Sandstein | 6000 km lange Mauer soll Sahara-Sand stoppen

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Alexander
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Sandstein | 6000 km lange Mauer soll Sahara-Sand stoppen

Beitrag von Alexander »

Um die Ausbreitung der Wüste zu stoppen, soll eine 6.000 km lange Mauer quer durch die Sahara gebaut werden. Die durch die Verfestigung von Sanddünen gebildete Barriere würde sich von Mauretanien im Westen Afrikas bis Dschibuti im Osten erstrecken. Der Plan wurde von dem Architekten Magnus Larsson auf der TED Global-Konferenz in Oxford vorgestellt [...] "Die Bedrohung ist die Wüstenbildung. Meine Antwort ist eine Sandsteinmauer aus verfestigtem Sand", sagte Larsson, der sich selbst als Dünenarchitekt bezeichnet. Der Sand wird stabilisiert, indem er mit Bakterien (Bacillus pasteurii) geflutet wird, die ihn innerhalb weniger Stunden wie Beton verfestigen können [...] Die von dem Architekten vorgeschlagene Mauer quer durch die Wüste würde den Vorschlag für das Große Grüne Band nicht ersetzen, sondern ergänzen. "Sie würde den Bäumen physischen Halt geben" [...] Die Mauer würde durch das "Einfrieren" der Wanderdünen entstehen, die dann zu Sandstein werden. "Die Idee ist, die Wüste durch die Wüste selbst aufzuhalten", sagte er ...

BBC: Wall 'could stop desert spread'

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Bild: BBC

Grüsse
Alexander
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Chrigu
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Re: 6000 km lange Mauer soll Sahara-Sand stoppen

Beitrag von Chrigu »

Die Natur lässt sich nicht verarschen...
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Alexander
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Re: 6000 km lange Mauer soll Sahara-Sand stoppen

Beitrag von Alexander »

Man sollte nicht zu sehr in das Handwerk und dem wunderbaren Kreislauf der Natur pfuschen.
So düngt der Saharastaub die Gebiete um den Amazonas, hat also globale Auswirkungen. Nicht auszudenken, welche Auswirkung so eine Mauer diesen Ausmasses hätte.

Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: 6000 km lange Mauer soll Sahara-Sand stoppen

Beitrag von Kuno »

Da eines der groessten Probleme der Desertifikation die zuhnemende Praesenz des Menschen und seiner weidenden Haustiere ist wird weder der 'gruene Wall' noch jetzt der neue Sandwall am Ende funktionieren. Es ist eine reine Augenwischerei, welche aber sicher fuer den Zuechter der Bakterien und den, der die "Riesenballone" liefern kann was bringt.
Kuno
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Re: 6000 km lange Mauer soll Sahara-Sand stoppen

Beitrag von Kuno »

Die Marokkaner haben doch erfahrung im bauen von Sandwaellen - hat's bei denen was gebracht 8)
Chrigu
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Re: 6000 km lange Mauer soll Sahara-Sand stoppen

Beitrag von Chrigu »

Chrigu hat geschrieben:
Fr 24. Jul 2009, 18:17
Die Natur lässt sich nicht verarschen...
Ich zitiere mich nur sehr ungern selber...

Mit dieser Aussage meinte ich, das die Natur zurückschlagen würde/wird...
Ich denke die Wüste ist ein Ökosystem, welches sensibler ist als man im Allgemeinen annimmt...
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Regula St.
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Re: 6000 km lange Mauer soll Sahara-Sand stoppen

Beitrag von Regula St. »

Eine "schöne" ( :?: ) Idee, aber wahrscheinlich sind die globalen Grundparameter (NAO, El Nino etc.) nicht berücksichtigt, und was durch die Ausführung passiert, weiss auch niemand!
Scheint mir irgendwie leicht hirngespinstig...

LG Regula
Wolfgang K
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Re: 6000 km lange Mauer soll Sahara-Sand stoppen

Beitrag von Wolfgang K »

Seid nicht so pessimistisch! Irgendwer hat doch auch gerade beschlossen, dass es auf der Erde künftig nicht wärmer werden soll. Da hätte man doch gerade noch was über die Windrichtung beschließen können?
Birgitt
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Dune-Projekt | Traum einer panafrikanischen Siedlung

Beitrag von Birgitt »

Es klingt nach dem Traum eines Kind gebliebenen Mannes, der noch gerne im Sand Burgen baut. Der schwedische Architekt Magnus Larsson will mit einer neuartiger Form des Landschaftsbaus künstliche Dünen in der Sahara bilden und so die Wüstenbildung in Afrika stoppen. Dabei sollen ihm Mikroorganismen, deren Stoffwechsel-Prozesse aus Sand festen Sandstein machen, helfen. Sie sollen die Bodenerosion stoppen und die Wüstenregion am Rande der Sahara in eine blühende Oasenlandschaft verwandeln ...

