Islamische Speisevorschriften in der Praxis

Lirum Larum Löffelstil - Arabische Gerichte und Köstlichkeiten

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Jürgen
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Registriert: Mo 1. Aug 2005, 12:37

Islamische Speisevorschriften in der Praxis

Beitrag von Jürgen »

Sich "Halal" zu ernähren, ist nicht einfach. Muslimische Verbraucher in Deutschland müssen gut informiert sein und teils Kompromisse eingehen. Halal-Siegel und eine Hotline sollen dabei helfen. Doch Schweinerückstände in der Nahrung lassen sich nie ganz ausschließen.

Mehr...


Quelle: Qantara.de
Es gibt Leute die WISSEN ALLES - es gibt Leute die WISSEN es BESSER - aber am schlimmsten sind die die meinen ALLES BESSER ZU WISSEN!

Mitglied der DTG
Ich war Tot, wurde aber wieder geholt. Gott sei Dank oder leider :!:
schu achbar ?

Re: Islamische Speisevorschriften in der Praxis

Beitrag von schu achbar ? »

Schaechten ohne Betaeubung ist ekelhaft und sinnlose Tierquaelerei.
Hier fast am Ende meines posts ein Film, wo man sieht wie lange das Schaf noch aktiv ist, schoen bis zum Ende sehn !!
Bei Rindern dauert der Todeskampf bis zu 5 Minuten.
Ausserdem weiss jeder Arzt, dass an der Luftroehre empfindliche Nerven entlanggehen, ein Schnitt also stake Schmerzen verursacht.

Abgesehen davon, dass so eine Methode bei uns aus kulturhistorischen
Gruenden von der Bevoelkerungsmehrheit abgelehnt wird sagt auch mein alter Quran nichts gegen eine Betaeubung.
Siehe Sure 5, Vers 3.

Das ist also so eine historische Verirrung wie Ehrenmord.

Leider wurde es den Juden erlaubt, weil es angeblich explizite religioese Anweisung ist.
Das zog dann spaeter die Moslems nach.
Obwohl betaeubt geschaechtete Tiere von den meisten Muslimen als halal
akzeptiert werden, gab es dann Extrawuerste fuer einige traditionelle Schlachter.
Seit 1992 hat das BVG Dieses ermoeglicht und damit den Fundis Entgegenkommen gezeigt.
M.M.n. eine ausgesprochene Dhimmitude gegenueber diesen Religionen,
bzw. denen die sich fuer die richtigen Interpretierer halten.

Aber schon vor der Erlaubnis des BVG haben sich viele (ungelernte) moslemische Schlachter nicht darum gekuemmert, viele sind dadurch reich geworden.
Aktueller Fall mit dem fiesen Video unten dran:

http://archiv.mopo.de/archiv/2008/20080 ... hande.html

Leider gibt es in der EU keine einheitliche Haltung zum Schaechten und
ein Verbot wuerde das Treiben nur nach Polen oder Irland verlagern.
Und unsere eigenen Grenzkontroll-Gesetze machen wir in der EU ja schon lange nicht mehr.

Dieser Qantara-Artikel ( Site wird aus deutschen Steuermitteln bezahlt ) ist voellig irrefuehrend, laesst
die tatsaechlichen Geschehnisse aussen vor, der Imamvertreter erzaehlt unwidersprochen was von ``konform mit dem Tierschutz`` und ``Fragen
ueber Feinheiten der Verfahrensweise``.
Stattdessen kuemmert man sich um Spuren von Schwein in Gelatine, Tabletten etc....
mikepiller
Beiträge: 952
Registriert: Sa 13. Mai 2006, 20:59
Wohnort: Berlin

Re: Islamische Speisevorschriften in der Praxis

Beitrag von mikepiller »

Hi,

keine Ahnung, wie viele Leute hier- ebenso wie ich-
zum einen mit einem kritisch geschärftem Blick versuchen, durch die Welt zu laufen,

zum anderen jedes fundierte, mit viel Mühe verfasste, lehrreiche und des Nachdenkens werte Posting hier- den eigenen Horizont erweiternd- annehmen.

Da wünscht man sich fast eine eigene Rubrik: "Kritische Betrachtung"-
oder ähnlich-
um gezielt zu stöbern.
Aber wer suchet, der findet auch so.

