Drama
Regie: Ali Soozandeh
Deutschland/Österreich 2017 - 96 min.
Kinostart: 16.11.2017
Sex, Drogen, Korruption – im streng religiösen Teheran sind das selbstverständlich Tabus. Und natürlich versucht jeder, die gesellschaftlichen Konventionen im Privaten zu hintergehen. Der Animationsfilm “Teheran Tabu” zeigt das Leben dreier Frauen, die dem jungen Musiker Babak begegnen. So wirft die episodenhafte Erzählung ein Schlaglicht auf die patriarchal Gesellschaft des Iran, in der Sittenpolizisten junge Paare verhaften.
Da ihr drogensüchtiger Mann nicht arbeitet, ist Sara gezwungen, anzuschaffen. Als sie einem Kunden einen XXXXXXX im Auto gibt, sitzt ihr Sohn stumm auf der Rückbank. Als der Kunde seine Tochter Hand in Hand mit einem Freund auf der Straße sieht, rastet er komplett aus. Die junge Donya wiederum steht kurz vor der Hochzeit. Nach einem One-Night-Stand mit Babak muss jedoch erst ihr Jungfernhäutchen wiederhergestellt werden. Die Hausfrau Sara möchte wieder arbeiten. Dafür braucht sie allerdings die Erlaubnis ihres konservativen Ehemanns.
Mit seinem Debüt hat der in Deutschland lebende Regisseur Ali Soozandeh (“Die Akte Zarah Leander“) eine kraftvolle Gesellschaftskritik vorgelegt. Im patriarchalen Iran herrscht eine rigide Sexualmoral, die Männern alle Freiheit gibt, während Frauen systematisch unterdrückt werden. Anhand von drei beispielhaften Geschichten zeigt “Teheran Tabu” wie nah religiöse Sexualmoral, Unterdrückung und Bigotterie beieinander liegen. Der Animationsfilm feierte seine Premiere im Rahmen der Sektion Semaine internationale de la critique auf dem Filmfestival von Cannes 2017.
Gedreht wurde “Theran Tabu” in einem Studio in Wien mit realen Schauspielern, deren Mimik und Bewegungen mithilfe des Motion-Capture-Verfahrens aufgenommen wurden. Im Anschluss wurden die Bilder durch die sogennante Rotoskopie verfremdet, ein Verfahren, das auch schon bei dem gefeierten Animationsfilm “Waltz with Bashir” eingesetzt wurde ... mehr
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Birgitt
FILM | Teheran Tabu
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markus-1969
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Re: FILM: "Teheran Tabu" - jetzt im Kino
https://www.cinecitta.de/de/Alle-Filme- ... 34727.html
ich geh kommenden Montag 20:45 Uhr in Nürnberg im Metropolis.
Stresemannplatz 8
90489 Nürnberg
Leute die mitkommen, sind willkommen.
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markus-1969
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Re: FILM: "Teheran Tabu" - jetzt im Kino
ich komm grad heim vom Kinobesuch.
Der Film war auffallend deutlich in der Darstellung der Geschehnisse und man kann sich gut vorstellen, wie man im Iran lebt und wie das System arbeitet und wo die Probleme liegen.
Am Anfang war es aber schwer, die Zeichentrick - ähnliche Darstellung zu begreifen und die Charaktäre auseinander zu halten.
Der Film war auffallend deutlich in der Darstellung der Geschehnisse und man kann sich gut vorstellen, wie man im Iran lebt und wie das System arbeitet und wo die Probleme liegen.
Am Anfang war es aber schwer, die Zeichentrick - ähnliche Darstellung zu begreifen und die Charaktäre auseinander zu halten.
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Birgitt
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FILM: "Teheran Tabu" - Filmkritik bei Qantara
"Teheran Tabu" des deutsch-iranischen Regisseurs Ali Soozandeh will das Schweigen brechen und zeichnet dabei ein nur schwer erträgliches Iran-Bild. Massoud Schirazi hat sich den Film angesehen ...
20.12.2017 - Qantara
Gruß
Birgitt
Der Film "Teheran Tabu" von Ali Soozandeh - Nichts als TabusSchon nach der ersten Viertelstunde von "Teheran Tabu" muss sich der Filmzuschauer fürchten vor diesem Land, in dem alles auf kriminelle Weise schief zu laufen scheint [...] Ali Soozandeh sagte in einem Interview, er habe den Film gemacht, "um das Schweigen zu brechen". Dabei ist an dem Narrativ des Films - unterdrückte und revolutionär-aspirierende Subjekte, die mit ihrem Lebensstil an die Regeln der Islamischen Republik stoßen - nun wirklich nichts Neues. Schematisch ähnelt “Teheran Tabu” anderen Filmen wie "Der Wüstentänzer", "Raving Iran" oder "Sharayet - eine Liebe in Teheran". Die aktivistische Agenda macht den Film für den kritischen Zuschauer an manchen Stellen nahezu unerträglich, besonders, wenn man einmal den Iran und seine vielschichtige Gesellschaft etwas tiefer kennen und schätzen gelernt hat. Filmen wie "Teheran Tabu" stehen iranische Spielfilme wie jene des Oscar-prämierten Regisseurs Asghar Farhadi gegenüber, welche die sehr wohl existierende Missstände subtil und mit einem Auge auch für die Schönheiten des Landes behandeln - und nicht mit einer demonstrativ obszönen Aneinanderreihung von Negativismen. Fest steht: Teheran und der Iran sind viel mehr als nur Tabus. Selbstverwirklichung von jungen Iranern heute besteht nicht nur aus dem Brechen von Tabus, wie es "Teheran Tabu" suggeriert. Sie liegt im gekonnten Navigieren zwischen gesellschaftlichen Normen und dem individuellen kreativen Selbstausdruck, gepaart mit einer essenziellen Sinnsuche im Spannungsfeld zwischen der eigenen, reichen Kultur und dem Einfluss des Westens und manchmal auch - ja, tatsächlich - im Islam.
20.12.2017 - Qantara
Gruß
Birgitt




