Wüstenschiff • Thema anzeigen - Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Paradies

Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Paradies

Unterwegs zu Fuß, mit Kamel oder Muli, mit dem Drahtesel

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Re: Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Para

Beitragvon Alexander » 02.12.2012 15:49

Hallo Mia,
Mia hat geschrieben:Es ist alles aber ziemlich süß. Ich könnte mir vorstellen so ein Power Bar Gel durch ein Tütchen Beef Jerky zu ersetzen

Mit dem süssen Zeug hatte ich zunächst auch bedenken. Daher hatte ich mich für Zitronen- und Orangengeschmack entschieden. Also etwas säuerlicher. Das Gel ist tatsächlich quiet süss. Aber da ich sonst auch ein Süsser bin (ich bitte das jetzt nicht falsch zu verstehen :oops: ), hat mir das geschmacksmässig wenig ausgemacht. Trotzdem wäre etwas Abwechslung mit etwas herzhaftem wünschenswert. Daher steht bei mir Beef Jerky bereits auf der Einkaufsliste für das nächste Mal.

Auch bezüglich Fußpflege konnte ich einige Erfahrung sammeln bzw. kann man besser machen. Und dein Vorschlag in Sachen Efasit hört sich sehr gut an. Daran werden ich das nächste Mal denken.

Grüsse
Alexander
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Re: Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Para

Beitragvon Jürgen Kempe » 02.12.2012 20:27

...und für die Füsse Alexander,

jeweils zwischen 2 Socken einen Damen-Knöchel-Nylon als "Gleitmittel"; reduziert die Reibung, weil dann die Bewegug vom Schuh nicht über die Wollstrümpfe auf die Haut übertragen wird. (Oder so ähnlich :oops: ; mal ausprobieren. Mir hat's früher geholfen. [Waren allerdings auch keine 333 km 8) .])

Gruss Jürgen
Jürgen Kempe
 
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Re: Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Para

Beitragvon Alexander » 03.12.2012 08:16

Hallo Jürgen,

ich bin auch ein Verfechter der "Gleittechnik". Mehrere Socken, um die Füsse zu schonen. Der Damen Nylon ist neu für mich, hört sich aber interessant an. Werde es beim nächsten Mal versuchen. Zusätzlich werde ich das nächste Mal gleich am Anfang die Fersen verpflastern. Das sollte auch die Fersen schonen, da nicht dort, sondern am Pflaster gerieben wird.

Grüsse
Alexander
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Re: Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Para

Beitragvon Mia » 03.12.2012 14:23

Hallo,
die Füße beim Wandern unversehrt zu erhalten ist sehr wichtig. Früher habe ich auch auf die doppelten Socke geschworen. Inzwischen hat der Markt den sogenannten Trekkingsocken entdeckt. Gibt es von verschiedenen Firmen in verschiedenen Stärken und Wollqualitäten. Die Sohle, Ferse und der Zehenbereich werden praktisch mit einer Art Polster gestrickt. Das verhindert Reib- und Druckstellen. Kann ich nur empfehlen, da ich sehr schnell Blasen bekomme, laufe ich damit inzwischen auch gerne im Alltag herum.

Gruß Mia
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Re: Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Para

Beitragvon Peter D » 03.12.2012 14:32

Alexander hat geschrieben:
Kuno hat geschrieben:Aufmerksam lesen tue ich natuerlich nicht - ich ueberfliege ihn nur und warte auf die Stelle, wo du richtig zu leiden beginnst :twisted:

Da musst du noch ein bischen drauf warten :mrgreen:

Kuno hat geschrieben:waren das die richtigen Schuhe fuer diesen Marsch?

Ich bin sehr überzeugt, dass es die richtigen Schuhe waren. Besonders die Sohle ist bei diesem Schuh stabil, was besonders in der Vertikalen aber auch bei unebenem Boden, besonders wenn er mit Steinen gespickt ist guten Halt gibt. Würde die Wüste nur aus ebenen, festen Sandfeldern bestehen, könnten wir auch über einen Trackingschuh sprechen. In meiner Jugend habe ich viel Zeit in den bayerischen, österreichischen und schweizer Bergen verbracht. Für so einen soliden Wanderschuh hätte ich jeden Trackingschuh in eine Felsspalte geworfen :wink:


