)
Viele Grüße
Barbara
Sorry, war mir nicht klar - mich begleitet der Begriff aus Werner Wrage "Jenseits des Atlas" seit Jahrzehnten. Maader laut WRAGE: in Wadis nach Herbst- oder Frühjahrsregen bestellte Felder am Südhang des Anti-Atlas. Und genau in dem Tal, das Joao zeigt, habe ich es zum ersten Mal in idealtypischer Form gesehen. Gandini benutzt den Begriff auch.Ralf Kiefer hat geschrieben: Als Fachfrau verwendest Du Begriffe, die nicht mal in der Wiki stehen![]()
Äähhm..... also.....das Tal des Dra ist in dieser Region eher eng und tief eingeschnitten und von unserem Diskussionspunkt durch mehr als eine Bergkette getrennt. Wir sind hier bereits westlich des Punktes, bei dem er aus dem weiten Tal verschwindet und nördlich der Bergkette wieder hervor tritt. Selbst das Tal, das er verläßt ist durch kleine Hügelketten von unserem Diskussionstal abgeschnitten. Das entwässert in die Gaat und steht mit dem Dra - wenn überhaupt - höchstens in unterirdischer Verbindung. Davon mal ab - das letzte Mal in ganzer Länge floss der Dra in den 50ern des 20. Jh.Ralf Kiefer hat geschrieben:
Ja, ist mir jetzt auch klar. Das ist so, wie wenn man Tempo und Nutella sagt, aber trotzdem Kokett und die Alnatura-Haselnußcreme akzeptiert. Nimm es als "weites, typischerweise trockenes Tal eines Flusses, der vor ein paar 1000 Jahren in Südmarokko floß"![]()
Oh ja - das sind ganz andere Florenreiche. Unser aktuelles Diskussionsgebiet gehört zum makaronesischen, das alte eher zum saharischen Florenreich. (Nur für den Fall, daß du glaubst, mich ungestraft Fachfrau nennen zu dürfenRalf Kiefer hat geschrieben: Weiter nordöstlich, schriebst Du damals bei der zurückliegenden Diskussion, sind die Hügelchen viel älter als die Dakar in Marokko. Aber die andere Färbung ist auf den neueren Luftbildern von dort immer noch gut zu erkennen. Also macht das "bißchen" Nebel doch soviel aus.
Viele Grüße
Barbara
Re: Marokko - Piste Assa, M'sied, Tan Tan
Das Rinnenziehen ist zusammen mit der zunehmenden landw. Motorisierung in Marokko richtig in Mode gekommen. Als wir Anfang Dezember (kurz nach den Überschwemmungen) nach Süden fuhren ist uns das richtig aufgefallen. Wo es Rinnen hatte waren viel weniger Pfützen zu sehen. Auf dem Rückweg 4 Wochen später wuchs an diesen Sellen überall Gras oder sonstiges Grün.
In der Region von Smara gibt es vom Staat geförderte Anbauprojekte. Bewässert wird mit LKW.
In der Region von Smara gibt es vom Staat geförderte Anbauprojekte. Bewässert wird mit LKW.
Re: Marokko - Piste Assa, M'sied, Tan Tan
Vielen Dank für eure Antworten. Tatsächlich habe ich die Piste südlich gemeint. Ich werde versuchen in Assa noch Infos zu bekommen, aber im Zweifelsfall bleiben wir nördlicher 
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