Teilreisewarnung Äthiopien 28.05.2026 | Ausreiseempfehlung aus Regionalstaaten

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Teilreisewarnung Äthiopien 09.08.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 09.08.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militäraktion in Tigray, Kampfhandlungen in Amhara und Afar)
- Sicherheit (Erweiterung Teilreisewarnung; Innenpolitische Lage: Regionen Tigray, Amhara und Afar)


Aktuelles
Militäraktion in Tigray, Kampfhandlungen in den Regionen Amhara und Afar

Vor Reisen in die Regionen Tigray sowie in die angrenzenden Gebiete der Regionen Amhara (Grenzgebiet North Gondar; Waghemira; North Wello einschließlich der Stadt Lalibela) und Afar
(Zone 1: Chifra Woreda und nördlich von Semera, Grenzgebiet Afar/Tigray in Zone 2, Zone 4) wird gewarnt.

Von Reisen in die Region Benishangul-Gumuz, die Zonen East- und West-Wollega, Kelem Welega, Horo Gudru Welega und Ilu Aba Bora (Region Oromia), die North Gondar Zone, Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara), Sitti (Region Somali)
sowie die Zone 2 Region Afar wird abgeraten.

Nach den militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) in der Region Tigray im Norden des Landes hat die Regierung ihre Streitkräfte in die angrenzenden Regionen zurückgezogen. Kampfhandlungen finden auch außerhalb der Region Tigray insbesondere in Amhara und Afar statt. Zuletzt haben Kämpfer der TPLF die Stadt Lalibela in der Amhara Region erreicht.

Das Internet in Tigray ist weitgehend abgeschaltet; Mobilfunkverbindungen funktionieren in der gesamten Region nicht zuverlässig. Es gibt derzeit keine Flugverbindungen nach Tigray, und auch der Landweg ist abgeschnitten.

Am 6. September 2021findet die zweite Runde der Parlamentswahlen statt. Im zeitlichen Umfeld ist eine weitere Verschlechterung der Sicherheitslage im ganzen Land möglich. In Addis Abeba und anderen größeren Städten könnte es in diesem Zusammenhang auch zu Demonstrationen und Protestaktionen gegen westliche Staaten und deren Botschaften kommen.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es aktuell zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen. Von Reisen in diese Gebiete wird abgeraten (siehe Sicherheit-Teilreisewarnungen; Innenpolitische Lage).
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwenige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte
Sicherheit - Teilreisewarnung

Vor Reisen in
  • die Region Tigray,
  • die an Tigray angrenzenden Gebiete der Regionen Afar (Zone 1: Chifra Woreda und nördlich von Semera; Zone 2: Grenzgebiet Afar/Tigray; Zone 4) und Amhara (Grenzgebiet North Gondar, Waghemira; North Wello einschließlich Lalibela)
wird gewarnt.

Von Reisen
  • in das unmittelbare Grenzgebiet der Afar-Region nach Eritrea,
  • in die Region Benishangul-Gumuz,
  • in die Grenzgebiete zwischen Benishangul-Gumuz und der Region Oromia (die Zonen Kelem Welega, West Welega, East Welega, Horo Gudru Welega, Ilu Aba Bora und Kelem Welega),
  • in die North Gondar Zone, Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara),
  • in die Zonen Guji und West Guji in der Oromo-Region
  • in das Grenzgebiet zwischen den Regionen Afar und Somali sowie entlang den Hauptverbindungsstraßen Afars (Awash-Mile-Bati), sowie die Zone 2
  • die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga sowie
  • in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia
wird abgeraten.

Innenpolitische Lage
Die Sicherheitslage in Äthiopien ist seit den Kampfhandlungen im Bundesstaat Tigray sowie zuletzt in den Nachbarregionen Amhara und Afar besonders volatil.

Es kommt überall im Land regelmäßig zu Unruhen und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen und mit Sicherheitskräften.

In verschiedenen Regionen finden derzeit Militäraktionen der äthiopischen Armee statt. In den Grenzgebieten des Landes kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen.

Regionen Tigray, Amhara und Afar
Vor Reisen in die Region Tigray und in die an Tigray angrenzenden Gebiete der Regionen Amhara
(Grenzgebiet in North Gondar; Waghemira; North Wello einschließlich Lalibela und das Grenzgebiet mit dem Sudan) und Afar (Zone 1: Chifra Woreda und nördlich von Semera; Zone 2: Grenzgebiet Afar/Tigray; Zone 4) wird gewarnt.

Von Überlandfahrten in das direkte Grenzgebiet zwischen Afar und Eritrea sowie Reisen in das Grenzgebiet zwischen den Regionen Afar und Somali sowie entlang den Hauptverbindungsstraßen Afars (Awash-Mile-Bati) wird abgeraten.

Von Reisen in die North Gondar Zone, Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara) wird abgeraten.


In Tigray führt die äthiopische Regierung seit 4. November 2020 Militäraktionen durch und hat den Ausnahmezustand erklärt. Kampfhandlungen finden auch außerhalb der Region Tigray, bis nach Amhara (North Gondar Zone, Waghemira, North Wollo Zone) hinein, statt. Zuletzt haben Kämpfer der TPLF die Stadt Lalibela in der Amhara Region erreicht. Die Lage bleibt äußerst volatil.

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit dem Sudan kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften. Die Lage dort bleibt äußerst volatil.

In den Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo in der Amhara-Region (u.a. Städte Ataye, Kemise und Shewa Robit) kam es zuletzt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen unbekannten Bewaffneten und Sicherheitskräften entlang der Straße zwischen Debre Berhan und Dessie (Hauptverbindungsstraße von Addis Abeba nach Mekelle).

In der Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt wurde Anfang Dezember 2017 am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste ein deutscher Staatsangehöriger getötet.

Ein anhaltender Konflikt zwischen den Volksgruppen der Issa und Afar führt immer wieder zu Auseinandersetzungen oftmals entlang der Durchgangsstraße von Awash nach Mille (Gabi Rasu Zone, Gewane woreda).

Auf der Straße Eli Dar Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die politische Beilegung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea hat an den Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (u.a. Drittstaater) nach Eritrea nichts geändert. Die Einreise ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach Asmara möglich und nicht auf dem Landweg.
  • Meiden Sie Zonen, für die die Übernahme der staatlichen Gewalt durch das Militär zur Herstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung eingerichtet und öffentlich bekannt gegeben werden (sog. „Command Post“).
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Teilreisewarnung Äthiopien 23.08.2021

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Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 23.08.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militäraktion in Tigray, Kampfhandlungen in Amhara und Afar)
- Sicherheit - Teilreisewarnung; (Innenpolitische Lage: Regionen Tigray, Amhara und Afar)


Aktuelles
Militäraktion in Tigray, Kampfhandlungen in den Regionen Amhara und Afar

Vor Reisen in die Regionen Tigray sowie in der Region Amhara, die Zonen North Gondar; Waghemira; South Gondar, North Wello einschließlich der Stadt Lalibela, das nördliche West Gojam und die Stadt Bahir Dar und in die Region Afar
(Zone 1: Chifra Woreda und nördlich von Semera, Grenzgebiet Afar/Tigray in Zone 2, Zone 4) wird gewarnt.

Von Reisen in die Region Benishangul-Gumuz, die Zonen East- und West-Wollega, Kelem Welega, Horo Gudru Welega und Ilu Aba Bora (Region Oromia), die Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara), Sitti (Region Somali)
sowie die Zone 2 Region Afar wird abgeraten.

Nach den militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) in der Region Tigray im Norden des Landes hat die Regierung ihre Streitkräfte in die angrenzenden Regionen zurückgezogen. Kampfhandlungen finden auch außerhalb der Region Tigray insbesondere in Amhara und Afar statt.

Das Internet in Tigray ist weitgehend abgeschaltet; Mobilfunkverbindungen funktionieren in der gesamten Region nicht zuverlässig. Es gibt derzeit keine regulären Flugverbindungen nach Tigray, und auch der Landweg ist abgeschnitten.

Am 6. September 2021 findet die zweite Runde der Parlamentswahlen statt. Im zeitlichen Umfeld ist eine weitere Verschlechterung der Sicherheitslage im ganzen Land möglich. In Addis Abeba und anderen größeren Städten könnte es in diesem Zusammenhang auch zu Demonstrationen und Protestaktionen gegen westliche Staaten und deren Botschaften kommen.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es aktuell zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen. Von Reisen in diese Gebiete wird abgeraten (siehe Sicherheit-Teilreisewarnungen; Innenpolitische Lage).
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwenige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte
Sicherheit - Teilreisewarnung

Vor Reisen in
  • die Region Tigray,
  • die Region Afar (Zone 1: Chifra Woreda und nördlich von Semera; Zone 2: Grenzgebiet Afar/Tigray; Zone 4)
  • und die Region Amhara (North Gondar, Waghemira; North Wello einschließlich Lalibela, South Gondar, das nördliche West Gojam und die Stadt Bahir Dar)
wird gewarnt.

Von Reisen
  • in das unmittelbare Grenzgebiet der Afar-Region nach Eritrea,
  • in die Region Benishangul-Gumuz,
  • in die Grenzgebiete zwischen Benishangul-Gumuz und der Region Oromia[/b] (die Zonen Kelem Welega, West Welega, East Welega, Horo Gudru Welega, Ilu Aba Bora und Kelem Welega),
  • in die Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara),
  • in die Zonen Guji und West Guji in der Oromo-Region
  • in das Grenzgebiet zwischen den Regionen Afar und Somali sowie entlang den Hauptverbindungsstraßen Afars (Awash-Mile-Bati), sowie die Zone 2
  • die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga sowie
  • in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia
wird abgeraten.

Innenpolitische Lage
Die Sicherheitslage in Äthiopien ist seit den Kampfhandlungen im Bundesstaat Tigray sowie zuletzt in den Nachbarregionen Amhara und Afar besonders volatil.

Es kommt überall im Land regelmäßig zu Unruhen und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen und mit Sicherheitskräften.

In verschiedenen Regionen finden derzeit Militäraktionen der äthiopischen Armee statt. In den Grenzgebieten des Landes kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen.

Regionen Tigray, Amhara und Afar
Vor Reisen in die Region Tigray, in der Region Amhara
in die Zonen (North Gondar; Waghemira; North Wello einschließlich Lalibela, South Gondar, das nördliche West Gojam und die Stadt Bahir Dar) und in der Region Afar (Zone 1: Chifra Woreda und nördlich von Semera; Zone 2: Grenzgebiet Afar/Tigray; Zone 4) wird gewarnt.

Von Überlandfahrten in das direkte Grenzgebiet zwischen Afar und Eritrea
sowie Reisen in das Grenzgebiet zwischen den Regionen Afar und Somali sowie entlang den Hauptverbindungsstraßen Afars (Awash-Mile-Bati) wird abgeraten.

Von Reisen in die Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara) wird abgeraten.


In Tigray führt die äthiopische Regierung seit 4. November 2020 Militäraktionen durch und hat den Ausnahmezustand erklärt. Kampfhandlungen finden auch außerhalb der Region Tigray, bis nach Amhara (North Gondar Zone, Waghemira, North Wollo Zone) hinein, statt. Die Lage bleibt äußerst volatil.