Hallo Alexander,
Du hattest die perfekten Schuhe Alex !
Die Weitwander-Trekker, und dazu zählst du mit 330km ohne Zweifel, streiten sich über alles mögliche, aber in einem Punkt sind sie sich einig: Das der Schuh vor allem das Fußgelenk nachhaltig stützen muß und die Stabilität (vor allem Seitenstabilität) muß analog zu dem Rucksackgewicht steigen. Unbedingt.
Ich machte selbst vor kurzem im Herbst auf einem 2000er hinauf mit 22kg Rucksack die bittere Erfahrung. Mit blankem Entsetzten stellte ich fest, das im Wagen nur Leichtzeugklumpert-Schuhe drin waren. Die schweren Lederhammerl hatte ich vergessen. Trotzdem rauf. Am nächsten Tag konnte ich kaum gehen vor grauenvollen Schmerzen im Rist-Gelenksbereich. Vor einer Woche ging ich denselben Berg mit festen hohen Lederbergschuhen. Am nächsten Tag: definitiv nichts zu spüren.
330km ist schon heftig, könnte das nur mehr mit mehreren Pausetagen dazwischen schaffen...Respekt !
lg Peter
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Re: Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Para

Beitragvon Stefanie » 05.12.2012 07:21

Alexander,
gut, dass du wohlbehalten wieder in Deutschland bist! Seit dem gestrigen Abend nieselt es fast ohne Pause :shock: . Alles ist richtig durchnaesst...da waere eine Nacht draussen mit anschliessendem Marsch mehr als unangenehm geworden ! (Nasse Lederstiefel...auch nicht der Hit :wink: )

In Erwartung eines weiteren Reise-Teilberichtes gruesst
Stefanie
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Re: Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Para

Beitragvon Alexander » 05.12.2012 17:59

Hi Stefanie,

Regen und das bei den nächtlichen Temperaturen. Da hätte es mich ganz schön durchgeschüttelt :wink:

Auf die Fortsetzung des Reiseberichtes musst du leider noch etwas Warten, bis ich wieder in DE bin. Also am Wochenende.

Viele Grüsse
Alexander
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Re: Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Para

Beitragvon Alexander » 07.12.2012 19:57

Ich weiss nicht, wieviele Stunden ich an diesem Plateau Abbruch entlang gelaufen bin. Irgendwie hatte ich das Gefühl, als würde dieser Endzipfel des Plateaus mit mir mitlaufen. Es war eine Perspektive, die zu trügen schien. In der Wüste scheint es, dass Entfernungen relativ sind. Ich verschätze mich immer wieder.

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Das Gebiet, dass ich an diesem Tag durchstreife, wirkt auf mich wie eine Mondlandschaft. Trocken, viele Hügel, nicht einmal ein vertrockneter Zweig. Die Landschaft ist aber sehr interessant und Abwechslungsreich. Und es gibt Schatten, jede Menge Schatten an diesem heissen Tag, an dem das Termometer auf 44 Grad in der Sonne klettert.

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Am frühen Nachmittag werfe ich alles Gewicht von mir ab und halte mein obligatorischen Nickerchen im Schatten ;-) Es ist schön und erholsam, nach den ersten 10 Tageskilometern alle Vier von sich zu strecken, die Landschaft zu beobachten und irgendwann ist es dann so weit. Ich versinke in Gedanken und irgendwann gehen die Gedanken ins Träumen über.

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Nicht jeder, der die Wüste besucht, kehrt aus ihr wieder zurück. Auf meinem Weg finde ich immer wieder tote Tiere. Besonders Vögel scheinen sich zu weit in die Wüste zu wagen.

Ein Spatz und eine grosse Heuschrecke...

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...noch ein Vogel und eine Taube, die in einer Mulde liegt. Entstand die Mulde durch den Absturz, erlebte sie hier ihren Todeskampf, oder wollte ein anderes Tier die Taube vergraben, um sie vor anderen Räubern zu vestecken? Ich weiss es nicht.

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Zwei grössere, schon sekelettierte Vögel. Einer macht einen skurilen Eindruck auf mich. Er leigt auf dem Rücken und streckt seine Krallen nach oben. Einer der Vögel liegt neben einem meiner Wasserdepots. Ein Omen? Ich bin nicht Abergläubisch.

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Der Horizont verrät, das morgen sich die Landschaft ändern wird. Weit hinter den Bergen erkenne ich die ersten Dünen.

