Dokumentarfilm
Regie: Patricio Guzmán
Chile, Frankreich 2019 - 85 min.
Kinostart: 16.07.2020
Kann etwas gleichzeitig atemberaubend schön sein und für Abschottung sowie Verdrängung stehen? Die Berge Chiles werden von Patricio Guzmán durch kluge Montage mit jener Ambivalenz aufgeladen. Die Totalen, die sein Kameramann Samuel Lahu von den Gebirgssystemen erzeugt, sind – insbesondere auf großer Leinwand – ein Ereignis, an dem man sich kaum sattsehen kann. Verwoben wird dieser Anblick jedoch mit einer schonungslosen Rückschau und der Erkenntnis, dass das Vergangene stets Spuren im Jetzt hinterlässt. Guzmán selbst musste 1973 aus Chile nach Spanien fliehen und lebt heute in Frankreich [...] Die Spuren in der Natur, die individuelle Erinnerung, die Kunst als Reaktion auf das Leben und das Medium Film als Speicher der Geschichte werden in "Die Kordillere der Träume" auf faszinierende Weise zusammengebracht ...
Geografie und Geschichte, Essay und dokumentarische Betrachtung. Schon in zahlreichen Werken gelang es dem Filmemacher Patricio Guzmán, Jahrgang 1941, Landschaftsbilder und Aufnahmen gesellschaftspolitischer Geschehnisse sowie persönliche Gedanken und kollektive Erfahrungen stimmig zu vereinen. Nach „Heimweh nach den Sternen“ (2010) und „Der Perlmuttknopf“ (2015) legt Guzmán den Abschluss seiner (zweiten) persönlich gestalteten Trilogie über sein Geburtsland Chile vor. In „Die Kordillere der Träume“ widmet er sich dem chilenischen Hochgebirge und kombiniert deren filmische Erkundung mit Erinnerungen an die Militärdiktatur unter Augusto Pinochet zwischen 1973 und 1990. Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes gab es hierfür 2019 die Auszeichnung L’Œil d’or als bester Dokumentarfilm ... mehr
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Birgitt
FILM | Die Kordillere der Träume
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Birgitt
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