Werkzeuge der Frühmenschen

Kultur- und Politikgeschichte über die im Wüstenschiff behandelten Regionen.

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Birgitt
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Südafrika | Grabstöcke in Border-Höhle entdeckt

Beitrag von Birgitt »

Neue Untersuchungen von Funden aus der so genannten Border-Höhle deuten darauf hin, dass die Bewohner Südafrikas bereits vor mehr als 40 000 Jahren fortschrittliche Traditionen und Jagdgewohnheiten pflegten. Eine Schlüsselrolle scheint dabei das San-Volk mit seiner Kultur des Jagens und Sammelns zu spielen. Bereits 1970 entdeckten Archäologen, dass die verschiedenen archäologischen Schichten in der Höhle nahe der südafrikanischen Grenze zu Swasiland bis zu 200 000 Jahre zurückreichen. Ein internationales Forscherteam um Francesco d'Errico von der Université Bordeaux nahm nun noch einmal die Lagen aus der so genannten "Late Stone Age" genauer unter die Lupe und versuchte, die Funde so exakt wie möglich zu datieren [1]. Zu den ältesten Objekten gehörte ein Grabstock, der mit durchbohrten Steinen beschwert wurde und vermutlich vor rund 40 000 Jahren zum Einsatz kam, etwa zum Ausgraben von Insekten [...] Zudem stießen die Forscher an Knochen- und Steinspitzen auf Spuren von Substanzen aus den giftigen Rizinussamen, die sie auf Alter von 24 000 Jahren datierten – dies sei die bisher älteste Anwendung von Gift zu Jagdzwecken ...

Modernes Steinzeitleben schon vor 40 000 Jahren
31.07.2012 - spektrum

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Steinzeitmenschen füllten Zahn mit Bienenwachs

Beitrag von Birgitt »

Bereits vor 6.500 Jahren haben Menschen womöglich ihre Zahnschmerzen mit Zahnfüllungen bekämpft. Darauf weist ein gut erhaltenes Kieferstück hin, das in Slowenien ausgegraben wurde und bis jetzt im Naturgeschichtemuseum von Trieste in Italien lagerte. Ein internationales Forscherteam durchleuchtete die Zähne des Kieferstücks unter anderem mithilfe von Röntgen- und Infrarotstrahlen und fand heraus, dass ein Eckzahn mit Bienenwachs gefüllt warr ...

Steinzeitmenschen füllten Zahn mit Bienenwachs
20.09.2012 - scinexx

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Re: Steinzeitmenschen füllten Zahn mit Bienenwachs

Beitrag von Kuno »

Birgitt hat geschrieben:
Do 20. Sep 2012, 19:44
...dass ein Eckzahn mit Bienenwachs gefüllt war.
Haben die Wissenschaftler auch herausfinden koennen, wie haltbar Bienenwachs als Zahnfuellung war?
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Südafrika | Werkzeuge der Frühmenschen in Pinnacle-Höhle

Beitrag von Birgitt »

Schon seit Langem rätseln Forscher, ab wann der Mensch nicht nur eine moderne Anatomie besaß, sondern auch komplexe Denk- und Verhaltensweisen an den Tag legte. Neue Antworten auf diese Frage könnten Forscher um Kyle Brown von der University of Cape Town gefunden haben: In den Pinnacle-Point-Höhlen an der Südwestküste Südafrikas stießen sie auf winzige Steinklingen mit einem stolzen Alter von rund 71 000 Jahren, die vermutlich als Pfeil- oder Speerspitzen genutzt wurden. Die steinzeitlichen Werkzeuge bilden damit nicht nur die frühsten Hinweise auf die Nutzung von fortschrittlichen Waffen; sie zeigen auch, dass bestimmte Fertigungstechniken über viele Jahrtausende hinweg genutzt und weiterentwickelt wurden. Die Klingen sind nur wenige Zentimeter groß und werden auch als Mikrolithen bezeichnet – ein Sammelbegriff für steinzeitliche Kleinstgeräte ...