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Fortsetzung folgt
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Re: Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Para

Beitragvon Alexander » 08.12.2012 08:25

Der siebte Tag

Irgendwie komme ich heute nicht aus den Federn. Da der Mond jeden Tag später aufgeht, verlagert sich auch meine "Aufwachphase" entsprechend. Um 4:00 weckt mich sein immer noch grelles Licht. 15 Minuten gebe ich mir noch, bevor ich aus meinem Schlafsack krieche und das Lager abbreche. 5 Kilometer sind es noch bis zum zweiten Wasserdepot, dass ich im Morgengrauen erreichen werde. Wie das erste, hat es Mohammed in einem Fels mit Steinen und Platten versteckt. Das Wasser ist eiskalt und erfrischend, anders als das, was sich unter Tags in den Feldflaschen aufwärmt. Es bleibt sogar noch etwas Wasser übrig für die Morgentoilette.

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Von dem Hügel hat man eine gute Übersicht über die Landschaft, über der sich immer mehr die Nacht zurück zieht. Ich warte...

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...bis die Sonne aufgeht.

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Unmittelbar nach dem Wasserversteck fangen die Dünen an. Aber zuvor...

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...fülle ich noch meine Flaschen auf. Den Kanister stelle ich zurück in das Versteck.

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Diese Dünen, die ich überqueren muss, geben schon einen kleinen Vorgeschmack auf die nächsten Tage. 20 - 30 Kilometer lange Dünenketten und jungfräuliche, unberührte Sandebenen liegen vor mir. Eine Traumlandschaft.

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Der Dünenaufstieg ist anstrengend. Plötzlich wechselt der harte Sanboden mit lockerem Weichsand ab. Mit dem zugeladenen Gewicht im Rucksack eine gute Morgengymnastik 8) Dazu kommt noch der fehlende Wind, der wie ich wohl heute verschlafen hat.

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Am späten Vormittag bietet es sich gerade zu an, eine Pause einzulegen. Die Sonne verteilt ihre Wärme schon kräftig über die Dünenlandschaft. Das schattige Plätzchen hatte die Sonne noch nicht erreicht und war noch angenehm kühl von der Nacht. Es sollte der letzte Schatten für die nächsten drei Tage sein.

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Unmittelbar nach der Pause setzt die Windmaschine ein und ich setzte meinen Marsch fort. Meine Route verläuft parallel zum Plateau, das einige Kilometer im Osten verläuft...

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und zu einer Dünenkette im Westen.

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Heute werde ich ca. 20 km an diesen Dünen, die sich wie Perlen an einer Kette aneinander reihen, entlang wandern.

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Fortsetzung folgt
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Re: Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Para

Beitragvon Mia » 08.12.2012 08:56

Hallo,

wunderschöne Bilder :h:

Gruß Mia
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Re: Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Para

Beitragvon Alexander » 08.12.2012 09:58

Danke Mia. Es sind wirklich schöne Bilder. Aber die schönsten kommen erst noch :-)

Grüsse
Alexander
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Re: Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Para

Beitragvon Alexander » 08.12.2012 11:55

Während sich im Westen die Dünen aneinander reihen...

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...taucht im Osten eine Oase auf. Das erste Anzeichen, dass ich mich fast auf höhe des Bir Kerwein befinde. Ich lasse den grünen Landstrich links liegen und folge weiter meinem Kurs in Richtung Süden.

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Der Dünenrigel versperrt mir den Weg. Da ich mir nicht sicher bin, ob ich ihn in nächster Zeit südlich umgehen kann, beschliesse ich, ihn zu überqueren. Eine Entscheidung, die ich nicht bereuhen sollte.

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Sonne, Sand, Wind und mangelnde Hygiene verändern mein Äusseres 8) ...

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... doch die Entbehrungen sind es Wert. Was ich hier sehe und erlebe ist nicht mit Geld zu bezahlen.

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Häufig stosse ich auf Strausseneierschalen. Sie sind einige tausend Jahre alt und erstaunlich gut erhalten. Ich wundere mich, warum sie immer noch hier liegen und sie der Sand nicht schon längst unter sich begraben hat.

