Mit dem Bulli von Lusaka in den Oman?

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Wolfgang131
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Mit dem Bulli von Lusaka in den Oman?

Beitrag von Wolfgang131 »

Lusaka: der Flug nach Lusaka war wegen der Überbreite meiner Nachbarin sehr unangenehm.
Dafür konnte ich die 2 Antriebswellen für den Sprinter und andere Ersatzteile gut durch den Zoll bringen.
Wie verabredet wurden wir abgeholt, SIM-Karte und Versicherung erledigt. Ernst wartet schon beim Storage und wir geben den Bulli in der Werkstatt ab. Die Batterien sind nur halbvoll und der Bulli wurde nicht wie verabredet einige Tage vorher in die Werkstatt gebracht.
Ernst fährt uns noch zu den Don Bosco Schwestern ins Kloster wo wir 3 Tage uns ausruhen.

Eingang zum Kloster
Eingang zum Kloster

Danach gehen wir zum Camping Lukasa. Hier sind Ernst und noch andere leidgeplagte Autobesitzer.
Auch der Bulli ist nicht fertig und beim Sprinter dauert es ewig die 2 Antriebswellen zu montieren - immer wieder ist was falsch.

Lukasa - Camping oder Zimmer
Lukasa - Camping oder Zimmer

Hier ist es schön - das Zimmer für 60€. Bei einem längeren Aufenthalt eben auch teuer.

Nach insgesamt 12 Tagen ist der Sprinter fertig, der Bulli mit 2 Tagen Verspätung.

Da wir kein gutes Gefühl haben machen wir eine Probefahrt zum Sambesi. Auf dem Weg dahin muß ich den Kühler richtig entlüften und auch die Handbremse ist nicht eingestellt.

Sonnenuntergang am Sambesi
Sonnenuntergang am Sambesi

Es ist schön hier, leider sehen wir keine Tiere.

Wir nehmen die Piste nach Norden um auf die Hauptstraße zu gelangen.

Bergpiste - wir sind alleine
Bergpiste - wir sind alleine

Am Sprinter leuchtet die ABS-Lampe auf. Es stellt sich heraus, daß das Kabel zum Sensor falsch eingebaut ist und defekt ist. Der Tempomat geht auch nicht mehr.

War Sambia bei vorherigen Besuchen ein angenehmes Land so ist es nun umgekehrt.
An jeder Mautstelle haben wir Probleme. Wir müssen zwar nie etwas zusätzlich bezahlen, aber haben immer längeren Aufenthalt. Mal fehlt das Roadbook (das wir nicht brauchen, mal wiegt der Bulli über 3,5 Tonnen..).

Korrupte Polizisten stehen einige Kilometer nach einem 60er Schild und behaupten, daß wir zu schnell waren. Auch hier bezahlen wir nie, aber es nervt.

Am Camping in Petauke wird der Bulli von Kindern mit einer Steinschleuder attaktiert.

Es kann nur besser werden.
martin1101
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Re: Mit dem Bulli von Lusaka in den Oman?

Beitrag von martin1101 »

Hallo Wolfgang,
das sind ja nicht gerade erfreuliche Nachrichten :kotz:
Wir möchten ja nächstes Jahr auch wieder nach Afrika verschiffen und u.a. nochmals nach Sambia.
Dein Bericht macht nicht gerade Mut :mrgreen:

Dir/ Euch würnschen wir jedenfalls, dass es - wie Du sagst - nur besser werden kann, und Ihr eine wunderbare Reise erleben dürft.
Alles Gute
Martin
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Cheldon
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Re: Mit dem Bulli von Lusaka in den Oman?

Beitrag von Cheldon »

Pannenfreie und sichere Weiterfahrt!

IMG_0751.jpeg

Unser letzte Reise in Der Region ist schon ein paar Jahre her…
Mit freundlichen Grüßen
Rolf
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Wolfgang131
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Re: Mit dem Bulli von Lusaka in den Oman?

Beitrag von Wolfgang131 »

Die Petauke Road hat nichts mit Abenteuer zu tun. Sie ist eine typisch afrikanische Piste mit ein paar unebenen Stellen. Sie führt als Strassendorf Ri. Luwanga mit hunderten grölenden Kindern, die nach 'Sweets" schreien.

Old Petauke Road
Old Petauke Road

28 km vor den Fluss beginnt die "Wildlife Conservation Area"
Was nichts ausser einer Schranke bedeutet.
Die Besiedelung nimmt etwas ab.

Gute Piste mit Baobab
Gute Piste mit Baobab

Vor dem Fluss wird die Piste schön
Vor dem Fluss wird die Piste schön

Es sind über 40°, Wir wollen nur noch eine Dusche.

Bei den ersten Hütten am Fluss lassen wir uns nieder. Kein Mensch da, aber alles offen und wir haben eine schöne Aussicht auf den Fluss mit seinen vielen Hippos.

Hippo im Gegenlicht
Hippo im Gegenlicht

Der Fluss macht in der Trockenzeit einen eher traurigen Eindruck.

Am Abend kommt der Besitzer und verlangt 25% mehr als üblich für Camping.

Wir fahren zum Wildlife Camp. Eine wirklich schöne Anlage.
Bald stellt sich heraus, daß die Affen hier das Sagen haben.

Es gibt zwar einen Angestellten mit einer Zwille, der aber so gut wie nie da ist. Die Affen sind schnell und dreist, springen einfach ins Moskitonetz und sind im Auto. Ich muss immer alles verschließen und habe dann bis zu 51° im Auto.

