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XXXXXX bei Deutschen Botschaften

Verfasst: Mo 24. Dez 2018, 14:17
von markus-1969
I. Auslöser ist folgender Post:

filme-f86/film-anderswo-allein-in-afrik ... ml#p190946

bzw.

sahel-mit-suedlichen-anrainern-f3/aethi ... 44023.html

bzw. in Teheran gab es das gleiche Problem für Reisende, die nach Pakistan wollten:

asien-seidenstrasse-f41/visum-pakistan- ... 7-s15.html

Man brauchte ein Schreiben der Deutschen Botschaft, um das Visum zu bekommen, doch zickt die Deutsche Botschaft beim Ausstellen des Schreibens herum.

II.

Mich würde mal interessieren:

1) Was muß in den Schreiben drinstehen ? Gibt es ein Muster ?

2) Welche völkerrechtlichen Verpflichtungen geht Deutschland ein, wenn es so ein Schreiben ausstellt ?

3) Kriegt man das Problem evtl. dadurch in den Griff, daß man eine Einladung eines Reisebüros / Veranstalters im Zielland vorweisen kann ?

III.

Die Frage ist, was man tun kann, denn wenn das Amtsvolk Beamtenmikado ("Wer sich zuerst bewegt, hat verloren") spielt, sollte der Amtsschimmel wiehern dadurch, daß man ihm Eingaben schickt Petitionen bzw. Dienstaufsichtsbeschwerden.


Dieser Thread soll daher dazu dienen

1) Fälle von XXXXXX in Deutschen Botschaften zu dokumentieren

2) einen kreativen Austausch von Gegenmaßnahmen zu ermöglichen

3) den finanziellen Mehraufwand und die Reiseverzögerungen bzw. Reiseunmöglichkeiten darzustellen, die durch das in Deutschen Botschaften herumzickende Personal entstehen

4) sonstige Fälle von Unfeundlichkeiten bzw. fehlender allgemeiner Hilfsbereitschaft der "lästigen Weltreisenden" zu dokumentieren

5) sonstige mit 1) bis 4) zusammenhängende Punkte darzustellen.

Wenn man mir unfreundlich kommt, kann es sein, daß ich keinen Grund für eine freundliche Antwort sehe, doch meine ich, daß die Zeiten vorbei sein sollten, nach denen die Deutschen Botschaften unfreundlich auftreten bzw. selbst eine kleine Hilfestellung verweigern und so in erhabener Gleichgültigkeit den Interessen der Weltreisenden begegnen.

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Re: XXXXXX bei Deutschen Botschaften

Verfasst: Mo 24. Dez 2018, 17:05
von Alexander
markus-1969 hat geschrieben:1) Fälle von XXXXXX in Deutschen Botschaften zu dokumentieren
Wäre ich der Herr Botschafter und mich würde jemand als XXXXXX bezeichnen, könnte der deutsche Staatsbürger Purzelbäume schlagen, bis er verhungert. Du willst ein Schreiben von der Deutschen Botschaft haben? Die wird gute Gründe haben, dass sie dir keines ausstellt. Denn wenn sie dir eins ausstellt, haftet sie dem Land zunächst einmal, sollte etwas in die Hose gehen. Und i.d.R. sind diese Schreiben erforderlich für Länder wie Pakistan, wo die Sicherheitslage eh angespannt ist.

Ich sehe es nicht als Aufgabe der Botschaft dir irgendwelche Zettel auszustellen, damit du deinen Urlaub in einem Krisenland machen kannst. Ich höre jetzt schon, was passiert, wenn dann was passiert. Man beschwert sich bei der Deutschen Botschaft, warum man ein Schreiben für ein Land ausstellen kann, in dem man entfernt entführt, ausgeraubt oder getötet wird.

Grüsse
Alexander

Re: XXXXXX bei Deutschen Botschaften

Verfasst: Mo 24. Dez 2018, 17:42
von Turi
hallo Alexander

Das sehe ich schon ein klein wenig anders.
Das Schreiben sagt in der Regel nur aus, dass derjenige eine Person ist, dem man ein Visum ausstellen kann, wäre ein reines Empfehlungsschreiben, daraus eine Haftung abzuleiten wäre im Fall der Fälle sehr weit hergeholt.
Wir haben das Empfehlungsschreiben im übrigen für den Nord-Sudan erhalten, ohne dieses war kein Visum zu bekommen, für Äthiopien auch damit nicht.
Wir haben das Theater auch mit der Honorarkonsulin in Libreville erlebt, für deren Saläre aus der Staatskasse könnten die schon mal das Hinterteil hochheben odr zumindest die Tastatur bedienen (lassen)
Das ist von den jeweiligen Botschaften in meinen Augen reine Faulheit oder Schikane, die mit ihren Diplomatenpässen haben ja solche Probleme nicht.
Das deutsche Botschaftspersonal in Nairobi hat es dann den Unseren auch noch vermiesst.