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit dem Sudan kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften. Die Lage dort bleibt äußerst volatil.

In den Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo in der Amhara-Region (u.a. Städte Ataye, Kemise und Shewa Robit) kam es zuletzt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen unbekannten Bewaffneten und Sicherheitskräften entlang der Straße zwischen Debre Berhan und Dessie (Hauptverbindungsstraße von Addis Abeba nach Mekelle).

In der Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt wurde Anfang Dezember 2017 am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste ein deutscher Staatsangehöriger getötet.

Ein anhaltender Konflikt zwischen den Volksgruppen der Issa und Afar führt immer wieder zu Auseinandersetzungen oftmals entlang der Durchgangsstraße von Awash nach Mille (Gabi Rasu Zone, Gewane woreda).

Auf der Straße Eli Dar Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die politische Beilegung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea hat an den Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (u.a. Drittstaater) nach Eritrea nichts geändert. Die Einreise ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach Asmara möglich und nicht auf dem Landweg.
  • Meiden Sie Zonen, für die die Übernahme der staatlichen Gewalt durch das Militär zur Herstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung eingerichtet und öffentlich bekannt gegeben werden (sog. „Command Post“).
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Teilreisewarnung Äthiopien 27.08.2021

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Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 27.08.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militäraktion in Tigray, Kampfhandlungen in Amhara und Afar)
- Sicherheit (Terrorismus, redaktionelle Änderungen)


Aktuelles
Militäraktion in Tigray, Kampfhandlungen in den Regionen Amhara und Afar

Vor Reisen in die Regionen Tigray sowie in der Region Amhara, die Zonen North Gondar; Waghemira; South Gondar, North Wello einschließlich der Stadt Lalibela, das nördliche West Gojam und die Stadt Bahir Dar und in die Region Afar
(Zone 1: Chifra Woreda und nördlich von Semera, Grenzgebiet Afar/Tigray in Zone 2, Zone 4) wird gewarnt.

Von Reisen in die Region Benishangul-Gumuz, die Zonen East- und West-Wollega, Kelem Welega, Horo Gudru Welega und Ilu Aba Bora (Region Oromia), die Oromo Special Zones, North Shewa und South Wollo (Region Amhara), Sitti (Region Somali)
sowie die Zone 2 Region Afar wird abgeraten.

Nach den militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) in der Region Tigray im Norden des Landes hat die Regierung ihre Streitkräfte in die angrenzenden Regionen zurückgezogen. Kampfhandlungen finden auch außerhalb der Region Tigray insbesondere in Amhara und Afar statt.

Das Internet in Tigray ist weitgehend abgeschaltet; Mobilfunkverbindungen funktionieren in der gesamten Region sowie in Lalibela und von der TPLF kontrollierten Gebieten in Amhara nicht zuverlässig. Es gibt derzeit keine regulären Flugverbindungen nach Tigray und Lalibela, und auch der Landweg ist abgeschnitten.

Am 30. September 2021 finden in einigen Regionen die nachgeholten Parlamentswahlen statt. Im zeitlichen Umfeld ist eine weitere Verschlechterung der Sicherheitslage im ganzen Land möglich. In Addis Abeba und anderen größeren Städten könnte es in diesem Zusammenhang auch zu Demonstrationen und Protestaktionen gegen westliche Staaten und deren Botschaften kommen.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es aktuell zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen. Von Reisen in diese Gebiete wird abgeraten (siehe Sicherheit-Teilreisewarnungen; Innenpolitische Lage).
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwenige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
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  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte
Sicherheit
Terrorismus

In den vergangenen Jahren wurden in Äthiopien vereinzelt Bombenanschläge verübt bzw. konnten Anschlagsversuche vereitelt werden. Die erhöhte Gefahr von Anschlägen besteht fort, auch durch das militärische Engagement Äthiopiens in Somalia. V.a. im Hinblick auf die dortige Terrororganisation al-Shabaab werden regelmäßig Drohungen gegen in Somalia engagierte Länder bekundet. Auch der Standort Addis Abeba als Sitz der Afrikanischen Union (AU) und zahlreicher Büros der Vereinten Nationen erhöht die Attraktivität für mögliche Terroranschläge. Die äthiopische Regierung warnt vor Aktivitäten al-Shabaabs in Äthiopien.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten, in der Nähe westlicher Einrichtungen und touristischer Reiseziele, als auch größerer Hotels und bei besonderen Anlässen und Großveranstaltungen besonders aufmerksam.
  • Achten Sie auf verdächtige Personen und herrenlose Gepäckstücke wie z.B. Taschen, Pakete oder Textilbündel und melden diese ggf. der Polizei.
  • Verhalten Sie sich möglichst unauffällig und meiden Sie größere Menschenansammlungen.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
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Teilreisewarnung Äthiopien 02.11.2021

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Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 02.11.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militäraktion in Tigray, Kampfhandlungen in den Regionen Amhara und Afar)
- Aktuelles (Aussetzung E-Visa/Visa on Arrival)
- Sicherheit - Teilreisewarnung (Innenpolitische Lage: Regionen Tigray, Amhara und Afar ff)
- Einreise und Zoll (Visum, Visum vor der Einreise, Visum bei Einreise)


Aktuelles
Militäraktion in Tigray, Kampfhandlungen in den Regionen Amhara und Afar
Vor Reisen in die Regionen Tigray, Amhara und Afar wird gewarnt.

Von Reisen in die Region Benishangul-Gumuz, die Zonen East- und West-Wollega, Kelem Welega, Horo Gudru Welega und Ilu Aba Bora (Region Oromia), und Sitti (Region Somali) wird abgeraten.


Am 2. November 2021 wurde der landesweite Ausnahmezustand verhängt.

Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) in der Region Tigray im Norden des Landes haben sich auf die Regionen Amhara und Afar ausgeweitet. Aktuell finden Kampfhandlungen vor allem entlang der Bundesstraßen A2 / B11 (Verbindung Addis Abeba nach Dessie / Kombolcha) statt. In Amhara wurde eine Ausgangssperre ab 20 Uhr verhängt.

Das Internet in Tigray ist weitgehend abgeschaltet; Mobilfunkverbindungen funktionieren in der gesamten Region und von der TPLF kontrollierten Gebieten in Amhara und Afar nicht zuverlässig. Es gibt derzeit keine regulären Flugverbindungen nach Tigray und Lalibela, und auch der Landweg ist abgeschnitten.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es aktuell zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen. Von Reisen in diese Gebiete wird abgeraten (siehe Sicherheit).
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Aussetzung E-Visa/Visa on Arrival
Mit Wirkung vom 19. Juni 2021 hatte die äthiopische Einwanderungsbehörde unangekündigt die Erteilung von „E-Visa" und „Visa on arrival" vorübergehend ausgesetzt. Die Erteilung von E-Visa ist mittlerweile wieder möglich.

Passagiere, die nach Äthiopien einreisen wollen, müssen über ein gültiges Visum oder eine „Residence ID" verfügen. Das gilt aktuell auch für Inhaber von Dienst- oder Diplomatenpässen.

Sicherheit - Teilreisewarnung

Vor Reisen
  • in die Region Tigray,
  • die Region Afar
  • und die Region Amhara
wird gewarnt.

Von Reisen
  • in die Region Benishangul-Gumuz,
  • in die Grenzgebiete zwischen Benishangul-Gumuz und der Region Oromia (die Zonen Kelem Welega, West Welega, East Welega, Horo Gudru Welega, Ilu Aba Bora und Kelem Welega),
  • in die Zonen Guji und West Guji in der Oromo-Region
  • die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga sowie
  • in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia
wird abgeraten.

Innenpolitische Lage
Die Sicherheitslage in Äthiopien ist seit den Kampfhandlungen im Bundesstaat Tigray sowie den Nachbarregionen Amhara und Afar besonders volatil.

Es kommt überall im Land regelmäßig zu Unruhen und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen und mit Sicherheitskräften.

In verschiedenen Regionen finden derzeit Militäraktionen der äthiopischen Armee statt. In den Grenzgebieten des Landes kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen.

Regionen Tigray, Amhara und Afar
Vor Reisen in die Regionen Tigray, Amhara und Afar wird gewarnt.


Die am 4. November 2020 begonnenen Kämpfe zwischen der äthiopischen Regierung und der TPLF finden auch außerhalb der Region Tigray, bis weit nach Amhara und Afar hinein, statt. Die Lage bleibt äußerst volatil. Die äthiopische Regierung und die Regierung von Amhara haben zur Generalmobilmachung gegen die TPLF aufgerufen. In Amhara wurde eine Ausgangssperre ab 20 Uhr verhängt.

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit dem Sudan kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften. Die Lage dort bleibt äußerst volatil.

In den Oromo Special Zones kam es zuletzt zu bewaffneten Auseinandersetzungen entlang der Straße zwischen Debre Berhan und Dessie (Hauptverbindungsstraße von Addis Abeba nach Mekelle).

In der Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt wurde Anfang Dezember 2017 am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste ein deutscher Staatsangehöriger getötet.

Ein anhaltender Konflikt zwischen den Volksgruppen der Issa und Afar führt immer wieder zu Auseinandersetzungen oftmals entlang der Durchgangsstraße von Awash nach Mille (Gabi Rasu Zone, Gewane woreda).

Auf der Straße Eli Dar Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die politische Beilegung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea hat an den Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (u.a. Drittstaater) nach Eritrea nichts geändert. Die Einreise ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach Asmara möglich und nicht auf dem Landweg.
  • Meiden Sie Zonen, für die die Übernahme der staatlichen Gewalt durch das Militär zur Herstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung eingerichtet und öffentlich bekannt gegeben werden (sog. „Command Post“).
Somali Region und Grenzgebiet zu Somalia
Von Reisen in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga sowie in das Grenzgebiet zwischen den Regionan Afar und Somali wird abgeraten.

Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der ONLF, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen. In der gesamten Somali Region (v.a. Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.
  • Unternehmen Sie Reisen in das Grenzgebiet zu Somalia aufgrund möglicher –auch grenzüberschreitender- Militäraktionen gegen Al-Shabaab-Kämpfer nur in enger Abstimmung mit den äthiopischen Behörden.
Region Benishangul-Gumuz
Von Reisen in die Region Benishangul-Gumez wird abgeraten.

Nach bewaffneten Auseinandersetzungen im Dezember 2020 zwischen Bevölkerungsgruppen vor allem in der Metekel-Zone führt die äthiopische Armee dort eine Militäraktion durch.

Im Grenzgebiet zwischen Benishangul-Gumuz und der Oromia-Region finden seit Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und der äthiopischen Armee statt. Die Lage dort ist sehr volatil.

Oromia-Region
Von Reisen nach West Oromia (die Zonen East- und West-Wollega, Kelem Welega, Horo Gudru Welega und Ilu Aba Bora Zonen) sowie die Zonen Guji und West Guji (Süd-Oromia) wird abgeraten.

