wer einmal im Süden Libyens im Murzuk war, wird es nie vergessen und vielleicht so wie ich immer davon träumen, nochmal dorthin zu fahren. Nur leider werde ich es wohl nicht mehr schaffen.
Im Internet habe ich einen interessanten Film gefunden über eine Reise in ein Gebiet, wo das Leben vor vielen Jahren anders aussah...lasst euch überraschen.
Unsere unvergessliche Tour 2009 führte uns auch in dieses Gebiet.
Doch von Beginn an:
Ein Reiseveranstalter bot eine Tour in den Süden Libyens an. Ein Freund von mir meinte: "komm da fahrn wir mit". 2008 waren wir zusammen mit einem Dritten gemeinsam im Süden Algeriens mit den Enduros unterwegs und jetzt zog es uns gewaltig nach Libyen. Fast ausschließlich Dünen und Sand war die Ansage des Veranstalters: er hatte Recht. Das Material wurde für uns transportiert, so dass wir ohne Gepäck von Deutschland nach Tripolis fliegen konnten.
Damals gab es noch den Herrn Gaddafi - und es herrschte Ordnung, wenn auch eine andere als die, die wir für gut halten. Wenn man aber sieht was jetzt dort los ist! Und der Plan einiger Leute sich das ÖL und Gas Libyens unter den Nagel zu reißen, ging wohl auch voll in die Hosen.
Auf jeden Fall waren in Tripolis sogar ein paar französische Wohnmobiltouristen mit kleinen Hündchen frei stehend mitten in der Stadt. Also scheint es wohl friedlich gewesen zu sein.
In Tripolis hatten wir am nächsten Tag eine Stadtführung mit einem deutschsprachigen Führer. Tripolis war total herunter gekommen, nichts wurde renoviert aber manches gebaut.
Als nicht so sehr an Geschichte interessierter Mensch fand ich den Tag eher vergeudet. Trotzdem hatten wir das Glück oder Pech an irgendeinem Feiertag dort gewesen zu sein. Ganz Tripolis war verstopft mit Gläubigen, die viel gebetet haben.
Im Laufe des Tages haben die Libyer ihren Müll auf die Straße geworfen. Am frühen Morgen kamen dann schwarze Arbeiter oder Sklaven oder "Ausreisewillige in Richtung Europa" und haben den Dreck verräumt.
Er war nicht mit auf unserer Tour dabei
Dann sind wir weiter geflogen in Richtung Süden nach Sabha. Herr Gaddafi hat sich ja immer um das leibliche Wohl seiner Untergebenen gekümmert und hat in der Wüste riesige Felder anbauen lassen:
Übernachtet haben wir in der Gegend von Sabha auf einem schönen Campingplatz, ich kleinen Hütten mit Betten, jedoch ohne Matratzen.
Und dann gings endlich los mit den Motorrädern. Der Mensch mit der schwarzen Jacke, der auf sein Leihmotorrad schaut, bin ich.
Zuerst hielten wir noch an einem ehemaligen Gefängnis und einer Burg, deren Name ich leider nicht weiß.
Endlich: die ersten Dünen!!!
So hohe Dünen hatte ich noch nie gesehen, geschweige denn mit dem Motorrad befahren! Es war irgendwie wie ein Traum, der 10 Tage lang anhielt - und so ging es den meisten von uns. Wir haben fast jede Nacht in den Dünen Biwak gemacht und dann am nächsten Tag gings weiter im Sand - Düne hochheizen, Düne langsam wieder runter....
So, kleine Pause...






