Wüstenschiff • Thema anzeigen - Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

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Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitragvon Mia » 14.03.2015 19:06

Die idyllische Lage, lässt darauf schließen, das die Menschen früher schon eine Schwäche für ein Haus am Meer hatten.
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Nicht weit entfernt liegt ein Sinkhole, in dem gebadet werden darf. Das Gelände um das Loch ist zum Freizeitpark ausgebaut.
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitragvon Mia » 15.03.2015 14:56

Ein kleiner Abstecher ins Wadi Tiwi oder Wadi Shab lohnt sich immer, als allerdings die Roses die Füße zum Abkühlen ins Wasser hängten, kam ein empörter Fischbursche doch so Nahe, das sie lieber die Gliedmaßen in sicheren Schlappen verstauten.
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Die Reisenden hatten eine wunderschöne Fahrt der Küste entlang, stoppten im Pizzahut in Sur und besuchten die alte Schiffswerft und das Freilandgehege der zur Ruhe gesetzten Schiffe und Boote der alten Hafenstadt.
Eine nächtliche Führung in Al Jinz um die Schildkröten bei der Eiablage zu beobachten ist eigentlich ein Muß. Verständlicherweise ist fotografieren untersagt, um die sensiblen Tiere nicht zu verstören oder gar am Verlassen des Wassers zu hindern. Die befruchteten Eier der Schildkröte müssen so schnell wie möglich gelegt werden. Schaffen die Schildkrötenweibchen, es nicht, ihren Nachwuchs, am Meeresstrand im Sand zu vergraben, sterben sie.

An der Küstenstraße vor Al Ashkharah stößt der Reisetrupp wieder auf Gräber, Keramikreste und Muschelhaufen.
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitragvon Mia » 29.03.2015 08:52

Sandrose und Wüstenrose haben viel Freude an tierischen Begegnungen. Snoopy und Kameliendame, als geübte Katzenbändiger und Naturliebhaber sind zu jedem Besuch in einem Naturschutzpark bereit und ein kleiner Umweg in das Schutzgehege für Gazellen ist schnell zurück gelegt.
Fast das ganze Vorgebirge um das Wadi Bani Khaled ist Naturschutzpark für die im Oman heimischen Gazellen. Verletzte oder schwache Tiere werden in einem extra Gehege wieder liebevoll aufgepäppelt. Muttertiere finden mit ihren Jungen besonderen Schutz. Bestens getarnt liegt ein kleine Babygazelle im Schatten eines Baumes und Wildrose lächelt noch in dieser Nacht im Schlaf vor lauter Entzücken, weil der Wildhüter ihr das kleine Tier in die Arme gelegt hat.
Sandrose konnte das ganz genau im Licht ihres Kindl bis in die frühen Morgenstunden beobachten. Ein bisschen fassungslos kam sie zu der Erkenntnis: Lächeln und Schnarchen schließen sich nicht aus.

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Das jeder Geologe im Oman auf sein persönliches Nirwana stoßen könnte, zeigt sich mal wieder in prächtigen Felsformationen am Wegesrand.
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitragvon Alexander » 29.03.2015 09:59

Oh Mia, ist der süüüüüüüüüüüüß :-) So klein und schon eine Gazelle ;-)

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Grüsse
Alexander
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitragvon Mia » 29.03.2015 15:09

Hallo Alexander,

es ist wirklich ganz herzzerbrechend süß.
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Anscheinend können Gazellen erst einige Zeit nach der Geburt stehen und laufen. Es hielt ganz still, schmiegte sich in der Hand an und bewegte seine kleinen Beinchen gar nicht, es fühlte sich fast kühl an und war fast getarnt, als es wieder in seiner Kuhle unter dem Baum im Schatten lag.
Im ganzen Oman gilt übrigens ein Jagdverbot aller Tiere.

