Drama
Regie: Nadine Labaki
Libanon/USA 2018 - 123 min.
Kinostart: 17.01.2019
Der zwölfjährige Zain ist in einem Armenviertel von Beirut im Libanon aufgewachsen. Obwohl er fast noch ein Kind ist, verbüßt Zain bereits eine Haftstrafe, er soll für eine Messerstecherei verantwortlich sein. Dies ist aber nicht der Grund, warum Zain vor Gericht auf seine Eltern trifft. Stattdessen hat Zain seine Eltern verklagt. Sie haben ihn in eine Welt voller Armut und Hoffnungslosigkeit gesetzt. Nun will Zain verhindern, dass seine Eltern weitere Kinder bekommen.
Vor dem Gericht erzählt Zain die erschütternde Geschichte seines kurzen Lebens auf der Straße. Von der Großfamilie, die auf wenigen Quadratmetern zusammenlebt. Von den Eltern, die aus purer Armut Zains geliebte Schwester Sahar an einen deutlich älteren Mann verkaufen. Von seinem Aufeinandertreffen mit der illegalen Immigrantin Rahil, die mit ihrem Baby auf der Straße lebt. Und davon, wie es zu der Messerstecherei gekommen ist, die Zain ins Gefängnis gebracht hat.
Mit Laiendarstellern und an Originalschauplätzen hat die libanesische Regisseurin Nadine Labaki („Wer weiß, wohin?“) ein erschütternd realistisches Drama gedreht, das die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen von Armut und Verwahrlosung im Stil des italienischen Neorealismus dokumentiert. Schon allein der Titel verweist dabei auf das biblische Fischerdorf Capharnaüm — das Sprichwort gewordene Chaos.
Bei seiner Weltpremiere auf dem Filmfestival von Cannes 2018 konnte „Capernaum – Stadt der Hoffnung“ das Publikum begeistern. Nadine Labaki wurde nicht nur mit dem Großen Preis der Jury, sondern auch mit dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet. Darüber hinaus geht das Drama als libanesischer Beitrag bei der Oscarverleihung 2019 ins Rennen um den Oscar als bester fremdsprachiger Film ... mehr
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Birgitt
FILM | Capernaum - Stadt der Hoffnung
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Re: FILM: "Capernaum - Stadt der Hoffnung" - jetzt im Kino
Der Film "Capernaum - Stadt der Hoffnung" ist ein absolut sehenswerter Film. Er zeigt unprätentiös die Kehrseite der GIitzerwelt Beiruts - und ist nebenbei der zweite libanesische Film nacheinander (sprich: in zwei Jahren), der die Oscar-Nominierung für den besten ausländischen Film erhielt. 2018 war dies der Film "The Insult", ebenfalls ein spannendes Epos über die Spätfolgen des libanesischen Bürgerkrieges. Das Schöne an beiden Filmen ist, dass sie Szenen zeigen, die es überraschenderweise durch die libanesische Filmzensur geschafft haben. Bei "The Insult" waren es Akteure des libanesischen Bürgerkrieges, bei "Capernaum" ist es insbesondere der Aussschnitt, der im berüchtigten Gefängnis von Roumieh gedreht wurde. Der zwölfjährige Hauptdarsteller Zain Al Rafeea ist ein syrischer Flüchtling, was dem Film eine weitere Authentizität verleiht. Er hat inzwischen, 14 Jahre alt, ein neues Zuhause in Norwegen gefunden.
Viele Szenen sind nur allzu realistisch. Wie in den Golfstaaten müssen beispielsweise Gastarbeiter aus Asien oder Afrika ihre Pässe abgeben. Frauen - die meisten der Gastarbeiter(innen) -, die ein Kind bekommen, müssen, wenn sie erwischt werden, das Land verlassen. Deren Schicksal wird anhand der äthiopischen Gastarbeiterin ("Migrant Domestic Worker") Rahil, gespielt von der Eritreerin Yordanos Shiferaw beeindruckend dargestellt.
Kurzum - absolut sehenswert!
Viele Grüße aus Beirut
Achim
Viele Szenen sind nur allzu realistisch. Wie in den Golfstaaten müssen beispielsweise Gastarbeiter aus Asien oder Afrika ihre Pässe abgeben. Frauen - die meisten der Gastarbeiter(innen) -, die ein Kind bekommen, müssen, wenn sie erwischt werden, das Land verlassen. Deren Schicksal wird anhand der äthiopischen Gastarbeiterin ("Migrant Domestic Worker") Rahil, gespielt von der Eritreerin Yordanos Shiferaw beeindruckend dargestellt.
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FILM | Capernaum - Nun online bei "Kino on demand"
Wer keine Möglichkeit hatte, "Capernaum - Stadt der Hoffnung" im Kino anzusehen, für den kommt das Kino nun nach Hause 
Unter dem Link "Kino on Demand" ist der Film für unter 5 Euro abrufbar. Das bedeutet nicht nur einen schönen Kinoabend daheim, sondern ihr unterstützt damit auch die Kinos in schwierigen Pandemiezeiten.
Viel Spaß in eurem Heimkino
Birgitt
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