Guido3 hat geschrieben:
Das EU Parlament wird demokratisch gewählt oder spielst Du auf die nicht proportionale Sitzplatzzuteilung der einzelnen Länder an?
Deutschland hat einen Teil seiner Souveränität an die EU abgegeben. Wurde das direkt durch die deutschen Wähler bestimmt?
Deutschland hat seine Währung aufgegeben. Wurden die Deutschen dazu befragt?
Dazu und noch ein paar Kleinigkeiten mehr
heute in der SZ.
Guido3 hat geschrieben:
Zwangsabgaben für den ÖRR gibt es in anderen Ländern auch.
... und in vielen Ländern nicht. Das ist kein Grund für die Existenz der EU. Warum ist diese Abgabe nicht einheitlich, wenn sich die EU Deiner Aussage nach einmischt? Warum ist dies mittlerweile eine Steuer und keine Abgabe mehr, auch wenn der alte Name bestehen bleibt?
Guido3 hat geschrieben:
Ralf Kiefer hat geschrieben:Erkläre mir mal bitte, weswegen die Deutschen kurz nach Einführung der temporären Ersatzwährung vor 10 Jahren Strafzahlungen an die anderen leisten mußten, weil die Neuverschuldung 3% vom BIP überstieg (oder so ähnlich).
Quelle? Soweit ich weiß musste Deutschland im Zuge der berechtigten Defizitverfahren niemals Geldbußen oder Kürzungen von Fördergeldern hinnehmen.
Naja, da hat sowohl Dein Erinnerungsvermögen wie auch Deine Google-/Bing-Suche ein Problem. Nimm als Suchkriterien z.B. "strafzahlung deutschland neuverschuldung 3%" und schon erhältst Du viele Belege dafür, was vor 10 Jahren ablief.
Ganz nett diese Beiträge aus dem Jahr 2003 zum Thema.
Guido3 hat geschrieben:
Das Thema ist wie Abgeordnetendiäten in Deutschland usw. ein beliebtes Stammtischthema.
Schön, wenn es auch dort besprochen wird. Als Fakt betrachte ich es, daß dieses Geld sehr schlecht investiert ist.
Guido3 hat geschrieben:
Ralf Kiefer hat geschrieben:Wen interessiert alleine der Überschuß im Handel mit europäischen Ländern? Der gesamte Außenhandel ist von Bedeutung. Und genau der sollte ausgeglichen sein. Ist er aber nicht. Seit vielen Jahren nicht. Dieser Überschuß kommt also nicht den Deutschen zugute, die ihn erwirtschaftet haben, sondern wird den anderen einfach geschenkt.
Die Logik habe ich nicht ganz verstanden.
Mit welchem Teil hast Du ein Problem? Mit der Zusammenfassung der gesamten Außenhandelsbilanz, die keinen Unterschied zwischen EU-, Euro-Zone oder Weltweit macht? Mit der Verfehlung einer ausgeglichenen Außenhandelsbilanz? Oder mit dem Verschenken der Überschüsse ins Ausland?
Guido3 hat geschrieben:
Nur hat sich die Welt im Vergleich zu "früher" entscheidend verändert und die frühere Kleinstaaterei funktioniert heute nicht mehr.
Die Richtung einer Entwicklung kann sich im Laufe der Zeit ändern. Bis vor rund 20 Jahen gab es die Sowjetunion. Jetzt sind es etliche souveräne Staaten auf diesem Gebiet. Nicht immer sind derart große Gebilde sinnvoll zu verwalten. Dasselbe gilt für das, was sich heute EU nennt. die kulkturellen Unterschiede sind viel zu groß. Die Sowjetunion zerfiel durch Bankrott, die EU wird sich hoffentlich vorher auflösen, bevor sowjetische Verhältnisse entstehen.
Guido3 hat geschrieben:
Es fehlt ein Gegengewicht zu global aufgestellten Unternehmen.
Ein Eingeständnis der Unfähigkeit nicht nur der deutschen Bundesregierung.
Guido3 hat geschrieben:
Das kann nur international gelöst werden.
Weil das nie funktionieren wird, ist genau das das Ziel dieser global aufgestellten Untenehmen.
Guido3 hat geschrieben:
Mit der EU können wir da ein anderes Pfund in die Waagschale werfen.
Genau die blamiert sich seit Monaten völlig grundlos bis auf die Knochen. Die haben sogar vergessen, daß man Länder nicht nur in den Euro aufnehmen kann, sondern die Länder bei Verfehlungen wieder rausschmeißen muß. Die Lächerlichkeit ist doch die, daß 3% wirtschaftliche Gesamtleistung von Griechenland an der EU diese kippen werden. Und die reden von "Stabilitätskriterien". Kein Wunder, daß die Banker mit angeschlossener US-Regierung in USA laut lachen.
Guido3 hat geschrieben:
Ich stimme Dir zu, dass das in der Vergangenheit nicht ausreichend geschehen ist
Glaubst Du an Märchen? Z.B. an das, das es in der Zukunft anders werden wird?
Guido3 hat geschrieben:
Ich habe aber das Gefühl, das wir für die Argumente des Anderen jeweils wenig zugänglich sind und die Diskussion wenig bringt.
Den Eindruck habe ich auch, weil Du offensichtlich von Berufs wegen und somit als EU-Nutznießer an den Erhalt Deines Arbeitsplatzes glauben mußt. Meine Rolle ist die eines kritischen Beobachters, der schon lange den Glauben an Merkel [1] &Co verloren hat.
Gruß, Ralf
[1]
Die kennt sich aus.