Drama
Regie: Yesim Ustaoglu
Deutschland / Frankreich / Türkei 2017 - 106 min.
Kinostart: 07.12.2017
Zwei Frauen, eine Gesellschaft: In der modernen Türkei leben Sehnaz und Elmas zwei Leben, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während Sehnaz, die als Psychologin in einem Krankenhaus arbeitet, eine Fernbeziehung mit ihrem Ehemann Cem führt, wurde Elmas bereits im Alter von 13 Jahren an einen deutlich älteren Mann verheiratet – was könnten die Frauen gemeinsam haben? Eines Tages, nach einem Sturm, wird Elmas ins Krankenhaus eingewiesen. Die Nachbarn haben sie auf dem Balkon gefunden, wo sie fast leblos lag. Als die Polizei eintrifft, sind ihr Ehemann und dessen Mutter tot. Sehnaz versucht, die traumatisierte Elmas zum Reden zu bringen. Was ist während des Sturmes passiert? Gibt es für eine Frau in der Türkei die Möglichkeit, dem Diktat des Patriarchats zu entfliehen?
Bereits in ihren vergangenen Werken hat sich die Autorin und Regisseurin Yesim Ustaoglu äußerst politisch gezeigt. Filme wie “Reise zur Sonne” lösten gesellschaftliche Debatten aus. In dem Drama “Clair Obscur” (Originaltitel: “Tereddut”) stellt sie zwei scheinbar gegensätzliche Lebensläufe gegenüber. So offen wie der Film die Themen Sexualität und Unterdrückung der Frau darstellt, ist er ein überaus mutiges Werk – nicht nur im Herkunftsland Türkei. “Clair Obscur” wurde mehrfach ausgezeichnet. Zu den Preisen gehören etwa zwei Goldene Tulpen des Istanbul International Film Festival 2017 in den Kategorien Beste Regie und Beste Hauptdarstellerin ... mehr
Gruß
Birgitt
FILM | Clair Obscur
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