FILM | Der Mann, der seine Haut verkaufte

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Birgitt
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FILM | Der Mann, der seine Haut verkaufte

Beitrag von Birgitt »

Drama

Regie: Kaouther Ben Hania
Belgien, Deutschland, Frankreich, Schweden, Tunesien 2020 - 108 min.
Kinostart: 24.02.2022

Der junge Syrer Sam wurde durch den Syrienkrieg von der großen Liebe seines Lebens Abeer getrennt. Während sie in Belgien einen reichen Mann heiraten soll, konnte er sich mit letzter Kraft in den Libanon retten. Auf einer Kunstausstellung des kontrovers diskutierten Künstlers Jeffrey Godefroi kommt er mit dem Künstler ins Gespräch. Dieser bietet dem verzweifelten Flüchtling eine schnelle Möglichkeit für viel Geld an: er möchte Sams Rücken vollständig tätowieren und ausstellen. Ohne groß nachzudenken, willigt Sam ein. Ihm wird das Schengen-Visum auf den Rücken tätowiert, das das problemlose Reisen in 22 EU-Staaten vereinfacht. Sam selbst kam an das Dokument nach seiner Flucht aus Syrien nicht auf legalem Weg heran. Auf den Ausstellungen wird Sam jedoch nach und nach bewusst, dass er mehr verkauft hat, als seine bloße Haut.

Das tunesische Drama der Regisseurin Kaouther Ben Hania feierte auf den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2020 seine Weltpremiere. Bei der Oscar-Verleihung 2021 wurde „Der Mann, der seine Haut verkaufte“ als Bester Internationaler Film nominiert. Die Ereignisse im Film basieren lose auf wahren Begebenheiten ... mehr


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Birgitt
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FILM | Der Mann, der seine Haut verkaufte - Kritik + Trailer

Beitrag von Birgitt »

Dennoch, lauert die eigentliche Unmenschlichkeit nicht in Syrien, wo ein irrer Diktator Krieg gegen seine eigene Bevölkerung führt? Kaouther Ben Hania ist sich da offenbar nicht so sicher, lässt ihren Protagonisten letztlich zurück in seine Heimat kehren und dort seine Freiheit finden. Der Vergleich ist offensichtlich: Die westliche Wohlstandsgesellschaft mit all ihrer Ignoranz ist genauso schlimm wie repressive Gesellschaftsordnungen in Teilen des Nahen Ostens. Nur leider wird der Film dieser komplexen Gegenüberstellung nicht in ausreichendem Maße gerecht. Es fehlt an einem soliden argumentativen Fundament. Und so bleibt The Man Who Sold His Skin ein schön anzusehender Film mit interessanten Ideen, die jede Zuschauer*in jedoch letztlich für sich selbst durchdenken muss ... Trotzdem ist „The Man Who Sold His Skin“ eine durchaus unterhaltsame und provokative satirische Betrachtung der Kunstszene sowie der Ignoranz der westlichen Welt ... weiterlesen bei kino-zeit.de




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