Drama
Regie: Gaya Jiji
Deutschland/Frankreich/Türkei 2018 - 96 min.
Kinostart: 10.01.2019
Das Leben in Syrien wird immer schwerer, als im Jahr 2011 die Revolution ausbricht und das Assad-Regime militärisch gegen die Proteste vorgeht. Bald ist auch Damaskus betroffen, wo die Witwe Salwa mit ihren drei Töchtern Nahla, Myriam und Line, der jüngsten, lebt. Um für ihre Kinder zu sorgen, versucht Salwa, die Töchter schnell zu verheiraten, bevor der Bürgerkrieg weiter eskaliert.
Mit 25 Jahren ist Nahla die älteste der drei Geschwister. Sie hat einen langweiligen Job in einem Kleidungsgeschäft und ist dem drögen Samir versprochen, der als Auswanderer in den USA wohnt und eine Frau sucht. Doch Samir stört sich an der Eigensinnigkeit von Nahla, die sich nicht in das traditionelle Geschlechterbild fügen will. Er bevorzugt die jüngere Schwester Line. Dann lernt Nahla die neue Nachbarin Madame Jiji kennen, die ein Bordell im selben Haus eröffnet.
Sexuelle Emanzipation und der syrische Bürgerkrieg — das Langfilmdebüt der in Frankreich lebenden Syrerin Gaya Jiji verbindet autobiografische Elemente mit der jüngsten Vergangenheit Syriens und einer feministischen Gesellschaftskritik. Das Drehbuch hat die Debütregisseurin selbst verfasst — und gleich einen großen Wurf gemacht. Denn „Mein liebster Stoff“ schaffte es in die Sektion Un certain regard des Filmfestivals von Cannes 2018. Die Hauptrolle in dem Drama um doppelte Sexualmoral wird von der aus „Nocturama“ bekannten Darstellerin Manal Issa übernommen ... mehr
Gruß
Birgitt
FILM | Mein liebster Stoff
Moderator: Moderatoren