Eine grüne Mauer rund um Wüstenstädte
Ein Bakterium, das Sand zu Stein werden lässt, soll die Ränder der Sahara fruchtbar machen und die Desertifikation stoppen

Oktober 2009 - Uptown


Die Idee, aus einem Bakterium Sandstein zu machen, klingt fantastisch. Wie kamen Sie auf die Idee zu ihrem Dune-Projekt?

Magnus Larsson: Dune ist aus einem Studienprojekt hervorgegangen, an dem ich in den vergangnen beiden Jahren in London teilgenommen habe. Darin ging es um architektonische Antworten auf die zunehmenden Klimakatastrophen. Ich habe mich mit der Wüstenbildung beschäftigt, einem sehr ernsten Problem, das kaum die öffentliche Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient.

Mein Ansatz war, den Wüstensand als Grundlage für eine Bauweise zu nutzen, die vor dem Sand selbst schützen soll. Dabei stieß ich auf ein Verfahren, bei dem Forscher der University of California den Bazillus pasteurii zur Bodenstabilisierung nach Erdbeben einsetzen. Ihre Erkenntnisse übertrug ich auf mein Projekt. Wissenschaft – in diesem Falle aus Sand Sandstein werden zu lassen – ist die eine Sache. Eine andere ist es, sinnvolle Anwendungsgebiete für neue Technologien zu finden ...

Der Traum einer panafrikanischen Siedlung
Der schwedische Architekt Magnus Larsson über das von ihm entworfene Dune-Projekt in der Sahara

Oktober 2009 - Uptown


Bild
Ein Bild wie von einem anderen Planeten: So könnten Wüstenregionen aussehen, wenn sich
die Idee von Magnus Larsson durchsetzt. Die vom Wind geschaffenen räumlichen Strukturen
ließen sich dann begrünen und bewohnen. Bild: Magnus Larsson. / Quelle: Uptown


Bild

Bild
Die neue Wüstenstadt als Wohnraum? Bilder: Magnus Larsson / Quelle: uptown

Gruß
Birgitt
Kuno
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Magnus Larsson: Turning Dunes into Architecture

Beitrag von Kuno »

Magnus Larsson: Turning Dunes into Architecture

Kuno
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Re: Sahara-Forest-Project und panafrikanische Siedlungen

Beitrag von Kuno »

Ich bin kein Architekt und mit den kleinen Kaefern kenne ich mich auch nicht so gut aus. Ich haette darum ein paar Fragen:

Sind Bakterien, die sonst im "Marshland" = Sumpf leben, optimal geeignt, um in der Wueste Sandstein zu produzieren?

Larson schlaegt das ganze noch als Wohngelegenheit vor. Da muesste man dann aber schon ein wenig steuern, um die Hohlraeume auch so entstehen zu lassen, dass sich die Leute darin wohl fuehlen. Sind ja keine Ameisen... Wie entstehen die Hohlraeume eigentlich?

Wie soll der Damm denn die eigentliche Desertifikation aufhalten. Glaubt Larson, dass die Wueste waechst, weil der Sand nach Sueden geblasen wird? Die Wueste waechst vor allem auch, weil die Pflanzen abgeholzt und -noch viel schlimmer- mit den Wurzeln von Schafen & Ziegen gefressen werden.
Birgitt
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Re: Sahara-Forest-Project und panafrikanische Siedlungen

Beitrag von Birgitt »

Kuno hat geschrieben:
Sa 28. Nov 2009, 21:51
Larson schlaegt das ganze noch als Wohngelegenheit vor. Da muesste man dann aber schon ein wenig steuern, um die Hohlraeume auch so entstehen zu lassen, dass sich die Leute darin wohl fuehlen.
Weiter oben hatte ich ja ein paar Entwürfe der Wohngelegenheiten von ihm gepostet. Das sah - für mich - schon recht einladend aus.
Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, wie man das einrichten könnte ...

Gruß
Birgitt
Alexander
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Re: Sahara-Forest-Project und panafrikanische Siedlungen

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben:
Sa 28. Nov 2009, 21:51
Sind Bakterien, die sonst im "Marshland" = Sumpf leben, optimal geeignt, um in der Wueste Sandstein zu produzieren?
Das ist eine interessante Frage, deren Antwort mich auch interessieren würde. Es gibt ja Bakterien für alles mögliche. So werden Bakterien z.B. bei Ölkatastrophen eingesetzt. Die fressen dann das Öl oder wandel es um.

Gibt es unter uns einen Mikrobiologen, der hier Licht ins Wissensdunkel bringen kann? :wink:

Grüsse
Alexander
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