Regie: Mohamed Diab
Ägypten 2010 - 103 min.
Kinostart: 08.03.2012
Drei Frauen aus unterschiedlichen sozialen Schichten in Kairo teilen eine Erfahrung: Sie alle wurden Opfer sexueller Gewalt. Fayza aus der Arbeiterklasse muss tagtäglich im überfüllten Bus zur Arbeit die sexuellen Übergriffe der Männer erdulden. Sie sucht Hilfe bei der wohlhabenden Seba, die selbst Opfer einer Massenvergewaltigung wurde und sich nun für die weibliche Emanzipation einsetzt. Zu den beiden Frauen gesellt sich auch die Komödiantin Nelly, die ihren Peinigern bei einem Überfall gerade noch entkommen konnte. Während Letztere nun vor Gericht geht, zückt Fayza lieber gleich das Messer.
Starkes ägyptisches Frauenrechts-Drama über drei Opfer sexueller Übergriffe, die gegen das Unterdrückungs-Patriarchat aufbegehren [...] Das dennoch allen Klischees widersprechende Drama entstand bereits 2010, also noch vor dem arabischen Frühling, passt aber haargenau zur Rebellion gegen erstarrte autoritäre Strukturen [...] Die konsequente Hinwendung zum Menschlichen verbreitet eine (nie übertrieben formulierte) Hoffnung für ein Land, wo das Freiheitsbestreben der Revolution längst wieder von der Militärjunta stranguliert wird ... mehr
Dazu eine Kritik im Stern vom 06.03.2012
Gruß
Birgitt