In der Oromia-Region kommt es regelmäßig zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen sowie Straßensperren durch die lokale Bevölkerung und Milizen. Am 5. Mai 2021 erklärte die Oromo Liberation Army (OLA) der äthiopischen Regierung den Krieg. In zahlreichen Gebieten kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen und Angriffen der OLA auf staatliche Ziele sowie Fahrzeuge. Betroffen waren zuletzt vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Nekemte, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. Im Gebiet West-Oromia und Grenzgebiet zu Benishangul-Gumuz finden bewaffnete Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen mit äthiopischen Sicherheitskräften statt. Die Kämpfe haben sich mit nicht nur vereinzelten Vorfällen auf die Zonen Jimma, North Shewa, Illubador, Horo Guduru Wellega ausgeweitet. Auf der Hauptverbindungsstraße zwischen Asosa und Nekemte wurden mehrere Regierungsfahrzeuge, Ambulanzwagen und ein Fahrzeug einer internationalen NRO angegriffen.
  • Lassen Sie bei Fahrten in diese Gebiete besondere Vorsicht walten.
Gambella-Region und Grenzgebiete zum Südsudan
In der Gambella-Region kommt es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen, vor allem im Grenzgebiet zum Südsudan.

Die Lage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten.
  • Meiden Sie das Grenzgebiet zu Südsudan.
Southern Nations, Nationalities and Peoples Region (Konso und Süd-Omo-Zone)
Von Reisen nach Konso wird derzeit abgeraten.

Bei Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen wurden im Jahr 2020 in Konso und Turmi (Maji District) zahlreiche Menschen verletzt, getötet und vertrieben.
  • Informieren Sie sich für Reisen in der Süd-Omo-Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
  • Unternehmen Sie in der Region nördlich des Omo-Nationalparks keine Individualreisen, sondern nur mit professioneller Begleitung.
Grenzgebiet zu Kenia
Von nicht erforderlichen Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia wird abgeraten.

Das Risiko von Entführungen an der somalisch-kenianischen Grenze ist weiterhin hoch.

Rund um den Grenzübergang Moyale (Region Oromia) gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße zwischen Volksgruppen sowie mit Sicherheitskräften.

Minengefahr besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen in der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Zone).
  • Seien Sie bei Reisen in das Grenzgebiet besonders vorsichtig.
  • Informieren Sie sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
Einreise und Zoll
Visum

Ein Visum ist erforderlich.

Visum vor der Einreise
Das Visum kann vor Reiseantritt bei der äthiopischen Botschaft in Berlin beantragt werden.

Darüber hinaus ist vor Reiseantritt die Beantragung eines E-Visa für einmalige touristische Einreisen ausschließlich über den Addis Abeba Bole International Airport möglich.

Die genauen Einreisebestimmungen und aktuellen Visagebühren können bei der zuständigen äthiopischen Auslandsvertretung erfragt werden.

Visum bei Einreise („on arrival“)
Mit Wirkung vom 19. Juni 2021 hat die äthiopische Einwanderungsbehörde unangekündigt die Erteilung von „Visa on arrival“ vorübergehend ausgesetzt, siehe Aktuelles.
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Hinweise zum Corona-Virus in Äthiopien siehe:
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Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
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Kontaktdaten:

Teilreisewarnung Äthiopien 05.11.2021 | Ausreiseempfehlung

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 05.11.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militäraktion Tigray/Kampfhandlungen in den Regionen Amhara und Afar)
- Sicherheit – Teilreisewarnung (Innenpolitische Lage, Regionen)


Aktuelles
Militäraktion in Tigray, Kampfhandlungen in den Regionen Amhara und Afar

Von Reisen nach Äthiopien wird dringend abgeraten.
Vor Reisen in die Regionen Tigray, Amhara und Afar wird gewarnt.


Am 2. November 2021 wurde der landesweite Ausnahmezustand verhängt.

Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) in der Region Tigray im Norden des Landes und in den Regionen Amhara und Afar weiten sich aus. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich Kampfhandlungen weiter verstärken und weitere Regionen des Landes erreichen.

Aktuell finden Kampfhandlungen vor allem entlang der Bundesstraßen A2 / B11 (Verbindung Addis Abeba nach Dessie / Kombolcha/Mile) statt. In Amhara wurde eine Ausgangssperre ab 20 Uhr verhängt.

Das Internet in Tigray ist weitgehend abgeschaltet; Mobiltelefonverbindungen funktionieren in der gesamten Region und von der TPLF kontrollierten Gebieten in Amhara und Afar nicht zuverlässig. Auch in Addis Abeba und anderen Regionen des Landes kann es im Rahmen des Ausnahmezustandes zu Abschaltungen des Internets und Mobiltelefonverbindungen kommen.

Es gibt derzeit keine regulären Flugverbindungen nach Tigray und Lalibela, und auch der Landweg ist abgeschnitten. Es ist möglich dass bestehende Flugverbindungen im Inland aufgrund der Sicherheitslage kurzfristig ausgesetzt werden.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es aktuell zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen. Überprüfen Sie Ihre Reisepläne und nehmen Sie mit Kontakt mit Ihrer Fluggesellschaft oder Ihrem Reiseveranstalter auf.
  • Überprüfen Sie Ihre Reisepläne und nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Fluggesellschaft oder Ihrem Reiseveranstalter auf.
  • Wenn Sie sich derzeit im Land aufhalten, prüfen Sie ob Ihre Anwesenheit zwingend erforderlich ist und prüfen Sie ggf. Ausreisemöglichkeiten mit Linienflügen.
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit - Teilreisewarnung

Vor Reisen
  • in die Region Tigray,
  • die Region Afar
  • und die Region Amhara
wird gewarnt.

Von Reisen in die übrigen Regionen von Äthiopien, einschließlich Addis Abeba, wird derzeit dringend abgeraten.


Innenpolitische Lage
Die Sicherheitslage in Äthiopien ist seit den Kampfhandlungen im Bundesstaat Tigray sowie den Nachbarregionen Amhara und Afar besonders volatil.

Es kommt überall im Land regelmäßig zu Unruhen und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen und mit Sicherheitskräften.

In verschiedenen Regionen finden derzeit Militäraktionen der äthiopischen Armee und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) sowie der Oromia Liberation Army (OLA) statt. Eine weitere Ausweitung über die Regionen Tigray, Amhara und Afar hinaus ist nicht ausgeschlossen.

In den Grenzgebieten des Landes kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen.
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Regionen Tigray, Amhara und Afar
Vor Reisen in die Regionen Tigray, Amhara und Afar wird gewarnt.


Die am 4. November 2020 begonnenen Kämpfe zwischen der äthiopischen Regierung und der TPLF finden auch außerhalb der Region Tigray, bis weit nach Amhara und Afar hinein, statt.

In den Oromo Special Zones kommt es aktuell zu Kämpfen zwischen TPLF/OLA und Regierungstruppen entlang der Straße zwischen Debre Berhan und Dessie (Hauptverbindungsstraße von Addis Abeba nach Mekelle).

Die Lage bleibt äußerst volatil. Die äthiopische Regierung und die Regierung von Amhara haben zur Generalmobilmachung gegen die TPLF aufgerufen. In Amhara wurde eine Ausgangssperre ab 20 Uhr verhängt.

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit dem Sudan kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften. Die Lage dort bleibt äußerst volatil.

In der Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt wurde Anfang Dezember 2017 am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste ein deutscher Staatsangehöriger getötet.

Ein anhaltender Konflikt zwischen den Volksgruppen der Issa und Afar führt immer wieder zu Auseinandersetzungen oftmals entlang der Durchgangsstraße von Awash nach Mille (Gabi Rasu Zone, Gewane woreda).

Auf der Straße Eli Dar Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die politische Beilegung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea hat an den Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (u.a. Drittstaater) nach Eritrea nichts geändert. Die Einreise ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach Asmara möglich und nicht auf dem Landweg.

Somali Region und Grenzgebiet zu Somalia
Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der ONLF, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen. In der gesamten Somali Region (v.a. Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.

Region Benishangul-Gumuz
Nach bewaffneten Auseinandersetzungen im Dezember 2020 zwischen Bevölkerungsgruppen vor allem in der Metekel-Zone führt die äthiopische Armee dort eine Militäraktion durch.

Im Grenzgebiet zwischen Benishangul-Gumuz und der Oromia-Region finden seit Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und der äthiopischen Armee statt. Die Lage dort ist sehr volatil.

Oromia-Region
In der Oromia- Region kommt es regelmäßig zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen sowie Straßensperren durch die lokale Bevölkerung und Milizen. Am 5. Mai 2021 erklärte die Oromo Liberation Army (OLA) der äthiopischen Regierung den Krieg. In zahlreichen Gebieten kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen und Angriffen der OLA auf staatliche Ziele sowie Fahrzeuge. Betroffen waren zuletzt vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Nekemte, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. Im Gebiet West-Oromia und Grenzgebiet zu Benishangul-Gumuz finden bewaffnete Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen mit äthiopischen Sicherheitskräften statt. Die Kämpfe haben sich mit nicht nur vereinzelten Vorfällen auf die Zonen Jimma, North Shewa, Illubador, Horo Guduru Wellega ausgeweitet. Auf der Hauptverbindungsstraße zwischen Asosa und Nekemte wurden mehrere Regierungsfahrzeuge, Ambulanzwagen und ein Fahrzeug einer internationalen NRO angegriffen.

Gambella-Region und Grenzgebiete zum Südsudan
In der Gambella-Region kommt es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen, vor allem im Grenzgebiet zum Südsudan.

Die Lage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten.
  • Meiden Sie das Grenzgebiet zu Südsudan.
Southern Nations, Nationalities and Peoples Region (Konso und Süd-Omo-Zone)
Von Reisen nach Konso wird derzeit abgeraten.

Bei Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen wurden im Jahr 2020 in Konso und Turmi (Maji District) zahlreiche Menschen verletzt, getötet und vertrieben.
  • Informieren Sie sich für Reisen in der Süd-Omo-Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
  • Unternehmen Sie in der Region nördlich des Omo-Nationalparks keine Individualreisen, sondern nur mit professioneller Begleitung.
Grenzgebiet zu Kenia
Das Risiko von Entführungen an der somalisch-kenianischen Grenze ist weiterhin hoch.

Rund um den Grenzübergang Moyale (Region Oromia) gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße zwischen Volksgruppen sowie mit Sicherheitskräften.

Minengefahr besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen in der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Zone).
  • Seien Sie bei Reisen in das Grenzgebiet besonders vorsichtig.
  • Informieren Sie sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
Auswärtiges Amt

Hinweise zum Corona-Virus in Äthiopien siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus

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Reisewarnung Äthiopien 10.11.2021 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 10.11.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles - Reisewarnung für Äthiopien / Ausreiseempfehlung
- Aktuelles (Kampfhandlungen)
- Sicherheit – Reisewarnung (Innenpolitische Lage, Regionen)


Aktuelles

Vor Reisen nach Äthiopien wird gewarnt.
Ausgenommen von der Reisewarnung ist ein Transit über den Addis Abeba International Airport (Bole Airport).
Deutsche Staatsangehörige werden aufgefordert, die derzeit verfügbaren kommerziellen Flüge zur Ausreise zu nutzen.

Kampfhandlungen

Am 2. November 2021 wurde der landesweite Ausnahmezustand verhängt.

Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) in der Region Tigray im Norden des Landes und in den Regionen Amhara und Afar weiten sich aus. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich Kampfhandlungen weiter verstärken und weitere Regionen des Landes, einschließlich der Hauptstadt Addis Abeba, erreichen.

Aktuell finden Kampfhandlungen vor allem entlang der Bundesstraßen A2 / B11 (Verbindung Addis Abeba nach Dessie/Kombolcha/Mile) statt. In Amhara wurde eine Ausgangssperre ab 20 Uhr verhängt.

Es kann zu Unterbrechungen des Internets in Tigray kommen. Kommunikationsanwendungen wie Whatsapp über Mobiltelefonverbindungen können in der gesamten Region und in den den von der TPLF kontrollierten Gebieten in Amhara und Afar vorübergehend blockiert werden. Auch in Addis Abeba und anderen Regionen des Landes sind im Rahmen des Ausnahmezustandes kurzfristige Abschaltungen des Internets und Mobiltelefonverbindungen möglich.

Es gibt derzeit keine regulären Flugverbindungen nach Tigray und Lalibela, und auch der Landweg ist abgeschnitten. Es ist möglich dass bestehende Flugverbindungen im Inland aufgrund der Sicherheitslage kurzfristig ausgesetzt werden.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es aktuell zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen.

Überprüfen Sie Ihre Reisepläne und nehmen Sie mit Kontakt mit Ihrer Fluggesellschaft oder Ihrem Reiseveranstalter auf.
  • Wenn Sie sich in Äthiopien aufhalten, nutzen Sie zeitnah die derzeit verfügbaren kommerziellen Flüge zur Ausreise.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien. Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste.
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit - Reisewarnung
Vor Reisen nach Äthiopien wird gewarnt.
Ausgenommen von der Reisewarnung ist ein Transit über den Addis Abeba International Airport (Bole Airport).


Innenpolitische Lage
Die Sicherheitslage in Äthiopien hat sich seit den Kampfhandlungen im Bundesstaat Tigray sowie den Nachbarregionen Amhara und Afar verschlechtert.

Es kommt überall im Land regelmäßig zu Unruhen und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen und mit Sicherheitskräften.

In verschiedenen Regionen finden derzeit Militäraktionen der äthiopischen Armee und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) sowie der Oromia Liberation Army (OLA) statt. Eine weitere Ausweitung über die Regionen Tigray, Amhara und Afar hinaus ist nicht ausgeschlossen.

In den Grenzgebieten des Landes kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen.
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee und Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Regionen Tigray, Amhara und Afar
Die am 4. November 2020 begonnenen Kämpfe zwischen der äthiopischen Regierung und der TPLF finden auch außerhalb der Region Tigray, bis weit nach Amhara und Afar hinein, statt.

In den Oromo Special Zones kommt es aktuell zu Kämpfen zwischen TPLF/OLA und Regierungstruppen entlang der Straße zwischen Debre Berhan und Dessie (Hauptverbindungsstraße von Addis Abeba nach Mekelle).

Die Lage bleibt äußerst volatil. Die äthiopische Regierung und die Regierung von Amhara haben zur Generalmobilmachung gegen die TPLF aufgerufen. In Amhara wurde eine Ausgangssperre ab 20 Uhr verhängt.

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit dem Sudan kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften. Die Lage dort bleibt äußerst volatil.

In der Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt wurde Anfang Dezember 2017 am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste ein deutscher Staatsangehöriger getötet.

Ein anhaltender Konflikt zwischen den Volksgruppen der Issa und Afar führt immer wieder zu Auseinandersetzungen oftmals entlang der Durchgangsstraße von Awash nach Mille (Gabi Rasu Zone, Gewane woreda).

Auf der Straße Eli Dar Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die politische Beilegung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea hat an den Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (u.a. Drittstaater) nach Eritrea nichts geändert. Die Einreise ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach Asmara möglich und nicht auf dem Landweg.

Somali Region und Grenzgebiet zu Somalia
Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der ONLF, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen. In der gesamten Somali Region (v.a. Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.

Region Benishangul-Gumuz
Nach bewaffneten Auseinandersetzungen im Dezember 2020 zwischen Bevölkerungsgruppen vor allem in der Metekel-Zone führt die äthiopische Armee dort eine Militäraktion durch.

Im Grenzgebiet zwischen Benishangul-Gumuz und der Oromia-Region finden seit Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und der äthiopischen Armee statt. Die Lage dort ist sehr volatil.

Oromia-Region
In der Oromia- Region kommt es regelmäßig zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen sowie Straßensperren durch die lokale Bevölkerung und Milizen. Am 5. Mai 2021 erklärte die Oromo Liberation Army (OLA) der äthiopischen Regierung den Krieg. In zahlreichen Gebieten kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen und Angriffen der OLA auf staatliche Ziele sowie Fahrzeuge. Betroffen waren zuletzt vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Nekemte, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. Im Gebiet West-Oromia und Grenzgebiet zu Benishangul-Gumuz finden bewaffnete Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen mit äthiopischen Sicherheitskräften statt. Die Kämpfe haben sich mit nicht nur vereinzelten Vorfällen auf die Zonen Jimma, North Shewa, Illubador, Horo Guduru Wellega ausgeweitet. Auf der Hauptverbindungsstraße zwischen Asosa und Nekemte wurden mehrere Regierungsfahrzeuge, Ambulanzwagen und ein Fahrzeug einer internationalen NRO angegriffen.

Gambella-Region und Grenzgebiete zum Südsudan
In der Gambella-Region kommt es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen, vor allem im Grenzgebiet zum Südsudan.

Die Lage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten.
  • Meiden Sie das Grenzgebiet zu Südsudan.
Southern Nations, Nationalities and Peoples Region (Konso und Süd-Omo-Zone)
Bei Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen wurden im Jahr 2020 in Konso und Turmi (Maji District) zahlreiche Menschen verletzt, getötet und vertrieben.
  • Informieren Sie sich für Reisen in der Süd-Omo-Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
  • Unternehmen Sie in der Region nördlich des Omo-Nationalparks keine Individualreisen, sondern nur mit professioneller Begleitung.
Grenzgebiet zu Kenia
Das Risiko von Entführungen an der somalisch-kenianischen Grenze ist weiterhin hoch.

Rund um den Grenzübergang Moyale (Region Oromia) gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße zwischen Volksgruppen sowie mit Sicherheitskräften.

Minengefahr besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen in der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Zone).
  • Seien Sie bei Reisen in das Grenzgebiet besonders vorsichtig.
  • Informieren Sie sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
Auswärtiges Amt

Hinweise zum Corona-Virus in Äthiopien siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus

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Reisewarnung Äthiopien 22.11.2021 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 21.11.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles - Reisewarnung / Ausreiseaufforderung


Aktuelles

Vor Reisen nach Äthiopien wird gewarnt.
Ausgenommen von der Reisewarnung ist ein Transit über den Addis Abeba International Airport (Bole Airport).

Deutsche Staatsangehörige werden dringend aufgefordert, die derzeit verfügbaren kommerziellen Flüge zur sofortigen Ausreise zu nutzen.
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Hinweise zum Corona-Virus in Äthiopien siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus

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Teilreisewarnung Äthiopien 04.01.2022

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 04.01.2022

Letzte Änderungen:
- Aktuelles – Teilreisewarnung (Kampfhandlungen / Ausnahmezustand)
- Sicherheit (Terrorismus; Innenpolitische Lage; Kriminalität)
- Reiseinfos (Infrastruktur; Rechtliche Besonderheiten)
- Einreise und Zoll (Transit)


Aktuelles

Vor Reisen in die Regionen Tigray, Afar und Amhara sowie in bestimmte Gebiete der Regionen Oromia, Somali, Benishangul-Gumuz und Gambella wird gewarnt.

Von nicht notwendigen Reisen in die übrigen Regionen Äthiopiens wird abgeraten. Davon ausgenommen ist ein Transit über den Addis Abeba International Airport (Bole Airport).

Der landesweite Ausnahmezustand gilt weiterhin fort. Die Botschaft hat aufgrund dessen und der derzeitigen Sicherheitslage vor allem außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba zurzeit nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.


Kampfhandlungen und Ausnahmezustand
Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) in der Region Tigray im Norden des Landes und im Grenzgebiet zu den Regionen Amhara und Afar dauern an. Die Situation bleibt äußerst volatil. Ein erneutes Ausweitung auf Amhara und Afar kann nicht ausgeschlossen werden. In einigen Gebieten innerhalb der Regionen Oromia und Amhara kommt es zu bewaffneten Überfällen und Kampfhandlungen der Oromo Liberation Army (OLA) gegen staatliche Ziele.

Am 2. November 2021 wurde der landesweite Ausnahmezustand verhängt. Es gilt die Pflicht, sich jederzeit durch gültige Papiere ausweisen zu können. Die Sicherheitsbehörden führen umfangreiche Personenkontrollen, Hausdurchsuchungen und Verhaftungen durch, v.a. von Äthiopiern, aber auch von Ausländern tigrinischer Herkunft.

In Amhara und in der Region Oromia wurden abendliche Ausgangssperren verhängt.

In Tigray und in anderen Gebieten mit bewaffneten Auseinandersetzungen funktionieren das Internet und Mobiltelefonverbindungen kaum bzw. nicht. Auch in Addis Abeba und anderen Regionen des Landes sind im Rahmen des Ausnahmezustandes kurzfristige Abschaltungen des Internets und Mobiltelefonverbindungen möglich.

Es ist möglich, dass bestehende Flugverbindungen im Inland aufgrund der Sicherheitslage kurzfristig ausgesetzt werden.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es regelmäßig zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen.
  • Bitte registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste (auch bei Kurzzeitaufenthalten).
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Halten Sie stets ein gültiges Ausweispapier bereit.
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit
Terrorismus

Die äthiopische Regierung warnt vor Aktivitäten der somalischen Terrororganisation Al-Shabaab auch in Äthiopien. In den vergangenen Jahren konnten Anschlagsversuche von Al-Shabaab in Addis Abeba vereitelt werden.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten, in der Nähe westlicher Einrichtungen und touristischer Reiseziele, als auch größerer Hotels und bei besonderen Anlässen und Großveranstaltungen besonders aufmerksam.
  • Achten Sie auf verdächtige Personen und herrenlose Gepäckstücke wie z.B. Taschen, Pakete oder Textilbündel und melden diese ggf. der Polizei.
  • Verhalten Sie sich möglichst unauffällig und meiden Sie größere Menschenansammlungen.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Die Sicherheitslage in Äthiopien ist sehr volatil.

In verschiedenen Regionen des Landes finden derzeit Militäraktionen der äthiopischen Armee und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) sowie der Oromia Liberation Army (OLA) und anderen bewaffneten Gruppen statt.

Es kommt überall im Land regelmäßig zu Demonstrationen und Unruhen, oft mit Todesopfern.

In den Grenzgebieten des Landes kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen.

Im Zuge des Tigray-Konflikts kam es in den vergangenen Monaten zu anti-westlichen Kundgebungen in Addis Abeba, die jedoch friedlich verliefen.
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen, Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung und einer erhöhten Aktivität der Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Regionen Tigray, Amhara und Afar
Vor Reisen in die Regionen Tigray, Amhara und Afar wird gewarnt.