Gruss Turi

Re: XXXXXX bei Deutschen Botschaften

Verfasst: Mo 24. Dez 2018, 19:15
von Thomas Lehn
Wir haben, wie schon gesagt, das ganze Theater vor wenigen Wochrn hinter uns gebracht. Die Deutsche Botschaft in Nairobi verweigert schon seit Jahren einen simplen "Letter of Introduction", der keine Haftung beinhaltet, sondern lediglich dem Visabeantrager die Ausstellung eines Touristenvisums ermöglicht. Sie verweigert diesen problemlosen, bürokratischen Akt interessanterweise ohne Angabe von Gründen! Interessant ist, dass die Ausstellung eines solchen Schriftstückes sogar auf der offiziellen Gebührenordnung deutscher Botschaften vorzufinden ist.
Namentlich Herr Düwell von der Konsularabteilung in Nairobi hat uns wochenlang hingehalten und NICHTS getan, um uns zu unterstützen!
Zur Ehrenrettung der deutschen Botschaften möchten wir bemerken, dass es sehr wohl Botschaften in Afrika gibt, die uns hier selbstverständlich unterstützt haben, in einigen Fällen sogar ohne Gebühren zu verlangen! Es geht also...
Als deutsche Steuerzahler sind wir durchaus der Meinung, dass Beamte, die von uns finanziert werden, zur Unterstützung unserer Belange tätig werden müssen. Wir verlangen ja nichts Unmögliches...
Viele Grüße aus Addis Abeba/Äthiopien
Conny & Tommy
· · ·

Re: XXXXXX bei Deutschen Botschaften

Verfasst: Di 25. Dez 2018, 08:40
von Bäärti
markus-1969 hat geschrieben:... Mich würde mal interessieren:
1) Was muß in den Schreiben drinstehen ? Gibt es ein Muster ?
Bei meinem Pakistan-Empfehlungsschreiben standen bloss ein Satz drin:
«Sehr geehrter Herr Botschafter und Kollege Xxxx.
Ich bitte Sie, dem Bäärti ein Visum auszustellen.
Freundliche Grüssen und so...»


Ich war davon schon ein wenige enttäuscht und hatte mir einen vielleicht etwas umfangreicheren, salbungsvolleren und feierlicheren Text erwartet; und ein hübsches Briefpapier mit Goldschnitt und eingeprägtem Wappen. Aber nein, nur ein Blatt Kopierpapier und eine Kugelschreiber-Unterschrift.

Gruss Bäärti

Re: XXXXXX bei Deutschen Botschaften

Verfasst: Mi 26. Dez 2018, 13:55
von seppr
Hallo Bäärti
Hast Du das Visum dann bekommen ?

Re: XXXXXX bei Deutschen Botschaften

Verfasst: Do 27. Dez 2018, 20:45
von markus-1969
Alexander hat geschrieben:
markus-1969 hat geschrieben:1) Fälle von XXXXXX in Deutschen Botschaften zu dokumentieren
Wäre ich der Herr Botschafter und mich würde jemand als XXXXXX bezeichnen, könnte der deutsche Staatsbürger Purzelbäume schlagen, bis er verhungert. Du willst ein Schreiben von der Deutschen Botschaft haben? Die wird gute Gründe haben, dass sie dir keines ausstellt. Denn wenn sie dir eins ausstellt, haftet sie dem Land zunächst einmal, sollte etwas in die Hose gehen. Und i.d.R. sind diese Schreiben erforderlich für Länder wie Pakistan, wo die Sicherheitslage eh angespannt ist.
Ich habe das Problem oben dargestellt:
Mich würde mal interessieren:

1) Was muß in den Schreiben drinstehen ? Gibt es ein Muster ?

2) Welche völkerrechtlichen Verpflichtungen geht Deutschland ein, wenn es so ein Schreiben ausstellt ?

3) Kriegt man das Problem evtl. dadurch in den Griff, daß man eine Einladung eines Reisebüros / Veranstalters im Zielland vorweisen kann ?
Ausgehend von den o. g. Punkten muß man klären, wie groß das Opfer ist, das die zu oft XXXXXX Beamten in Deutschen Auslandsvertretungen zu erbringen haben.

Alexander sieht sich die o. g. Punkte nicht an und arguementiert daher nur pauschal in der Gegend herum, ohne den Kern des Problems zu treffen:

Natürlich ist das Thema bei Krisengebieten anders zu sehen als bei nicht - Krisengebieten und wieder anders, wenn eine völkerrechtliche Haftung Deutschlands entsteht. Aber genau das gilt es zu klären, um als Folge Art, Umfang und Ausmaß der XXXXXX in Deutschen Auslandsvertretungen feststellen zu können.

Re: XXXXXX bei Deutschen Botschaften

Verfasst: Do 27. Dez 2018, 21:03
von Alexander
markus-1969 hat geschrieben:Alexander sieht sich die o. g. Punkte nicht an und arguementiert daher nur pauschal in der Gegend herum, ohne den Kern des Problems zu treffen
Du unterstellst mir da etwas, was ich mal deiner zu emotionalen Argumentation zuschreibe, die zu einer von dir pauschalen Verurteilung führt.

Dein nur sehr beschränkter Wortschatz, der vor allem aus dem wiederholt verwendeten Wort
markus-1969 hat geschrieben:S esselpfurzer
besteht, führt auch nicht wirklich zu einer niveauvollen Diskussion und Beantwortung deiner Fragen.

Gruss
Alexander