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Der Tag neigt sich dem Ende zu und mein Tagespensum ist geschafft. Es wird Zeit, sich ein Sandbett zu suchen. Auswahl habe ich mehr als genug. ;-)

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Am nächsten Morgen kreuze ich eine Teerstrasse, die löchrig ist, wie ein Schweizer Käse. In diese Richtung führt sie zum Bir Kerwein, einem Gebiet, in der mitten in der Wüste Landwirtschaft betrieben wird.

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Fährt man hier entlang, erreicht man irgendwann Farafra, eine Oasenstadt.

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Minimalismus auf hohem Niveau.

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Fortsetzung folgt
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Re: Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Para

Beitragvon Alexander » 08.12.2012 20:44

Die Wüstennächte werden immer kälter. 8 Grad zeigt das Termometer in der Nacht. Um 4:15 überwinde ich mich und verlasse den warmen Schlafsack. Der Winter, den es natürlich auch in der Wüste gibt, kommt immer näher.
Das dritte Wasserversteck liegt in 25 Kilometer Entfernung. Ich möchte es heute Abend noch erreichen. Damit spare ich mir etwas Zeit, da ich am Abend sowieso nichts Anderes zu tun habe.

Nicht immer gibt es Schatten in der Wüste und schon gar nicht, wenn es Mittags am heissesten wird. In diesen Fällen muss man selbst für Sonnenschutz sorgen. Ich stelle meinen Rucksack aufrecht gegen die Sonne. Das bischen Schatten, den der Rucksack wirft ist aber ausreichend für eine kurze Pause.

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Die Dünenketten werden durch Luftspiegelungen unterbrochen. Es entsteht der Eindruck, dass einzelne Dünen am Horizont stehen.

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Eigenartige Spuren, die weder Mensch noch Tier hinterlassen haben können. Sie ziehen sich kilometerweit durch die Wüste. Sie scheinen keinen Anfang und kein Ende zu haben.

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Gelegentlich stosse ich auf wirkliche Spuren, die nur einer hinterlassen haben kann: ein Wüstenfuchs. Leider suchte auf dieser Reise keiner dieser Wüstenbewohner meine Bekanntschaft.

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Das dritte Wasserdepot liegt dieses Mal im Sand vergraben. Ich frage mich, wie es Mohammed geschafft hat, den Kanister im lockeren, immer wieder nachgebenden Sand zu vergraben. Mohammed hat ihn mit einem Steinkreis und einem Holzstock markiert.

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Erst jetzt fällt mir auf, dass ich während diesem Tag kaum Fotos geschossen habe. Zu sehr war ich mit mir beschäftigt. Die entzündeten Blasen an meinen Füssen hatten sich verschlechtert. Am Morgen und nach jeder Pause hatten sich die Waden verhärtet und schmerzten. Allerdings immer nur für kurze Zeit, bis ich wieder in Bewegung gekommen war. Nach einer Pause lief ich in den ersten Minuten immer wie auf rohen Eiern. Ausserdem entdecke ich, dass sich eine wichtige Naht an meinem Rucksack auflöst. Die Naht, die quer über den Rucksack verläuft und die mit den oberen Trageriemengurten vernäht ist. Ich habe kein Nähzeug dabei, um den Auflösungserscheinungen Einhalt zu gebieten. Sollte sich die Naht weiter auflösen, habe ich ein Problem.

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Direkt an der Wasserstelle errichte ich mein Nachtlager. Da ich ab morgen früh meinem Weg ohne die Unterstützung des Mondlichtes finden muss, lege ich am Abend noch meine Marschrichtung fest. Auch kontrolliere ich das vor mir liegende Gelände, um eventuellen Stolperstellen aus dem Weg gehen zu können. Aber es gibt hier nur Sand, nichts als endlose Sandebenen, sodass ich keine Probleme für morgen erwarte. Heute bewege ich mich keinen Meter mehr und habe nur noch Augen für die Schönheit der Natur.

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Re: Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Para

Beitragvon Kuno » 08.12.2012 22:40

Was ist die bereits zurueckgelegte Gesamtdistanz bis zu diesem Zeitpunkt des Marsches?
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Re: Wüstenwandern Ägypten: Es war die Hölle, es war das Para

Beitragvon Alexander » 09.12.2012 08:47

Hallo Kuno,

die zurückgelegte Gesamtdistanz betrug zu diesem Zeitpunkt Luftlinie 165 km

Grüsse
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