Die am 4. November 2020 begonnenen Kämpfe zwischen der äthiopischen Regierung und der TPLF dauern in Tigray und den Grenzregionen Amhara und Afar an.

Die Lage bleibt äußerst volatil. Eine erneute Ausweitung des Konflikts auf Amhara und Afar kann nicht ausgeschlossen werden. In Amhara wurde eine Ausgangssperre ab 20 Uhr verhängt.

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit dem Sudan kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften. Die Lage dort bleibt äußerst volatil.

In der Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Anfang Dezember 2017 wurde ein deutscher Staatsangehöriger am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste getötet.

Ein anhaltender Konflikt zwischen den Volksgruppen der Issa und Afar führt immer wieder zu Auseinandersetzungen oftmals entlang der Durchgangsstraße von Awash nach Mille (Gabi Rasu Zone, Gewane woreda).

Auf der Straße Eli Dar Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden.

Somali Region und Grenzgebiet zu Somalia
Vor Reisen in das Grenzgebiet (ca. 100 km) zu Somalia und Kenia südlich der Region Farfan wird gewarnt.

Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der Ogaden National Liberation Front (ONLF), der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten (v.a. Al-Shabaab) stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen, vor allem im Grenzgebiet zu Somalia und Kenia. In der gesamten Somali Region (v.a. Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.

Region Benishangul-Gumuz
Vor Reisen in die Metekel Zone wird gewarnt.

Nach bewaffneten Auseinandersetzungen im Dezember 2020 zwischen Bevölkerungsgruppen vor allem in der Metekel-Zone führt die äthiopische Armee dort seither eine Militäraktion durch.

Im Grenzgebiet zwischen Benishangul-Gumuz und der Oromia-Region finden seit Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und der äthiopischen Armee statt. Die Lage dort ist sehr volatil.

Oromia-Region
Vor Reisen in die folgenden Gebiete Oromias wird gewarnt: Die Zonen Kelem Wollega, West Wollega, Ost Wollega, Horo Gulu Wollega, die Zonen Guji und West Guji, sowie das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia.

In zahlreichen Gebieten von Oromia kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Oromo Liberation Army (OLA) und der äthiopischen Armee mit Angriffen auf staatliche Ziele sowie Überfällen auf Fahrzeuge, auch auf Hauptverkehrsstraßen. Rund um den Grenzübergang nach Kenia (Moyale) gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße zwischen der OLA und Sicherheitskräften.

Es kommt in Oromia regelmäßig zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen sowie Straßensperren durch die lokale Bevölkerung und Milizen. Betroffen davon waren zuletzt v.a. Städte in den Zonen West und Ost Wollega, Shewa und West Arsi, einschließlich Ambo, Wolissa, Nekemte und Shashemene, aber auch in den Jimma und Bale Zonen.

Im westlichen Oromia (Kelem Wollega, West Wollega) besteht ein Entführungsrisiko.

In der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Zone) besteht Minengefahr abseits der Hauptverkehrsstraßen.

Gambella-Region und Grenzgebiete zum Südsudan
Vor Reisen in das Grenzgebiet zum Südsudan wird gewarnt.

In der Gambella-Region kommt es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen, vor allem im Grenzgebiet zum Südsudan.

Die Lage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten.

Southern Nations, Nationalities and Peoples Region und Sidama Region
Bei Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen wurden im Jahr 2020 in Konso und Turmi (Maji District) zahlreiche Menschen verletzt, getötet und vertrieben.
  • Informieren Sie sich für Reisen in der Süd-Omo-Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
  • Unternehmen Sie in der Region nördlich des Omo-Nationalparks keine Individualreisen, sondern nur mit professioneller Begleitung.
Kriminalität
In Addis Abeba, aber auch in anderen Städten und auf dem Land, kommt es häufig zu Taschendiebstählen und gelegentlich auch zu Raubüberfällen auf Ausländer. Zuletzt mehrten sich Meldungen über Raubüberfälle in entlegenen Teilen von öffentlichen Parks oder auf Spaziergängen bzw. Wanderungen im Raum Addis Abeba.
Meinungsverschiedenheiten und Missverständnisse führen gelegentlich zu gewaltsamen Übergriffen auf Ausländer.
Taschendiebstähle und das Entwenden von Gepäck vor dem Bole Addis Abeba International Airport kommen vor.
  • Nutzen Sie nach Ankunft möglichst nur von Ihrem Hotel oder Reiseunternehmen organisierte Transportmittel oder die gelben Taxiunternehmen.
  • Seien Sie in touristischen Gegenden und Ausgehvierteln in Addis Abeba besonders vorsichtig.
  • Meiden Sie Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf.
  • Vermeiden Sie Konfrontationen, die zu Gewaltanwendung gegen Sie führen könnten.
  • Führen Sie stets mehrere Kopien des Reisepasses mit, wenn Sie Wohnraum oder Mietwagen vor Ort anmieten möchten.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Die Verkehrswege im Land sind aufgrund der Sicherheitslage und von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt, siehe Aktuelles.

Es gibt außer einer modernen Eisenbahnverbindung von Addis Abeba nach Dschibuti nur eingeschränkten Zug- und Busverkehr. Die Infrastruktur des Landes ist schwach, gut ausgebaute Straßen für Überlandreisen sind nur begrenzt vorhanden.
Insbesondere in den Grenzregionen und abseits regelmäßig befahrener Straßen ist von einem erhöhten Risiko durch Überfälle und weiter auch durch Landminen auszugehen. Zudem sind hier die Möglichkeiten, bei Verkehrsunfällen Hilfe zu erhalten, äußerst beschränkt.

Der Grenzübertritt mit einem Privatfahrzeug nach Äthiopien ist in der Zeit von Freitag, 18 Uhr bis Montag, 6 Uhr und unter der Woche in den Nachtstunden zwischen 18 und 6 Uhr grundsätzlich nicht möglich.
  • Holen Sie vor Reisen ins Landesinnere genaue Erkundigungen über die Sicherheitslage im Einzelfall ein.
  • Verzichten Sie grundsätzlich am späten Nachmittag, bei Dämmerung und bei Dunkelheit aus Gründen der Verkehrssicherheit auf Überlandfahrten.
  • Schalten Sie möglichst immer ortskundige Führer ein und stimmen Sie ggf. auch die Reise mit den örtlichen Behörden ab.
  • Bereiten Sie Überlandreisen entsprechend mit Proviant, Wasser und sinnvoller Ausrüstung (Powerbank, Ersatzreifen, Starthilfekabel etc.) vor.
Rechtliche Besonderheiten
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit harten Strafen geahndet, diesbezügliche gerichtliche Verfahren können sich monatelang hinziehen.

Die gesetzliche Strafandrohung für jeglichen Drogenbesitz beträgt je nach Schwere der Tat zwischen drei Monaten und fünf Jahren. Drogenschmuggel wird mit Gefängnisstrafe bis zu 17 Jahren geahndet. Dies gilt auch für das Schmuggeln sogenannter „weicher“ Drogen wie zum Beispiel Marihuana.

Es ist strikt verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Eisenbahn, Brücken, Regierungsgebäude usw.) und Militär/Polizei zu fotografieren. Einfuhr und Betrieb von Film-Drohnen bedarf der vorherigen Genehmigung der Sicherheitsbehörden.

Der Aufenthalt in Äthiopien ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung sowie die Erwerbstätigkeit ohne Arbeitserlaubnis sind Vergehen, die in der Regel mit Inhaftierung bis zur Ausreise und Geldstrafen geahndet werden.

Sexuelle Handlungen mit Minderjährigen sind strafbar und können in Äthiopien mit Gefängnisstrafen von sechs Monaten bis zu 25 Jahren geahndet werden. Bei Fällen mit Todesfolge oder schweren Verletzungen droht eine lebenslange Haftstrafe.

Einreise und Zoll
Transit in andere ostafrikanische Länder

Seit der baulichen Erweiterung des Flughafens Bole International werden die inner-afrikanischen Flüge zumeist im Neubau des Terminal 2 International – Bereich C- Bus Gates abgefertigt.

Eine visumfreie Einreise für bis zu 24 Stunden ist nur mit einem Ethiopian-Airlines-Ticket möglich.

Da am Inlandsflughafen bislang kein Visumschalter eingerichtet wurde, kann es bei der Beantragung eines Visums am Terminal 1-Domestic zu Verzögerungen kommen.

Die Einreise für deutsche Staatsangehörige (und andere Drittstaater) nach Eritrea ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach Asmara möglich.
Auswärtiges Amt

Hinweise zum Corona-Virus in Äthiopien siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus

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Teilreisewarnung Äthiopien 18.02.2022

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 18.02.2022

Letzte Änderungen:
- Aktuelles – Teilreisewarnung (Kampfhandlungen / Ausnahmezustand)
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)


Aktuelles

Vor Reisen in die Regionen Tigray, Afar und Amhara sowie in bestimmte Gebiete der Regionen Oromia, Somali, Benishangul-Gumuz und Gambella wird gewarnt.

Von nicht notwendigen Reisen in die übrigen Regionen Äthiopiens wird abgeraten. Davon ausgenommen ist ein Transit über den Addis Abeba International Airport (Bole Airport).

Die Botschaft hat aufgrund der derzeitigen Sicherheitslage zurzeit vor allem außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.


Kampfhandlungen und Ausnahmezustand
Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) in der Region Tigray im Norden des Landes und im Grenzgebiet zur Region Amhara sowie in der Region Afar dauern an. Die Situation bleibt äußerst volatil. In einigen Gebieten innerhalb der Regionen Oromia und Amhara kommt es zu bewaffneten Überfällen und Kampfhandlungen der Oromo Liberation Army (OLA) gegen staatliche Ziele.

Der am 2. November 2021 verhängte, landesweite Ausnahmezustand wurde am 15. Februar 2022 aufgehoben.

In Amhara und in der Region Oromia wurden abendliche Ausgangssperren verhängt.

In Tigray und in anderen Gebieten mit bewaffneten Auseinandersetzungen funktionieren das Internet und Mobiltelefonverbindungen kaum bzw. nicht. Auch in Addis Abeba und anderen Regionen des Landes sind bei einer Verschlechterung der Sicherheitslage kurzfristige Abschaltungen des Internets und Mobiltelefonverbindungen möglich.

Es ist möglich, dass bestehende Flugverbindungen im Inland aufgrund der Sicherheitslage kurzfristig ausgesetzt werden.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es regelmäßig zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen.
  • Bitte registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste (auch bei Kurzzeitaufenthalten).
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Halten Sie stets ein gültiges Ausweispapier bereit.
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Die Sicherheitslage in Äthiopien ist sehr volatil.

In verschiedenen Regionen des Landes finden derzeit Militäraktionen der äthiopischen Armee und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) sowie der Oromia Liberation Army (OLA) und anderen bewaffneten Gruppen statt.

Es kommt überall im Land regelmäßig zu Demonstrationen und Unruhen, oft mit Todesopfern.

In den Grenzgebieten des Landes kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen.

Im Zuge des Tigray-Konflikts kam es in den vergangenen Monaten zu anti-westlichen Kundgebungen in Addis Abeba, die jedoch friedlich verliefen.
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen, Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung und einer erhöhten Aktivität der Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Regionen Tigray, Amhara und Afar
Vor Reisen in die Regionen Tigray, Amhara und Afar wird gewarnt.

