Das Book Café in Erbil - Mehr als nur ein kreativer ZufluchtsortDas Book Café ist Stadtgespräch. Der Grund dafür ist so einfach wie einleuchtend: Es liegt im irakischen Kurdistan. Jeder – ob Journalist oder Reisender – der jemals in dieser Region war, weiß, wie schwierig es ist, ein solches Projekt in Erbil zu wagen. Vor allem angesichts der Wirtschaftskrise des Landes, seines Schuldenbergs von 22 Milliarden US-Dollar und der klammen Kassen der Regionalregierung, die nicht einmal mehr die Gehälter ihrer Beschäftigten bezahlen kann. Nicht zu vergessen die prekäre Sicherheitslage und die andauernde Bedrohung durch den "Islamischen Staat", der die nur etwa 50 Kilometer von Erbil entfernte Stadt Mossul lange Zeit kontrollierte. Weiter verschärft wird die Lage durch die Flüchtlingskrise und die vertriebenen Iraker sowie die Konflikte mit der Zentralregierung in Bagdad. Wie fanden die Betreiber unter diesen Umständen Zeit und Lust, dieses schillernde Projekt ins Leben zu rufen? Das Café schirmt seine Besucher für kurze Zeit von allem ab, was draußen passiert. Dieses Gefühl stellt sich nicht zufällig ein, denn Rafan al-Ta'i, die Inhaberin des Cafés und passionierte Wikipedia-Autorin, nahm sich für die sorgfältige Auswahl der Details viel Zeit ...
06.09.2017 - Qantara
Gruß
Birgitt