Danke,

Gruß
Micha

P.S. Nachträglich editiert:
Ich erinnere mich, ein Lob einzustecken ist Dir etwas lästig- ich hoffe, ich habe Dich nicht zu sehr verärgert (':D')
Jürgen Kempe
Beiträge: 632
Registriert: Di 18. Jul 2006, 17:26
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Re: Islamische Speisevorschriften in der Praxis

Beitrag von Jürgen Kempe »

Natürlich ist das Schächten eine Schweinerei :twisted: (Ich bin übrigens jedes Jahr dabei, wenn ich Freunde "traditionsgemäss" zum Opfer-/Hammelfest besuche :oops: .)
Ich halte aber vorher noch die vielfache "Schlachtung" vorgeblich Andersgläubiger -und nicht nur durch Muslime-, oder solcher, die nicht unseren kulturell/demokratischen Vorstellungen Entsprechenden für verachtenswerter.
(Klar, das Eine und das Andere müssen nichts miteinander zu tun haben; aber die [weitere] Verbesserung der Situation der Tiere bei uns lohnte auch thematisiert zu werden bevor wir zu den Nachbarn blicken; z.B., wären da bestimmte Tierversuche erwähnenswert, die werden nicht nur an der berühmten Fliege "begangen" :kotz: )

Na, vielleicht etwas wirr, dieser Beitrag, aber leider passiert's mir immer wieder, dass ich bei Angriffen auf Aussenstehende gern den Besserwisser 'raushängen lasse.

Schönen Abend trotzdem! Jürgen Kempe
Kuno
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Re: Islamische Speisevorschriften in der Praxis

Beitrag von Kuno »

Da man ja nie sicher sein kann, ob's nicht doch Fleisch drin hat, welches nicht "halal" ist, bestellt man am besten was vegetarisches. Da man aber nicht sicher ist, ob es da nicht doch ETWAS drin hat, muss man drei mal fragen, ob das Essen ohne Fleisch sei - wenn es dann doch Fleisch drin hat, welches nicht "halal" ist, dann ist man "schuldfrei".

"Was für Suppe haben sie? Gibt es eine ohne Fleisch?"

"Gemüsesuppe."

"Da ist nur Gemüse drin, also kein Fleisch?"

"Kein Fleisch!"

"Also nur Gemüse; oder?"

"Ja, nur Gemüse :roll: "

"Dann hat es da gar kein Fleisch drin?"

" :evil: :evil: :evil: :evil: NEIIIIIIIIIIIIN, :evil: :evil: :evil: NUR GEMUESE!!!"

----

Ob das nun ein Brauch ist oder ob es tatsächlich den Vorschriften entspricht entzieht sich meinen Kenntnissen.
Hauptsache, es ist nur Gemüse in der Suppe :D
Alexander
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Re: Islamische Speisevorschriften in der Praxis

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben: Hauptsache, es ist nur Gemüse in der Suppe :D
Und die Suppenbrühe wurde nicht mit Fleisch hergestellt. :mrgreen: Oder geht es hier nur um die Einlage :roll:

Grüsse
Alexander
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schu achbar ?

Re: Islamische Speisevorschriften in der Praxis

Beitrag von schu achbar ? »

Muslimische Freunde von mir, die in den USA studiert haben , sind
dort immer zum jüdischen Laden mit koscheren Lebensmitteln gegangen.
Da wussten sie nämlich, dass alles halal-mässig passte. 8)

Auch ne Art den Nahostkonflikt zu bewältigen.. :D
Alexander
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Re: Islamische Speisevorschriften in der Praxis

Beitrag von Alexander »

Erlaubnis zum Schächten versagt

MÜNCHEN - Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat einem türkischen Verein und einem Metzger das Schächten von Tieren für das Opferfest Kurban Bayram verboten. mehr...

Grüsse
Alexander
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Tilemsine
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Schächten ist das eine....

Beitrag von Tilemsine »

... aber sollten wir uns bzgl. unserer europäischen Massentierhaltung und dem damit verbundenen Tiertransporten nicht auch selbst an die Nase packen. Hauptsache der Preis stimmt. Es ist manchmal einfacher mit dem Finger auf andere zu zeigen.

grüße Hans
Alexander
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Re: Islamische Speisevorschriften in der Praxis

Beitrag von Alexander »

... und aufpassen sollen sie, die Schlächter, auf dass die Schlächter nicht zum Schlachtvieh werden :mrgreen:

Bild

Grüsse
Alexander
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Alexander
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Re: Islamische Speisevorschriften in der Praxis

Beitrag von Alexander »

In Polen wurde das Schächten jetzt auch verboten.