Die am 4. November 2020 begonnenen Kämpfe zwischen der äthiopischen Regierung und der TPLF dauern in Tigray und den Grenzregionen mit Amhara und Afar an. TPLF Kämpfer sind in einige Gebiete in Afar vorgedrungen; es kommt zu Kampfhandlungen.

Die Lage bleibt äußerst volatil. Eine Ausweitung des Konflikts auf Amhara und Afar kann nicht ausgeschlossen werden. In Amhara wurde eine Ausgangssperre ab 20 Uhr verhängt.

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit dem Sudan kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften. Die Lage dort bleibt äußerst volatil.

In der Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Anfang Dezember 2017 wurde ein deutscher Staatsangehöriger am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste getötet.

Ein anhaltender Konflikt zwischen den Volksgruppen der Issa und Afar führt immer wieder zu Auseinandersetzungen oftmals entlang der Durchgangsstraße von Awash nach Mille (Gabi Rasu Zone, Gewane woreda).

Auf der Straße Eli Dar Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden.

Somali Region und Grenzgebiet zu Somalia
Vor Reisen in das Grenzgebiet (ca. 100 km) zu Somalia und Kenia südlich der Region Farfan wird gewarnt.

Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der Ogaden National Liberation Front (ONLF), der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten (v.a. Al-Shabaab) stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen, vor allem im Grenzgebiet zu Somalia und Kenia. In der gesamten Somali Region (v.a. Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.

Region Benishangul-Gumuz
Vor Reisen in die Metekel Zone wird gewarnt.

Nach bewaffneten Auseinandersetzungen im Dezember 2020 zwischen Bevölkerungsgruppen vor allem in der Metekel-Zone führt die äthiopische Armee dort seither eine Militäraktion durch.

Im Grenzgebiet zwischen Benishangul-Gumuz und der Oromia-Region finden seit Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und der äthiopischen Armee statt. Die Lage dort ist sehr volatil.

Oromia-Region
Vor Reisen in die folgenden Gebiete Oromias wird gewarnt: Die Zonen Kelem Wollega, West Wollega, Ost Wollega, Horo Gulu Wollega, die Zonen Guji und West Guji, sowie das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia.

In zahlreichen Gebieten von Oromia kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Oromo Liberation Army (OLA) und der äthiopischen Armee mit Angriffen auf staatliche Ziele sowie Überfällen auf Fahrzeuge, auch auf Hauptverkehrsstraßen. Rund um den Grenzübergang nach Kenia (Moyale) gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße zwischen der OLA und Sicherheitskräften.

Es kommt in Oromia regelmäßig zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen sowie Straßensperren durch die lokale Bevölkerung und Milizen. Betroffen davon waren zuletzt v.a. Städte in den Zonen West und Ost Wollega, Shewa und West Arsi, einschließlich Ambo, Wolissa, Nekemte und Shashemene, aber auch in den Jimma und Bale Zonen.

Im westlichen Oromia (Kelem Wollega, West Wollega) besteht ein Entführungsrisiko.

In der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Zone) besteht Minengefahr abseits der Hauptverkehrsstraßen.

Gambella-Region und Grenzgebiete zum Südsudan
Vor Reisen in das Grenzgebiet zum Südsudan wird gewarnt.

In der Gambella-Region kommt es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen, vor allem im Grenzgebiet zum Südsudan.

Die Lage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten.

Southern Nations, Nationalities and Peoples Region und Sidama Region
Bei Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen wurden im Jahr 2020 in Konso und Turmi (Maji District) zahlreiche Menschen verletzt, getötet und vertrieben.
  • Informieren Sie sich für Reisen in der Süd-Omo-Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
  • Unternehmen Sie in der Region nördlich des Omo-Nationalparks keine Individualreisen, sondern nur mit professioneller Begleitung.
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Teilreisewarnung Äthiopien 08.04.2022

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Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 08.04.2022

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Kampfhandlungen)
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)


Aktuelles
Kampfhandlungen

Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) in der Region Tigray im Norden des Landes und im Grenzgebiet zur Region Amhara sowie in der Region Afar dauern an. Die Situation bleibt äußerst volatil. In einigen Gebieten innerhalb der Regionen Oromia und Amhara kommt es zu bewaffneten Überfällen und Kampfhandlungen der Oromo Liberation Army (OLA) gegen staatliche Ziele.

In Amhara und in der Region Oromia wurden abendliche Ausgangssperren verhängt.

In Tigray und in anderen Gebieten mit bewaffneten Auseinandersetzungen funktionieren das Internet und Mobiltelefonverbindungen kaum bzw. nicht. Auch in Addis Abeba und anderen Regionen des Landes sind bei einer Verschlechterung der Sicherheitslage kurzfristige Abschaltungen des Internets und Mobiltelefonverbindungen möglich.

Es ist möglich, dass bestehende Flugverbindungen im Inland aufgrund der Sicherheitslage kurzfristig ausgesetzt werden.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es regelmäßig zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen.
  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung.
  • Bitte registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste (auch bei Kurzzeitaufenthalten).
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Halten Sie stets ein gültiges Ausweispapier bereit.
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Die Sicherheitslage in Äthiopien ist sehr volatil.

In verschiedenen Regionen des Landes finden derzeit Militäraktionen der äthiopischen Armee und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) sowie der Oromia Liberation Army (OLA) und anderen bewaffneten Gruppen statt.

Es kommt überall im Land regelmäßig zu Demonstrationen und Unruhen, oft mit Todesopfern.

In den Grenzgebieten des Landes kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen.

Im Zuge des Tigray-Konflikts kam es in den vergangenen Monaten zu anti-westlichen Kundgebungen in Addis Abeba, die jedoch friedlich verliefen.
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen, Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung und einer erhöhten Aktivität der Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Regionen Tigray, Amhara und Afar
Vor Reisen in die Regionen Tigray, Amhara und Afar wird gewarnt.

Die am 4. November 2020 begonnenen Kämpfe zwischen der äthiopischen Regierung und der TPLF dauern in Tigray und den Grenzregionen mit Amhara und Afar an. TPLF Kämpfer sind in einige Gebiete in Afar vorgedrungen; es kommt zu Kampfhandlungen.

Die Lage bleibt äußerst volatil. Eine Ausweitung des Konflikts auf Amhara und Afar kann nicht ausgeschlossen werden. In Amhara wurde eine Ausgangssperre ab 20 Uhr verhängt.

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit dem Sudan kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften. Die Lage dort bleibt äußerst volatil.

In der Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Anfang Dezember 2017 wurde ein deutscher Staatsangehöriger am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste getötet.

Ein anhaltender Konflikt zwischen den Volksgruppen der Issa und Afar führt immer wieder zu Auseinandersetzungen oftmals entlang der Durchgangsstraße von Awash nach Mille (Gabi Rasu Zone, Gewane woreda).

Auf der Straße Eli Dar Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden.

Somali Region und Grenzgebiet zu Somalia
Vor Reisen in das Grenzgebiet (ca. 100 km) zu Somalia und Kenia südlich der Region Farfan wird gewarnt.

Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der Ogaden National Liberation Front (ONLF), der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten (v.a. Al-Shabaab) stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen, vor allem im Grenzgebiet zu Somalia und Kenia. In der gesamten Somali Region (v.a. Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.

Region Benishangul-Gumuz
Vor Reisen in die Metekel Zone wird gewarnt.

Nach bewaffneten Auseinandersetzungen im Dezember 2020 zwischen Bevölkerungsgruppen vor allem in der Metekel-Zone führt die äthiopische Armee dort seither eine Militäraktion durch.

Im Grenzgebiet zwischen Benishangul-Gumuz und der Oromia-Region finden seit Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und der äthiopischen Armee statt. Die Lage dort ist sehr volatil.

Oromia-Region
Vor Reisen in die folgenden Gebiete Oromias wird gewarnt: Die Zonen Kelem Wollega, West Wollega, Ost Wollega, Horo Gulu Wollega, die Zonen Guji und West Guji, sowie das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia.

In zahlreichen Gebieten von Oromia kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Oromo Liberation Army (OLA) und der äthiopischen Armee mit Angriffen auf staatliche Ziele sowie Überfällen auf Fahrzeuge, auch auf Hauptverkehrsstraßen. Rund um den Grenzübergang nach Kenia (Moyale) gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße zwischen der OLA und Sicherheitskräften.

Es kommt in Oromia regelmäßig zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen sowie Straßensperren durch die lokale Bevölkerung und Milizen. Betroffen davon waren zuletzt v.a. Städte in den Zonen West und Ost Wollega, Shewa und West Arsi, einschließlich Ambo, Wolissa, Nekemte und Shashemene, aber auch in den Jimma und Bale Zonen.

Im westlichen Oromia (Kelem Wollega, West Wollega) besteht ein Entführungsrisiko.

In der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Zone) besteht Minengefahr abseits der Hauptverkehrsstraßen.

Gambella-Region und Grenzgebiete zum Südsudan
Vor Reisen in das Grenzgebiet zum Südsudan wird gewarnt.

In der Gambella-Region kommt es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen, vor allem im Grenzgebiet zum Südsudan.

Die Lage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten.

Southern Nations, Nationalities and Peoples Region und Sidama Region
Bei Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen wurden im Jahr 2020 in Konso und Turmi (Maji District) zahlreiche Menschen verletzt, getötet und vertrieben.
  • Informieren Sie sich für Reisen in der Süd-Omo-Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
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Teilreisewarnung Äthiopien 05.05.2022

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Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 05.05.2022

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Kampfhandlungen)
- Sicherheit (Innenpolitische Lage, Kriminalität)


Aktuelles
Kampfhandlungen

Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) in der Region Tigray im Norden des Landes und im Grenzgebiet zur Region Amhara sowie in der Region Afar dauern an. Die Situation bleibt äußerst volatil. In einigen Gebieten innerhalb der Regionen Oromia und Amhara kommt es zu bewaffneten Überfällen und Kampfhandlungen der Oromo Liberation Army (OLA) gegen staatliche Ziele.

In Tigray und in anderen Gebieten mit bewaffneten Auseinandersetzungen funktionieren das Internet und Mobiltelefonverbindungen kaum bzw. nicht. Auch in Addis Abeba und anderen Regionen des Landes sind bei einer Verschlechterung der Sicherheitslage kurzfristige Abschaltungen des Internets und Mobiltelefonverbindungen möglich.

Es ist möglich, dass bestehende Flugverbindungen im Inland aufgrund der Sicherheitslage kurzfristig ausgesetzt werden.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es regelmäßig zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen.
  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung.
  • Bitte registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste (auch bei Kurzzeitaufenthalten).
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Halten Sie stets ein gültiges Ausweispapier bereit.
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig. Dies gilt auch für religiöse Massenveranstaltungen, bei denen es in jüngerer Vergangenheit auch zu Gewalttätigkeiten kam.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Die Sicherheitslage in Äthiopien ist sehr volatil.

In verschiedenen Regionen des Landes finden derzeit Militäraktionen der äthiopischen Armee und bewaffneten Akteuren der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) sowie der Oromia Liberation Army (OLA) und anderen bewaffneten Gruppen statt.