Fortschrittliche Waffen schon vor 71 000 Jahren
07.11.2012 - spektrum

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Werkzeuge der Menschen in der Altsteinzeit

Beitrag von Birgitt »

Für unsere Vorfahren war der Einsatz von geschafteten – an Holzpflöcken befestigten – Steinspitzen auf Holzspeeren ein wichtiger Fortschritt bei der Jagd: Sie machten ihre Waffen durchschlagsfähiger. Ein Forscherteam um Jayne Wilkins von der University of Toronto und der Arizona State University in Tempe vermutet nun, dass schon vor einer halben Million Jahre, und damit etwa 200 000 Jahre früher als bisher angenommen, Steinartefakte als Spitzen für Speere benutzt wurden. Damit könnte bereits Homo heidelbergensis, der vermutlich letzte gemeinsamen Vorfahre des Neandertalers (Homo neanderthalensis) und des modernen Menschen (Homo sapiens), diese fortschrittliche Jagdmethode angewandt haben, so die Forscher. Geschaftete Speere bedeuteten einen großen Entwicklungsschritt gegenüber einfachen Werkzeugen: Zwar war ein höherer Arbeitsaufwand und ausführlichere Planung bei der Anfertigung nötig, aber ein scharfes Steinfragment an der Spitze eines Jagdspeeres erhöhte die Effizienz beim Töten eines Tieres enorm. Bisher wurde vermutet, dass die Jagdtechnik mit Steinspeeren in der mittleren Steinzeit in Europa und Afrika vor etwa 300 000 Jahren entstand ...

Steinspitzen schärften schon Altsteinzeitspeere
15.11.2012 - spektrum

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Äthiopien | Bisher älteste Speerspitzen in der Gademotta Formation entdeckt

Beitrag von Birgitt »

Wissenschafter haben in Äthiopien die bislang ältesten je entdeckten und datieren steinernen Speerspitzen ausgegraben. Mit einem Alter von 279.000 Jahren sind sie nicht nur rund 200.000 Jahre älter als die bislang ältesten vergleichbaren Funde, sondern auch ganze 80.000 Jahre älter als die frühesten Funde von Fossilien des Homo sapiens selbst. Dennoch, so sind sich die Forscher sicher, wurden diese Steine an der Spitze von Wurfspeeren zur Jagd verwendet und belegen so ein komplexes Verhalten, wie es bislang erst dem modernen Menschen zugeschrieben wurde [...] in der Gademotta Formation am Rande eines großen kollabierten Vulkankraters im zentraläthiopischen Rift Valley entdeckt ...

Problem für bisheriges Evolutions-Szenario: Älteste Steinspeerspitzen sind deutlich älter als der anatomisch moderne Mensch
29.11.2013 - grenzwissenschaft aktuell

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Re: Werkzeuge der Frühmenschen

Beitrag von Kuno »

Zwei Fragen:

A) Wie kann man solche Werkzeuge auf tausend Jahre genau bestimmen?

B) Wie serioes ist "Grenzwissenschaften.de"?
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Re: Werkzeuge der Frühmenschen

Beitrag von Birgitt »

Kuno hat geschrieben:
Sa 30. Nov 2013, 16:55
Wie serioes ist "Grenzwissenschaften.de"?
"grenzwissenschaft aktuell" sammelt Nachrichten, wie viele andere auch:

Stone-tipped spears predate existence of humans by 85,000 years
14.11.2013 - Fox

Oldest Javelins Predate Modern Humans, Raise Questions on Evolution
26.11.2013 - National Geographic


Wie du u.a. dem Artikel von grenzwissenschaften aktuell entnehmen kannst, erfolgte die Veröffentlichung der Wissenschaftler im Journal PLOS ONE am 13. November 2013, hier zum Download:


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Werkzeuge der Frühmenschen | Oldowan-Technologie in Kenia

Beitrag von Birgitt »

Am Viktoriasee in Kenia haben Forschende die ältesten Exemplare von Oldowan-Steinwerkzeugen entdeckt – der Technologie, die den ersten Frühmenschen zum Aufstieg verhalf. Die rund 2,9 Millionen Jahre alten Hammersteine und Abschläge zeigen deutliche Gebrauchsspuren, Schnittspuren an Tierknochen belegen ihren Einsatz auch bei Schlachtungen. Spannend auch: Inmitten der Werkzeuge lagen zwei Backenzähne des Vormenschen Paranthropus. Das stellt bisherige Annahmen zu den Urhebern der Oldowan-Technologie in Frage [...] Der Oldowan-„Werkzeugkasten“ umfasste drei verschiedene Werkzeugtypen, die durch gezieltes und systematisches Aneinanderschlagen von zwei in der Hand gehaltenen Steinen hergestellt wurden: Hammersteine dienten als Schlagwerkzeug, flache, scharfkantige Steinabschläge als Klingen und Messer, während der ovale, ebenfalls scharfkantige Reststein als Schaber oder Axt verwendet werden konnte [...]