Viele Grüße
Mia
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitragvon Mia » 29.03.2015 16:54

Ach ja, aber die Wüste ruft und ein Eilritt in die Rub al Khali war jetzt von Nöten, sollt doch der anstehende gewünschte Geburtstag von Snoopy mitten im Sand gefeiert werden.
Erbarmungslos rieselte der Sand erstmal durch das Stundenglas und die Sonne dem Horizont entgegen. Erst mit dem Blick auf dem heimischen Computer wurden die Flecken im Sonnenuntergang sichtbar.
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und wilde Tiere lungerten die ganze Nacht um das Rosenzelt.
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitragvon Mia » 01.04.2015 10:47

Bevor die Kameraden in die Wüste Rub al Khali eindringen dürfen, pflegen sie das selbstauferlegte Ritual des Besuches von Stätten, an denen nur noch kaputte Steine Zeugnisse sind, das diese Plätze sich einst einer großen Beliebtheit erfreuten.
Sie stoppen bei den Ruinen von Ubar, welches 2014, wie ein Schild stolz verkündet, renoviert wurde.
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitragvon Kuno » 01.04.2015 11:24

...das ist etz aber nicht das "Atlantis der Wüste"; oder doch?
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitragvon samy » 01.04.2015 12:52

Doch, genau das... Der anfang der Weihrauchstrasse, die legendäre versunkene Stadt Ubar...
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitragvon Kuno » 01.04.2015 13:31

Naja... das ist dann doch noch nicht mal eine Stadt - und schon gar kein Atlantis (auch kein "Atlantisli"). Von der Dimension her weist es ziemlich klar auf eine Art "befestigter Handelsposten" hin. Dieser mag regional und vielleicht sogar als Knoten- und Rastplatz für den Karawanenverkehr eine Bedeutung gehabt haben.... aber so gross kann diese auch nciht gewesen sein; sonst würde sich das Ruinenfeld etwas weitläufiger darstellen.
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitragvon Angelika Baumann » 01.04.2015 17:39

Ursprünglich über Satellitenbilder entdeckt aber erst später ausgegraben, war die die Entdeckung unter Archäologen damals wohl eine Sensation. Immerhin wurde es von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.
Ob es sich aber tatsächlich um DAS Atalantis der Wüste handelt... ?

Viele Grüße

Angelika
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitragvon Kuno » 01.04.2015 18:08

... bei Timbuktu hat man auch lange geglaubt, dass die da goldene Dächer hätten :wink:
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitragvon Uwe Schmitz » 01.04.2015 18:35

hallo,
der bedeutende handelsposten ubar war auf einem großen hügel gebaut war mit reichlich fleißendem wasser versorgt.

eines tages, so besagt die legende, sei der ganze ort in ein tiefes loch gestürzt und von erdboden verschwunden. die verbleibenden überlebenden fürchteten die djinnen (geister) des verwunschenen ortes und flohen von hier. so geriet ubar fast ganz in vergessenheit. nur diese geschichte vom verschwundenen atlantis (in diesem fall: der wüste) blieb erhalten und brachte die forscher dazu, nach diesem ort zu suchen (und bei der ausgrabung vor einigen jahren wirklich wieder zu finden).

tatsache ist wohl, dass ubar auf einem kalkhaltigen felsen stand, der durch das viele wasser ausgespült und unterhölt wurde, und irgendwann stürzte der deckel über den ausspülungen ein, so wie es hier im dhofar etliche bei vielen sinkholes geschehen ist (auf deren eingestürzten höhlendecken aber kein ort gebaut war...)

so, atlantis (der wüste) frei erklärt, wieder'n bisken schlauer... :h:
viele grüße
uwe
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitragvon Werner Lenz » 01.04.2015 23:05

Guten Abend,

genau zu diesem Thema gibt es ein tolles Buch, das Jürgen Bittmann mal in einem Beitrag hier erwähnt hat:

Die Stadt der Düfte von Nicholas Clapp

Das Buch beschreibt sehr schön die geschichtlichen Hintergründe, die Suche in diesem Gebiet, dann den Fund und die Ausgrabungen der Stadt Ubar. Die Stadt wird auch in den zeitgeschichtlichen Kontext gestellt und einige Kontrollposten in der weiteren Umgebung werden in ihrer Funktion erwähnt und dargestellt.
Der Einbruch der Höhle, die wohl zum Zusammenbruch der Zitadelle führte und wohl auch die Haupt-Blütezeit der Stadt beendete, wird auch beschrieben. Ausgrabungen wurden ganz speziell dort durchgeführt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Jürgen war schon mal dort und hat auch einen der Außenposten (Andhur) besucht.

Gruß
Werner
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitragvon Mia » 03.04.2015 11:37

Auf jeden Fallwurde auch eine Treppen in das dunkle Loch unter der Ruine angelegt. Heftiger Uringeruch, der fast mit sofortiger Wirkung zur Bewußtlosigkeit führte, hielt aber von Expeditionen zum Ursprung der Legende und vielleicht einer Quelle wirksam ab.
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