Dutzende Irakische Jugendliche zu Tode gesteinigt...

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Stefanie
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Dutzende Irakische Jugendliche zu Tode gesteinigt...

Beitrag von Stefanie »

Normalerweise wuerde ich diese Meldung nicht glauben! Doch ist Al Arabiya ein durchaus vertrauenswuerdiges Medium...
Also: angeblich wurden 90 bis 100 Jugendliche aufgrund ihres westlichen Aeusseren von der Religionspolizei zu Tode gesteinigt :shock: . Piercing, Haare gegeelt, laenger gewachsen, engere Kleidung...das reicht schon :shake: .
Und am Ende wird ein Flyer gedruckt, der zur Abschreckung dienen soll! Ich mag es mir kaum vorstellen!!!
Hier der Artikel: (Achtung Photo "vorher/nachher"!)

Dozens of Iraqi teenagers stoned to death for ‘emo’ haircuts: activists
http://english.alarabiya.net/articles/2 ... 99614.html
Gruesse aus Baharia
Stefanie

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Turi
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Re: Dutzende Irakische Jugendliche zu Tode gesteinigt...

Beitrag von Turi »

Hallo Stefanie
Es ist traurig, solche Bilder zu sehen, mein Sohn ist etwa im gleichen Alter.
Könnte mir vorstellen, wenn ich solche Bilder von ihm sehen würde,
müssten einige die daran beteiligt waren sich von dieser Welt verabschieden.
Wo bleibt der Aufschrei von den Eltern, der Dorfbevölkerung in dem er gewohnt hat usw.
Vermutlich haben die sich von den Jungs schon vorher losgesagt, die passten nicht in ihr Lebens- und Glaubensbild.
Wenn nicht eine Mehrheit der Bevölkerung hinter diesen Regimes stehen würde, könnten sich die, die das zu verantworten haben, nicht so lange an der Macht halten.
Wenn man sieht was zB. in Afghanistan passiert nach der Verbrennung einiger Bücher, muss man sich ab solchem Tun nicht wundern.
Stell sich mal einer bei uns vor, es würden Bibeln verbrannt, es würde ein Sturm der Entrüstung, vor allen Dingen in der Presse geben, aber niemals Mord und Totschlag.
Das sind einfach andere Kulturen, man sollte nicht mit unseren Masstäben messen, was nicht heissen soll, dass ich solches Tun nicht auch verurteile.
Aber, andere Länder, andere Sitten, Veränderungen müssen von innen heraus geschehen.
Solange sich nicht die eigene Bevölkerung wehrt gegen solches Tun, solange wird es so bleiben, leider,
es ist aber nicht an uns dies zu ändern.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Alexander
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Re: Dutzende Irakische Jugendliche zu Tode gesteinigt...

Beitrag von Alexander »

Wenn man das liest, glaubt man kaum, dass der Bericht den Tatsachen entspricht. Es ist wie in einem schlechten Film.
Wie Turi schon schreibt, es handelt sich um andere Kulturen. Es bleibt nur die Hoffnung, dass sich das eines Tages ändert.
Warum die Eltern sich nicht wehren? Glauben sie selbst daran, was dort praktiziert wird oder ist es die Angst vor der Religionspolizei? Ich weiss es nicht.

Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: Dutzende Irakische Jugendliche zu Tode gesteinigt...

Beitrag von Kuno »

“First they throw concrete blocks at the boy’s arms, then at his legs, then the final blow is to his head, and if he is not dead by then, they start all over again,” one person who managed to escape told the daily."

Mir faellt es schwer, bei sowas von "Kultur" zu sprechen.
Stefanie
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Re: Dutzende Irakische Jugendliche zu Tode gesteinigt...

Beitrag von Stefanie »

Turi hat geschrieben: Vermutlich haben die sich von den Jungs schon vorher losgesagt, die passten nicht in ihr Lebens- und Glaubensbild.
Das vermute ich auch, denn nur so kann ich mir vorstellen, dass die Eltern das hinnehmen.
...und wenn ich dann von "hier" schliesse, dann ist das die einzige - und vor allem reelle - Moeglichkeit!
Trotzdem (oder gerade deswegen?!) kann ich das kaum glauben und hoffe, dass verblendende Religion und ueberholte Vorschriften bald von dieser Welt verschwinden!!! (ich weiss, illusorisch, hier beginnen sie gerade wieder aufzukeimen :twisted: )
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Stefanie

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Turi
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Re: Dutzende Irakische Jugendliche zu Tode gesteinigt...