... Entdeckt haben sie Thomas Plummer vom Queens College in New York und sein Team in Nyayanga am Ufer des Viktoriasees in Kenia. Bei den seit 2015 laufenden Ausgrabungen auf der Homa-Halbinsel stießen die Paläoanthropologen auf mehr als 330 Steinwerkzeuge aus Quarz, Quarzit, Granit und anderen Gesteinen, die den drei für die Oldowan-Kultur typischen Werkzeugformen entsprachen ...

2,9 Millionen Jahre alte Werkzeuge entdeckt
10.02.2023 - scinexx

Expanded geographic distribution and dietary strategies of the earliest Oldowan hominins and Paranthropus
09.02.2023 - science

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Werkzeuge der Frühmenschen | Ältester Beleg für Pfeil und Bogen in Europa

Beitrag von Birgitt »

Schon vor 300.000 Jahren nutzte der Homo heidelbergensis hölzerne Wurfstöcke zur Jagd, später fertigten die Neandertaler komplexere Werkzeuge aus Knochen, Holz und Stein, die sie teilweise mit Kleber an Griffen festleimten. Durch spezielle Schleudern verhalfen sie ihren Speeren zudem zu mehr Reichweite und Durchschlagskraft. Doch erst der Homo sapiens vollzog einen weiteren Entwicklungssprung in der Werkzeugtechnik: Er erfand Pfeil und Bogen. Diese Waffen verliehen unseren Vorfahren bei der Jagd eine größere Reichweite und mehr Durchschlagskraft. Bisher gingen Archäologen davon aus, dass sich diese Technik in Afrika schon vor rund 70.000 Jahren entwickelt haben könnte. Mit der Ausbreitung des Homo sapiens in Europa vor rund 42.000 bis 45.000 Jahren etablierte sie sich dann auch bei uns. Eindeutige archäologische Belege dafür fehlten aber bisher [...] Doch archäologische Funde in Südfrankreich zeichnen nun ein anderes Bild. Nach diesem könnte die erste Nutzung von Pfeil und Bogen in Europa sogar noch weiter in der Vergangenheit liegen. Belege dafür entdeckte ein Team um Laure Metz von der Universität Aix-Marseille in Form von steinernen Pfeilspitzen aus der Grotte Mandrin, einem Felsunterstand über dem Rhone-Tal im Südfrankreich ...

Ältester Beleg für Pfeil und Bogen in Europa
23.02.2023 - scinexx

Bow-and-arrow, technology of the first modern humans in Europe 54,000 years ago at Mandrin, France
22.02.2023 - Science Advances

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Werkzeuge der Frühmenschen | Faustkeile aus der Westukraine

Beitrag von Birgitt »

Faustkeile, die bereits in den 1970er-Jahren nahe Korelewo in der Westukraine entdeckt wurden, konnten nun auf ein Alter von rund 1,4 Millionen Jahre datiert werden und sind damit die ältesten Steinwerkzeuge, die in Nordeuropa gefunden wurden. Die Datierung zeigt, wie weit verbreitet und erstaunlich anpassungsfähig die frühen Menschen tatsächlich waren. Wie das Team um Roman Garba von der tschechischen Akademie der Wissenschaften und Mads Faurschou Knudsen von der dänischen Aarhus Universitet aktuell im Fachjournal “Nature” berichten, handelt es sich um gezielt behauene Faustkeile und Schneiden aus vulkanischem Gestein ...

1,4 Millionen Jahre Steinwerkzeuge in der Ukraine könnten älteste in Europa sein
07.03.2024 - grenzwissenschaft aktuell

East-to-west human dispersal into Europe 1.4 million years ago
06.03.2024 - nature, DOI: 10.1038/s41586-024-07151-3

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Spanien | Waffenkunst der Jungsteinzeit

Beitrag von Birgitt »

In Südspanien gefundene Überreste von Bögen und Pfeilen demonstrieren, wie ausgeklügelt jungsteinzeitliche Jäger vor rund 7.000 Jahren ihre Waffen fertigten – und wie geschickt sie das Material dafür auswählten und kombinierten. Unter den Funden sind auch kunstvoll verdrillte Bogensehnen aus Tiersehnen, die zu den ältesten Europas gehören. Die außergewöhnlich gut erhaltene Ausrüstung offenbart, dass die prähistorischen Bogenschützen handwerklich noch versierter waren als bislang bekannt. Die Artefakte lagen in der Höhle von Los Murciélagos in der südspanischen Provinz Granada und wurden untersucht Ingrid Bertin und ihrem Team von der Autonomen Universität Barcelona (UAB) ...