Wir buchen mal wieder eine organisierte Fahrt. Day and Night Drive + Parkgebühr 125€.

Wir sehen unter anderem 7 Löwen, 3 Leoparden und ca. 10 Wildhunde in einiger Entfernung, dazu jede Menge Hippos und Krokodile.

Unser erster Löwe
Unser erster Löwe

Die letzten Bissen vom Wildschwein
Die letzten Bissen vom Wildschwein

Die Löwin ist keine 2m entfernt und faucht als ich fotografiere
Die Löwin ist keine 2m entfernt und faucht als ich fotografiere

Ganz wohl ist mir nicht dabei.

Hippos ohne Ende
Hippos ohne Ende

Eins von Dutzenden Krokodilen
Eins von Dutzenden Krokodilen

Leopard
Leopard

Der Luangwa ist ein Rinnsal
Der Luangwa ist ein Rinnsal

Tolle Sonnenuntergänge
Tolle Sonnenuntergänge

Die Elefanten sind klein
Die Elefanten sind klein

Wir haben genug Tiere gesehen und machen einen Relax-Tag. Pool, gutes preiswertes Essen, das Bier schmeckt bei der Hitze...

Ernst macht noch einen Gamedrive, aber es war ein Werkstatt Drive. Irgendwas macht "Klack".

Da die Werkstatt nichts findet, fahren wir nicht wie geplant nach Norden, sondern nach Chipata auf der löchrigen Teerstrasse.

So ganz traurig bin ich wegen der Hitze nicht.

Wir haben die Werkstatt in Verdacht. Inzwischen ist bei mir klar, dass die eine Versorungsbatterie nicht immer geladen wurde und kaum noch Leistung hat.

Der Mechaniker in Chipata weiss keinen Rat....
Ernst legt sich unter den Sprinter und lötet das Kabel vom ABS an. Jetzt geht es und der Tempomat auch.

Wir bleiben einige Tage in Chipata und feiern Geburtstag am recht schönen Camping.

Camping in Chipata
Camping in Chipata
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Wolfgang131
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Re: Mit dem Bulli von Lusaka in den Oman?

Beitrag von Wolfgang131 »

Meine Partnerin meint, dass ich zu negativ schreibe. Es ist eben ein Unterschied ob man im Auto sitzt oder mit Leuten um nichts diskutiert.
Ein Reisebericht ist subjektiv. Ich hätte auch noch schreiben können, dass beim Morgendrive der versprochene Kaffee vergessen wurde, beim Abenddrive das Bier und wir jeden Morgen den Affenkot vom Tisch und den Bänken weggemacht haben.

Nach 3 Tagen Erholung in Chipata ist Zeit für Malawi.
Zunächst zur Versicherung und für 6 Monate "Comesa" - also Ostafrika - abgeschlossen. Viele Fehler in der Police also muss der Chef ran.
Schwarz Geld getauscht. Man bekommt mehr als das Doppelte. Wir wussten, dass es hier nicht einfach ist. Die "Spezialisten" haben alle Tricks auf Lager. 5x haben wir nachgezählt.
Eine Gastankstelle ist auch vor Ort und ich habe meine Gasflasche aufgefüllt. Der Kerl begreift nicht, dass die Flasche Linksgewinde hat. Ich drehe zu - er auf. Das Spiel geht mehr als ein Dutzend Mal.

Zur Grenze: Ausreise Sambia 10 min, Pass Malawi schnell.
Dann zum Zoll: die haben noch nie ein Carnet gesehen. Nach 2 Stunden haben sie gemerkt was ein Carnet ist und nach einer weiteren Stunde ist es ausgefüllt und wir haben 20$ und 2,50€ Carbontax und Roadtax bezahlt.

Nix wie weg. Viele Kontrollen auf dem Weg zur Hauptstadt. Aber alle korrekt, meist werden wir durchgewunken.
Kurz vor Dunkelheit erreichen wir den Camping "Woodland". Es gibt hier sehr gutes Essen und einen Pool.
Wir gehen SIM-Karte kaufen, Geld wechseln und fahren zurück zum Camping.
Ernst war mit dem Sprinter in der Werkstatt. Der gute Mechaniker findet sofort heraus, dass eine Manschette vom Antrieb defekt ist und kein Fett mehr vorhanden ist. Das Lager ist leicht eingeschlagen. Gegen Mittag treffen wir uns am Camping.

Einige Affen gibt es auch hier
Einige Affen gibt es auch hier

"Mein Freund" (ist er nicht)
"Mein Freund" (ist er nicht)

Angenehme Temperatur, Pool, gutes Essen. Uns geht es gut.

Am nächsten Tag fahren wir nach Liwonde zum NP.

Kaum lasse ich Ernst alleine, kommt die Nachricht: Blattfeder gebrochen!
Wir gehen auf den Camping vom NP. Wie ist der schön! Tolle sanitäre Anlagen und wir stehen direkt am Gebüsch und sehen die Tiere.

Kudus
Kudus

Elefanten
Elefanten

Und andere, auch ein Freund von mir.

Er sitzt relaxt auf einem Baumstamm und wartet auf einen Fehler
Er sitzt relaxt auf einem Baumstamm und wartet auf einen Fehler

Wir machen einen Morgendrive ohne viele Tiere zu sehen. Der Fluss ist in der Trockenzeit weit weg

Eine Büffelherde ist das Highlight
Eine Büffelherde ist das Highlight

Nachmittags machen wir eine Bootstour.

Wasserelefanten
Wasserelefanten

Hippo
Hippo

Seeadler
Seeadler

Durchs Schilf
Durchs Schilf

Wir bleiben noch einen Tag am Camping.

