Drama
Regie: York-Fabian Raabe
Deutschland, Ghana 2021 - 108 min.
Kinostart: 28.10.2021
Das ghanaische Wort Borga bedeutet etwa soviel wie „der reiche Onkel aus dem Ausland“. Die beiden Brüder Kojo und Kofi kennen nur die Armut in Ghana. Sie wachsen auf der Elektroschott-Müllhalde in der Hauptstadt Accra auf. Ihr Vater betreibt dort einen Betrieb, der sich auf das Sammeln von Metallen konzentriert, den sie aus westlichem Elektroschrott gewinnen. Sein Sohn Kofi soll später den Betrieb weiterführen und bekommt daher von seinem Vater besondere Aufmerksamkeit. Zur gleichen Zeit begegnet Kojo einem Borga aus Deutschland, der von seiner Familie verehrt wird – ein prägendes Erlebnis.
Zehn Jahre später ist aus den Zukunftsplänen ihres Vaters nichts geworden. Kojo will endlich selbst ein Borga werden, die Familie aus der Armut ziehen. Er bricht mit seiner Familie und begibt sich auf die beschwerliche Reise nach Deutschland. Erst einmal im Industrieland angekommen, muss er jedoch feststellen, dass Lebenstraum und Realität nicht miteinander vereinbar sind. Statt mit offenen Armen empfangen zu werden, muss er sich mit kriminellen Mini-Jobs über Land halten. Der einzige Halt ist Lina, die er in einem Anzug gekleidet kennenlernt. Vor ihr muss er das Bild des erfolgreichen Borga aufrechterhalten. Einer seiner Aufträge führt ihn zurück nach Ghana. Dort wankt nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner zurückgelassenen Familie.
Bereits bei der Uraufführung beim Max-Ophüls-Festival überzeugte „Borga“ auf ganzer Linie und heimste vier Preise ein, unter anderen den Preis für den Besten Spielfilm und den Publikumspreis. In der Jury-Begründung wird die Sichtweise „einer konsequent Schwarzen Perspektive im deutschen Kino“ besonders gelobt ... mehr
Gruß
Birgitt
FILM | Borga
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