Es kommt überall im Land regelmäßig zu Demonstrationen und Unruhen, oft mit Todesopfern.

Während des Ramadan 2022 kam es im Land zu interreligiösen Auseinandersetzungen mit Todesopfern sowie gewaltsamen Demonstrationen auch in Addis Abeba.

In den Grenzgebieten des Landes kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen.

Im Zuge des Tigray-Konflikts kam es in den vergangenen Monaten zu anti-westlichen Kundgebungen in Addis Abeba, die jedoch friedlich verliefen.
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen, Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung und einer erhöhten Aktivität der Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Regionen Tigray, Amhara und Afar
Vor Reisen in die Regionen Tigray, Amhara und Afar wird gewarnt.

Der am 4. November 2020 begonnene bewaffnete Konflikt zwischen der äthiopischen Regierung und der TPLF ist nicht beendet. Trotz von beiden Seiten verkündeter Waffenruhe bleibt die Lage äußerst volatil. TPLF-Kämpfer scheinen sich weitgehend aus Afar zurückgezogen zu haben.

Eine erneute Ausweitung des Konflikts auf Amhara und Afar kann nicht ausgeschlossen werden. In Amhara kommt es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und Sicherheitskräften.

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit dem Sudan kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften. Die Lage dort bleibt äußerst volatil.

In der Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Anfang Dezember 2017 wurde ein deutscher Staatsangehöriger am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste getötet.

Ein anhaltender Konflikt zwischen den Volksgruppen der Issa und Afar führt immer wieder zu Auseinandersetzungen oftmals entlang der Durchgangsstraße von Awash nach Mille (Gabi Rasu Zone, Gewane woreda).

Auf der Straße Eli Dar Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden.

Somali Region und Grenzgebiet zu Somalia
Vor Reisen in das Grenzgebiet (ca. 100 km) zu Somalia und Kenia südlich der Region Farfan wird gewarnt.

Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der Ogaden National Liberation Front (ONLF), der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten (v.a. Al-Shabaab) stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen, vor allem im Grenzgebiet zu Somalia und Kenia. In der gesamten Somali Region (v.a. Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.

Region Benishangul-Gumuz
Vor Reisen in die Metekel Zone wird gewarnt.

Nach bewaffneten Auseinandersetzungen im Dezember 2020 zwischen Bevölkerungsgruppen vor allem in der Metekel-Zone führt die äthiopische Armee dort seither eine Militäraktion durch.

Im Grenzgebiet zwischen Benishangul-Gumuz und der Oromia-Region finden seit Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und der äthiopischen Armee statt. Die Lage dort ist sehr volatil.

Oromia-Region
Vor Reisen in die folgenden Gebiete Oromias wird gewarnt: Die Zonen Kelem Wollega, West Wollega, Ost Wollega, Horo Gulu Wollega, die Zonen Guji und West Guji sowie Borena.

In zahlreichen Gebieten von Oromia kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Oromo Liberation Army (OLA) und der äthiopischen Armee mit Angriffen auf staatliche Ziele sowie Überfällen auf Fahrzeuge, auch auf Hauptverkehrsstraßen. Insbesondere in der West Shewa-Zone kommt es aufgrund einer andauernden Operation der Sicherheitskräfte gegen die OLA regelmäßig zu Schießereien zwischen Sicherheitskräften und OLA. Immer wieder sind Hauptverbindungsstraßen in Oromia kurzzeitig gesperrt. Rund um den Grenzübergang nach Kenia (Moyale) gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße zwischen der OLA und Sicherheitskräften. Auf kenianischer Seite gehen die kenianischen Sicherheitskräfte gegen die OLA vor.

Es kommt in Oromia regelmäßig zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen sowie Straßenblockaden durch die lokale Bevölkerung und Milizen. Betroffen davon waren zuletzt v.a. Städte in den Zonen West und Ost Wollega, Shewa und West Arsi, einschließlich Ambo, Wolissa, Nekemte und Shashemene, aber auch in den Jimma und Bale Zonen.

Im westlichen Oromia (Kelem Wollega, West Wollega) besteht ein Entführungsrisiko.

In der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Zone) besteht Minengefahr abseits der Hauptverkehrsstraßen.

Gambella-Region und Grenzgebiete zum Südsudan
Vor Reisen in das Grenzgebiet zum Südsudan wird gewarnt.

In der Gambella-Region kommt es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen, vor allem im Grenzgebiet zum Südsudan.

Die Lage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten.

Southern Nations, Nationalities and Peoples Region und Sidama Region
Bei Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen wurden im April 2022 in Konso und Turmi (Maji District) zahlreiche Menschen verletzt, getötet und vertrieben.
  • Informieren Sie sich für Reisen in der Süd-Omo-Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
  • Unternehmen Sie in der Region nördlich des Omo-Nationalparks keine Individualreisen, sondern nur mit professioneller Begleitung.
Kriminalität
In Addis Abeba, aber auch in anderen Städten und auf dem Land, kommt es häufig zu Taschendiebstählen und Raubüberfällen auf Ausländer. Zuletzt mehrten sich Meldungen über Raubüberfälle in entlegenen Teilen von öffentlichen Parks oder auf Spaziergängen bzw. Wanderungen im Raum Addis Abeba.
Meinungsverschiedenheiten und Missverständnisse führen gelegentlich zu gewaltsamen Übergriffen auf Ausländer.
Taschendiebstähle und das Entwenden von Gepäck vor dem Bole Addis Abeba International Airport kommen vor.
  • Nutzen Sie nach Ankunft möglichst nur von Ihrem Hotel oder Reiseunternehmen organisierte Transportmittel oder die gelben Taxiunternehmen.
  • Seien Sie in touristischen Gegenden und Ausgehvierteln in Addis Abeba besonders vorsichtig.
  • Meiden Sie Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf.
  • Vermeiden Sie Konfrontationen, die zu Gewaltanwendung gegen Sie führen könnten.
  • Führen Sie stets mehrere Kopien des Reisepasses mit, wenn Sie Wohnraum oder Mietwagen vor Ort anmieten möchten.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
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Teilreisewarnung Äthiopien 08.08.2022

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 08.08.2022

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Affenpocken - Registrierungspflicht bei Einreise)
- Gesundheit (Aktuelles: Affenpocken)


Aktuelles
Affenpocken - Registrierungspflicht bei Einreise

Reisende müssen ein Affenpocken-Registrierungszertifikat ausfüllen und bei Einreise in elektronischer oder in Papierform vorzeigen. Weitere Informationen unter Gesundheit – Aktuelles (Affenpocken).

Gesundheit
Aktuelles


COVID-19
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.
  • Beachten Sie die fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 sowie die Hinweise im Merkblatt COVID-19, auf den Seiten der WHO, des RKI und der BZgA.
  • Lassen Sie sich gemäß der aktuellen STIKO-Empfehlung und den Bestimmungen des Gastlandes gegen COVID-19 impfen.
Affenpocken
Affenpocken sind eine virale zoonotische Erkrankung aus der Familie der Pockenerkrankungen, die nur gelegentlich Infektionen beim Menschen verursacht und im Regelfall innerhalb von Wochen selbstlimitierend ausheilt. Seit Mai 2022 werden weltweit zunehmend außerhalb der bekannten Endemiegebiete Neuinfektionen gemeldet –besonders in Europa. Masern
Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.
  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.
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Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 21.11.2022

Letzte Änderungen:
- Einreise und Zoll (Vorübergehende Einfuhr von Kraftfahrzeugen)


Einreise und Zoll
Vorübergehende Einfuhr von Kraftfahrzeugen

Die vorübergehende Einfuhr von Kraftfahrzeugen für touristische Besuche kann von den äthiopischen Zollbehörden erlaubt werden; diese verlangen hierfür nach Berichten von Überlandreisenden jedoch seit Oktober 2022 eine Sicherheitsleistung in Höhe des Einfuhrzolls, der nach Presseberichten das Fünffache des von den äthiopischen Behörden angesetzten Fahrzeugwerts betragen kann. Es liegen keine Erkenntnisse dazu vor, ob (und wenn ja, in welcher Form und Währung) eine bei Einreise in bar geleistete Sicherheitsleistung bei der Ausreise zurückerstattet wird.

Für Informationen hinsichtlich der Zoll- und sonstigen Formalitäten sollten Sie sich im Vorfeld an die äthiopische Botschaft in Berlin, an die äthiopische Zollkommission oder an eine lizensierte Zollagentur in Äthiopien wenden.
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Siehe dazu auch unseren Thread:
Achtung: Äthiopien akzeptiert kein Carnet und TIP mehr!!

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Teilreisewarnung Äthiopien 24.11.2022

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Stand 24.11.2022

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Kampfhandlungen)
- Sicherheit (Terrorismus, Innenpolitische Lage und Regionen)
- Gesundheit (Malaria)


Aktuelles
Kampfhandlungen

Am 2. November 2022 haben sich die äthiopische Regierung und die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) auf eine dauerhafte Waffenruhe sowie Schritte hin zu einer Entwaffnung der TPLF und Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung in der Region Tigray geeinigt. Die Situation bleibt jedoch äußerst volatil, bewaffnete Auseinandersetzungen in Tigray sowie den Grenzgebieten zu den Regionen Amhara und Afar können jederzeit wieder ausbrechen.

In einigen Gebieten innerhalb der Regionen Oromia und Amhara kommt es zu bewaffneten Angriffen und Überfällen der Oromo Liberation Army (OLA)sowie bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen lokalen Gruppen. Zuletzt kam es in Oromia zu Übergriffen auf zivile Fahrzeuge auf Überlandstraßen sowie zu einzelnen Entführungsfällen. Äthiopische Sicherheitskräfte haben ihr militärisches Vorgehen gegen die OLA ausgeweitet.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es regelmäßig zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen.
  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung.
  • Bitte registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste (auch bei Kurzzeitaufenthalten).
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit, und nutzen Sie stattdessen die Möglichkeit von Flügen innerhalb Äthiopiens.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Halten Sie stets ein gültiges Ausweispapier bereit.
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig. Dies gilt auch für religiöse Massenveranstaltungen, bei denen es in jüngerer Vergangenheit auch zu Gewalttätigkeiten kam.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit
Terrorismus

Die äthiopische Regierung warnt vor Aktivitäten der somalischen Terrororganisation Al-Shabaab auch in Äthiopien. In den vergangenen Jahren konnten Anschlagsversuche von Al-Shabaab in Addis Abeba vereitelt werden. Im Juli 2022 stießen Kämpfer von Al-Shabaab nach einem großangelegten Angriff auf die Somali-Region zeitweise bis in die Bale Zone (Oromia-Region) vor. Es gibt Meldungen, wonach sich Al-Shabaab Kämpfer dort weiterhin aufhalten sollen.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten, in der Nähe westlicher Einrichtungen und touristischer Reiseziele, als auch größerer Hotels und bei besonderen Anlässen und Großveranstaltungen besonders aufmerksam.
  • Achten Sie auf verdächtige Personen und herrenlose Gepäckstücke wie z.B. Taschen, Pakete oder Textilbündel und melden diese ggf. der Polizei.
  • Verhalten Sie sich möglichst unauffällig und meiden Sie größere Menschenansammlungen.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Die Sicherheitslage in Äthiopien ist volatil.

