Mumien und Mumienforschung

Kultur- und Politikgeschichte über die im Wüstenschiff behandelten Regionen.

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Birgitt
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Mumifizierung | Längere Tradition als gedacht?

Beitrag von Birgitt »

Konservierten Jäger und Sammler in Europa ihre Toten schon vor 8000 Jahren? Ein schwedisches Forschungsteam um Rita Peyroteo-Stjerna von der Universität Uppsala fand Indizien dafür in einer mesolithischen Grabungsstätte im Sado Valley in Portugal ...

Mumifizierung könnte längere Tradition haben als gedacht
03.03.2022 - spektrum

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Altes Ägypten | Grabbeigaben und Grabgeruch

Beitrag von Birgitt »

Nicht nur Pharaonen wurden reich bestattet. Damit auch andere Tote im Jenseits gut versorgt blieben, legte man ihnen im alten Ägypten Fisch, Früchte und Bienenwachsbalsam mit ins Grab ...
Vor mehr als 3400 Jahren wurden Kha und Merit bestattet. Als Grabbeigaben bekamen die ägyptischen Eheleute unter anderem Gefäße mit Lebensmitteln, die ihre ewigen Seelen ernähren sollten. Was die Amphoren und Kannen genau enthielten? Das verraten die Düfte, die den Behältnissen bis heute entströmen, berichtet ein Team aus analytischen Chemikern und Archäologen im Magazin »Journal of Archaeological Science«. Mehr noch: Die Studie gibt Hinweise darauf, wie Geruch helfen kann, Rätsel der Vergangenheit zu lösen und Museumsbesuche künftig noch spannender zu machen. Der Fund des unversehrten Grabs von Kha und Merit in der Nekropole Deir el-Medina bei Luxor im Jahr 1906 ist bis heute bedeutsam ... Abgesehen davon, dass sie mehr über vergangene Zivilisationen verraten, könnten antike Gerüche das Besuchererlebnis in Museen um eine Dimension erweitern. »Gerüche sind ein relativ unerforschtes Tor in die Vergangenheit«, sagt Cecilia Bembibre vom University College London. »Sie haben das Potenzial, uns die Geschichte auf eine emotionalere, persönlichere Weise erleben zu lassen.«
Ein Hauch Bienenwachs, Weihrauch und eine Spur Mumie
10.04.2022 - Spektrum

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Die Chemie der Mumifizierung | Spuren einer globalen Vernetzung

Beitrag von Birgitt »

Ein Forschungsteam der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und der Universität Tübingen hat zusammen mit dem National Research Center in Kairo chemische Rückstände an Gefäßen aus einer erst im Jahr 2016 entdeckten Balsamierungswerkstatt in Sakkara unweit der Unaspyramide analysiert. „Wir konnten alle naturwissenschaftlichen Analysen in Ägypten selbst durchführen“, sagt LMU-Archäologe Philipp Stockhammer und Maxime Rageot von der Universität Tübingen ergänzt: „Das verdanken wir Ramadan Hussein, dem Entdecker und Leiter der Ausgrabung des DFG Saqqara Saite Tombs Projects, der leider im Frühjahr unerwartet verstorben ist.“ [...] „Besonders überraschend war für uns, dass der größte Teil der während der Balsamierung verwendeten Substanzen nicht aus Ägypten selbst stammt, sondern zum Teil aus dem Mittelmeerraum und sogar auch aus dem tropischen Afrika und Südostasien importiert wurde“ ...

Die Chemie der Mumifizierung: Spuren einer globalen Vernetzung
02.02.2023 - Uni Tübingen

Biomolecular analyses enable new insights into ancient Egyptian embalming
01.02.2023 - Nature

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Altes Ägypten | Ein Hauch von Mumie

Beitrag von Birgitt »

Baumharz, Bienenwachs und Bitumen – ihre Toten mumifizierten die Ägypter mit exotischen Mixturen. Die Stoffe kamen teils aus Südostasien und waren wohl für hohe Damen am Königshof bestimmt ...
Für die Mumifizierung ihrer Toten scheuten die alten Ägypter offenbar keine Kosten und Mühen. So beschafften sie die Bestandteile für ihre Balsamierungssubstanzen nicht nur aus dem nahegelegenen Mittelmeerraum, sondern auch aus weit entfernten Regionen in Südostasien. Zu diesem Ergebnis kam eine Arbeitsgruppe um Barbara Huber vom Max-Planck-Institut für Geoanthropologie in Jena, als sie Rückstände in den Eingeweidekrügen einer Amme von Pharao Amenhotep II. untersuchte. Der König herrschte zwischen 1428 und 1397 v. Chr. während der 18. Dynastie. Wie das Team um Huber im Fachblatt »Scientific Reports« (doi.org/10.1038/s41598-023-39393-y, CC BY 4.0) berichtet, identifizierte es diverse Naturstoffe wie Bienenwachs, pflanzliche Öle, tierische Fette und Harze.
Altes Ägypten: Ein Hauch von Mumie
31.08.2023 - spektrum


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Ägypten | Rätsel der „schreienden Mumie“ gelöst?