Wir haben einen Fehler gemacht
Wir haben einen Fehler gemacht

Die Mango schmeckt gut - leider nicht uns.
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Wolfgang131
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Re: Mit dem Bulli von Lusaka in den Oman?

Beitrag von Wolfgang131 »

Die Blattfeder vom Sprinter ist fertig, so daß wir noch einen weiteren Tag am Camping bleiben.
Tagsüber sehen wir mehr Tiere als beim Gamedrive, nachts hören wir Elefanten am Abbrechen der Äste. Ein bißchen unheimlich ist es schon da man nichts sieht und die Geräusche hautnah sich anfühlen.
Der Wächter vertreibt die Elefanten mit einer Taschenlampe. Es sind mehr als erwartet.

Wir fahren nach Zomba. Auf der Fahrt an einer Schule vorbei werden wir erstmalig von Mädchen mit Steinen beworfen (ohne uns zu treffen).
Die Straße hat Abertausende Löcher. 35 km/h erreichen wir als Durchschnitt.
An Tankstellen bilden sich Staus mit mehren Stunden Wartezeit.
Wir haben Dusel und eine leere Tankstelle hat gerade Diesel bekommen. Jetzt reicht der Sprit bis Tansania.

Das Zombaplateau ist eine grüne Oase in einer brutal abgeholzten Landschaft. Ich muß an das Buch "Vor dem Menschen stirbt der Wald" denken.

Aber auch diese Oase ist bedroht. Dutzende Leute schleppen auf dem Kopf Holz ins Tal. Auch Frauen tragen über 50kg.

Camping am Zombaplateau
Camping am Zombaplateau

Die Anlage mit Forellenteichen stammt noch aus der Kolonialzeit, aber nun ist alles am Verfallen.

Idyllischer Wanderweg
Idyllischer Wanderweg

Es gibt einige kleinere Wasserfälle
Es gibt einige kleinere Wasserfälle

Am Wegesrand kann man Beeren pflücken. Einfacher ist es sie für ein paar Cent zu kaufen. Mit Joghurt einfach lecker.

Frau mit Holzbündel (viele sind wesentlich schwerer)
Frau mit Holzbündel (viele sind wesentlich schwerer)

Unterhalb gibt es einen Italiener mit guter Pizza und sehr gutem Eis.

Ist Malawi günstig? Wenn man schwarz tauscht und mehr als das Doppelte als aus dem ATM bekommt, sind die Preise ok. Sonst ist es teuer.
Viele haben 'Talkremit" und bezahlen dann mit Airtel. Dies ist die günstigste Variante und man hat nicht die Bündel mit Geldscheinen und erspart sich das lange Zählen.

Nach einigen Überlegungen fahren wir wieder die Löcherstrecke zum NP zurück.

Eine große Gruppe ist vor Ort. Durch den Krach sind alle Tiere (bis auf den Affen) verschwunden, Wir bekommen keinen Schattenplatz und fahren am nächsten Tag weiter.

Das Kloster Mia ist ein wundervoller Platz. So schön und gepflegt könnte es überall sein.

Kloster Mia
Kloster Mia

Klostergarten
Klostergarten

Das Museum ist etwas Besonderes. Leider darf man innen die schönen Masken nicht fotografieren.

Menschen die diese Masken tragen sind Geister und genießen entsprechende Vorteile.

Museum aussen
Museum aussen

Krieg gab's schon immer
Krieg gab's schon immer

Jede Hütte hat eine eigene Maske statt Namen
Jede Hütte hat eine eigene Maske statt Namen

Zum Essen gibt es im Kloster ebenso wie ein kühles Bier.

Wir fahren weiter zum Malawisee.

Beim Sprinter macht es "Klack".
Wieder ist eine Blattfeder gebrochen.
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Wolfgang131
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Re: Mit dem Bulli von Lusaka in den Oman?

Beitrag von Wolfgang131 »

Die Blattfeder wird notdürftig geflickt und der Sprinter fährt zur Werkstatt.
Wir fahren an den Malawisee. Leider ist immer noch Regenzeit.

Selbst der Sonnenaufgang ist traurig
Selbst der Sonnenaufgang ist traurig

Eine Frau angelt
Eine Frau angelt

Auf dem Kopf hat sie einen Korb, in den sie die Fische ablegt. Der See ist sehr fischreich - alle paar Minuten fängt sie einen.

Wir stehen direkt am Strand, aber bei Regen doch nicht ideal.
Wir ziehen weiter.

Sonne, ganz vorne alleine
Sonne, ganz vorne alleine

In der Nähe ist ein Fischerdorf.

Fischerboot
Fischerboot

Auf See
Auf See

Kinder wollen aufs Foto
Kinder wollen aufs Foto

Es geht hoch in die Berge nach Mzuzu. Der Sprinter hat jetzt Federn vom LKW.

Weiter nach Livingstonia. Das Museum hat nicht viel zu bieten.

Filmprojektor
Filmprojektor

Der schöne Baum ist beeindruckender
Der schöne Baum ist beeindruckender

Zur berühmten Mushroom Farm..Die Lage ist einfach toll. Leider ist das Wetter nicht optimal.

Blick auf den See beim Frühstück
Blick auf den See beim Frühstück

Das vegetarische Abendessen ist viel aber nicht besonders.

Früher als geplant geht's wieder bergab zum See.
Die Piste wird als schwierig beschrieben. Gut, berab ist es leichter, aber in den Kehren gibt es Möglichkeiten zum Zurücksetzen und einige steile Abschnitte sind betoniert.
Für uns kein Problem die holprige Piste zu fahren.