Polen: Verbot für rituelle Schächtungen
WJC-Präsident: "Juden müssen sich fragen, ob sie noch willkommen sind"

Das polnische Parlament (Sejm) hat am gestrigen Freitagabend das seit Jahresanfang geltende Schächtungsverbot bestätigt. Eine Regierungsvorlage, die eine rituelle Schlachtung von Tieren für religiöse Zwecke erlaubt hätte, wurde mit 222 zu 178 Stimmen abgelehnt, meldete die polnische Nachrichtenagentur PAP. Die Vorlage scheiterte, weil auch zahlreiche Abgeordnete der regierenden Bürgerplattform (PO) dagegen stimmten. Selbst Ministerpräsident Donald Tusk zeigte sich "erleichtert" vom Nein zur Regierungsvorlage. mehr...

Grüsse
Alexander
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marylin
Beiträge: 870
Registriert: Do 29. Nov 2012, 10:56

Re: Islamische Speisevorschriften in der Praxis

Beitrag von marylin »

Schade dass nun wieder ein Schächten ja oder nein Thema draus geworden ist.
Ob nun der Schuss eines Jägers , ein Schnitt durch die Kehle oder ein Bolzen in den Kopf bzw. eine Elektrozange an die Ohren oder ein Stich in die Lunge (siehe Mongolei) schmerhafter sind, kann niemand beurteilen. Jeder Bevorzugung einer Tötungsart ist u.a. kulturell begründet. Es gründet alles auf Beobachtung und Vergleich mit Bekanntem.
Der "Todeskampf" ist eine Regung im Rückenmarkszentrum- wird dieses zerstört (mit dem Töter- einer Lanze die im Schöachthof eingesetzt wird)ist logischerweise diese Äusserung nicht mehr möglich.
Das sichere Todeszeichen ist der letzte Urinabgang- zu diesem Zeitpunkt ist ein , in einem europ. Schlachthof getötetes Tier schon fast eingefroren.
Ich bereite gerne eine Rundfahrt in Süddeutschland vor, bei der 3 Tötungsverfahren studiert werden können:
Strom, Bolzen und Messer. Auch kann eine Tötungsanlage für Hühner besichtigt werden- Strombad mit anschliessendem Nachtöten durch Kehlschnitt.
Ich kann keinesfalls eine sanfte Tötungsart erkennen- hier nicht und da nicht. Besonders nicht in automatisierten Schlachthöfen , in denen alle 60 sec. ein Schuss fallen MUSS um keine Stockungen am Band zu erzeugen.
PS: zum Halal Schlachten gehört ersteinmal eine "Gebetsformel" dazu- daher kann ein Muslim im Notfall jedes Fleich essen, dass von einer anderen relig. Gruppierung getötet wurde, sobald während des Schlachtens Gott "angerufen" wurde
Wolfgang K
Beiträge: 2202
Registriert: Fr 25. Nov 2005, 13:50
Wohnort: bei Mainz

Re: Islamische Speisevorschriften in der Praxis

Beitrag von Wolfgang K »

Ich war schon beim Schächten zum Hammelfest dabei und könnte jetzt nicht sagen, dass dies besonders grausam im vergleich zu anderen Schlachtungsmethoden ist. Das liegt für mich im Auge des Betrachters, da es doch recht blutig ist. Die meisten Europäer sind halt nicht mehr gewohnt, dass auch Fleisch bevor es in der Fleischtheke landet einer „Behandlung“ bedarf. Wer das von Kind an gewöhnt ist wird sich weniger Gedanken darum machen. In D müssen die Tiere (bis auf wenige Ausnahmen) ohnehin betäubt werden.
marylin hat geschrieben:
PS: zum Halal Schlachten gehört ersteinmal eine "Gebetsformel" dazu- daher kann ein Muslim im Notfall jedes Fleich essen, dass von einer anderen relig. Gruppierung getötet wurde, sobald während des Schlachtens Gott "angerufen" wurde
Ohje, jeder Mensch kann doch essen was er will. Das Befolgen von religiösen Vorschriften ist doch eine freie Willensentscheidung. Und „zur Not“ (bevor man wirklich nichts anderes bekommt) ist es ohnehin kein Problem zu essen was satt macht (zumindest bei den Leuen, die nicht auf irgend einem Fundi-Tripp sind).

Dass gläubige Muslime/Juden natürlich versuchen hallal / koscheres Fleisch zu essen wenn es irgendwie verfügbar ist, ist doch selbstverständlich. Wenn ich muslimische Gäste habe schaue ich ob ich entsprechendes Fleisch bekomme. Wenn nicht kann jeder entscheiden ob es dennoch essen mag. Der eine isst es, der andere bleibt beim Gemüse und ncht jeder mag Fisch. War noch nie ein Problem. Man kann um alles Theater machen, wenn man es darauf anlegt.

Grüße
Wolfgang
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