Beitrag von Birgitt »

Mediziner haben einen rund 3.500 Jahre alten Todesfall neu aufgerollt – die „schreiende Mumie“ einer Ägypterin. Sie verblüfft durch ihr verzerrtes Gesicht und den weit aufgerissenen Mund. Lange vermuteten Archäologen dahinter eine schlampige, unvollständige Einbalsamierung, doch die neuen Analysen widerlegen dies nun. Stattdessen deutet einiges darauf hin, dass diese Frau unter enormen Qualen starb – und ihr Gesichtsausruck für die Ewigkeit fixiert blieb ...
„Bisher wurde ein offener Mund nur bei zwei anderen Mumien gefunden“, berichten Sahar Saleem von der Universität Kairo und Samia El-Merghani von der ägyptischen Archäologiebehörde. Im ersten dieser Fälle, einem Prinzen aus der 20. Dynastie, war eine ungenügende Einbalsamierung schuld. Der zweite Fall, Prinzessin Meritamun aus der 18. Dynastie, starb durch einen Herzinfarkt. Weil die Einbalsamierer nicht abwarteten, bis die Leichenstarre abgeklungen war, wurde der Gesichtsausdruck der sterbenden Prinzessin mitkonserviert. Warum die „schreiende Mumie“ CIT8 mit einem so verzerrten Gesicht erhalten blieb, haben Saleem und El-Merghani nun näher untersucht [...] (Frontiers in Medicine, 2024; doi: 10.3389/fmed.2024.1406225, CC BY 4.0).
Rätsel der „schreienden Mumie“ gelöst?
02.08.2024 - scinexx


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Mumien versus Klimawandel

Beitrag von Birgitt »

Wir kennen Mumien ja primär als schlecht gelaunte Untote, die Archäologen durch die Wüste jagen. Tatsächlich aber sind unsere bandagierten Freunde die meiste Zeit sehr ruhige und angenehme Zeitgenossen, die außerdem in großer Gefahr sind. Und zwar durch den Klimawandel. Am schlimmsten betroffen sind davon ausgerechnet die ältesten Mumien der Welt. Vor bis zu 7000 Jahren hat die Chinchorro-Kultur in Chile ihre Toten einbalsamiert und in der extrem trockenen Atacama-Wüste begraben. Das aride Klima in der Region hat die Überreste, die rund 2000 Jahre älter sind als ägyptische Mumien, einwandfrei bewahrt. Doch durch die globale Erwärmung verändert sich das Wetter in der Atacama nach und nach, mit verheerenden Konsequenzen ...

Mumien versus Klimawandel
29.10.2024 - spektrum




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Ägypten | Der Duft der Mumien

Beitrag von Birgitt »

Holzig, würzig und süß: Diese Wohlgerüche verströmen jahrtausendealte Mumien bis heute. Emma Paolin von der Universität Ljubljana und ihre Kollegen untersuchten erstmals systematisch die Duftstoffe, die von neun Mumien im ägyptischen Museum in Kairo freigesetzt werden. Sie enthüllen auch, welche Essenzen hinter diesen Düften stecken und wie sich die Einbalsamierungspraxis abhängig von Alter und Status des Toten änderte. So erwies sich eine rund 3.000 Jahre alte Mumie mit goldener Totenmaske als besonders wohlriechend. Doch wer der Tote war, ist bisher ein Rätsel ... (JACS, 2025; DOI: 10.1021/jacs.4c15769 ) ...

Wie riechen ägyptische Mumien?
17.02.2025 - scinexx

Ancient Egyptian Mummified Bodies: Cross-Disciplinary Analysis of Their Smell
13.02.2025 - ACS Publication

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Älteste Mumien der Welt stammen aus Asien

Beitrag von Birgitt »

Haltbar ins Jenseits: Schon vor mehr als 10.000 Jahren haben Menschen in Südostasien ihre Toten gezielt mumifiziert. Sie schufen damit die bisher ältesten absichtlich erzeugten Mumien der Welt. Wie Archäologen um Hsiao-chun Hung von der Australian National University in Canberra in Proceedings of the National Academy of Sciences berichten (doi.org/10.1073/pnas.2515103122, CC BY 4.0), „räucherten“ die steinzeitlichen Jäger und Sammler Südostasiens die Leichname ihrer Verstorbenen über einem Feuer, wie Analysen steinzeitlicher Gebeine belegen. Diese Mumien entstanden demnach lange vor den Mumien der Ägypter oder den mumifizierten Toten der Andenvölker Südamerikas ...

Älteste Mumien der Welt stammen aus Asien
16.09.2025 - scinexx

Earliest evidence of smoke-dried mummification: More than 10,000 years ago in southern China and Southeast Asia
15.09.2025 - PNAS

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