Trotz der im November 2022 vereinbarten Waffenruhe zwischen Regierung und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) bleibt die Lage in der Region Tigray und im Grenzgebiet zu den Regionen Amhara und Afar extrem volatil.

In verschiedenen Regionen des Landes finden derzeit Militäraktionen der äthiopischen Armee gegen die Oromia Liberation Army (OLA) und anderen bewaffneten Gruppen statt. Die OLA, bzw. bewaffnete Gruppen, üben vor allem innerhalb der Region Oromia regelmäßig Angriffe aus, teilweise kommt es zu Geiselnahmen.

Es kommt überall im Land regelmäßig zu Demonstrationen und Unruhen, oft mit Todesopfern.

Während des Ramadan 2022 kam es im Land zu interreligiösen Auseinandersetzungen mit Todesopfern sowie gewaltsamen Demonstrationen auch in Addis Abeba.

In den Grenzgebieten des Landes kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen.
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen, Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung und einer erhöhten Aktivität der Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Regionen Tigray, Amhara und Afar
Vor Reisen in die Region Tigray sowie in das Grenzgebiet (ca. 30 km) der Regionen Amhara und Afar zu Tigray, den Norden Afars (Zonen 2 und 4), sowie in das Grenzgebiet (ca. 30 km) zwischen Amhara und Sudan (Region West Gondar) wird gewarnt.


In dem am 4. November 2020 begonnenen bewaffneten Konflikt zwischen der äthiopischen Regierung und der TPLF haben sich beide Seiten am 2. November 2022 auf eine dauerhafte Waffenruhe geeinigt.

Die Lage bleibt jedoch äußerst volatil. Ein erneutes Ausbrechen von Kampfhandlungen mitsamt Ausweitung auf Amhara und Afar kann nicht ausgeschlossen werden. In Amhara besteht das Risiko neuerlicher gewaltsamer Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und Sicherheitskräften.

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit dem Sudan kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften. Die Lage dort bleibt äußerst volatil.

In der Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Anfang Dezember 2017 wurde ein deutscher Staatsangehöriger am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste getötet.

Ein anhaltender Konflikt zwischen den Volksgruppen der Issa und Afar führt immer wieder zu Auseinandersetzungen oftmals entlang der Durchgangsstraße von Awash nach Mille (Gabi Rasu Zone, Gewane Woreda).

Auf der Straße Eli Dar Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden.

Somali Region und Grenzgebiet zu Somalia
Vor Reisen in das Grenzgebiet (ca. 150 km) zu Somalia und Kenia südlich der Farfan-Zone wird gewarnt, ebenso vor Reisen in das Grenzgebiet (ca. 30 km) der Farfan- und Siti-Zonen mit Somalia. Von nicht notwendigen Reisen in die übrigen Gebiete der Somali Region wird abgeraten.


Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der Ogaden National Liberation Front (ONLF), der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie Infiltrationsversuche und Angriffe islamischer Fundamentalisten (v.a. Al-Shabaab) stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen, vor allem im Grenzgebiet zu Somalia und Kenia. In der gesamten Somali Region (v.a. Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.

Region Benishangul-Gumuz
Vor Reisen in die Metekel-Zone und Maokomo Special Zone wird gewarnt. Von nicht notwendigen Reisen in die übrigen Zonen wird abgeraten.


Nach bewaffneten Auseinandersetzungen im Dezember 2020 zwischen Bevölkerungsgruppen vor allem in der Metekel-Zone führt die äthiopische Armee dort seither eine Militäraktion durch.

Im Grenzgebiet zwischen Benishangul-Gumuz und der Oromia-Region finden seit Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und der äthiopischen Armee statt. Die Lage dort ist sehr volatil.

Oromia-Region
Vor Reisen in die folgenden Gebiete Oromias wird gewarnt: Die Zonen Kelem Wollega, West Wollega, Ost Wollega, Horo Gulu Wollega, Nord Shewa, den Norden der West Hararge-Zone, sowie die Zonen Guji und West Guji und das Grenzgebiet (ca. 30 km) zu Kenia. Von nicht notwendigen Reisen in die übrigen Gebiete der Oromia-Region wird abgeraten.


In zahlreichen Gebieten von Oromia kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Oromo Liberation Army (OLA) und der äthiopischen Armee mit Angriffen auf staatliche Ziele sowie Überfällen auf Fahrzeuge, auch auf Hauptverkehrsstraßen. Insbesondere in der West Shewa-Zone kommt es aufgrund einer andauernden Operation der Sicherheitskräfte gegen die OLA regelmäßig zu Schießereien zwischen Sicherheitskräften und OLA sowie Luftangriffen der Armee. Immer wieder sind Hauptverbindungsstraßen in Oromia kurzzeitig gesperrt. Rund um den Grenzübergang nach Kenia (Moyale) gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße zwischen der OLA und Sicherheitskräften. Auf kenianischer Seite gehen die kenianischen Sicherheitskräfte gegen die OLA vor.

Es kommt in Oromia regelmäßig zu teils gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen lokalen Gruppen sowie Demonstrationen und Protestaktionen sowie Straßenblockaden durch die lokale Bevölkerung und Milizen. Betroffen davon waren zuletzt v.a. Städte in den Zonen West und Ost Wollega, Shewa und West Arsi, einschließlich Ambo, Wolissa, Nekemte und Shashemene, aber auch in den Zonen Jimma und Bale.

Im westlichen Oromia (Kelem Wollega, West Wollega) besteht ein Entführungsrisiko.

In der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Zone) besteht Minengefahr abseits der Hauptverkehrsstraßen.

Gambella-Region und Grenzgebiete zum Südsudan
Vor Reisen in die Region Gambella wird gewarnt.


In der Gambella-Region kommt es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen, vor allem im Grenzgebiet zum Südsudan.

Die Lage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt.

Southern Nations, Nationalities and Peoples Region und Sidama Region
Vor Reisen in das Grenzgebiet (ca. 10 km) zu Südsudan wird gewarnt.


Bei Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen wurden im April 2022 in Konso und Turmi (Maji District) zahlreiche Menschen verletzt, getötet und vertrieben.
  • Informieren Sie sich für Reisen in der Süd-Omo-Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
  • Unternehmen Sie in der Region nördlich des Omo-Nationalparks keine Individualreisen, sondern nur mit professioneller Begleitung.
Gesundheit
Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe auch Merkblatt Malaria.
  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.
Malaria ist in Äthiopien endemisch. Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in ca. 79 % der Fälle nachgewiesen. Addis Abeba und Höhenlagen über 2.500 m sind malariafrei. In den anderen Landesteilen besteht ein ganzjähriges, hohes Übertragungsrisiko, siehe Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:
  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.
  • Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.
  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.
Auswärtiges Amt

Hinweise zum Corona-Virus in Äthiopien siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus

Gruß
Birgitt
Birgitt
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Teilreisewarnung Äthiopien 09.02.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 09.02.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Demonstrationen, Kampfhandlungen, E-Visa/Aussetzung Visa on Arrival, COVID-19: Einreise)


Aktuelles
Demonstrationen

Die Gründung einer eigenständigen Orthodoxen Kirche für Oromia hat zu einem Zerwürfnis mit der Äthiopischen Orthodoxen Kirche geführt. Demonstrationen (und Reaktionen der Sicherheitskräfte) können zu gewaltsamen Auseinandersetzungen auch in Addis Abeba führen.
  • Meiden Sie Demonstrationen, größere Menschenansammlungen und religiöse Massenveranstaltungen weiträumig.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“), auch in Addis Abeba.
  • Halten Sie stets ein gültiges Ausweispapier bereit.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Kampfhandlungen
Am 2. November 2022 haben sich die äthiopische Regierung und die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) auf eine dauerhafte Waffenruhe sowie Schritte hin zu einer Entwaffnung der TPLF und Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung in der Region Tigray geeinigt. Die Situation bleibt jedoch äußerst volatil, bewaffnete Auseinandersetzungen in Tigray sowie den Grenzgebieten zu den Regionen Amhara und Afar können jederzeit wieder ausbrechen.

In einigen Gebieten innerhalb der Regionen Oromia und Amhara kommt es zu bewaffneten Angriffen und Überfällen der Oromo Liberation Army (OLA)sowie bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen lokalen Gruppen. Zuletzt kam es in Oromia zu Übergriffen auf zivile Fahrzeuge auf Überlandstraßen sowie zu einzelnen Entführungsfällen. Äthiopische Sicherheitskräfte haben ihr militärisches Vorgehen gegen die OLA ausgeweitet.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es regelmäßig zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen.
  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung.
  • Bitte registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste (auch bei Kurzzeitaufenthalten).
  • Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit, und nutzen Sie stattdessen die Möglichkeit von Flügen innerhalb Äthiopiens.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Halten Sie stets ein gültiges Ausweispapier bereit.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig. Dies gilt auch für religiöse Massenveranstaltungen, bei denen es in jüngerer Vergangenheit auch zu Gewalttätigkeiten kam.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
E-Visa/ Aussetzung Visa on Arrival
Alle Passagiere, die nach Äthiopien einreisen wollen, müssen über ein gültiges Visum oder eine „Residence ID" verfügen. Das gilt aktuell auch für Inhaber von Dienst- oder Diplomatenpässen.

Die Erteilung von E-Visa ist möglich. Die Möglichkeit von „Visa on arrival" ist derzeit ausgesetzt.
  • Rechnen Sie bei Ankunft mit intensiven Befragungen durch die Einreisebehörden sowie Gepäckuntersuchungen und ggf. mit abweichender Handhabung der Einfuhrbestimmungen für Devisen etc. (s.u.) durch die Zollbehörden.
COVID-19
Einreise

Bestimmungen zur Einreise ändern sich mit der Pandemielage häufig. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei offiziellen Stellen Äthiopiens.

Die Einreise auf dem Luftweg ist möglich. Die Landgrenzen sind aufgrund der militärischen Auseinandersetzung weiterhin teilweise geschlossen. Für die Einreise nach Äthiopien ist es nicht mehr erforderlich, Impf- oder Testzertifikate vorzulegen.

Für mit COVID-19 infizierte Personen ist die Einreise weiterhin verboten.

Die geltenden Bestimmungen werden von den äthiopischen Behörden in der Praxis oft uneinheitlich umgesetzt, sodass es vor Ort zu Abweichungen kommen kann.

Ausreise und Transit
Derzeit bestehen keine COVID-19-bedingten Beschränkungen.

Beschränkungen im Land
Personen mit COVID-19-Symptomen sind verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und sich so bald wie möglich testen zu lassen. Personen, die positiv auf COVID-19 getestet sind, müssen sich – je nach Schwere der Symptome – zu Hause oder in einer Gesundheitseinrichtung isolieren, bis durch eine Fachperson die Genesung festgestellt ist. In Gesundheitseinrichtungen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorgeschrieben.

Empfehlungen
  • Beachten Sie bei allen Flugreisen nach oder über Äthiopien die geltenden COVID-19-Vorschriften Ihrer Ziel- und Transitländer.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
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