Beitrag von Turi »

Hallo Alexander
Warum die Eltern sich nicht wehren? Glauben sie selbst daran, was dort praktiziert wird oder ist es die Angst vor der Religionspolizei
Wenn es um ihre Religion geht sind sie doch auch nicht so ängstlich.

Ich würde mein Leben dafür geben, wenn ich so etwas von meinem Sohn sehen würde und ich zähle mich nicht zu den Selbstmordattentäter.
Für ihre Religion lassen sich gerne ihr Leben, für ihr eigenes Fleisch und Blut nicht, ist doch eine verkehrte Welt.
Gruss
Turi
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Re: Dutzende Irakische Jugendliche zu Tode gesteinigt...

Beitrag von Stefanie »

Für ihre Religion lassen sich gerne ihr Leben, für ihr eigenes Fleisch und Blut nicht, ist doch eine verkehrte Welt.
Ja, Turi, so ist es!!!
Das Problem ist, dass die Religion hoehergestellt wird als alles Lebende, denn das ist Gott-gemacht! Wenn also irgendwelche Wirrkoepfe das ad absurdum fuehren und im Namen Gottes fuer "Ordnung" sorgen, dann sehen die Eltern eben nicht, dass Menschenleben das wichtigste Gut sind! Ihnen wird vielmehr eingeredet, dass sie selber an dem "Misslingen" der Kinder Schuld haben und die einzige Loesung eben deren Tod ist...denn diese Jugendlichen werden aller Wahrscheinlichkeit nach noch nicht einmal beten :twisted: (und sind eine Schande fuer die ganze Familie!!!)
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Mathilda
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Re: Dutzende Irakische Jugendliche zu Tode gesteinigt...

Beitrag von Mathilda »

Hier eine Verurteiltung von Seiten der shiitischen Religionselite Iraq`s :

"raq's leading Shi'ite clerics have condemned the stonings.

Abdul-Raheem al-Rikabi, Baghdad representative for Iraq's most influential Shi'ite cleric, Ali al-Sistani, called the killings "terrorist attacks".

"Such a phenomenon which has spread among young people should be tackled through dialogue and peaceful means and not through physical liquidation," Rikabi told Reuters.

Quelle: http://www.haaretz.com/news/middle-east ... e-1.417690

Was fuer eine Welt! M.
Stefanie
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Re: Dutzende Irakische Jugendliche zu Tode gesteinigt...

Beitrag von Stefanie »

A recent list distributed by militants in Baghdad's Shia Sadr City neighborhood gives the names or nicknames of 33 people and their home addresses. At the top of the paper are a drawing of two handguns flanking a Quranic greeting that extolls God as merciful and compassionate.

Then follows a chilling warning.

"We warn in the strongest terms to every male and female debauchee," the Shia militia hit list says. "If you do not stop this dirty act within four days, then the punishment of God will fall on you at the hands of Mujahideen."
So einfach ist das: schwul, lesbisch... oder einfach anders...Gott wird dich durch die Haende der Mujahideen strafen :bang:

...und da regen sich Moslems ueber den Papst als Stellvertreter Gottes auf :shake: .

'Emo' killings raise alarms in Iraq
http://www.egyptindependent.com/node/705836
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Achim Vogt
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Re: Dutzende Irakische Jugendliche zu Tode gesteinigt...

Beitrag von Achim Vogt »

Es ist absolut grauslich und es beschleichen einen beim Lesen Gefühle von Ohnmacht und gleichzeitig unbändiger Wut.

Ich sage das bewusst vorab, weil mir trotzdem wichtig ist, genauer hinzuschauen. Es hilft ja nichts, sich mit Grausen abzuwenden oder womöglich selbst zum Islamophoben zu werden.

Die ursprüngliche Meldung von "Al Arabiya", die Stefanie gepostet hatte, sprach von 90 - 100 gesteinigten Jugendlichen. Im Bericht der Nachrichtenagentur Reuters ist von 14 die Rede. Das sind - damit hier kein Missverständnis auftaucht - 14 zu viel. Aber gekoppelt mit dem Vorwurf von "Al Arabiya", die Täter seien die Religions- bzw. Moralpolizei gewesen, beginnen Fragezeichen aufzutauchen - denn in Wirklichkeit waren es offenbar radikale Milizen. Was also sollte der "Al Arabiya"-Bericht? Seriöser Journalismus sieht anders aus.

