martin1101 hat geschrieben: ↑Do 1. Apr 2021, 14:34
man kann sich schon ein wenig ein Bild machen, aber vor Ort wäre es natürlich echt interessant.
Carlo und ich waren rund 10Jahre nach der Inbetriebnahme des Atatürk-Stausees, also des aufgestauten Euphrat nördlich von Urfa, am Ufer und haben die Situation dokumentiert. Ok, wir waren im Sinne der Confluence-Doku leider nicht ganz erfolgreich, haben aber trotzdem Fotos geliefert:
https://www.confluence.org/confluence.php?visitid=8773
Im Jahr 2010 sechs Jahre danach habe ich genau dieselbe Stelle nochmal besucht. Der Unterschied war enorm. War 10Jahre nach Flutung noch keine typische Ufervegetation erkennbar (siehe Fotos oben), so hatte sich das in den Jahren danach erheblich geändert. Es gab Schilfzonen, viele Fische und anderes Wassergetier. D.h. es wird wohl auch am Tigris-Stausee etliche Jahre dauern, bis das wie ein Gewässer aussehen wird.
martin1101 hat geschrieben: ↑Do 1. Apr 2021, 14:34
Ja, das Thema Wasser wird - insbesondere in diesen Gegenden - sicher noch ein sehr heißes
In Syrisch-Kurdistan, in Irakisch-Kurdistan und im Irak fehlt das Wasser. Und die Kurden, die dort wohnten, wo jetzt der See ist, sind heimatlos. Das hat natürlich ein "kleines"[tm] politisches Gschmäckle. Das hatten die Journalisten von Arte leider etwas zu wenig erörtert.
Gruß, Ralf