Namibia - Purros - Alle Löwen tot

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Guido3

Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot

Beitrag von Guido3 »

Hallo,
Lothar hat geschrieben:Anders die Purros-Löwen, sie waren im Begriff aus der Gegend eine Touristenattraktion zu machen
Wie schon geschrieben, finde ich die Entwicklung auch furchtbar. Das Tourismusargument wird jetzt meines Erachtens aber sehr aufgebauscht. Die zu Bestzeiten 6 Löwen des Rudels waren in einem etwa 2.000 Quadratkilometer großem Gebiet unterwegs. Teile davon extrem schwer zugänglich bzw. schlicht für Normalsterbliche gesperrt. Die Chancen, da Löwen zu finden, waren eher gering. Selbst wenn Löwen da waren, haben sie laut einer kleinen Erhebung von Phil Stander ca. 90% der Touristen nicht gesehen und sind vorbei gefahren, weil die Tiere unsichtbar im Busch lagen.

Die Hauptattraktion dort ist meines Erachtens die spektakulär schöne Landschaft. Daneben die Wüstenelefanten. Da sind die Chancen auch deutlich größer, welche zu sehen.

Beste Grüße

Guido
christian aus Freiburg
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Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot

Beitrag von christian aus Freiburg »

Hallo!

Der hochpreisige Tourismus ist hier gemeint. Die Besucher, die mit Ihrem Geländewagen kommen, bringen kaum Geld.
Die Übernachtung auf der kommunalen Campsite, vielleicht noch ein paar Souvenirkäufe...das wars.
Schoemann und Pieter mit Ihren Lodgen sollten Allen viel Geld in die Kasse spülen. 2 neu gebaute Lodgen gibt es.
Fly in, heißt das Zauberwort, 1000$ pro Tag kann das kosten. Diese Gäste fahren auch nicht an den Löwen vorbei, denn auch dazu dienen die Halsbänder. Die GPS-Daten der Löwen waren Ihnen bekannt. Damit war eine Beobachtung quasi sicher.

Von einer Lodge habe ich gehört, das 30% des Gewinns an die community geht, dazu die Arbeitsplätze. In diesem Sinne waren die Löwen ein Wirtschaftsfaktor. Ob das nun gut ist oder nicht, ist jetzt sowieso sinnlos zu (hinter-)fragen.

Christian
Guido3

Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot

Beitrag von Guido3 »

Hallo,
christian aus Freiburg hat geschrieben:Der hochpreisige Tourismus ist hier gemeint. Die Besucher, die mit Ihrem Geländewagen kommen, bringen kaum Geld.
Die Übernachtung auf der kommunalen Campsite, vielleicht noch ein paar Souvenirkäufe...das wars.
Viele Individualtouristen engagieren da auch einen Local Guide, besuchen das Traditional Himba Village und kaufen in dem lokalen Mini-Shop ein. Von den 400 EUR, die eine Übernachtung in der Okahirongo Lodge inkl. allen Aktivitäten/Game Drives kostet, kommt bei der lokalen Bevölkerung wohl auch nicht so viel an.
christian aus Freiburg hat geschrieben:Diese Gäste fahren auch nicht an den Löwen vorbei, denn auch dazu dienen die Halsbänder. Die GPS-Daten der Löwen waren Ihnen bekannt. Damit war eine Beobachtung quasi sicher.
Die Okahirongo-Lodge kann live die Daten aus den GPS-Halsbändern auslesen? Ältere Daten/Informationen dürften kaum hilfreich sein, denn die Hoarusib-Löwen wanderten bis zu 25 Kilometer am Tag. Wenn man auf der Desert-Lion-Website verfolgt, wie oft selbst Phil Stander gesuchte Löwen nicht findet, dann halte ich es für fraglich, dass die Lodges dort die Löwen sicher finden können.

Beste Grüße

Guido
christian aus Freiburg
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Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot

Beitrag von christian aus Freiburg »

Hallo!

Die Gps-daten wurden/werden wohl nicht live ausgelesen. Aber Stander hat zumindest mit einem Lodgebetreiber zusammengearbeitet. Und er hat ja Sat-phone. Ich habe selbst erlebt wie Einheimische noch den ganzen Tag auf dem Berg saßen (Huab) und mit einer Antenne herumwinkten. Auf unsere Frage warum, hieß es am Abend kommt eine Fly-In Gruppe. Diese Suche haben die GPS-Halsbänder vereinfacht. Ja, stimmt, es gibt noch den Mini-shop und das Tribal -village. Trotzdem sehe ich das richtige
Geld bei den Lodgen und den Fly-Inn Gästen. Die Tröphaenjäger sollten hier als Geldbringer vielleicht auch noch erwähnt werden.
Es gibt übrigens weitere Lodgen (u.a. von Wilderness) auch im Sperrgebiet und im Einzugsbereich des ausgerotteten Löwenrudels.