Zum Zweiten haben sich religiöse Würdenträger sofort entschieden gegen die Verbrechen gestellt. Richtig: Sie wollen die Jugendlichen umerziehen - aber solche Formulierungen gab es bei Pilzköpfen in der gesunden Volksseele früher auch und gibt es - zum Beispiel mit Blick auf Homosexuelle etc. - an vielen Stammtischen immer noch.

Schlimm ist natürlich, dass die Emotionen - den Meldungen nach zu urteilen - hochkochten, weil das Gerücht aufkam, die "Emo"-Jugendlichen würden Menschenblut trinken:
"If they are close friends who have something in common, that's all right. If other things we hear about them are true, like sucking each other's blood or worshipping the devil, that is not accepted in our society. But I think this is just a trend to imitate the West."
So weitsichtig wie der oder die Interviewte, der oder die das Gesehene als einen Trend der Imitation des Westens sieht, sind in einer Gesellschaft wie der irakischen aber die Wenigsten. Dennoch zeigt der Bericht, dass es vermutlich weniger um den Haarschnitt geht (so ähnlich sehen im Iran viele städtische männliche Jugendliche aus), sondern in der Tat um Gerüchte von Satanismus.

Gegen die Emo-Kultur richten sich viele Vorwürfe, unter anderem, dass die Musik Suizide fördere.

Aber für die Frage, was von den Vorkommnissen im Irak zu halten ist, ist vermutlich interessanter, dass Übergriffe - wenn auch bisher bei weitem nicht so grausam - auch in anderen Kulturen vorkamen:
The movement grew with intensity over time. Time reported in 2008 that "anti-emo" groups attacked teenagers in Mexico City, Querétaro, and Tijuana.

In Russia, a law was presented at the Duma to regulate emo websites and forbid emo style at schools and government buildings, for fears of emo being a "dangerous teen trend" promoting anti-social behaviour, depression, social withdrawal and even suicide.
(aus der englischen Ausgabe der "Wikipedia")

Es geht auch in islamischen Kulturen darum, dass die Wirrköpfe (Zitat Stefanie) nicht die Oberhand gewinnen. Und das wird nur gehen, wenn die "normale" Bevölkerung, die schweigende, passive, leidensfähige Bevölkerung sich nichts mehr einreden lässt (wieder Zitat Stefanie). Bis dahin ist es ein langer Weg, die Ereignisse von 2011 waren nur ein erster Schritt - und beileibe nicht immer in die richtige Richtung. Aber nicht alle, die in Ägypten wählten, waren eben vorher auf dem Tahrir...

Viele Grüße
Achim
Stefanie
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Re: Dutzende Irakische Jugendliche zu Tode gesteinigt...

Beitrag von Stefanie »

Achim,
ich bin voellig bei dir! Was die unterschiedlichen Aussagen in den Artikeln angeht, so fand ich heute einen von CNN, der zum einen die bestaetigten 14 in Baghdad nennt, zum anderen aber auf Menschenrechtler verweist, die von bis zu 100 Faellen in anderen Staedten sprechen. However, wie du schon schriebst, auch 14 sind zuviel!
Was mich an dieser ganzen Geschichte so entsetzt ist, dass ich gerade mal wieder sehr deutlich die Wurzeln solchen Handelns hier in Aeg. erlebe. Nicht, dass in absehbarer Zeit damit gerechnet werden muss, dass Steinigungen eingefuehrt werden...
Ich erlebe, wie Druck auf die noch sehr jungen Kinder ausgeuebt wird, dass sie sich ja aesserlich anpassen! Als mein Sohn (12) im letzten Jahr seine Haare 1mm kurz schneiden liess, waren alle begeistert. Nun entschied er sich, sie wachsen zu lassen. Nicht irre lang, nur ein wenig (und er hat so schoene Locke :wink: ). Schwupp, staendig wird er angesprochen, wann der denn seine Haare endlich schneiden wuerde - vor allem in der Schule ist der Druck gross. Es wird von Lehrern damit gedroht, dass er zum Direx muss :shock: . Niemand sagt etwas, wenn die Kids dreckig sind, 2 cm-lange Harre, taeglich gewaschen sind tabu!!!
...und damit geht es los! Und Jugendliche, die sich anders kleiden, moderner, "westlicher", auf die werden alle Vorurteile geladen. Das geht von "schlechten Moslems" bis zu "schwul". Klar, das war nicht zuletzt bei den Pilzkoepfen auch so. Alles Neue, Andere wird zu Beginn verteufelt. Wenn aber zur Legitimation die Religion herhaelt, dann wird es wirklich gefaehrlich! Und fuer alles muss Prophet Mohammed herhalten! So, wie er war, so muessen die Maenner heute sein. Hallllo? 1400 Jahre spaeter??? Die besagten "Wirrkoepfe" kommen aber an die Menschen dran, ueber die Moscheen. Dort wird gelehrt, dass nur sein Weg der auch noch heute richtige ist! Die Kinder bekommen in den Moscheen die "Stoeckchen" (sorry, bin ein schlechter Moslem, kenne den richtigen Namen nicht :wink: ) verteilt, mit denen sich Prophet Mohammed die Zaehne 5 mal am Tag "gereinigt" hat. Sie sollen es auch tun :shock: . Nix Zahnbuerste, nix Zahncreme...

