Regie: Özcan Alper
Türkei / Deutschland 2008 - 105 min.
Kinostart: 13.05.2010
Als junger Mann beteiligte sich Yusuf an sozialistischen Studentenprotesten, was ihm eine drakonische Haftstrafe einbrachte. Die unmenschlichen Bedingungen ruinierten seine Gesundheit, weshalb man ihn nun, unheilbar tuberkulosekrank, gnadenhalber entlässt. Nach der Rückkehr zur verwitweten Mutter in sein in beschaulichen Bergwäldern gelegenes Heimatdorf findet er nicht mehr zurück ins Leben. Nur ein ehemaliger Weggefährte und die heimwehgeplagte Prostituierte Eka finden Zugang zu dem Verstummten.
Das Schicksal eines Mannes, der daran scheitert, wieder ins Leben zurück zu finden, kreuzt Alper mit dem der Immigrantin Eka (Megi Kobaladze), die heimwehgeplagt ihren Körper verkauft, um ihre Familie in Georgien zu unterstützen. Zwischen den beiden Grenzgängern der Gesellschaft zeichnet sich eine zarte Annäherung ab. Yusuf pendelt zwischen Bergeinsamkeit und sehnsuchtsvollen Besuchen an Schwarzmeergestaden. Die Natur dient als aufwühlende Metapher für die unausgelebten Gefühle, gerade weil die phantastischen Stimmungsbilder nicht aufpoliert sind. Mag dieser Film und sein Protagonist auch in sich selbst versunken sein - Alper, Jahrgang 1975, erzählt exemplarisch über seine Generation - in einer traurigen und sehenswerten Geschichte ... mehr
Trailer

Dazu eine
Gruß
Birgitt