Christian
Guido3

Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot

Beitrag von Guido3 »

Hallo,

Ich kenne in der Purros Conservancy nur noch das neue Camp von Schoeman/Skeleton Coast Safaris bei Leylandsdrift am unteren Hoarusib und die Community Bush Lodge (Low-Price) bei Purros. Außerhalb der Purros Conservancy liegt das Wildernes-Camp am unteren Khumib im Skeleton-Coast-Konzessionsgebiet noch halbwegs im Einzugsgebiet der Hoarusib-Löwen.

Gibt es mittlerweile noch mehr?

Beste Grüße

Guido
christian aus Freiburg
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Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot

Beitrag von christian aus Freiburg »

Ja,ich meine das am Khumib, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es davor noch eins gibt. Irgendwo habe ich ein Foto vom Eingang. Es ist aber möglich das es die gleiche Lodge ist. Übrigens hat zum Beispiel Pieter(LIONS in the Sun Investment) eine weitere Lodge im Marienfluß,
Schoeman eine weitere im Huab usw. Sie liegen alle mit Flugplatz an den Fly-in Strecken. Löwenbeobachtung ist Teil des Programms(gewesen), aber nicht im Marienfluß dort zählt die Landschaft, die gleichzeitig durch diese Bauten verschandelt wird. Siehe Artikel hier(falls es Dich interessiert):
http://www.namibian.com.na/index.php?id ... no_cache=1

Leider muß der Link mit copy&paste geöffnet werden.

Christian
Lothar
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Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot

Beitrag von Lothar »

... wenn wir dort waren, waren die Löwen jedesmal irgendwie ein Thema, vor allem in letzter Zeit.

"Habt ihr sie gesehen oder wenigstens die Spuren, es sollen zwei Löwenbabies im Rudel sein .... ", so in der Art liefen die Gespräche bei den Touries. Vielleicht waren die (Wüsten)-Löwen sogar interessanter als die Wüstenelefanten.

Die Wahrscheinlichkeit einer Sichtung ist dabei m.E. gar nicht so wichtig.

Loch Ness ist das beste Beispiel.

Aber die Chancen, sie im Huarusib anzutreffen waren offensichtlich auch nicht schlecht. Wir haben sie jedenfalls dort angetroffen und da waren wir nicht die Einzigen.

Ich denke, die Löwen haben/hätten der Region touristisch auf die Beine geholfen. Man mag das begrüssen oder nicht - der Tourismus ist der einzige, halbwegs potente, zuverlässige Verbündete beim Naturschutz. ( Das hat übrigens schon Bernhard Grzimek erkannt).

Noch eine Bemerkung zu Hochpreistourismus vs. Individualtourismus:

Selbstfahrer reisen länger, geben aber weniger pro Tag aus. Das Reisebudget pro Reisenden könnte also durchaus die gleiche Größenordnung sein. Für meinen Fall ist es mit Sicherheit so, nur landet mein Reisebudget nicht in der einschlägigen Tourismusindustrie, sondern verteilt sich sozial gerecht im Lande. Für die Tourismus-Unternehmer zählt aber nur das Geld, das in der eigenen Tasche landet, das andere eventuell von Selbstfahrern profitieren, zählt nicht .......... wie war das mit der Suppenschüssel ?!

Lothar
Birgitt
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Hoaruseb-Löwen

Beitrag von Birgitt »

Kein Fortschritt
04.08.2011 - AZ online

Staatssekretär Dr. Kalumbi Shangula vom Ministerium für Umwelt und Tourismus zufolge gebe es noch keine Ergebnisse im Fall der Vergiftung der sogenannten Hoaruseb-Löwen. „Mir ist nicht bewusst, ob bisher bekannt ist, wer die Löwen vergiftet hat und ob jemand im Zusammenhang mit dem Vorfall verhaftet worden ist“, sagte der Staatssekretär gestern auf Nachfrage. Es sei auch noch nicht bekannt, welches Gift verwendet wurde. Gewebe-, Haar- und Hautproben seien zu einem Labor geschickt worden ... mehr

Gruß
Birgitt
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