Waffenkunst der Jungsteinzeit enthüllt
09.12.2024 - scinexx

First evidence of early neolithic archery from Cueva de los Murciélagos (Albuñol, Granada) revealed through combined chemical and morphological analysis
05.12.2024 - nature

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Tansania | Älteste „Fabrik“ für Knochenwerkzeuge entdeckt

Beitrag von Birgitt »

Knochige Kulturzeugen: Vor- und Frühmenschen stellten schon vor 1,5 Millionen Jahren systematisch Werkzeuge aus Tierknochen her – rund eine Million Jahre früher als bislang angenommen. Das verrät ein 27-teiliger Werkzeugsatz aus bearbeiteten Elefanten- und Flusspferdknochen, den Archäologen um Ignacio de la Torre vom Spanischen Nationalen Forschungsrat (CSIC) in der Olduvai-Schlucht in Tansania freigelegt haben. Offenbar haben die Homininen ihre Fertigkeiten in der Herstellung von Steinwerkzeugen deutlich früher als gedacht auf die leichteren und biegsameren Tierknochen übertragen, wie das Team in „Nature“ berichtet ...

Älteste „Fabrik“ für Knochenwerkzeuge entdeckt
06.03.2025 - scinexx

Systematic bone tool production at 1.5 million years ago
05.03.2025 - nature, doi.org/10.1038/s41586-025-08652-5

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Oldowan-Kultur in Kenia | Machten uns weite Wege für Werkzeuge zu Menschen?

Beitrag von Birgitt »

600 000 Jahre früher als bisher angenommen liefen Menschenvorfahren weite Wege für das beste Werkzeugmaterial. Das ergab der Fund von 2,6 Millionen Jahre alten Steingeräten nebst Knochen geschlachteter Flusspferde aus Nyayanga am Victoriasee in Kenia. Das Steinmaterial, das die Fachleute der frühesten Phase der Oldowan-Kultur zuordnen, stammte aus ungefähr 13 Kilometer entfernten Quellen. Was banal klingt, stellt eine bedeutende Etappe der Menschwerdung dar. Das Verhalten liefert erstmals Hinweise auf planerisches Denken und die Fähigkeit, die umgebende Landschaft als Karte im Kopf (kognitive Karte) abzubilden, schreiben die Forscher um Emma Finestone vom Cleveland Museum of Natural History und Richard Potts vom National Museum of Natural History in Washington, D.C. in Science Advances ...

Machten uns weite Wege für Werkzeuge zu Menschen?
18.08.2025 - spektrum

Selective use of distant stone resources by the earliest Oldowan toolmakers
15.08.2025 - Science Advances, doi: 10.1126/sciadv.adu5838

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Südafrika | KwaZulu-Natal - Frühester Beleg für Giftpfeile

Beitrag von Birgitt »

Die Jagd mit Giftpfeilen reicht weiter zurück als bisher angenommen. Denn schon vor 60.000 Jahren jagten Steinzeitjäger ihre Beute mit vergifteten Pfeilen, wie Funde in Südafrika belegen. In einem steinzeitlichen Felsunterstand - Umhlatuzana Rock Shelter - in der Provinz KwaZulu-Natal haben Archäologen um Sven Isaksson von der Universität Stockholm dort Quarz-Pfeilspitzen entdeckt, die Spuren eines starken Pflanzengifts aufweisen. Dies zeugt davon, dass die frühen Jäger dieser Region bereits fortgeschrittene Strategien nutzten, wie das Team in „Science Advances“ berichtet ...

Älteste Giftpfeile der Welt entdeckt
08.01.2026 - scinexx

Direct evidence for poison use on microlithic arrowheads in Southern Africa at 60,000 years ago
07.01.2026 - Science Advances, doi: 10.1126/sciadv.adz328

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