20251120_083641.jpg

Der Bulli verschwindet fast im Nebel
Der Bulli verschwindet fast im Nebel

Auch für den Sprinter kein Problem
Auch für den Sprinter kein Problem

Trotzdem sind wir froh nach 1,5 Std. unten zu sein.

Eine Pistenbeschreibung ist immer subjektiv. Die Oma, die.mit schmerzverzerrtem Gesicht auf einen Motorrad als Beifahrerin, zur Mushroom Farm gefahren wird, würde die Piste anders beurteilen genau wie der Einheimische Motorradfahrer, der mit Badeschuhen flott die Piste meistert.

Wir steuern den nächsten Camping an. Er ist schön, aber bei Regen ist es traurig.
So beschließen wir Malawi früher als geplant zu verlassen.
In Karonga vor der Grenze erwischen wir eine einheimische Unterkunft. Die sanitären Anlagen: ekelhaft.
Aber es gibt nichts besseres.
Ich habe noch Geld übrig und die Tankstellen haben wieder Diesel. So fahre ich mit vollen Tanks aus einem Land mit Spritmangel.

Die Grenze nach Tansania soll eine der schlimmsten in Afrika sein.
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Wolfgang131
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Re: Mit dem Bulli von Lusaka in den Oman?

Beitrag von Wolfgang131 »

An mehreren Hundert LKW bahnen wir uns den Weg zur Grenze. Überraschend ruhig, nur ein paar Geldwechsler.
Malawi Pass: bei der Ausreise wird ein Foto gemacht und auch Fingerabdrücke! Beim Zoll sitzen nur Leute in zivil.
Ich frage, ob er vom Zoll ist und er bejaht dies wiederholt.
Er nimmt das Carnet und geht zu einem anderen Schalter.
Bald wird klar, es ist ein Fixer. Schon im Vorfeld hatten wir vereinbart evtl. einen Fixer zu nehmen, aber nicht mehr als 10$ zu zahlen.
Und dieser ist wirklich sympathisch. Mit dem Rad fährt er zur Abfertigung nach Tansania. Einreise geht schnell und wir bezahlen 50$. Beim Zoll wird es kompliziert. Erst muss man zur Bank und ca.25$ auf ein Konto zahlen und dann wird das Carnet abgestempelt.
Hört sich einfach an, ist es aber nicht, weil kein Schalter beschriftet ist. Bei der Bank ist der ATM defekt und soll gleich funktionstüchtig sein. Nach 1 Std können wir mit Dollar cash bezahlen. Hier nehmen Sie auch ältere Scheine im Gegensatz zu Sambia oder Malawi. Dort werden nur tadellose Scheine ab 2017 akzeptiert.

Nach 4 Stunden ist es geschafft. Natürlich will der Fixer mehr Geld...aber er hat uns auch belogen.
Trotzdem waren wir froh über seine Hilfe.

Am nächsten Tag fahren wir nach Mbeya zum Engländer. Kein Schatten, aber gemütlich und wir bekommen wertvolle Tipps und eine Waschmaschine hat er auch.

Mit einem Tuktuk erkunden wir die Stadt.

Taktik im Gewühl
Taktik im Gewühl

Schuhmarkt
Schuhmarkt

Fleisch, Käse, Marmelade kann man beim Engländer kaufen, Joghurt, Kaffee...beim Inder.

Wir ändern unseren Plan völlig und fahren im Westen von Tansania nach Ruanda. (Den Osten von Tandania kenne ich schon, wollte eigentlich noch mal hin)

Die Teerstrasse nach Westen ist proppenvoll. Für die Hundert Kilometer nach Tunduma brauchen wir 4 Stunden. LKW quälen sich mit 5 km/h die Berge hoch und überall ist Überholverbot. Einmal überholen wir und werden erwischt. 11€ sind nicht die Welt, aber ärgerlich. Der Kartenleser ist defekt und wir müssen cash bezahlen. Natürlich wandert das Bargeld in die Tasche des Polizisten.

In Tunduma ein Verkehrsgewühl vom Feinsten. Wir sind froh die Straße nach Subbawanga erreicht zu haben.

Singend (wann habt ihr das letzte Mal gesungen?) bewegen wir uns auf der guten Teerstrasse.

Gutes Essen für 2 €
Gutes Essen für 2 €

Endlich wieder wild campen
Endlich wieder wild campen

Frau mit Holz und Kind
Frau mit Holz und Kind

Wie breit ist ein Radfahrer
Wie breit ist ein Radfahrer

Huckepack
Huckepack

Schöner Platz vor dem Katavi Park
Schöner Platz vor dem Katavi Park

Leider gibt es hier auch Tsetse Fliegen. Den Stich spüre ich nicht, aber hinterher...wie bei einem Bienenstich und es juckt erbärmlich.

Die Fahrt durch den Park mit 2 Durchfahrten ist frei.
Eigentlich wollten wir auf der einen Seite hin und auf der anderen zurück. Aber diese Tsetse....nichts wie weg.

Noch einige Zeit Teerstrasse, dann 160 km Piste. Wir sind alleine, der Sprinter ist zu einem schönen Camping am Tanganyika See.

Tiere sehen wir auch.

