Dokumentarfilm
Regie: Stanislaw Mucha
Deutschland 2022 - 97 min.
Kinostart: 18.08.2022
Nahe des sibirischen Polarmeers liegt die Wetterstation „Chodowaricha“, auf der die drei Meteorologen Wladimir, Sascha und Alexander das Wetter beobachten. Sie leben und arbeiten dort in völliger Isolation: nur einmal im Jahr bringt ein Polarschiff lang ersehnte Vorräte. Das alltägliche Miteinander scheint zunächst friedlich, doch die andauernde Einsamkeit fordert schleichend ihren Tribut und lässt Spannungen zwischen den Meteorologen wachsen. Vor allem der wortkarge Wladimir, über dessen Vergangenheit mehr und mehr düstere Details als Licht kommen, bringt Unruhe auf die Insel. Aber auch Schneestürme und halbverhungerte Eisbären sind omnipräsente Gefahren, mit denen sich die Wettermacher konfrontiert sehen. Vor dem stets greifbaren Wahnsinn bewahren sie nur die sporadischen Besuche einiger Nomaden, russische Popsongs und nicht zuletzt der Wachhund Jack.
Der wohl einsamste Arbeitsplatz der Welt: Der preisgekrönte Kult-Regisseur Stanislaw Mucha („Kolyma“) besucht drei Wettermacher auf der Polarinsel „Chodowaricha“, wo sie das Wetter ohne jegliche Elektronik mit einfachsten Hilfsmitteln messen. Unvorstellbar, denn ihre Arbeit hat auch Einfluss auf unsere Wettervorhersagen. Aber wie können die drei skurrilen Meteorologen in völliger Isolation leben und arbeiten? In seinem tragikomischen Dokumentarfilm „Wettermacher“ fängt Mucha in großen Bildern die eigenwillige Schönheit der sibirischen Tundra und ihrer Bewohner ein.
»Erwarten Sie keinen Film über den Klimawandel! Dort, wo wir waren, vergisst man, wie man das Wort Klima buchstabiert!« Regisseur Stanislaw Mucha ... mehr
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Birgitt
FILM | Wettermacher
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Birgitt
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FILM | Wettermacher - Kritik und Trailer
Wettermacher ist ein Blick in die Einöde, die totale Abgeschiedenheit, in eine Welt, die den allermeisten Menschen zumal im reichen Westen völlig fremd vorkommen muss. Eine Welt, wo eine Hütte voller blutverschmierter Wände anscheinend kaum ein Schulterzucken erzeugt, wo vier Menschen mit nur gelegentlichstem Kontakt zur Außenwelt zusammenleben, wortwörtlich in ihrer eigenen Welt, und sich in diesem Mikrokosmos alle existentiellen Fragen stellen: Gut und Böse, der Kampf ums Überleben, Wärme und Nahrung. Zugleich ist Stanisław Muchas Film ein beunruhigend ruhiges Beobachtungsprojekt, das alle Ereignisse mindestens eine Armlänge auf Distanz hält und weder zu nahe noch zu tief hineingezogen werden möchte in den Sog dieser Einsamkeit, weil sich irgendwo in ihr womöglich doch menschliche Dämonen verstecken. Gut und Böse ... mehr bei kino-zeit.de
Im Vergleich zur ebenfalls neu erschienenen Dokumentation Into the Ice, bei der ebenso das Leben von Meteorologen und die Bedeutsamkeit der Eisschmelze festgehalten wird, fällt hier kein Wort über den Klimawandel und wie sich die täglichen Zahlen der Wettermacher in den letzten Jahren geändert hat. Die Schwäche, dass sich Mucha nicht so richtig zwischen einem gefühlsbetonten und wissenschaftlichen Portrait entscheiden konnte, dringt so im Laufe der 90 Minuten immer weiter an die Oberfläche. Dadurch, dass russische Popmusik immer mal wieder läuft und das Forscher-Ehepaar gegen Ende hin in der Vordergrund rückt, wird jedoch eine unverkennbare Melancholie eingefangen. Das Ende, an dem uns Mucha erklärt, warum die Wettervorhersagen manchmal nicht stimmen, ist letzten Endes die größte Stärke der minimalistischen Dokumentation ... mehr bei film-rezensionen.de
Gruß
Birgitt
Im Vergleich zur ebenfalls neu erschienenen Dokumentation Into the Ice, bei der ebenso das Leben von Meteorologen und die Bedeutsamkeit der Eisschmelze festgehalten wird, fällt hier kein Wort über den Klimawandel und wie sich die täglichen Zahlen der Wettermacher in den letzten Jahren geändert hat. Die Schwäche, dass sich Mucha nicht so richtig zwischen einem gefühlsbetonten und wissenschaftlichen Portrait entscheiden konnte, dringt so im Laufe der 90 Minuten immer weiter an die Oberfläche. Dadurch, dass russische Popmusik immer mal wieder läuft und das Forscher-Ehepaar gegen Ende hin in der Vordergrund rückt, wird jedoch eine unverkennbare Melancholie eingefangen. Das Ende, an dem uns Mucha erklärt, warum die Wettervorhersagen manchmal nicht stimmen, ist letzten Endes die größte Stärke der minimalistischen Dokumentation ... mehr bei film-rezensionen.de
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Birgitt