Um wieder zum Thema zu kommen: heute "Emo", morgen...? Jeder, der nicht ins Schema passt! Und da bin ich wieder bei meinem "Lieblingsthema": solange die Bildung von der Religion ueberlagert wird, kann es eben fuer den ein oder anderen gefaehrliche Auswuechse annehmen!!! Und solange die Menschen im Sterben allein Gottes Willen sehen, werden sie auch nicht fuer Leben kaempfen!

http://edition.cnn.com/2012/03/11/world ... index.html
Gruesse aus Baharia
Stefanie

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Achim Vogt
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Re: Dutzende Irakische Jugendliche zu Tode gesteinigt...

Beitrag von Achim Vogt »

Liebe Stefanie,

ich glaube, wir hätten kein Problem, ein gemeinsames Positionspapier zu verfassen :wink:

Ich bin häufig genauso entsetzt über das, was ich hier zu sehen und vor allem zu hören bekomme. Und ich glaube wie Du, dass sich letztlich das meiste davon auf die Bildung runterdeklinieren lässt.

Das Problematische ist, dass die von Dir beschriebenen Entwicklungen relativ klar auf salafistische Ideologien hinweisen. Wir können nur hoffen, dass die nicht die Oberhand gewinnen. Aber im Zweifel ist das alles noch ein seeeehr langer gesellschaftlicher Prozess, den wir nur begleiten, aber nicht steuern können.

Hier in Jordanien gibt es eine kleine urbane Schicht (Amman hat ja fast die Hälfte aller jordanischen Einwohner), bei der - gerade unter jungen Menschen - zumindest Ansätze von gesellschaftlicher Reform(ation) zu erkennen sind. Und hier gilt es anzusetzen. Wir sollten uns nicht vor der Auseinandersetzung mit den Radikalen scheuen, denn die moderaten Kräfte brauchen Unterstützung. Nicht nur die (fehlende) Bildung führt dazu, dass es in der islamischen Welt der Masse noch schwerer fällt als anderswo, aufzustehen und 1.) für ihre eigenen Belange einzustehen und 2.) die Radikalen - die die Allermeisten nicht wollen, auch wenn sie selbst traditionell und sogar konservativ sind - in ihre Schranken weisen. Hören tue ich das allerorten - nur tun tut kaum jemand was ...

Viele Grüße
Achim
Birgitt
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Verfolgung von Emos im Irak

Beitrag von Birgitt »

Seitdem schiitische Milizen Jagd auf Anhänger der Emo-Jugendbewegung machen und unterschiedlichen Angaben zufolge bereits bis zu 90 von ihnen getötet haben, sind sie in der irakischen Hauptstadt wie vom Erdboden verschwunden. Dass Tarek Emo ist, lässt sich äußerlich nicht erkennen. Sein Pony und die lange Haarsträhne, die zuweilen sein linkes Auge verdeckte, sind vor drei Monaten der Schere des Barbiers zum Opfer gefallen. Jetzt trägt der 22-Jährige einen Bürstenschnitt, wie ihn alle Männer im Irak tragen. "Lange Haare sind Frauen vorbehalten", sagt er, ganz das Rollenverständnis der Gesellschaft widerspiegelnd. Nur noch die kleinen Löcher in den Nasenflügeln und den Ohrläppchen lassen erkennen, dass Tarek einmal anders ausgesehen hat.
Kein Platz für Gefühle
10.09.2012 - Qantara

Gruß
Birgitt
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