Grossmaul
Grossmaul

Flussquerung
Flussquerung

Auch kleinere Tiere gibt es
Auch kleinere Tiere gibt es

Die Piste ist meist gut und die Busse fahren wie die Verrückten.
Wir kommen an einem Wasserfall vorbei und machen in der Nähe eine Pause. Ein Motorradfahrer kommt vorbei. Er hat Durst. Wasser haben wir. Er fährt weg, das Motorgeräusch verstummt und er schiebt sein Krad zu uns. Wir wollen ihm helfen, aber er hat schon einen Mechaniker gerufen, aber dies kann noch dauern. Er hat Hunger und bekommt etwas zum Essen, Fanta haben wir keine - nur Wasser.
Wir verabschieden uns und im Rückspiegel sehe ich wie er wegfährt.
So ein Schlitzohr.

Gute Urwaldpiste
Gute Urwaldpiste

Schwierig im Gebüsch einen Platz zu finden
Schwierig im Gebüsch einen Platz zu finden

Alle Wege führen zu Häusern.

Was trinkt man in Tansania?
Was trinkt man in Tansania?

Die Rinder haben riesige Hörner
Die Rinder haben riesige Hörner

Holzkohlentransport
Holzkohlentransport

Vor Kigoma erwischt uns die Polizei beim Wildcampen.
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Wolfgang131
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Re: Mit dem Bulli von Lusaka in den Oman?

Beitrag von Wolfgang131 »

Die Polizei hat uns nicht zufällig gefunden, sondern wurde gerufen. Vor dem Unabhängigkeitstag mit geplanten Demos ist alles etwas aufgeregt.
Wir müssen zur Polizeistation, werden kurz verhört und müssen zu unserer Sicherheit auch da übernachten.
Am nächsten Tag sollen wir weiter verhört werden, aber wir bekommen ohne Kommentar unsere Pässe zurück.

Wenigstens können wir unseren Müll entsorgen - ein Polizist wirft ihn hinter das Haus.

In Kigoma gehen wir zum Tanganyika See.

Privater Badestrand
Privater Badestrand

Da der Wasserspiegel in den letzten Jahren 2-3 m gestiegen ist, ist der Strand ganz klein geworden.

Meine Lieblingstiere sind auch da.

Er hat sich blau und rot geärgert
Er hat sich blau und rot geärgert

Fahrzeuginspektion
Fahrzeuginspektion

Die Straße nach Ruanda soll gut sein - so die Info.
Das Ostafrika Visum haben wir für teures Geld bei einer Firma erworben (auf der offiziellen Seite von Ruanda habe ich es nicht geschafft).

Die ersten Km sind perfekter Asphalt, dann kommt Piste und Teer im Wechsel und die letzten 100 km schlimme Piste.

Freie Sicht für freie Fahrer
Freie Sicht für freie Fahrer

Überholen geht auch
Überholen geht auch

Zu hoch gepokert
Zu hoch gepokert

Die Grenze nach Ruanda ist kein Problem. Ruanda ist eines der dichtbesiedelsten Länder Afrikas. Ich komme mir vor wie bei der Bergetappe bei der Tour de France. Radfahrer/Fussgänger überall.

Das sauberste Land ist Ruanda auch. Kein Papier, keine Plastiktüte (sind verboten). Alles wie geleckt.
Wer keine Arbeit hat muss reinigen - könnte man bei uns auch machen.

Am nächsten grossen See mit gutem Essen erholen wir uns einige Tage. Wir checken die Autos und Ernst repariert die Fehler von der Werkstatt in Lusaka.

Wir fahren durch einen NP zum Kivu See.

"Broccoliwald" sagen die Einheimischen
"Broccoliwald" sagen die Einheimischen

Ein paar Tiere sehen wir auch.

Der eine hat Würmer - der andere isst diese. Guten Appetit!
Der eine hat Würmer - der andere isst diese. Guten Appetit!

Die Banane ist nicht gestohlen. Madame ist tierlieb
Die Banane ist nicht gestohlen. Madame ist tierlieb

Der Kivusee ist wunderschön mit tausenden von Buchten und Inseln. Leider steht man meist auf einem Parkplatz vom See entfernt.

20251208_153632.jpg

Ruanda ist nicht auf Camper eingerichtet und den heiligen Rasen darf man meist nicht befahren.

Nach einiger Zeit finden wir unseren Traumplatz.

Direkt am See
Direkt am See

Ein bisschen unebenen ist er schon
Ein bisschen unebenen ist er schon

Im warmem Wasser baden
Im warmem Wasser baden

Fischer beobachten..
Fischer beobachten..

Sich am sundowner erfreuen
Sich am sundowner erfreuen

Auch das Essen ist gut. Hier bleiben wir.
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Wolfgang131
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Re: Mit dem Bulli von Lusaka in den Oman?

Beitrag von Wolfgang131 »

Vom Camping aus machen wir eine Bootsfahrt zu den Flughunden.

Flughunde
Flughunde

Wie die Trauben hängen sie an den Bäumen
Wie die Trauben hängen sie an den Bäumen

Schwierig zu fotografieren
Schwierig zu fotografieren

Im Flug
Im Flug

Es sind Tausende. Noch den Berg hoch mit Aussicht auf die unzähligen Buchten und Inseln.

Leider ist das Wetter nicht optimal
Leider ist das Wetter nicht optimal

Nach einigen Tagen ziehen wir weiter. Die Straße besteht nur aus Kurven - ideal für Motorräder.
Leider ist es dieses. Dieses Jahr dauert die Regenzeit besonders lang.

Schild an der Straße
Schild an der Straße

Von Marokko bis Namibia versuchen die Behörden Touristen davon abzuhalten das Betteln nicht zu fördern, aber alle Mühe ist vergeblich. Hier werfen die Kinder wenigstens nicht mit Steinen.

Am nächsten Camping stehen wir wieder auf einem Parkplatz. Es gibt einen wunderschönen Garten, den man vom Parkplatz nicht sieht.

Traumhafter Garten
Traumhafter Garten

Mit tollen Orchideen
Mit tollen Orchideen

Wir fahren nach Musanz vor der Grenze nach Uganda. Eine lebendige Stadt und wir bekommen endlich wieder Käse.

Aus einer Kirche kommt tolle Musik. Wir gehen rein. Hier geht der Punk ab. Alle singen und tanzen - so macht Kirche Spass.

In der Kirche
In der Kirche

Die Grenze nach Uganda ist ohne Probleme. Selbst die Fixer sehen es ein.
Pass geht schnell da wir das Ostafrika Visum haben.

Beim Zoll müssen wir 60 Dollar Roadtax bezahlen plus 5 Dollar für die Bank (MTN money).

Bald sind wir frei. Kisoro ist ein Zentrum für Gorilla Trekking. Es kostet 800 Dollar plus va. 50 Dollar Nebenkosten.

Am nächsten Tag sind noch Plätze frei. Meine Begleiter buchen sofort. Ich habe wochenlang Affen gejagt, die uns belästigt haben und jetzt sollte ich noch Geld für diesen Affenzirkus bezahlen? Nein danke.

Während meine Partner zum Trecking sind, lästere ich mit dem Manager über den Gorilla Hype.

Meine Freunde kommen begeistert vom Trekken zurück mit einer Urkunde in der Hand.

Erinnerung an Gorillas
Erinnerung an Gorillas

Sie haben 6 Gorillas hautnah gesehen, davon ein Silberrücken.

Ich war gut essen und habe mich mit einem billigen Gorilla vergnügt

Gorilla aus Beton
Gorilla aus Beton

Nach dieser Aufregung brauchen wir eine Pause.
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Wolfgang131
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Re: Mit dem Bulli von Lusaka in den Oman?

Beitrag von Wolfgang131 »

Ruhetag bedeutet einkaufen, Schuhe reparieren und relaxen.
An der Straße lassen wir uns einen großen Fisch grillen. Die Reste wandern in einen großen Topf und werden an die Armen verteilt - Sozialhilfe in Uganda.

Die Preise für Obst und Gemüse sind hier hoch. Klar wer über 800 Dollar für Gorilla Trekking bezahlen kann, hat doch Geld im Überfluss.

Es ist schlimm wie die Einheimischen für einen Hungerlohn arbeiten müssen.

Steinetransport
Steinetransport

Die Gleichberechtigung ist noch nicht vollzogen
Die Gleichberechtigung ist noch nicht vollzogen

Wir fahren durch dichtbesiedeltes Gebiet zum Bwindi NP.

Jedes Fleckchen wird bis in die Bergspitzen genutzt
Jedes Fleckchen wird bis in die Bergspitzen genutzt

Da kann man sich vorstellen welcher Druck auf den NPs lastet.

Bergpiste im Bwindi
Bergpiste im Bwindi

Tiere sehen wir nur wenige. Die Piste als Transit ist kostenfrei. Der Park ist zerstückelt da die alten Dörfer noch Bestand haben. So wird überall gewildert.
Die Pisten sind steinig und ausgefahren.

Mehr durch Zufall queren wir im Transit den Queen Elisabeth NP. Bald sehen wir die ersten Elefanten.

P1040845.JPG
Ein paar Antilopen gibt es auch
Ein paar Antilopen gibt es auch

Kostenloser "Flachlandgorilla"
Kostenloser "Flachlandgorilla"

Die Piste ist schlecht. 10km/h, mehr sind nicht drin.

Erst spät erreichen wir das Fischerdorf Nyamweru.

Abends laufen Dutzende Boote aus
Abends laufen Dutzende Boote aus

Morgens schauen wir uns den Fang an. Einfach traurig.
Der Albertsee ist leer gefischt.

Reiher
Reiher

Fischerboot im Gegenlicht
Fischerboot im Gegenlicht

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang
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Wolfgang131
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Re: Mit dem Bulli von Lusaka in den Oman?

Beitrag von Wolfgang131 »

Vom Eduardsee (nicht Albertsee - Irren ist eben männlich) fahren wir an den Kazinga Channel zum Ort Katunguru.

Ein Vogel kämpft
Ein Vogel kämpft

Die Blüten sind lecker
Die Blüten sind lecker

Schon vor dem Camping sehen wir eine Büffelherde, auf der Straße laufen Elefanten herum. Auch am Camping ist etwas los.

Morgens um 10h kommt der Müllmann
Morgens um 10h kommt der Müllmann

Der Elefant wollte ins Restaurant
Der Elefant wollte ins Restaurant

Ich kürze etwas ab, damit der Bericht nicht zu lange wird.

Weiter zum Georgesee zu einer Community Campsite. Überall werden 10 $ fürs Campen gefordert. Teils gerecht, teils maßlos überteuert.

Wir geben einen realen Betrag und dieser wird meist akzeptiert. Die meisten haben keinen Bezug zum Dollar.

Madam wäre gerne noch ein Stück vor gegangen
Madam wäre gerne noch ein Stück vor gegangen

Wir hätten direkt am Wasser campen können, aber nachts kommen die Hippos aus dem Wasser - da halte ich lieber etwas Abstand.

Knochenkunst
Knochenkunst

Das Kasenyi Safari Camp ist der ideale Ort um kostenlos Tiere zu sehen, da eine Piste zum Dorf führt, die frei befahren werden kann.

Wir sehen eine große Anzahl von Tieren.

Elefant mit Kaktus (die Einheimischen sagen Baum)
Elefant mit Kaktus (die Einheimischen sagen Baum)

Viel hatte ich schon davon gehört, dass es hier Löwen auf Bäumen geben soll.

Wider Erwarten sehen wir eine Löwin.

Löwin geht spazieren
Löwin geht spazieren

Und dann kommt der Hammer.

Eine Löwin im Baum
Eine Löwin im Baum

Es geht noch höher
Es geht noch höher

Gerne wären wir hier noch länger geblieben, aber Ernst wartet auf uns. Über die Probleme mit dem Sprinter schreibe ich nichts mehr.

Weihnachten auf Kluges Guest Farm

Wie zu Hause
Wie zu Hause
Toller Garten
Toller Garten

Und erst das Buffett...für gut 15€. Fantastisch ist untertrieben. Leider kann ich vollgefressen schlecht schlafen.

Nach einigen schönen Tagen geht es weiter. Da wir keine überteuerten NP'S besuchen wollen, fahren wir über Kampala zur Nilquelle.

Die Straße ist schlecht links und rechts überholen Motorräder, die Fahrweise der Einheimischen ist brutal.

Bald mache ich mit: ausbremsen, Sicht versperren, dicht auffahren, egoistisch sein...

Mehrere Länder beanspruchen die Nilquelle. Die offizielle Stelle ist wo der Fluss aus dem Victoria-See fließt.

Nilquelle - nicht gerade spektakulär
Nilquelle - nicht gerade spektakulär

Warten auf das Abend Dinner
Warten auf das Abend Dinner
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Wolfgang131
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Re: Mit dem Bulli von Lusaka in den Oman?

Beitrag von Wolfgang131 »

Wir fahren zu dem Camping "Haven" bei einem der Nilkatarakte. Wunderschön. 10$/Tag.

Eis mit Nilblick
Eis mit Nilblick

Nil aus anderer Perspektive
Nil aus anderer Perspektive

Hier feiern wir auch Sylvester bei gutem Essen und großem Lagerfeuer.

Meine Freunde sind auch da
Meine Freunde sind auch da

Hier spielen sie wunderbar in den Bäumen und machen tolle Sprünge.

Ihn mag ich
Ihn mag ich

Unsere Fahrt geht weiter zu den Sipi Wasserfällen.

Wir nehmen eine Abkürzung. 90 km schlechte Piste und länger hat es auch gedauert.

Markt am Straßenrand
Markt am Straßenrand

Auch in Uganda ist der Klimawandel ein Thema. Wir Europäer wissen, dass das Klima immer gleich war und es die Eiszeit nur gab weil damals zu wenig Autos fuhren.

Die Sipi-Fälle sind ein Touristenmagnet. Unspektakulär. Aber Abkassieren will man trotzdem.

So gibt es nur ein Bild vom überteuerten Camping
So gibt es nur ein Bild vom überteuerten Camping

Ich mache einen längeren Spaziergang. Da will man sogar Geld für den "view"....

Vom 2. Wasserfall gibt es nur ein Bild aus der Ferne.

Wasserfall Nr.2
Wasserfall Nr.2

Nach 100 km haben wir die Grenze nach Kenya erreicht.

Wir sind die einzigen Touristen. Alles problemlos, auch wenn sich eine Fixerin als Zöllner ausgibt.

Auch in Kenya alles freundlich. 20$ Roadtax/Monat für KFZ unter 2.000 ccm.

In der ersten Stadt Kitale wollen wir Geld tauschen und eine SIM Karte kaufen.
Eine Polizistin will von Ernst 800 Schilling (100 sind normal), aber er muß erst Geld wechseln. Als er wiederkommt ist an einem Reifen eine Polizeikralle. Das wird teuer.

Ich werde von falschen Polizisten bedrängt....und bezahle nichts.

Was für ein Einstand in Kenya!

Wir fahren durch die Berge Richtung Mount Kenya.
Die Landschaft ist wunderschön, leider ist es diesig.

Auf den Straßen ist extrem viel Verkehr, erst in den Bergen wird es leer.

Berglandschaft
Berglandschaft

Schluchten gibt es auch
Schluchten gibt es auch

Anders als in Uganda gibt es hier keine Transitstrecken durch die Parks. Für Europäer ist der Preis 16x höher als für Einheimische. Das sollten wir mal mit Afrikanern machen!

Da nehmen wir eben die Umfahrungspiste.

Um den NP herum
Um den NP herum

Der Sprinter flüchtet nach Mombasa, wir umrunden den Mount Kenya.

Leider ist er meist in Wolken.

Wir gehen vor dem NP spazieren und entdecken einiges.

Wilde Fackellilien
Wilde Fackellilien

Blühende Bäume mit Flechten
Blühende Bäume mit Flechten

Einsamer Hirte
Einsamer Hirte

Ihn kennt ihr schon
Ihn kennt ihr schon

Eine Frau fragt wie es in Deutschland ist. Ich zeige ihr Bilder von der schneebedeckten Rhön. "Wie kann man denn da überleben" fragt sie. Dies frage ich mich auch weil ich schon bei 22° friere.

Ich komme mit Männern ins Gespräch. Wir reden über Essen und als ich die Hunde sehe, sage ich, dass es bei uns Hundefutter gibt. "Futter für die Hunde" fragt einer ungläubig. Und ich führe weiter aus: Hundebett, Hundespielzeug, Hundemantel, Hundefrisör.....Wir lachen uns kaputt. Aber ich kann noch einen drauflegen. Manche geben über 800$ aus, um ein paar Affen zu sehen. Das Gelächter ist groß.

Afrikaner sind eben klar im Kopf - die meisten wenigstens..

In der Stadt begegne ich noch anderen Gestalten.

Wer ist er?
Wer ist er?

Der Bulli muss in die Werkstatt - mein Blutdruck steigt.
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Wolfgang131
Beiträge: 345
Registriert: Mi 2. Sep 2009, 13:17

Re: Mit dem Bulli von Lusaka in den Oman?

Beitrag von Wolfgang131 »

Bei den Werkstätten in Afrika ist selbst ein Ölwechsel ein "Fall". Heckmotor hat noch keiner gesehen und der komplette Audimotor erschwert den Zugang zum Filter.

In Afrika gilt: Erst ein Gespräch, eine Beziehung zum Mechaniker aufbauen, dann sagen was man will.

Mit ihm bin ich auf einer Wellenlänge. Als er mir noch zeigt wie man mit einem Strick den Filter löst und ich ihn lobe läuft alles optimal.

Was es kostet? "Gibt mir was du meinst" ist die Antwort. Ich gebe ihm umgerechnet 12€. Er ist richtig happy. So viel verdient er sonst nicht an einem Tag.

Kenia ist ein sehr armes Land. Manche suchen sich das Essen aus der Mülltonne, auch die armen Tiere werden verprügelt und misshandelt. Ich darf gar nicht hinschauen.
Es kommt eben drauf an wo man geboren wird
So bin ich den Ukrainern dankbar, daß sie meine Eltern enteignet und vertrieben haben - sonst wäre ich nicht im Westen aufgewachsen.

Bulli mit Mount Kenya
Bulli mit Mount Kenya

So wie hier ist das Wetter schon seit Ruanda. Oft bewölkt und diesig.

Eingangstor zum Camping
Eingangstor zum Camping

Dahinter ist es teuer und schlecht. Der Wasserhahn der Dusche läßt sich nur mit Werkzeug öffnen, vorher muß man durch Dreck laufen... nur die Affen sind friedlich.

Wir beschließen Touri-Einrichtungen zu vermeiden. Und siehe da: das parken im Hotelinnenhof auf Rasen kostet 3€, ein sauberes Zimmer mit Du+WC 8€....Unser Luxuszimmer mit Frühstück 16€ (immer für 2 Personen).

Wir fahren zum Kilimandscharo. Das teuere Camping mit Aussicht ist das Geld nicht wert. Warme DU gibt es auch - 2 Std. Nach der vereinbarten Zeit beginnen sie mit dem anfeuern.
Warum habe ich nicht bei einem Bauern nachgefragt, ob wir für 1 Nacht stehen bleiben können? Da wäre die Aussicht auch besser gewesen.

Mawenzi
Mawenzi

Kilimandscharo genau der Kibo
Kilimandscharo genau der Kibo

Nur morgens sind die Berge zu sehen. Ab 10h sind sie in Wolken.

Frau mit Holz
Frau mit Holz

Wir fahren zur Küste. Eine Piste lacht uns an - die letzte.

Letzte Piste in Afrika
Letzte Piste in Afrika

Die letzte Giraffe
Die letzte Giraffe

Einige andere Tiere sehen wir auch noch. Wir fahren durch Massai-Gebiet. Misstrauisch werden wir beäugt.

Wir nehmen Anhalter mit, der eine ist fast blind
Wir nehmen Anhalter mit, der eine ist fast blind

Abschiedsfoto
Abschiedsfoto

Jetzt aber zur Schnellstraße. Wobei schnell relativ ist.
Unser Schnitt liegt bei gut 30km/h wegen den langsamen LKW.

Auch hier gibt es etwas zu sehen.

Busse sind oft eine Augenweide und überholen rücksichtslos
Busse sind oft eine Augenweide und überholen rücksichtslos

Ein 'roter" Elefant am Straßenrand
Ein 'roter" Elefant am Straßenrand

Polizeikontrollen haben wir nicht viele erlebt seit Tansania.
Diese hier ist extrem korrupt..Über eine halbe Stunde diskutieren wir.....Es sind viele Polizisten vor Ort und jeder versucht es. Der letzte will wenigstens etwas zu essen - gibt es nicht, auch kein Schluck Wasser.
Wenn man viel Zeit hat macht es sogar etwas Spass.

Wieder zu einem Billighotel, das auch im Internet angeboten wird.
Wir landen im Markt.

Markt
Markt

Der Markt ist eine Sackgasse.

Durch dieses Dreckloch müssen wir
Durch dieses Dreckloch müssen wir

Es ist verdammt eng, gut ein schmales Auto zu haben
Es ist verdammt eng, gut ein schmales Auto zu haben

Bald finden wir das Hotel. Gar nicht so schlecht, aber die Umgebung...

Mein Freund der Baum
Mein Freund der Baum

....ist tot.
....ist tot.

Die Vorbereitungen für die Verschiffung in den Oman laufen seit einiger Zeit. Einfach ist anders.

Wir haben das Ziel erreicht (in Kenia)
Wir haben das Ziel erreicht (in Kenia)
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Cheldon
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Re: Mit dem Bulli von Lusaka in den Oman?

Beitrag von Cheldon »

https://samharamresorts.com/
Wann kommt ihr in Salalah an? Ich habe eure Reise verfolgt und wir können euch das Samharam Resort als Unterkunft oder auch als Stellplatz empfehlen. Wir sind jetzt bereits 12 Tage hier. Strandliegen, Sanitär für 10 OMR? für zwei Personen.

IMG_8070.jpeg
IMG_8072.jpeg
Mit freundlichen Grüßen
Rolf
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